2026-001/documents/theory/diagnostics/handbuch-kinder-und-haeusliche-gewalt/pages/461.md

2.9 KiB
Raw Permalink History

464

Konsequenzen und Perspektiven

Ž›ȱ Ž›˜ěŽ—Ž—ȱ œ’Œ‘Ž›—ȱ ”ã——Ž—ǯȱ ’Žȱ ‘§•ȱ Žœȱ Š‘Ž›ȱ û›ȱ ‹ŽŽžœŠ–ǰȱ Šœȱ ã쎗•’Œ‘Žȱ Ž žœœsein für dieses Problem weiter zu schärfen und die Arbeit in den Institutionen insbesondere in den Bereichen (...) der Schulen, der Kinder- und Jugendhilfe (...) unter Einbeziehung der Frauenprojekte weiter zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund konzentrieren sich die gemeinsamen Empfehlungen nachdrücklich auf wichtige und unverzichtbare Konsequenzen insbesondere für die Prävention, den wirksamen Abbau von häuslicher Gewalt sowie für ziel- und passgenaue Hilfen“.

Der nationale Aktionsplan der Bundesregierung „Für ein kindergerechtes Deutschland 2005 2010“ Dieser Aktionsplan unter Federführung der Jugendabteilung des BMFSFJ wurde im Januar 2005 veröffentlicht und enthält ein eigenes Handlungsfeld „Aufwachsen ohne Gewalt“ mit einem Kapitel „Kinder als Zeugen und Beteiligte von Partnergewalt“. Hier sind Maßnahmen des Bundes aufgelistet, die bis 2010 umgesetzt werden sollen. Dies ist als Erfolg zu werten, denn damit ist das Thema der Auswirkungen von häuslicher Gewalt auf betroffene Kinder und Jugendliche da angekommen, wo es auch - neben der Einbeziehung der Bereiche, die für die Unterstützung von Gewalt betroffenen Frauen zuständig sind - schwerpunktmäßig bearbeitet werden muss: im Bereich der Kinderund Jugendpolitik.

Neue Praxisprojekte für Prävention und Intervention bei häuslicher Gewalt mit den Zielgruppen Kinder und Jugendliche Die vorliegenden Erkenntnisse aus Praxis und Wissenschaft, zuletzt die Untersuchung zu Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland (Schröttle/Müller 2004), haben hinreichend belegt, wie wichtig der möglichst früh einsetzende Schutz von Mädchen und Jungen vor Gewalt für den Abbau von Gewalt gegen Frauen ist und welche Bedeutung der Präventionsarbeit in diesem Bereich zukommt. Hier müssen fachgerechte Angebote im vorschulischen Bereich und im Bereich von Schule und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe ansetzen. Einzelne Ansätze und Ideen existieren. So besteht mit dem Projekt „PräGT“ der Arbeiterwohlfahrt (AWO) für den vorschulischen Bereich der Kindertagesstätten erstmals ein einschlägiges Projekt zur Prävention von häuslicher Gewalt mit den Zielgruppen Mitarbeiter/ innen von Kindertagesstätten und weiteren Fachberater/innen (z.B. aus der Kinder- und Jugendhilfe), Mädchen und Jungen sowie Eltern und Elternbeiräte (siehe Borris in diesem Band).24 Projekte für den schulischen Bereich mit Schnittstelle zur Kinder- und Jugendhilfe sind in Planung wie z.B. in Berlin, wo das erfolgreiche Interventions24 Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V. (Hg.) 2004: Projekt PräGT. Ein Praxisleitfaden zur Prävention von häuslicher Gewalt in Kindertagesstätten.