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77 gehindert sein, die Erlebnisse in Sprache zu übersetzen (van der Kolk 2000, S. 216).
(angelehnt an Schubbe 1996)
Gefühle plötzlicher Ohnmacht, extreme Ängste, Depressionen, Suizidimpulse, Schmerzempfindungen tauchen kontextentglitten wieder auf. Nicht konkrete Erinnerungen können lange Zeit unbewusst bleiben und plötzlich oder auch langsamer nach Jahren wiederauftauchen und erneut Stressreaktionen und Stresssymptome hervorrufen. Wahrscheinlich kommen Flashbacks häufiger vor, als wir annehmen und begleiten können.
Die Übertragung zerstörender Erfahrungen
Kinder wie Philipp und Jana drücken ihre Geschichten in Verhaltensweisen aus, die von den Bezugspersonen und Pädagoginnen mitunter kaum zu verstehen und schwer zu ertragen sind: Jana macht den Pädagogen an. Michael hat immerzu Angst geschlagen zu werden. Sabine bunkert Essen. Martin nimmt keine Hilfe der Pädagoginnen an.
Jedes Verhalten dieser Mädchen und Jungen hat einen guten Grund: Jana hat sexuelle Gewalt als Zuwendung erfahren. Michael wurde immer zu geschlagen. Sabine wäre fast verhungert. Und Martin hat Erwachsene als nicht hilfreich erlebt.
Diese Erfahrungen übertragen sie nun in ihre aktuellen Beziehungen. Übertragungen gehören zu den natürlichen Erscheinungen des menschlichen Lebens. Übertragung ist eine psychoanalytische Bezeichnung. Neuauflagen. Phantasien, frühere Erlebnisinhalte beeinflussen aktuelle Beziehungen. Sie sind als Reaktionsbereitschaften an die Vergangenheit gebunden. (Freud 1910, GW VIII) Übertragungen haben die Tendenz Bezugspersonen nicht in ihrer eigenen Wirklichkeit wahrzunehmen. Der gemeinsame Nenner für alle