Hochuli Freund 31.7.17 S. 263 Bedürfnisse aufnehmen Musik, Literatur, Tiere oder Rätsel/Spiele. In einem zweiten Schritt wurde eine Tabelle mit den Zimmernummern und Kategorien erstellt. Darin ist die Anzahl der genannten Kategorien eingetragen. Am Ende der Tabelle konnte so ein Total eintragen werden. Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Auswertung lassen sich in folgenden konstatierenden Hypothesen zusammenfassen: • Auf Grund der gesammelten Stichworte kann ausgesagt werden, dass sich die Interessensbereiche der Bewohnerinnen und Bewohner mehrheitlich decken. Aktivitäten in den Bereichen von Handarbeit/Haushalt wurden 19-mal, Musik 15-mal und Literatur 9-mal erwähnt. • Einige Personen trauen sich bestimmte Tätigkeiten auf Grund ihrer Sehbeeinträchtigung oder sonstigen Alterserscheinungen nicht mehr zu (beispielsweise Nähen an der Nähmaschine oder Kunstausstellungen besuchen). • Auch wenn den Bewohnerinnen und Bewohnern versucht wird aufzuzeigen, dass gewisse Tätigkeiten durch Hilfsmittel, wie beispielsweise starke Farbkontraste oder Lupen beim Nähen, ermöglicht werden könnten, zeigen sie eine eher ablehnende Haltung. • Diese ablehnende Haltung resultiert aus anderen Gründen als dem Unvermögen. Als Fallthematik ergibt sich, dass die meisten Bewohnerinnen und Bewohner Interessen, Wünsche und Bedürfnisse im Bereich der Musik haben, sie gewisse Tätigkeiten auf Grund der Beeinträchtigungen, auch mit angepassten Methoden und Hilfsmittel, nicht mehr ausführen können oder sich nicht zutrauen und sie schlussendlich eine ablehnende Haltung diesen Tätigkeiten gegenüber einnehmen. Reflexion Zu Beginn hatte ich ziemlich Mühe, einen Weg zu finden, wie die Analyse durchgeführt werden soll. Ich war unsicher, ob ich mit einer pragmatischen Methode die Anforderungen an eine Analyse erfülle. Zudem habe ich wenige Analysemethoden gefunden, die sich für Projekte eignen. Dieser Umstand hat mich gehemmt und meine Motivation zur Weiterarbeit nahm ab. In einer kollegialen Beratung habe ich diese Problematik eingebracht, wobei die Gruppe sowie auch ich fanden, dass eine vereinfachte Form der Analyse dem Fall durchaus gerecht würde. Ausserdem benötigen Professionelle der Sozialen Arbeit die Kompetenz, Methoden fallgerecht anpassen zu können (vgl. Hochuli Freund/ Stotz 2015:213f.). Dies war in meinem Fall nötig. Wie bereits erwähnt, konnte die Kooperation auf der Ebene der Klientel sowie der Fachkräfte nicht stattfinden. Gerade auch weil ich mich für eine simple 263