Hochuli Freund 31.7.17 S. 178 Teil 2 Arbeitsfeldspezifische Konkretisierungen und Arbeitsmaterialien Renate Trawöger, Projektleiterin Stiftung Schürmatt: Damit das Konzept SPG nachhaltig implementiert werden kann, wird ein Handbuch SPG erarbeitet und als interne Experten werden Mentoren und Mentorinnen SPG eingeführt. Das Handbuch wird exemplarisch aufzeigen, mit welchen Methoden die einzelnen Schritte der SPG in der Schürmatt bearbeitet werden und wie dies im Dokumentationstool eingefüllt werden muss. Die Mentoren und Mentorinnen sind Bereichen zugeteilt und haben die Aufgabe, die Teams des jeweiligen Bereichs bezüglich SPG zu unterstützen und zu coachen. Des Weiteren ist es sinnvoll, dass die Organisation auch zukünftig von den Wissenschaftlerinnen in Form von Dienstleistungsaufträgen unterstützt wird. Das elektronische Dokumentations-Tool wird durch Updates und Anpassungen anwenderfreundlicher im Hinblick auf SPG. Welches ist ihre Lektion, die sie aus diesem Projekt gelernt haben? Oder: Was haben Sie persönlich mit und aus diesem Projekt gelernt? Jakin Gebert, Projektmitarbeiter HSA: Mir ist durch das Projekt bewusstgeworden, dass die Implementation ein langwieriger Prozess ist, der seine Zeit in Anspruch nimmt. Für mich selbst heisst das, geduldiger zu sein und nicht zu schnell zu viel zu erwarten, sondern den Mitarbeitenden kritisch-wohlwollende Rückmeldungen zu geben, sie immer wieder zu ermutigen und zu bestärken und ihre Motivation und Interesse zur Auseinandersetzung mit SPG durch mein persönliches Verhalten, aber auch durch die Konzeption der Schulungen zu würdigen. Diesbezüglich scheint mir wichtig zu sein, den Mitarbeitenden genügend Zeit für die Aneignung der Inhalte zur Verfügung zu stellen sowie ihnen viel Raum zum Ausprobieren einzuräumen. Oliver Eglinger, Projektmitarbeiter Stiftung Schürmatt, interner KPG-Experte: Dass es möglich ist eine bestehende Entwicklungsplanung derart weiter zu entwickeln, dass sie auf bestehendem Wissen der Mitarbeitenden aufbaut und gültige Inhalte und Daten auch in der weiterentwickelten Prozessgestaltung nutzbar sind. Ich durfte die Biografie von sechs Menschen, welche ich im Alltag eng begleite, kennen lernen und hatte zusammen mit dem Team die Zeit, diese zu erschliessen. Ich hatte die Gelegenheit und Offenheit meine bestehenden Schulungen durch ehrliche Feedbacks stetig weiterzuentwickeln und qualitativ aufzuwerten. Mir wurde bewusst, dass ein solches Projekt viel Offenheit und auch Kompromissbereitschaft voraussetzt, weiter wurde jedoch auch meine Phantasie angeregt, um Hindernisse durch das Entwickeln von entsprechenden Instrumenten zu überwinden. Es braucht auch die Ruhe und die Gelassenheit, dass bereits vermitteltes Fachwissen und organisationsspezifisches Vorgehen immer wieder repetiert werden muss, bis es bei allen Mitarbeitenden erfasst und aufgenommen wird. 178