Korrekturen in Kapitel 3.5 publizieren

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@ -17,15 +17,15 @@ Leny soll bei schulischen und alltagspraktischen Basiskompetenzen unterstützt u
# Analyse
Die Analyse zeigt, dass sich Lenys Heimweh weniger als klassisches Heimweh, sondern eher als emotionale Belastung zeigt. Die Sorgen im Herkunftssystem belasten ihn und beeinflussen sein Funktionieren im Alltag. In überfordernden Situationen verstärken sich Vergessen, Orientierungsschwierigkeiten und Ausweichen. Hingegen wirkt er in klaren Situationen orientierter und aufmerksamer.
Die Analyse macht sichtbar, dass Lenys Heimweh weniger klassisches Heimweh ist, sondern stärker eine emotionale Belastung. Die Sorgen im Herkunftssystem belasten ihn und beeinflussen sein Funktionieren im Alltag. In überfordernden Situationen verstärken sich Vergessen, Orientierungsschwierigkeiten und Ausweichen. Hingegen wirkt er in klaren Situationen orientierter und aufmerksamer.
# Diagnose
Im Prozessschritt Diagnose zeigt sich, dass Lenys starke Loyalität gegenüber der Mutter seine Ablösung und Selbstständigkeit im Praxisbetrieb erschwert. Es wurde verständlicher, welche Funktion Vergessen, Orientierungsschwierigkeiten und Ausweichen in Lenys Leben erfüllen und weshalb Leny diesbezüglich keine weitere Beschämung erfahren soll. Sie haben einen guten Grund und dienen als Überlastungsschutz für seine im Herkunftssystem überfordernden und belastenden Situationen. Leny kommt oft belastet mit Sorgen bei uns an und ist innerlich damit beschäftigt. Er braucht konkretere Begleitung bei den Übergängen, Erwachsene, die seine Sorgen verstehen und im Alltag aufgreifen, sowie Orientierung und Regulation.
Der Prozessschritt Diagnose macht nachvollziehbar, dass Lenys starke Loyalität gegenüber der Mutter seine Ablösung und Selbstständigkeit im Praxisbetrieb erschwert. Ich verstehe nun besser, welche Funktion Vergessen, Orientierungsschwierigkeiten und Ausweichen in Lenys Leben erfüllen und weshalb Leny diesbezüglich keine weitere Beschämung erfahren soll. Sie haben einen guten Grund und dienen als Überlastungsschutz für seine im Herkunftssystem überfordernden und belastenden Situationen. Leny kommt oft belastet mit Sorgen bei uns an und ist innerlich damit beschäftigt. Er braucht konkretere Begleitung bei den Übergängen, Erwachsene, die seine Sorgen verstehen und im Alltag aufgreifen, sowie Orientierung und Regulation.
# Zielsetzung
Wegen Lenys Abwesenheit wurden im Prozessschritt Zielsetzung drei Grobziele als Unterstützungsziele formuliert. Fachübergreifend einigten wir uns auf drei Inhalte: Leny wird in den Übergängen unterstützt, damit er einfacher ankommen kann. Es werden Möglichkeiten gefunden, Schutzmechanismen besser wahrzunehmen, sowie Angebote für Regulation. Sinnvolle Strukturen erleichtern ihm den Alltag und er beteiligt sich selbstständiger. Die Zielbildung wurde auf Fachebene von den Fachpersonen aus allen drei Bereichen erarbeitet. Später konnte ich sie mit Leny besprechen. Diese Richtungen waren für Leny vorstellbar und er war einverstanden.
Wegen Lenys Abwesenheit wurden im Prozessschritt Zielsetzung drei Grobziele als Unterstützungsziele formuliert. Fachübergreifend einigten wir uns auf drei Inhalte: Leny wird in den Übergängen unterstützt, damit er einfacher ankommen kann. Er erhält Zugänge, um seine Schutzmechanismen und deren Auswirkungen wahrzunehmen sowie seine Regulationsmöglichkeiten zu erweitern. Sinnvolle Strukturen erleichtern Leny den Alltag und ermöglichen ihm mehr selbstständige Beteiligung. Die Zielbildung wurde auf Fachebene von den Fachpersonen aus allen drei Bereichen erarbeitet. Später konnte ich sie mit Leny besprechen. Diese Richtungen waren für Leny vorstellbar und er war einverstanden.
