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dieser Erfahrungen. Grundlage der Selbstbemächtigung sind SelbstVerstehen und SelbstRegulation (8.1). Den Begriff Selbstbemächtigung statt ‚Ermächtigung‘ habe ich gewählt, zum einen, weil ich bei Ermächtigung immerzu auch Ermächtigungsgesetz mithöre, zum anderen, weil ich in dem Begriff auch die Notwendigkeit der Rückeroberung des Selbst und die Wiederverbindung zum eigenen Unversehrten beinhaltet haben möchte. Selbstbemächtigung braucht Transparenz und Partizipation (8.2). Dass soziale Teilhabe als Teil von Selbstbemächtigung nicht ohne reale Bildungschancen möglich ist, wird immer wieder mal in der Jugendhilfe zu wenig berücksichtigt (vgl. Macsenaere/Esser 2015, S. 88) (8.3). Gesellschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und handeln zu können sind wesentlicher Teil des Subjekt-Seins (8.4). Die Pädagogik der Selbstbemächtigung – ein Kernstück der Traumaarbeit – Die Förderung des (kognitiven) Selbst-Verstehens – Die Unterstützung der Selbstakzeptanz – Die Förderung der Selbstregulation – Die Förderung von Körperwahrnehmung – Die Entwicklung einer guten Geschlechtsrolle – Die Begleitung zu sozialen Teilhabemöglichkeiten
Seit der ersten Konzeptionalisierung der Pädagogik der Selbstbemächtigung ist viel Zeit vergangen und ich konnte mit den Mädchen und Jungen aus herausfordernden Lebensumständen das Konzept vertiefen. Einige von ihnen kommen in dieser Auflage zu Wort. Ihre Expertenschaft ist für mich noch klarer und zentraler geworden. Während eines gemeinsamen Buchprojektes mit Expertinnen für herausfordernde Lebensumstände und Anja Sauerer, der Leiterin des AWZ (Antonia Werr Zentrum) (Weiß/ Sauerer 2018a) durfte ich die unterschiedlichen Dimensionen des Verstehens, der Zeugenschaft, der Anerkennung des Schmerzes und die Bedeutung der Spiritualität für Traumaheilung tiefer erfahren, Selbstbemächtigung reloaded (8.5).