• Grobziel 4 (Bildungsziel, BZ): ›Die Jugendlichen sind fähig, mit den Kindern in Kontakt zu treten und deren Anliegen in die Planung der U12-Treffs miteinzubeziehen.‹ Im Gespräch mit den Jugendlichen stellt sich heraus, dass das Grobziel 3 von allen als bedeutsam, wichtig und erstrebenswert angesehen wird. Die Jugendlichen haben viele Ideen für den U-12-Treff und es fällt ihnen leicht mit den Kindern in Kontakt zu treten, aber Organisation und Klärung von Zuständigkeiten stellen eine Überforderung dar. Bei der Interventionsplanung denken sie gemeinsam über verschiedenste Interventionsmöglichkeiten nach – wozu sie eine spielerische Form des Brainstormings nutzen und sich auf einige davon einigen ( Kap. 12.5) – und halten das Ergebnis fest in Form von vier Feinzielen, die sich auf Grobziel 3 beziehen: • Feinziel 1 (UZ für die Jugendarbeiterin): ›Ich bin in der Lage, mindestens drei geeignete spielerische Möglichkeiten anzubieten, welche die Gruppe für das Thema »Rollen« sensibilisieren.‹ (Zeitraum ab sofort) • Feinziel 2 (BZ für die Jugendlichen): ›Ich kenne meine Rolle/n und die Herausforderungen, die für mich damit verbunden sind.‹ (Zeitraum ca. ab Woche 3) • Feinziel 3 (BZ für die Jugendlichen): ›Wir schaffen es, unsere Anliegen zu formulieren und uns über unsere Ängste auszutauschen.‹ (Zeitraum ca. ab Woche 5) • Feinziel 4 (BZ für die Jugendlichen): ›Wir können gemeinsame Erfolge beim Planen und Durchführen der U-12-Treffs feiern.‹ (Zeitraum: noch offen) Bei den Feinzielen können die sog. SMART-Kriterien angewendet werden: • Der Buchstabe S steht für spezifisch und meint, das Ziel so konkret wie möglich auf die Verhaltens- oder Handlungsweisen zu formulieren. • M meint messbar, überprüfbar und bezieht sich auf die Vollständigkeit einer Zielformulierung. Ein Indikator gibt an, auf welche Weise die Arbeit am Ziel und/oder die Zielerreichung überprüft werden kann. • Der Buchstabe A bedeutet ausgehandelt, akzeptiert. Damit wird ausgesagt, dass die Zielformulierung mit den Direktbeteiligten ausgehandelt und akzeptiert ist. • R steht für realistisch. Hier gilt es genau hinzuschauen, ob sich die Ziele aufgrund der Ressourcen, bisheriger biografischer Erfahrungen, Kompetenzen, Unterstützungsmöglichkeiten etc. im Sinne von herausforderungsvollen Aufgaben lösen lassen. • Mit T ist die Terminierung angesprochen. In den Feinzielen sollen die relevanten zeitlichen Dimensionen festgehalten werden (Vgl. Schwabe 2019:226–239). Die Arbeit mit den fünf S.M.A.R.T.-Kriterien ist auf den ersten Blick sehr verlockend, weil sie Genauigkeit verspricht. Allerdings kann dies dazu verführen, alle Prozesse in der Sozialen Arbeit als operationalisierbar zu betrachten, ungeachtet der Menschen, mit denen man es zu tun hat. Es kann auch dazu verleiten, die Ziele sehr konkret und nahezu als Interventionen