From cb4569c1f10fad886a89d36e7ba7b159d5abedca Mon Sep 17 00:00:00 2001 From: KPG Mentor Date: Wed, 10 Jun 2026 14:59:38 +0000 Subject: [PATCH] =?UTF-8?q?Publiziert=20=C3=BCberarbeitete=20kooperative?= =?UTF-8?q?=20Validierung=20in=203.3?= MIME-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8 Content-Transfer-Encoding: 8bit --- 060-diagnosis/10-diagnosis-validierung.md | 6 ++++-- 1 file changed, 4 insertions(+), 2 deletions(-) diff --git a/060-diagnosis/10-diagnosis-validierung.md b/060-diagnosis/10-diagnosis-validierung.md index 639312a..69e5126 100644 --- a/060-diagnosis/10-diagnosis-validierung.md +++ b/060-diagnosis/10-diagnosis-validierung.md @@ -6,6 +6,8 @@ hint: "Beschreibe, wie du die erklĂ€renden Hypothesen mit Leny und weiteren Bete footnote: "đŸ€ Zeige, wie kooperatives PrĂŒfen die Diagnose absichert und schĂ€rft." --- -Leny war mehrere Wochen wegen Krankheit, Ferien und einer Reise nicht bei uns. Als er wieder da war, erzĂ€hlte ich ihm in einem kurzen GesprĂ€ch einige Punkte aus meinen diagnostischen Erkenntnissen. Er hörte interessiert zu, war nach seiner Reise aber wenig prĂ€sent und nicht aufnahmefĂ€hig fĂŒr einen vertieften Dialog. Ich erstellte fĂŒr Leny erneut Bilder und entwickelte daraus einen kleinen Film. In der darauffolgenden Woche war Leny wieder abwesend. Den vorbereiteten Film konnte ich ihm bis jetzt nicht zeigen. Die Kooperation mit der Kindsmutter ist seit mehreren Wochen blockiert. Mit der BeistĂ€ndin kam in dieser Phase kein Austausch zustande. Das fĂŒhrte im Praxisbetrieb zunehmend zu Ratlosigkeit und Ohnmacht. Darum ist mir die Bearbeitung vorlĂ€ufig ausschliesslich auf der Fachebene möglich. +Zu Beginn der Diagnose fĂŒhrte ich mit der Leitung, der Therapie und Lenys Psychologin GesprĂ€che zur Suche nach passenden Theorien. Meine Theorien und meine FallbezugĂŒberlegungen brachte ich fortlaufend in die wöchentlichen Kinderbesprechungen im sozialpĂ€dagogischen Team ein. Wir prĂŒften, ob diese die Fallthematik erhellten, Mehrwert enthielten und eine handlungsleitende Richtung erkennen liessen. Ich ĂŒberlegte mir, wie Leny die Theorien vermittelt werden könnten, erstellte Bilder und entwickelte daraus einen PrĂ€sentationsfilm. -Zur weiteren Bearbeitung fĂŒhrte ich richtungsweisende GesprĂ€che, besonders mit der Leitung, der Therapie und Lenys Psychologin. Meine Theorien und Deutungen brachte ich anschliessend in die Kinderbesprechungen, ins Leny-Bezugspersonenteam und ins Team SozialpĂ€dagogik ein. Ich zeigte in beiden fachlichen GefĂ€ssen den Film, stellte fachliche Fragen und tauschte mich ĂŒber die erklĂ€renden Hypothesen aus. So wurden die handlungsleitende Arbeitshypothese und die Fragen fĂŒr die Fachleute weiter geschĂ€rft. +Leny war ĂŒber sieben Wochen wegen Krankheit, Ferien und einer Reise nicht bei uns. Die direkte Validierung der Diagnose mit ihm war in dieser Phase deshalb nicht möglich. Die Kindsmutter war in dieser Zeit nicht erreichbar, und mit der BeistĂ€ndin konnte wegen ihrer Abwesenheit auch kein GesprĂ€ch stattfinden. So musste ich auf der Fachebene weiterfĂŒhren. Im Leny-Bezugspersonenteam und im Team SozialpĂ€dagogik brachte ich meine Deutungen ein, zeigte den Film, stellte fachliche Fragen und tauschte mich ĂŒber die erklĂ€renden Hypothesen aus. So wurden handlungsleitende Arbeitshypothese und Fragen fĂŒr die Fachleute weiter geschĂ€rft. + +Als wir auf der Fachebene bei Prozessschritt 3.5 waren, konnte ich die Diagnose mit Leny in einem BezugspersonengesprĂ€ch aufgreifen und ihm den Film zeigen und darĂŒber mit ihm sprechen. Er freute sich und bemerkte, wie viel Arbeit darin steckt. Entlastend war fĂŒr ihn zu hören, dass seine Themen nicht einfach seine Schuld sind, sondern einen guten Grund haben. Ich teilte ihm die Inhalte der erklĂ€renden Hypothesen und der Arbeitshypothese in vereinfachter Form mit. Durch den Film konnte er dies besser verstehen und begann mit mir ĂŒber seine Ressourcen zu sprechen.