Korrekturrunde 3 publizieren
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fc7e1e222f
@ -9,7 +9,7 @@ hint: "Halte hier die kooperative Arbeit auf Ebene der gesamten Analyse fest, z.
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*Im Fachaustausch mit der Psychologin, in der organisatorischen Sitzung und in der Supervision verdichtete sich die Einschätzung, dass die aktuelle Zimmerkonstellation für Leny eher überfordernd ist und ein Zimmerwechsel entlastend wirken könnte. Dort bearbeiteten wir die unterschiedlichen fachlichen Sichtweisen zur Zimmersituation und klärten das weitere Vorgehen.*
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Da der Betriebsalltag von vielen aktuellen Vorkommnissen geprägt war, führte ich die Validierung schriftlich durch. Ich erstellte für das interdisziplinäre Team eine Zusammenfassung der Analyse und bat um Feedback sowie Ergänzungen. Daraus ergaben sich fachliche Rückmeldungen und Ergänzungen. Die Auswertung stiess auf breite Zustimmung und wurde als interessant sowie aussagekräftig eingeschätzt.
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Da der Betriebsalltag sehr dicht war, führte ich die Validierung schriftlich durch. Ich erstellte für das interdisziplinäre Team eine Zusammenfassung der Analyse und bat um Feedback sowie Ergänzungen. Daraus ergaben sich fachliche Rückmeldungen und Ergänzungen. Die Auswertung stiess auf breite Zustimmung und wurde als interessant sowie aussagekräftig eingeschätzt.
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Für das Validierungsgespräch mit Leny bereitete ich Bilder mit Symbolkraft vor, um ihm die verdichteten Analyseerkenntnisse möglichst verständlich zu vermitteln. Die Auseinandersetzung mit diesen unangenehmen Themen fiel ihm nicht leicht, dennoch prüfte er meine Aussagen genau und empfand die Formulierungen als stimmig. Er betonte jedoch, dass er nicht nur in belastenden Situationen Dinge vergesse. Darauf präzisierte ich, dass sich Vergessen, Orientierung und Ausweichen bei Belastung, Müdigkeit oder vielen Anforderungen stärker zeigen.
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@ -5,6 +5,6 @@ title: "Ziel dieses Prozessschritts"
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hint: "Beschreibe das Ziel der Diagnose (Erhellen und Verstehen des Falls mithilfe wissenschaftlicher Theorien), den Bezug zur Analyse (Fallthematik als Ausgangspunkt) und die gewählte Diagnosemethode (Theoriegeleitetes Fallverstehen). Benenne die gewählten Theorien und begründe kurz, warum sie zur Fallthematik passen."
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footnote: "📚 Theoriegeleitetes und kooperatives Fallverstehen"
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In diesem Prozessschritt wird die erarbeitete Fallthematik aus Kapitel 3.2 theoriegeleitet erhellt. Ich möchte das Warum dieser Themen klarer verstehen und vertiefen, insbesondere warum diese Themen in Lenys Alltag so stark wirken. Mit passenden fachlichen Wissensbeständen setze ich sie mit dem Fall in Beziehung und formuliere erklärende Hypothesen. Diese Hypothesen werden im weiteren Prozess validiert, und am Ende verdichte ich sie zu einer handlungsleitenden Arbeitshypothese. Sie bildet die Grundlage für die nächsten Prozessschritte Zielsetzung und Interventionsplanung (Hochuli Freund & Stotz, 2021, S. 232 ff.).
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In diesem Prozessschritt wird die erarbeitete Fallthematik aus Kapitel 3.2 theoriegeleitet erhellt. Ich möchte das Warum dieser Themen klarer verstehen. Mit passenden fachlichen Wissensbeständen setze ich sie mit dem Fall in Beziehung und formuliere erklärende Hypothesen. Diese Hypothesen werden im weiteren Prozess validiert, und am Ende verdichte ich sie zu einer handlungsleitenden Arbeitshypothese. Sie bildet die Grundlage für die nächsten Prozessschritte Zielsetzung und Interventionsplanung (Hochuli Freund & Stotz, 2021, S. 232 ff.).
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Da wir in unserem Praxisbetrieb systemisch denken (vgl. Kapitel 2), wählte ich zunächst eine systemische Perspektive nach Wolf Ritscher (2022), um Lenys Übergänge zwischen zuhause und dem Praxisbetrieb, seine möglichen Loyalitätsbindungen sowie den Kontext seiner Belastungen zu verstehen. Um Lenys spezifische Belastungen und die in Kapitel 3.1 erwähnte posttraumatische Belastung nachvollziehbarer zu machen, ergänzte ich die systemische Perspektive durch traumapädagogische Überlegungen von Wilma Weiss (2024).
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@ -10,4 +10,4 @@ Zu Beginn der Diagnose führte ich mit der Betriebsleitung und Lenys Psychologin
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Leny war über sieben Wochen wegen Krankheit, Ferien und einer Reise nicht bei uns. Die direkte Validierung der Diagnose mit ihm war in dieser Phase deshalb nicht möglich. Die Kindsmutter war in dieser Zeit nicht erreichbar, und mit der Beiständin konnte wegen ihrer Abwesenheit auch kein Gespräch stattfinden. So musste ich auf der Fachebene weiterführen. Im Leny-Bezugspersonenteam und im Team Sozialpädagogik brachte ich meine Deutungen ein, zeigte den Film, stellte fachliche Fragen und tauschte mich über die erklärenden Hypothesen aus. So wurden handlungsleitende Arbeitshypothese und Fragen für die Fachleute weiter geschärft.
