115 Zur Rolle von Schule und Verwandten aktionen Dritter im Vordergrund, dass die ins Vertrauen gezogene Person das Problem nicht versteht und/oder dem Kind nicht geglaubt würde. Einige wenige thematisieren auch die Befürchtung, selbst geschlagen zu werden, wenn die Eltern davon erführen. Tabelle 1: Warum glaubst du, möchten manche Kinder und Jugendliche nicht darüber sprechen? (nach Geschlecht) weiblich N=646 männlich N=656 Total N=1302 n in % n in % n in % Angst, dass es weitererzählt wird 349 54.0 365 55.6 714 54.8 dann schlecht über Familie denken 266 41.2 322 49.1 588 45.2 geht niemanden etwas an 251 38.9 324 49.4 575 44.2 etwas tun, das Kinder/Jugendliche nicht möchten 143 22.1 105 16.0 248 19.0 Problem nicht verstehen 96 14.9 59 9.0 155 11.9 nicht helfen 45 7.0 51 7.8 96 7.4 es nicht glauben 63 9.8 27 4.1 90 6.9 Angst, selbst geschlagen zu werden 25 3.9 14 2.1 39 3.0 sich schämen 10 1.5 11 1.7 21 1.6 Total 1248 193.2 1278 194.8 2526 194.0 Bemerkungen: Mehrfachnennungen möglich, missing: 103 Warum könnte es schwierig sein, mit Verwandten darüber zu sprechen? Verwandte sind neben der Kernfamilie für Kinder und Jugendliche einerseits die nächsten vertrauten Personen, andererseits können geteilte Loyalitäten die Verwandtschaftsverhältnisse in komplizierter Weise strukturieren. Ferner kann Migration die Erreichbarkeit der Großeltern und Verwandten erschweren und je nachdem, wie Migration verläuft, kann sich der Zusammenhalt intensivieren oder der Druck zur internen Regelung der Probleme kann wachsen. In einer offenen Frage hatten die SchülerInnen die Möglichkeit, die spezifischen Gründe zu erläutern, weshalb es schwierig sein könnte, mit Verwandten über Gewalt in der Elternbeziehung zu sprechen. Die Ergebnisse zeigen, dass die antizipierten Hindernisse innerhalb und außerhalb des Familienkreises unterschiedlich gelagert sind (vgl. Tabelle 2 im Anhang). Bei den