Hochuli Freund 31.7.17 S. 172 Teil 2 Arbeitsfeldspezifische Konkretisierungen und Arbeitsmaterialien • Prozessschritte Ziele/Interventionsdurchführung/Evaluation: Es wird festgelegt, was genau wie bei den Zielen und bei der Interventionsdurchführung im Dokumentationstool dokumentiert werden soll. Ein Rhythmus für die fallbezogene Evaluation wird festgelegt und es werden prägnante Evaluationsfragen formuliert, welche die summative Evaluation strukturieren. • Gesamtbetrachtung und Dokumentation: Es wird festgehalten, wo einzelne Schritte im Dokumentationstool Niederschlag finden sollen. Beispielsweise werden die durchgeführten Interventionen bei den Feinzielen innerhalb des ICF-Rasters festgehalten. Hier wird deutlich, dass eine Übersicht zum gesamten Prozessablauf sinnvoll wäre. Es wird festgehalten, dass auch beim Dokumentationstool Anpassungen wünschenswert sind. Mit dem Projekt KoopIn ist es gelungen, die unterschiedlichen Systematiken zu vereinheitlichen und zu einer logischen, in sich geschlossenen und fachlich fundierten Entwicklungsplanung zu schnüren. Durch das bei den Praktikern vorhandene Wissen zum Konzept KPG war für diesen Entwicklungsprozess von Seiten der Hochschule nur wenig Begleitaufwand notwendig, die punktuelle Beratung und Unterstützung war eine sinnvolle und ergiebige Arbeitsweise. Die Instrumente konnten innerhalb der organisationalen Vorgaben auf hohem Niveau weiterentwickelt werden. Das Resultat beurteilten alle Beteiligten als sehr überzeugend: Differenzierte, gut durchdachte und fachlich fundierte Instrumente! In einem nächsten Schritt ging es darum, die neue Sozialpädagogische Prozessgestaltung in der Praxis zu implementieren, damit auch alle Mitarbeitenden über die Kompetenzen verfügen, um danach zu arbeiten. 1.2 Implementation der neuen Instrumente nach KPG Die Implementation begann mit Information: Während der gesamten Entwicklungsphase wurden die Mitarbeitenden von der Leitung regelmässig über die bevorstehende Einführung der neuen, KPG-basierten SPG informiert. Der an der Entwicklung beteiligte Abteilungsleiter bot organisationsintern auch bereits erste inhaltsbezogene Schulungen zum Konzept KPG und zum Prozessschritt Situationserfassung an. Eine von den Wissenschaftlern der Hochschule gestaltete Auftaktveranstaltung mit allen 22 Abteilungsleitenden im Frühjahr 2015 war der offizielle Projektstart zur Implementation der neuen Prozessgestaltung im Wohn- und Arbeitsbereich. Die Schulungen zur Implementation wurden von Wissenschaftlern der Hochschule für Soziale Arbeit gestaltet. Parallel dazu haben im Rahmen der Einführung des Dokumentationstools Schulungen stattgefunden, in welchen Mitarbeitende den technischen Umgang mit dem Tool erlernen sollten. Im Zeitraum von August 2015 bis Juni 2016 wurden im Rahmen der Implementation von SPG fünf ca. dreistündige Schulungen durchgeführt. Diese erfolgten – u. a. zu Forschungszwecken, aber auch aus Ressourcengründen – in zwei unterschiedlichen Varianten: Es gab einerseits Schulungen für 16 Abteilungsleitende, die als Multiplikatoren fungierten und das Wissen anschliessend an ihre Teams weiter172