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132 Tabelle 1: Bindungsverhalten nach Roland Schleiffer (2009) Kinder und Jugendliche mit bindungsabwertender Kommunikation
Kinder und Jugendliche mit bindungsverstrickter Kommunikation
Sie ziehen sich bei Belastungen auf sich selbst zurück.
Sie zeigen intensive Gefühle von Trauer sowie Enttäuschung über Verluste.
Sie äußern keine oder selten Bedürfnisse nach Nähe, Unterstützung, Trost.
Sie vermeiden Eigenständigkeit und selbständiges Handeln.
Sie stellen dagegen im materiellen Bereich massive Ansprüche.
Sie zeigen sich ängstlich und anhänglich.
Sie verhalten sich unnahbar und pseudoautonom.
Sie resignieren schnell.
Sie können sich schlecht in andere hineinversetzen.
Sie zeigen eine große Gefühlsambivalenz.
Sie werten Angebote der Pädagog*innen ab, sie machen sie lächerlich und ignorieren sie.
Aus (zu) großer Nähe entwickelt sich schnell eine feindselige Distanz oder eine Unerreichbarkeit.
Sie zeigen sich wenig kooperativ, eher aggressiv und abweisend.
Sie dramatisieren ihre Hilflosigkeit.
Sie wechseln zwischen Emotionslosigkeit und Abweisung.
Bei der bindungsabwertenden Kommunikation ziehen sich Kinder und Jugendliche auf sich selbst zurück. Sie äußern selten Bedürfnisse nach Nähe, Unterstützung und Trost. Sie agieren pseudo-autark und neigen dazu, keine Hilfe von Erwachsenen anzunehmen. Bei der bindungsverstrickten Kommunikation agieren die Mädchen und Jungen anhänglich, ängstlich und mit intensiven Gefühlen von Trauer, zeigen Enttäuschung über Verluste, resignieren schnell oder entwickeln aus einer großen Beziehungsnähe schnell eine feindselige Distanz oder Unerreichbarkeit (Schleiffer 2009). Manchmal verfolgen sie uns überall hin, sind unser Schatten. Die Mädchen und Jungen suchen in Nähe suchendem Verhalten Beruhigung, ihr Bindungssystem ist überaktiviert. Ein hochunsicheres Bindungsmodell verleitet zur Verstrickung und Eskalation der Pädagogin, die Unsicherheit der Kinder und Jugendlichen wird erhöht. Vermeidend gebundene Mädchen und Jungen werten möglicherweise die Beziehungsangebote der professionellen Helferinnen ab. In der Gegenreaktion agieren diese u. U. mit ‚bindungsvermeidendem