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Medizin, der Psychiatrie und der Psychologie mit traumatisierten Menschen (Kap. 4). In Teil B beschreibe ich Möglichkeiten der Pädagogik zur Unterstützung der Bewältigung herausfordernder Lebensumstände. Traumapädagogik ist eine relativ junge Fachrichtung mit alten Wurzeln. Sie ist kein geschlossenes Gebilde und verfügt über nicht wenige, auch differente Konzepte (Kap. 6), dies gilt auch für eine traumainformierte Bindungspädagogik (Kap. 7). Verstanden werden, Selbst-Verstehen und gemeinsam Verstehen bilden den Boden der Erfahrung Hey, ich bin normal und sind die Grundlage der Pädagogik der Selbstbemächtigung (Kap. 8). Dazu gehören auch das Einordnen der bisherigen lebensgeschichtlichen Erfahrungen und die Sinnfindung als Grundlagen der Gestaltung von Gegenwart und Zukunft (Kap. 9). Die Integration von therapeutischem Wissen in die Pädagogik und ein Konzept der Zusammenarbeit von Pädagogik und Therapie erleichtern den Kindern, aber auch den Bezugspersonen den Alltag (Kap. 10). Und es erscheint mir dringlicher denn je, die Mädchen und Jungen bei der Suche nach einer geschlechtlichen und sexuellen Identität zu begleiten, besonders dann wenn sexuelle und geschlechtliche Normen durch traumatische Erfahrungen besetzt sind. Sichere, positive geschlechtliche und sexuelle Identität sind wertvolle Grundlagen des Selbst (Kap. 11). Der Schutz vor erneuten Übergriffen ist zentrales Ziel (Kap. 12). In Teil C beschreibe ich die besonderen Belastungen der Pädagoginnen (Kap. 14). Sie sind durch die auch verletzenden und abwertenden Verhaltensweisen der Kinder und Jugendlichen herausgefordert, in ihrer wertschätzenden Haltung zu bleiben. Professionelle Grundkompetenzen (Kap. 15) wie Sachkompetenz, Selbstreflexion und Selbstsorge und Sinnfindung erleichtern das Halten der Haltung. Die nicht geringen Belastungen der Begleitung von Mädchen und Jungen aus herausfordernden Lebensumständen fordern die Leitungen. Insbesondere die Unterstützung der Pädagoginnen ist für sie eine Kernaufgabe. Gesellschaftliche Bedingungen, die sich z. B. in Strukturen der öffentlichen Kinderund Jugendhilfe, in Finanzierungsrichtlinien etc. manifestieren, machen das nicht gerade einfacher (Kap. 16).