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ihr Verhalten, z. B. die Angst, zu verhungern und geschlagen zu werden, als Übertragungen zu verstehen. So können sie überprüfen, ob diese Annahmen heute noch gültig sind. Insbesondere die Übertragung von schädigenden, z. B. hochunsicheren und vermeidenden, Bindungserfahrungen verhindert Wachstum (7) und die Kenntnis der Dynamik eröffnet neue Wege der Bindungsgestaltung. Kinder sollen wissen, wie extremer Stress das Verhalten beeinflusst, wie Kopf und Körper während der Stressregulation zusammen funktionieren. Zu Erklärung eignen sich zwei Modelle, das dreieinige Gehirn und das Fassmodell. Es ist nicht notwendig, die komplizierten Vorgänge im menschlichen Gehirn zu verstehen. Es geht um eine vereinfachte Darstellung der Abläufe im Gehirn: Was geschieht, wenn man so eine Angst wie früher bekommt oder sich plötzlich an nichts mehr erinnern kann? Dabei spielen drei Bereiche im Gehirn eine wichtige Rolle: Das Reptiliengehirn, zuständig für das Reagieren und Energie, das Mittelhirn für die Wahrnehmung und das Frontalhirn für das Denken. Mithilfe des → Konzeptes des dreigliedrigen Gehirns von Paul D. MacLean (1990; auch Levine/Kline 2004; Levine 2011) können wir traumaspezifische Reaktionen wie Rückblenden, Übererregung, Erstarrung und Dissoziation erklären. Dieses Konzept hilft Mädchen und Jungen aus herausfordernden Lebensumständen zu verstehen, dass ein erhöhter Stresspegel sie „unter Strom setzt“, weil das → Reptiliengehirn bei Annahme von Gefahr durch die → Amygdala diese Energie zur Verfügung stellt. Sie sind übererregt. Oder sie schalten ab, sie dissoziieren, erstarren etc. Wenn die Warnzentrale des Gehirns, die Amygdala, Alarm schlägt, ist der Neokortex, der Denker, weitgehend ausgeschaltet.