Fazit pädagogische Praktiken relationaler Lernarbeit Stärkung von Schüler*in unterstützen, sich erreichbare Ziele zu setzen Zielorientierung, Durchhaltevermögen »Ich fordere etwas von dir, weil ich dich achte.« (A. S. Makarenko) Selbstwertgefühl, Selbstwirksamkeit, Partizipation Schüler*in zu Erfolgserlebnissen verhelfen Selbstwirksamkeit, Kontrollüberzeugung, Bewältigungsverhalten Beziehung in schwierigen Situationen zu Schüler*in halten Beziehungsfähigkeit, Vertrauen in die Beständigkeit von Beziehungen Schüler*in achtsames und differenziertes Feedback geben Orientierung, Abgleich von Fremd- und Selbstwahrnehmung mit Schüler*in Freude und Gemeinschaft erleben Humor, zuversichtliche Lebenseinstellung Schüler*in in soziale und ggf. verantwortungsvol- Verantwortung le Aufgaben einbinden sehr dosierte und schrittweise Öffnung von Unterricht (Zeit, Raum, Methode, Inhalt) Handlungsmächtigkeit, Kontrollüberzeugung, Selbstwirksamkeit Schüler*inorientierte und situative Lernumgebungen anbieten Selbstwirksamkeit, Problemfähigkeit, Selbsttätigkeit Schüler*in ein differenziertes Unterrichtsangebot Könnenserfahrungen, Selbstvertrauen machen (weder unter- noch überfordernd) Tab. 1: Pädagogische Praktiken relationaler Lernarbeit für vulnerable Kinder und Jugendliche Fazit Trauma im Begriff der ›Verwundung‹ als Teil von Erziehungs- und Bildungsprozessen anzuerkennen, bedeutet, die Figur des Leides als anthropologische Verfasstheit menschlicher Verletzbarkeit zu begreifen und sie in schulpädagogisches Denken und Handeln grundzulegen, anzuerkennen und nicht als unkalkulierbares Anderes auszusperren. Verortet sich Schule in einer ökonomischen Verwertungsmatrix der Pisa-Macher, dann verspielt Schule ihre institutionelle Verantwortung, wenn es darum geht, ob Überwindungserfahrungen im schulischen (Bildungs-)Raum gelingen oder nicht. Denn Bildung ist aufs Engste mit Momenten der Krise, der Differenz, der Fremdheit, des Brüchigen und der Grenzen von Erfahrung verbunden: Bildende Erfahrungen in der Schule sind in den differenten Erfahrungsräumen zu verorten, indem traumatisierte Kinder und Jugendliche in eine ›artikulierbare Spur des Sprechens‹ eintreten können, Orte des Sprechens, Symbolisierens besetzen können und so in die soziale Welt wieder hineinfinden – durch materiale Bildungsangebote der kulturellen Lebenswelt ebenso wie über die dialogische und somatische Dimension bildender Resonanz. 229