In der Literatur finden sich viele Differenzierungen hinsichtlich Evaluation. So können die Evaluationsformen beispielsweise unterschieden werden in Hinblick auf die bewertenden Akteure: Eine externe Evaluationen wird von Fachleuten durchgeführt, die nicht der untersuchten Organisationseinheit angehören; sie ist stets eine Fremdevaluation. Bei einer internen Evaluation untersucht eine Einrichtung sich selbst (insgesamt oder in Teilbereichen). Diese interne Evaluation kann ebenfalls als Fremdevaluation konzipiert sein – wenn das Handeln anderer Personen untersucht wird (z. B. Vorgesetzte das Handeln eines Teams beurteilen) – oder aber als Selbstevaluation, bei der Professionelle das eigene Handeln fokussieren und reflektieren (vgl. u. a. Heiner 2005:486 f.). Müller (2012:176 ff.) unterscheidet bei der Fremdevaluation außerdem zwischen Evaluation von oben (wenn bürokratische Kontrollen durch Entscheidungsträger institutionalisiert sind), Evaluation von unten (wenn Klientinnengruppen Rechenschaft von der Sozialen Arbeit fordern, sog. Nutzerkontrolle) und Evaluation von außen, einerseits durch die Öffentlichkeit (insbesondere durch die Medien), andererseits durch sozialwissenschaftliche Forschung (mit Methoden der empirischen Sozialforschung). Darüber hinaus lassen sich weitere Formen von Evaluation unterscheiden. Beispielsweise kann in Hinblick auf die Zielsetzung einer Untersuchung differenziert werden zwischen summativer und formativer Evaluation: Summative Evaluationen fokussieren das Gesamtergebnis, formative Evaluationen hingegen zielen darauf ab, laufende Prozesse zu unterstützen, zu beeinflussen und zu verbessern. Während bei der (klassischen) Form der Outputevaluation die Wirkungen von Maßnahmen untersucht werden, interessieren bei einer Inputevaluation vor allem die eingesetzten Ressourcen. Im Rahmen von Qualitätsmanagement von Organisationen wird häufig unterschieden zwischen Prozess-, Struktur- und Ergebnisevaluation (vgl. u. a. König 2007:39 f., Harald 2009:325 f.). Grohmann (vgl.1977:222) arbeitet in seinem ›Drei-Ebenen-Modell der Evaluation sozialpädagogischer Praxis‹ mit folgender Unterscheidung: • Evaluation im Hinblick auf das professionelle Handeln untersucht die prozesshafte Interaktion von Professionellen und Klientinnen. (Diese Ebene entspricht der fallbezogenen Evaluation im Rahmen Kooperativer Prozessgestaltung). • Bei der Evaluation im Hinblick auf die Organisation wird das professionelle Handeln in einer Gesamtperspektive als Beitrag zur Erfüllung institutioneller Zielsetzungen betrachtet und beurteilt. • Bei einer Evaluation im Hinblick auf die gesellschaftliche Funktion von Sozialer Arbeit wird die institutionalisierte Praxis Sozialer Arbeit anhand sozialpolitischer und ethischer Kriterien untersucht; Evaluation dient dann legitimatorischen Zwecken (Ebene der Profession). Eine Evaluation kann sich also auf unterschiedliche Ebenen beziehen und verschiedene Funktionen erfüllen. Evaluationsforschung und Qualitätssicherung