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Als wir auf der Fachebene bei Prozessschritt 3.5 waren, konnte ich die Diagnose mit Leny in einem Bezugspersonengespräch aufgreifen und ihm den Film zeigen und darüber mit ihm sprechen. Er freute sich und bemerkte, wie viel Arbeit darin steckt. Entlastend war für ihn zu hören, dass seine Themen nicht einfach seine Schuld sind, sondern einen guten Grund haben. Ich teilte ihm die Inhalte der erklärenden Hypothesen und der Arbeitshypothese in vereinfachter Form mit. Durch den Film konnte er dies besser verstehen und begann mit mir über seine Ressourcen zu sprechen.
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Als wir auf der Fachebene bei Prozessschritt 3.5 waren, konnte ich die Diagnose mit Leny in einem Bezugspersonengespräch aufgreifen und ihm den Film zeigen. Er freute sich und bemerkte, wie viel Arbeit darin steckt. Entlastend war für ihn zu hören, dass seine Themen nicht einfach seine Schuld sind, sondern einen guten Grund haben. Ich teilte ihm die Inhalte der erklärenden Hypothesen und der Arbeitshypothese in vereinfachter Form mit. Durch den Film konnte er dies besser verstehen und begann mit mir über seine Ressourcen zu sprechen.
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@ -10,4 +10,4 @@ Die Zielbildung wurde auf Fachebene erarbeitet. Weil Leny mehrere Wochen nicht a
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Die Zielfindung verlief als Pendelbewegung zwischen den bisherigen Erkenntnissen aus Situationserfassung, Analyse und Diagnose und dem Ausblick auf die weitere Begleitung. Die Fachpersonen prüften immer wieder, was für Leny bedeutsam, erreichbar und im Moment tragfähig ist. Aus den erklärenden Hypothesen, der Arbeitshypothese und der Fragestellung für die Fachleute entstanden Grobziele, die mit dem Fernziel verbunden sind. Die Grobziele stehen jeweils für ein Thema der Arbeitshypothese. Da der direkte Einbezug von Leny eingeschränkt war, wurden vorerst Unterstützungsziele formuliert (vgl. Hochuli Freund & Stotz, 2021, S. 280-281). Sie bilden den Ausgangspunkt für die weitere Bearbeitung in Kapitel 3.5.
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Eine punktuelle Rückkopplung mit Leny war später teilweise möglich. Als wir auf der Fachebene bereits einen Prozessschritt weiter waren, konnte ich die ausgearbeiteten Grobziele mit Leny besprechen. Ich konnte Leny später einbeziehen. Ich informierte ihn über unsere Überlegungen, fragte ihn nach seiner Einschätzung und sagte ihm, dass wir die Ziele bei Bedarf wieder anpassen können.
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Eine punktuelle Rückkopplung mit Leny war später möglich. Ich besprach die ausgearbeiteten Grobziele mit Leny. Ich informierte ihn über unsere Überlegungen, fragte ihn nach seiner Einschätzung und sagte ihm, dass wir die Ziele bei Bedarf wieder anpassen können.
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@ -13,5 +13,7 @@ Der gewählte Realitätsausschnitt half mir, mich immer wieder zu fokussieren un
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In der Diagnose half mir die Traumapädagogik, Lenys Verhalten nicht einseitig als Verweigerung oder fehlende Motivation zu verstehen. Der gute Grund half mir, seine Themen anders zu betrachten. Systemisches Denken half mir, das Dazwischen besser zu erkennen, zum Beispiel die Wechselwirkungen zwischen dem Familiensystem und dem Praxisbetrieb.
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In der Praxis betrafen Gespräche, Rückkopplungen und neue Beobachtungen oft mehrere Prozessschritte gleichzeitig. Ich fand es herausfordernd, solche Überlagerungen schriftlich so zu ordnen, dass sichtbar blieb, welchem Prozessschritt eine Erkenntnis zugeordnet ist. Beim Ordnen ging ich wiederholt zurück, prüfte Begriffe und merkte, wie stark Sprache das Fallverstehen beeinflusst.
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Im Prozess merkte ich, wie schnell im Praxisalltag Lösungsideen entstehen. Ich lernte, mich davon nicht zu stark irritieren zu lassen. Stattdessen notierte ich Ideen, bremste sie und ordnete sie später wieder fachlich ein. Von Anfang an notierte ich reflektierende Gedanken. Das half mir, sie hier wieder aufzunehmen und weiterzuführen.
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Im Prozess merkte ich, wie schnell im Praxisalltag Lösungsideen entstehen. Ich lernte, mich davon nicht zu stark irritieren zu lassen. Stattdessen notierte ich Ideen, bremste sie und ordnete sie später wieder fachlich ein.
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Während der ganzen Arbeit notierte ich reflektierende Gedanken. Am Ende half mir das, sie wieder aufzunehmen und weiterzuführen.
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Ich erlebte, dass Gespräche und das gemeinsame Verstehen-Wollen bereits Wirkung haben und kleine Interventionen sind.
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