›˜Žœœ’˜—Ž••Žȱ—œ§£Žȱ’—ȱŽ›ȱ›‹Ž’ȱ–’ȱ ’—Ž›—ȱŽ Š•Ĵ§’Ž›ȱ§Ž› 85 „entschieden“, mehr Zeit beim Vater zu verbringen, womit sie die Entscheidungskompetenz des Kindes anerkennt. Diese Entscheidung ließe sich jedoch auch als Folge der Gewalterfahrung interpretieren. Mit anderen Worten: Verhalten und Gefühle der Kinder werden selektiv wahrgenommen. Sie werden in Zusammenhang mit der Beziehung des Kindes zu beiden Elternteilen gesehen, aber nicht mit der Gewalterfahrung oder Viktimisierung des Kindes durch das gegen das Kind gerichtete Verhalten des Vaters. Wenn sie über väterliche Gewalt, Elternschaft und elterliche Sorge sprechen, ist das mutterzentrierte Familienmodell der Deutungsrahmen, an dem sich die professionellen Helfer/innen orientieren. Alter und Geschlecht werden als Differenz konstruiert: das Kind gilt als abhängig von den Erwachsenen, insbesondere von der Mutter. Wenn die Wünsche und Bedürfnisse des Kindes den Ausgangspunkt bilden, machen die Professionellen von einem anderen Modell Gebrauch: einem symmetrischen Familienmodell. In diesem Modell werden Geschlecht und in gewissem Rahmen auch Generation als gleich konstruiert. Das Kind wird stärker als eigenständig und kompetent konzipiert. Dieses Modell ist die Grundlage für die in der Politik institutionalisierte getrennt lebende Kleinfamilie (vgl. auch Eriksson, 2003), in der es auch nach Trennung oder Scheidung eine normale Beziehung zwischen dem Kind und den jeweiligen Elternteilen geben soll. Ehe oder sexuelle Beziehung einerseits und die Eltern-Kind-Beziehung andererseits werden unabhängig voneinander betrachtet (Vgl. Smart, 1999). Abb. 2 A symmetrical family model Dieser Wechsel zwischen den Deutungsrahmen je nachdem, was im Fokus der Betrachtung steht, spielt bei der Darstellung der Realität eine wichtige Rolle. In diesem Prozess des Umschaltens „switching“ zwischen den Deutungsrahmen machen die professionellen Helfer/innen Väter friedlich und