• Behinderung/Beeinträchtigung/Störung und deren Entstehungsgeschichte, • Person des Kindes und dessen bisherige Entwicklung (mit Bezug zum Lebens- und Entwicklungsalter), • Veränderungen in den Lebensumständen (psychosozialer Bereich) (vgl.:28 f.). Staub-Bernasconi (1998, 2007a, 2012) hat im Kontext ihrer systemischen Theorie Sozialer Arbeit als Handlungswissenschaft sog. Problem-, Ressourcen- und Machtquellen-Karten entwickelt, welche primär ein Analyseinstrument darstellen. Die Kategorien daraus können jedoch bereits für die Situationserfassung genutzt werden. Beispielsweise werden Informationen eingeholt zur: • körperlichen Ausstattung, • sozialökologischen und ökonomischen Ausstattung, • Ausstattung mit Erkenntniskompetenzen (Wahrnehmung), • Ausstattung mit Bedeutungssystemen (Wissen), • Ausstattung mit Handlungskompetenzen, • Ausstattung mit sozialen Beziehungen/Mitgliedschaften (vgl. StaubBernasconi 1998:73). Diese Informationen können als Datenbasis genutzt werden für die Einschätzung entlang der einzelnen Kategorien im Prozessschritt der Analyse ( Kap. 9.5). Geiser (2013) hat die Arbeit von Staub-Bernasconi fortgeführt und ein Konzept einer systemischen Problem- und Ressourcenanalyse in der Sozialen Arbeit entwickelt. Darin nutzt er die Ausstattungskategorien ebenfalls zur Sammlung von Informationen und formuliert mögliche Erkundungsfragen dazu. In einer stationären Einrichtung werden Klienten längerfristig begleitet – in solchen der Kinder- und Jugendhilfe und der Altenhilfe oft während Jahren, in solchen der Behindertenhilfe manchmal auch während Jahrzehnten. Hier ist eine umfassende Situationserfassung angebracht, die auch das schriftliche Festhalten und immer wieder Ergänzen von Informationen beinhaltet. Bei der Situationserfassung im Verlaufe eines längeren Prozesses ist stets auch die Vorgeschichte in der eigenen Organisation (im eigenen Hilfesystem) zu erfassen. Die nachfolgende Abbildung 7 zeigt eine mögliche Gliederung für eine Situationserfassung ( Abb. 7).