Wurde der Fall in seiner Tiefe besser verstanden, bevor Interventionen entworfen wurden? • Analyse: Sind geeignete (und genügend) Analysemethoden ausgewählt worden? Ist die Fallthematik ausreichend präzisiert worden, und hat sich ihre Relevanz im Verlaufe des weiteren Unterstützungsprozesses bestätigt? Sind die relevanten Einschätzungsperspektiven angemessen erfasst worden? Insbesondere: Ist die Sichtweise der Klientin ausreichend – und mit geeigneten Methoden – erfasst und einbezogen worden? • Situationserfassung: War die Wahl des Realitätsausschnittes angemessen? Sind wichtige Aspekte der Wirklichkeit übersehen worden? Wurde die Situation adäquat erfasst (ausführlich und prägnant genug)? Sind alle individuellen und sozialen Ressourcen erfasst worden? Auch hier gilt es die Fragen für die Evaluation gemeinsam mit Klienten entsprechend anzupassen. So könnte z. B. eine junge Erwachsene in einem Angebot von Wohnbegleitung gefragt werden: (Diagnose): »Kannst Du Dich und das, was für Dich oft schwierig ist, aufgrund unserer damaligen Gespräche heute besser verstehen?« (Analyse): »Welche Stärken von Dir hast Du damals entdecken können (und sind Dir heute bewusst)? – Erinnern Sie sich, wo zu Beginn die größten Unterschiede in unserer beider Einschätzungen der Situation lagen? Und: Was hat sich hier in der Zwischenzeit aus Ihrer Sicht geändert?« Evaluationsdimension Kooperation Die nachfolgenden Evaluationsfragen sind von der Fallführenden Sozialarbeiterin standardmäßig zu beantworten. • Kooperation mit Klientin und Klientensystem: Wie wurde die Kooperation gestaltet? Wann wurde die Klientin bzw. das Klientensystem einbezogen, und auf welche Weise? Wann nicht, und warum nicht? Wie ist die Kooperation mit dem Klientensystem gelungen? Wie beurteilen wir Qualität und Ausmaß dieser Kooperation im Rückblick? Sind Qualität und Ausmaß im Verlaufe des Unterstützungsprozesses gestiegen oder gesunken? • Kooperation auf der Fachebene: Mit wem wurde zusammengearbeitet (= Realisierung)? Wie verlief die intraprofessionelle Kooperation, d. h. die Zusammenarbeit im sozialpädagogischen Team? Wie wurde die Kooperation mit andern Professionen intern gestaltet? Wie wurde die Kooperation mit den involvierten externen Hilfesystemen gestaltet, und wie verlief sie? Wie ist die Kooperation auf der Fachebene gelungen? Wie sind Qualität und Ausmaß dieser Kooperationen im Rückblick zu beurteilen? Es lohnt sich sehr, die Zusammenarbeit auch gemeinsam mit Klienten zu evaluieren und deren Einschätzung einzuholen. Auch hierzu einige Fragebeispiele, zunächst zum Kriterium Kooperation Professionelle-Klientin): »Wenn Du zurückblickst auf die zwei Jahre hier: