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KPG Mentor 2026-05-14 12:30:55 +00:00
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@ -0,0 +1,39 @@
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id: "reflexion-aus-der-diagnose"
title: "Reflexion aus der Diagnose"
timestamp: 2026-05-14T12:20:00.000Z
author: Agent
type: reflection
source: conversation
status: active
tags:
- Kapitel 4
- Reflexion
- Diagnose
- Wilma Weiß
assignments:
- stepId: 090-reflection
type: primary
---
# Reflexion aus der Diagnose
## 1) KPG und Traumapädagogik
- **Mein Input aus dem Dialog:** Beim Lesen von Wilma Weiß erkenne ich vieles wieder, das auch im Prozessmodell der KPG wichtig ist: das Suchen nach Erklärungen in der Diagnose, die Validierung, die Partizipation und das Einbeziehen des Klienten. Diese Parallelen fallen mir jetzt beim vertieften Lesen stärker auf und bereiten mir Freude.
- **Mögliche Formulierung für die Reflexion:** Beim Erarbeiten der Diagnose mit Wilma Weiß fiel mir auf, wie stark sich traumapädagogische Überlegungen und KPG in wichtigen Punkten berühren. Besonders das gemeinsame Suchen nach Erklärungen, die dialogische Validierung und die Anerkennung der Klientin bzw. des Klienten als Expert*in des eigenen Lebens erkannte ich im Lesen nochmals klarer. Diese Verbindung half mir, die Diagnose nicht nur als Theoriearbeit, sondern als kooperativen Verstehensprozess zu sehen.
- **Kontext / wo dieser Gedanke entstand:** Beim Lesen von Wilma Weiß im Rahmen der Erarbeitung von 3.3 Diagnose.
## 2) Früh mit dem Prozess beginnen
- **Mein Input aus dem Dialog:** Ich merke, dass ich viel lerne. Gleichzeitig denke ich, dass es sich lohnt, diesen Prozess bei Kindern im Praxisbetrieb möglichst früh zu starten. Sonst bleibt zu wenig Zeit, damit aus der Diagnose noch wirklich etwas Nützliches für die Förderplanung entstehen kann. Bei Leny wird die Zeit knapp.
- **Mögliche Formulierung für die Reflexion:** Im Rückblick wurde mir bewusst, wie wichtig ein früher Beginn des KPG-Prozesses sein kann. Gerade im stationären Alltag, in dem Platzierungen zeitlich begrenzt sind, bleibt sonst wenig Zeit, um aus Situationserfassung, Analyse und Diagnose noch tragfähige Ziele und Förderansätze abzuleiten. Diese Erkenntnis nehme ich nicht nur für Leny, sondern auch für zukünftige Prozesse mit.
- **Kontext / wo dieser Gedanke entstand:** Beim vertieften Lesen und Ordnen der Diagnose zu Theorie 1.
## 3) Langsam arbeiten hat Vor- und Nachteile
- **Mein Input aus dem Dialog:** Ich nahm mir Zeit und erlaubte mir, langsam zu arbeiten. Das ist einerseits gut. Andererseits merkte ich, dass Pausen ob von mir aus oder wegen aktueller Situationen im Betrieb auch Nachteile haben. Nicht alles profitiert davon, wenn der Prozess zu stark auseinandergezogen wird.
- **Mögliche Formulierung für die Reflexion:** Ich erlebte es als hilfreich, mir im Prozess Zeit zu nehmen und nicht vorschnell zu urteilen. Gleichzeitig merkte ich, dass ein zu langsames Vorangehen auch Nachteile hat. Unterbrüche durch den Betriebsalltag oder längere Pausen erschwerten es, am Fall dran zu bleiben und Erkenntnisse zeitnah in die weitere Planung zu überführen. Für mich bleibt deshalb die Spannung, sorgfältig und zugleich zügig zu arbeiten.
- **Kontext / wo dieser Gedanke entstand:** Beim Erarbeiten der Diagnose und beim Rückblick auf den bisherigen Prozess.
## 4) Unterschiedliche Sichtweisen im Team / Rolle von Supervision
- **Mein Input aus dem Dialog:** Supervision und unterschiedliche Sichtweisen im Team könnten nicht nur in die Reflexion gehören, sondern auch erklären, warum Leny so verschieden eingeschätzt wird. Gerade bei Themen wie Ignoranz, Verweigerung oder Überforderung wurde das deutlich.
- **Mögliche Formulierung für die Reflexion:** Im Diagnoseprozess wurde mir erneut bewusst, wie stark unterschiedliche fachliche Sichtweisen die Fallarbeit prägen. Gerade bei Leny zeigte sich, dass Verhalten im Team unterschiedlich gelesen wird etwa als Überforderung, fehlende Orientierung oder bewusste Verweigerung. Die Supervision wurde dadurch zu einem wichtigen Ort, um Deutungen zu klären, eigene Annahmen zu prüfen und den Prozess fachlich zu entlasten. Rückblickend sehe ich darin sowohl einen diagnostischen als auch einen reflexiven Gewinn.
- **Kontext / wo dieser Gedanke entstand:** Beim Erarbeiten von 3.3 Diagnose und im Zusammenhang mit den Diskussionen im Team und in der Supervision.