Hochuli Freund 31.7.17 S. 205 Fallbesprechungs-Materialien Tab. 5: Fallbesprechung Diagnose – Fortsetzung . Welche Erklärungen leuchten Dir/Ihnen ein, passen, helfen weiter? • Womit kannst Du/können Sie nichts anfangen, schütteln Sie den Kopf, legst Du Widerspruch ein? • Welche eigenen Erklärungen hast Du/haben Sie? Schritt 2: Abschluss und Folgerungen Mögliche Fragen für die Moderation: • Haben wir den Fall ausreichend verstanden? ® Was gilt es nachzutragen, zu ergänzen? • Wie wird die Arbeitshypothese mit der Klientin X (und ihren Angehörigen) besprochen? • Wie fliessen diese diagnostischen Erkenntnisse in die Arbeit mit Zielen ein? • Welche Folgerungen leiten wir ab für die Gestaltung unserer (Unterstützungs-)Arbeit? • Wer macht was? Wer ist verantwortlich? 2.6 Fallbesprechung Ziele Je nach Situation und Energie in der ›Fallbesprechung Diagnose‹ wird anschliessend sogleich mit der konkreten Zielfindung begonnen. Tab. 6: Fallbesprechung Ziele Einleitung Moderation: »Wir haben bisher herausgearbeitet, worum es geht in diesem Fall, welche Dynamiken es hier gibt, welche Muster, und haben eine Arbeitshypothese erarbeitet. Nun wollen wir in die Zukunft schauen, die Veränderungsrichtung bestimmen und Ziele für unsere weitere Arbeit vereinbaren. Dabei wollen wir beides nutzen, die bisher gewonnenen Erkenntnisse ebenso wie die Energie zur Veränderung. Und dann auf den Punkt bringen und vereinbaren, was wir als anstreben wollen.« 21 (Zeitbedarf: 10 Min.) Der Falleinbringer nennt die Fallthematik (= ›worum geht es hier?‹) und die Arbeitshypothese (= ›wenn …, dann …‹). Fallbesprechung ohne Klientin: Unterstützungsziel formulieren Fallbesprechung Ziele Mögliche Fragen für die Moderation: • Wenn wir all diese diagnostischen Erkenntnisse bedenken: Woran wollen wir arbeiten, welche Veränderungen wollen wir unterstützen, und was ist unsere Aufgabe dabei? • Was möchten wir, dass sich an dieser Situation verändert? Was hoffen wir, dass die Klientin erreichen kann? 21 Es geht hier um das Finden eines Grobziels. Das soll noch gar nicht zu konkret ein, also noch nicht die SMART-Kriterien erfüllen, sondern es soll wichtig und motivierend sein und den Zustand umschreiben, den alle erreichen wollen (vgl. Hochuli Freund/Stotz 2015:264). 205