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» … mit einer Ansammlung von Einzelkämpfern«

Das Team als Gruppe Wenn in der pädagogischen Arbeit von der Gruppe gesprochen wird, handelt es sich immer um mindestens zwei Gruppen. Die Gruppe der Kinder und Jugendlichen und die Gruppe der Erwachsenen, das Team. Diese beiden Kleingruppen unterscheiden sich wesentlich von einander, beispielsweise in Bezug auf Macht, Freiwilligkeit, Ziele und Perspektiven. Dieser Unterschiedlichkeit und das damit verbundene Ungleichgewicht muss mit einer hohen Achtsamkeit, größtmögliche Transparenz und gemeinsamer Verantwortungsübernahme durch die Mitglieder des Teams begegnet werden. Das ist eine zentrale Voraussetzung dafür, dass die Gruppe der erwachsenen Bezugspersonen für die Gruppe der Kinder und Jugendlichen als Beispiel für alternative und korrigierende Handlungsstrategien im Umgang mit Konflikten, Geheimnissen, Stress, Wut und Enttäuschungen agieren kann. Bedenkt man vor diesem Hintergrund beispielsweise, welche Erlebnisse und traumabezogenen Erwartungen Kinder und Jugendliche mit innerfamiliären traumatischen Erfahrungen in Bezug auf Auseinandersetzungen zwischen Erwachsenen haben, kann es sehr sinnvoll sein, Konflikte zwischen Teammitgliedern nicht ausschließlich hinter der verschlossenen Bürotür auszutragen (Bausum 2013). An diesem Gedanken wird deutlich: Gruppenarbeit ist Teamarbeit. Die Kolleginnen eines Teams sind Erziehungspartnerinnen und brauchen ausreichend Zeit und Raum, eine gemeinsame pädagogische Haltung und ein gemeinsames pädagogisches Vorgehen entwickeln und leben zu können. Dies gelingt unter anderem durch • die Reflexion der eigenen Biografie, auch in Bezug auf eigene Erfahrungen in Gruppen. • regelmäßigen begleiteten und reflektierten Austausch mit den Kolleginnen, um mögliche Spaltungen und Konflikte gut zu lösen. • einen sicheren Rahmen mit ausreichend Zeit und Ressourcen für individuelle, aber auch im Team gemeinsame Selbstfürsorge. Sonst ist die Gefahr groß, dass versucht wird, eine gleiche pädagogische Richtung und Vorgehen über starre Regeln zu erwirken, in der ein Klima Pädagoginnen gegen Kinder entstehen kann. Dem müssen wir unbedingt entgegenwirken, da es in einer solchen Gruppenatmosphäre nicht möglich sein wird, transparent mit Traumasymptomatik zu arbeiten, haltgebende Strukturen zu installieren, tragende Gruppenreflexionen umzusetzen und der massiven sozialen Angst der Einzelkämpfer entgegenzuwirken.