4 Diagnostik und Indikationsstellung 4. Schule/Beruf • Schulbesuch • Stärken/Schwächen • Besondere Probleme (z. B. Lese-/Rechtschreibschwäche) • Schulische Perspektiven/Wünsche • Beruf und Arbeitstätigkeiten • Übergang Schule – Beruf • Berufliche Qualifikationen • Praktische Erfahrungen • Berufliche Perspektiven/Wünsche 5. Soziales Umfeld/Freizeit 1. Ablösung von der Herkunftsfamilie 2. Gleichaltrige/Peer-Group 3. Sonstige Freizeitaktivitäten, Interessen 6. Sonstiges z. B. Migrationserfahrungen: • Herkunftsland, Besonderheiten (kultureller Hintergrund) • Spezifische Ereignisse/Erlebnisse (Beobachten von Gewaltausübung gegenüber Familienmitgliedern oder anderen Personen u. ä.) im Herkunftsland • Auswanderung/Flucht • Familiäre Situation nach der Migration • Veränderung im Rollen- und Beziehungsgefüge (durch die Migration) • Sprachkenntnisse • Integrationserfahrungen und -leistungen In der allgemeinen, breiten Anamnese-Erhebung ist es wichtig, die Problemlage, bzw. das konkrete Problemverhalten genauer zu beschreiben und zu analysieren. Hierbei sind folgende Fragen wichtig: • Seit wann besteht das Problem? • In welchem Zusammenhang tritt es auf ? • Bedeutung im Alltag (Wie groß ist das Leiden?) • Bei mehreren Problemen: Priorisierung • Selbstsicht (vor allem bezüglich der Ursachen) • Veränderbarkeit: Welche Probleme erscheinen prinzipiell änderbar, welche erscheinen als/sind unabänderliche Tatsachen? Es kann dabei auch sinnvoll sein, eine dezidierte Verhaltensanalyse nach dem SORCK-Modell aufzustellen. Dabei wird der Ist-Zustand auf subjektiv-kognitiver 74