Hochuli Freund 31.7.17 S. 32 Teil 1 Konzeptionelle Grundlagen ANAMNESE (= Nicht-Nichterinnerung), Sammlung von Vorinformationen Beispiele • medizinisch: Kinderkrankheiten, frühe Behandlungen, Krankheiten in der Familie • juristisch: Lebensverhältnisse, Vorstrafen • therapeutisch: Lebensgeschichte, Familienhintergrund • sozialpädagogisch: kritische Lebensereignisse, Belastungen DIAGNOSE (= AuseinanderErkennen), Problemerklärung: Indikation, Kontra-Indikation, Problemdefinitionen, Klärung von Rechtslagen, Ursachen, Konzepte für Lösungswege, Optionen für Ziele EVALUATION (= Bewertung), Erfolgsbilanz, Kostenrechnung, Fremdevaluation, Selbstevaluation,Supervision, Entwicklung von Massstäben INTERVENTION (= Dazwischen-Treten), THERAPIE (= Dienstleistung), professionelle Angebote, z. B. medizinische Behandlung, Psychotherapie, Rechtsvertretung, Beratung, Überweisung, Betreuung, Erziehung Abb. 2: Allgemeines Modell professioneller Fallarbeit (in: Müller 2012:76) Erstkontakt aufnehmen Erstgespräch führen Stabilisierend beenden, verabschieden Arbeitsbündnis schliessen Informationen sammeln, Situation analysieren und diagnostisch interpretieren Evaluieren, Prozess reflektieren Ziele und Thesen formulieren Axiologie Theorien Arbeitsformen, Interaktionsmedien und Konzepte planen und wählen Situationsbezogen und zielorientiert spezifisch intervenieren Methoden, Verfahren und Techniken planen und wählen Abb. 3: Zirkulärer Problemlösungsprozess (in: Stimmer 2012:37) 32