Publiziert überarbeitete kooperative Validierung in 3.3
This commit is contained in:
parent
7b7bcc2c46
commit
cb4569c1f1
@ -6,6 +6,8 @@ hint: "Beschreibe, wie du die erklärenden Hypothesen mit Leny und weiteren Bete
|
||||
footnote: "🤝 Zeige, wie kooperatives Prüfen die Diagnose absichert und schärft."
|
||||
---
|
||||
|
||||
Leny war mehrere Wochen wegen Krankheit, Ferien und einer Reise nicht bei uns. Als er wieder da war, erzählte ich ihm in einem kurzen Gespräch einige Punkte aus meinen diagnostischen Erkenntnissen. Er hörte interessiert zu, war nach seiner Reise aber wenig präsent und nicht aufnahmefähig für einen vertieften Dialog. Ich erstellte für Leny erneut Bilder und entwickelte daraus einen kleinen Film. In der darauffolgenden Woche war Leny wieder abwesend. Den vorbereiteten Film konnte ich ihm bis jetzt nicht zeigen. Die Kooperation mit der Kindsmutter ist seit mehreren Wochen blockiert. Mit der Beiständin kam in dieser Phase kein Austausch zustande. Das führte im Praxisbetrieb zunehmend zu Ratlosigkeit und Ohnmacht. Darum ist mir die Bearbeitung vorläufig ausschliesslich auf der Fachebene möglich.
|
||||
Zu Beginn der Diagnose führte ich mit der Leitung, der Therapie und Lenys Psychologin Gespräche zur Suche nach passenden Theorien. Meine Theorien und meine Fallbezugüberlegungen brachte ich fortlaufend in die wöchentlichen Kinderbesprechungen im sozialpädagogischen Team ein. Wir prüften, ob diese die Fallthematik erhellten, Mehrwert enthielten und eine handlungsleitende Richtung erkennen liessen. Ich überlegte mir, wie Leny die Theorien vermittelt werden könnten, erstellte Bilder und entwickelte daraus einen Präsentationsfilm.
|
||||
|
||||
Zur weiteren Bearbeitung führte ich richtungsweisende Gespräche, besonders mit der Leitung, der Therapie und Lenys Psychologin. Meine Theorien und Deutungen brachte ich anschliessend in die Kinderbesprechungen, ins Leny-Bezugspersonenteam und ins Team Sozialpädagogik ein. Ich zeigte in beiden fachlichen Gefässen den Film, stellte fachliche Fragen und tauschte mich über die erklärenden Hypothesen aus. So wurden die handlungsleitende Arbeitshypothese und die Fragen für die Fachleute weiter geschärft.
|
||||
Leny war über sieben Wochen wegen Krankheit, Ferien und einer Reise nicht bei uns. Die direkte Validierung der Diagnose mit ihm war in dieser Phase deshalb nicht möglich. Die Kindsmutter war in dieser Zeit nicht erreichbar, und mit der Beiständin konnte wegen ihrer Abwesenheit auch kein Gespräch stattfinden. So musste ich auf der Fachebene weiterführen. Im Leny-Bezugspersonenteam und im Team Sozialpädagogik brachte ich meine Deutungen ein, zeigte den Film, stellte fachliche Fragen und tauschte mich über die erklärenden Hypothesen aus. So wurden handlungsleitende Arbeitshypothese und Fragen für die Fachleute weiter geschärft.
|
||||
|
||||
Als wir auf der Fachebene bei Prozessschritt 3.5 waren, konnte ich die Diagnose mit Leny in einem Bezugspersonengespräch aufgreifen und ihm den Film zeigen und darüber mit ihm sprechen. Er freute sich und bemerkte, wie viel Arbeit darin steckt. Entlastend war für ihn zu hören, dass seine Themen nicht einfach seine Schuld sind, sondern einen guten Grund haben. Ich teilte ihm die Inhalte der erklärenden Hypothesen und der Arbeitshypothese in vereinfachter Form mit. Durch den Film konnte er dies besser verstehen und begann mit mir über seine Ressourcen zu sprechen.
|
||||
|
||||
Loading…
Reference in New Issue
Block a user