subjektive Einschätzungen und Erinnerungen des Klienten (oder einer Gruppe) evoziert und unterhalb der Zeitachse notiert werden. Hierfür können – wie in der Abbildung 16 – allgemeine Dimensionen gewählt werden: ›Schönes/Gelungenes‹, ›Schwieriges/Belastendes‹ sowie ›Gute Lösungen/gelungene Bewältigungsstrategien‹; eine gute Möglichkeit ist auch eine Unterteilung in ›Probleme‹ und ›Ressourcen‹. Soll mit dem Zeitstrahl hingegen ein vorläufiges Thema aus der Situationserfassung genauer untersucht werden (z. B. soziale Beziehungen), dann können die Analyse-Dimensionen auch darauf fokussiert werden (z. B. ›Schönes/Gelungenes in Beziehungen‹ – ›Schwieriges in Beziehungen‹). In einem nächsten Schritt wird die Analyse gemeinsam ausgewertet. Anhand der Skizze mit der Visualisierung der objektiven Daten und der subjektiven Einschätzungen können sich Omar und die Sozialpädagogin gemeinsam einen Überblick über markante Ereignisse in seinem Leben und sein subjektives Erleben verschaffen. Die wichtigsten Erkenntnisse zu diesen Zusammenhängen werden in Form konstatierender Hypothesen festgehalten, die später für die Weiterarbeit genutzt werden. Abb. 16: Beispiel eines Zeitstrahls nach KPG Beispiel von konstatierenden Hypothesen zum ausgefüllten Zeitstrahl in Abbildung 16 ( Abb. 16): • Die frühe Kindheit Omars ist geprägt von Vorkommnissen häuslicher Gewalt – mit zwei unterschiedlichen Partnern der Mutter – und entsprechenden Interventionen; dreimal war er deswegen hospitalisiert. • Zwischen seinem 8. und 15. Lebensjahr hat er viele Unfälle mit einschränkenden gesundheitlichen Folgen erlitten. • Das Rückenkorsett als 8Jähriger bezeichnet er als ›doof‹. Ansonsten beziehen sich seine Erinnerungen an ›Schwieriges‹ jedoch vor allem auf