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Der Blick der Forschung
ǮȱȱȱûȱDZȱ ȱȱȱĴǰȱȱȱȱãǵȱȱ ȱ Ĵȱ ȱ ȱ ȱ £ȱ ǰȱ ȱ ȱ £ȱ ǯȱ ȱ ȱ ȱ einem zuerst in den Sinn. Es ist das erste, was einem einfällt, wenn ein Kind sagt, es möchte ȱȱȱǯȱȱȱtȱDZȱȅ ȱȱȱĴǰȱȱȱȱ ãǵȁȱȱȱȱ£ȱȱȱȬȱȱȱȱȱȱǰȱȱȱĴȱ lich den Kontakt des Kindes zum Vater wünscht, aber das Kind diesen ablehnt.“
Stehen bestimmte Wünsche der Kinder den als gegeben betrachteten Bedürfnissen des „sich entwickelnden Kindes“ entgegen, und wollen diese den Vater nicht sehen, werden sie tendenziell als von ihren Müttern abhängig und beeinflusst gesehen. Die Möglichkeit, dass Kinder ihren Vater aufgrund von Gewalterlebnissen nicht sehen wollen, sich also zu schützen versuchen, wird von den professionellen Helfern/innen nicht diskutiert. Die Familienrechtshelfer/innen scheinen auf die Begegnung mit Kindern vorbereitet, deren Probleme im Zusammenhang mit der allgemeinen Abhängigkeit (des Kindes) stehen, oder deren Bedürfnisse mehr oder weniger den Bedürfnissen eines abstrakten „sich entwickelnden Kindes“ entsprechen (vgl. Hester und Radford, 1996; Keskinen, 2005). Sie sind weitaus weniger darauf vorbereitet, mit den spezifischen Erfahrungen, Emotionen und Strategien von Kindern umzugehen, die physische, psychische oder sexuelle Gewalt durch einen Vater erleben bzw. erlebt haben, der auch gewalttätig gegen die Mutter ist. Entsprechend gibt es weniger Raum für einen Teil der Subjektivität von Kindern in der Begegnung mit den professionellen Helfern. Wie werden misshandelte Kinder mit der Abklärungen für die Regelung von Umgang, Sorgerecht und Aufenthalt fertig? Weitergehende Forschung muss sich dieser Fragen dringend annehmen.
Mutterzentrierte Familien? Die Interviews mit den Familienrechtshelfern/innen deuten darauf hin, dass nicht nur abstrakte Vorstellungen vom sich entwickelnden und abhängigen Kind, sondern auch die geschlechtsspezifisch geprägte Konstruktion von Elternschaft für die Beurteilung der angemessenen Sorgerechts- und Umgangsregelung relevant ist (vgl. Hester und Radford, 1996). Wie erfolgt die Bewertung der elterlichen Qualität von Vätern, die Gewalt gegen Frauen ausüben? Das Väterbild der Familienrechtshelfer/innen wird im Kontrast zu ihrer Wahrnehmung der Mütter sichtbar. Die Aussagen der professionellen Helfer/ innen implizieren, dass Mütter mit Gewalterfahrung kein vollwertiger Elternteil sind: Misshandelte Mütter können - auf unterscheidliche Weise - ihre Kinder vernachlässigen (vgl. Keskinen, 2005). Die Befragten erwähnen sowohl eine allgemeine Tendenz unter Müttern, mit eigenen Problemen befasst zu sein, als auch eine spezifische Unfähigkeit, das Bedürfnis der Kinder nach einem Kontakt zu der Person, die sie misshandelt hat, zu erkennen. Alle Befragten hängen diesem Verständnis von der misshandelten Mutter als vernachlässigendem