# Handlungsleitendes Konzept

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@ -15,7 +15,7 @@ Ich fasse die Schritte 2 und 3 zur Dokumentation zusammen.
In den wöchentlichen Teamsitzungen sammelten wir Ideen für die Grobziele. Einiges entstand auch aus kleinen Zwischengesprächen oder aus Übergaben im Praxisalltag. Ich führte bereichsübergreifende Fachgespräche mit den Bezugspersonen aus Schule und Therapie. Ich notierte mir alles fortlaufend und ordnete die vielen Ideen ein.
Dabei entstanden mehrere Ideen, fünf davon dokumentiere ich: Ankommen, Förderunterricht, Sport, Infoheft und Einordnen von Stress, Sorgen und Schutzmechanismen.
Aus diesem Sammelprozess gingen fünf Ideen hervor: Ankommen, Förderunterricht, Sport, Infoheft und Einordnen von Stress, Sorgen und Schutzmechanismen.
Als Leny wieder da war, besprach ich einzelne Ideen mit ihm. Das Infoheft konnte ich im Alltag mit ihm aufnehmen, er brachte eigene Überlegungen dazu ein. Beim Sport war Leny gleich dabei. Später kamen die neuen Schulsportangebote, und Leny konnte sich für eines entscheiden. Darum dokumentiere ich Sport nicht in der Tabelle. Die Idee zum Einordnen von Stress, Sorgen und Schutzmechanismen besprach ich mit der Psychologin. Sie nimmt diese Möglichkeit nach den Sommerferien auf und entwickelt sie weiter. Die Frage für den Förderunterricht konnte sich Leny als neue Möglichkeit vorstellen und er war überrascht, dass er im Förderunterricht auch eigene Fragen einbringen darf.
@ -31,4 +31,4 @@ Die Tabelle dokumentiert die drei Ideen, die für die Interventionsplanung beson
| ethische Aspekte | Angebote erfolgen ohne Druck und ohne Vorführen vor Gruppe oder Eltern.<br>Hunger wird ernst genommen und nicht beschämend diskutiert. TP | Es entsteht keine versteckte Leistungserwartung.<br>Hilfeholen wird als Lernstrategie gestärkt.<br>Leny erlebt sich beteiligt und kompetent. | Leny ist nicht verantwortlich für den Austausch zwischen Erwachsenen.<br>Das Infoheft wird nicht als Kontrollwerkzeug genutzt.<br>Persönlichkeits- und Datenschutz werden beachtet. TP |
| Veränderungsebene | eher Situation. | Situation und Verhalten. | eher Situation. |
Die Idee zum Ankommen wird nicht als Feinziel ausgearbeitet, weil sie im Alltag ausprobiert und weiter beobachtet wird. Die Frage für den Förderunterricht greift lösungsorientiert an Lenys Beteiligung an. Das Infoheft setzt auf der systemischen Ebene an, weil es den Austausch zwischen Herkunftssystem und Praxisbetrieb unterstützt. Es kann dazu beitragen, Scham und Druck im Zusammenhang mit vergessenen Dingen zu reduzieren. Diese beiden Ideen nehme ich in Schritt 4 auf.
Die Idee zum Ankommen arbeite ich nicht als Feinziel aus, weil wir sie im Alltag bereits ausprobieren und weiter beobachten. Die Frage für den Förderunterricht greift lösungsorientiert an Lenys Beteiligung an. Das Infoheft setzt auf der systemischen Ebene an, weil es den Austausch zwischen Herkunftssystem und Praxisbetrieb unterstützt. Das Infoheft soll helfen, Scham und Druck im Zusammenhang mit vergessenen Dingen zu reduzieren. Diese beiden Ideen nehme ich in Schritt 4 auf.