5.3 Komplexe Auffälligkeiten Tab. 5.14: Altersabhängige Nutzungsfolgen bei Computerspiel- und Internetnutzung Alter (in Jahren) Klassifikation nach Compulsive Internet Use Scale (CIUS) keine/unproblematische Nutzung (in Prozent) Mittelwert 95 %-Konfidenzintervall Problematische Nutzung 1 (in Prozent) Mittelwert 95 %-Konfidenzintervall Computerspiel-/internetbezogene Sucht 2 (in Prozent) Mittelwert 95 %Konfidenzintervall 12– weiblich 17 männlich 70,2 73,4 67,1 – 73,1 70,5 – 76,1 22,7 22,1 20,1 – 25,5 19,6 – 24,9 7,1 4,5* 3,7 – 5,6 2,8 – 4,4 insgesamt 71,8 69,7 – 73,8 22,4 20,6 – 24,3 5,8 3,4 – 4,7 18– weiblich 25 männlich 81,7 82,7 79,1 – 84,0 97,9 – 85,3 15,5 14,5 13,3 – 18,0 12,1 – 17,2 2,8 2,8 2,0 – 4,0 1,9 – 4,1 insgesamt 82,2 80,3 – 84,0 14,9 13,3 – 16,8 2,8 2,2 – 3,7 12– weiblich 25 männlich 77,1 79,7 76,7 – 79,5 77,0 – 81,0 18,3 17,5 16,6 – 20,2 15,7 – 19,4 4,5 3,5 3,7 – 5,6 2,8 – 4,4 insgesamt 78,1 75,1 – 79,0 17,9 16,6 – 19,2 4,0 3,4 – 4,7 1 Definition problematische Nutzung: 20 – 29 Punkte in der CIUS Definition computerspiel-/internetbezogene Sucht: ≤ 30 Punkte in der CIUS * Statistisch signifikanter Geschlechtsunterschied mit p < 0,05 (Multinomiale logistische Regressionen mit den Kovariaten Alter und Geschlecht; Referenzkategorie: Keine/unproblematische Nutzung). 2 Es gibt mittlerweile einige diagnostische Verfahren zur Erfassung des Ausmaßes der Internetabhängigkeit bzw. der Computerspielsucht: • AICA-SKI:IBS – Strukturiertes klinisches Interview zu Internetbezogenen Störungen (Müller & Wölfling 2017). • Compulsive Internet Use Scale (CIUS) (Meerkerk et al. 2009), auch als Sreening zum ›Selbsttest‹ (https://www.therapie.de/psyche/info/test/sucht-tests/internet sucht-test/#_) • Fragebogen zur Internetsucht (ISS-20r) (Hahn, Jerusalem & Meixner-Dahle 2014). Zumindest auf internationaler Ebene gibt es eine Reihe von Studien, die Zusammenhänge zwischen intensiver Nutzung der digitalen Medien mit verschiedenen körperlichen und v. a. psychischen Störungen: Maaß et al. (2009) stellten bspw. Zusammenhänge zwischen Intensität des PC/Internet-Konsums und Verhaltensauffälligkeiten, v. a. ADHS, sowie Schlafstörungen (Hysing et al. 2015, Lemola et al. 2015) fest. Kattein et al. (2022) fanden einen signifikanten Zusammenhang zwischen Internetgebrauchsstörung und deutlich erhöhter Impulsivität bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Weiterhin zeigten Lepp et al. (2013), dass körperliche Fitness mit zunehmender Nutzung des Smartphones geringer wird bzw. dass die Nutzung 223