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@ -1,27 +1,13 @@
---
id: "introduction-epg-guidance"
type: "guidance-box"
title: "📋 EPG-Bewertung: Einleitung (max. 6 Punkte)"
variant: "amber"
footnote: "📋 Beurteilungskriterien und Punkteskala für die Einleitung"
title: "EPG Qualitätskriterien: Einleitung (max. 6 Punkte)"
variant: "sky"
---
Die Einleitung wird anhand der folgenden Teilkriterien bewertet ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 7](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/6)):
📝 Dieses Kapitel bildet den Rahmen für deine Arbeit. Stell den Auftrag vor, definiere dein Ziel und stell sicher, dass alle Voraussetzungen erfüllt sind.
- **Aufgabenstellung des PKNW EPG und vollständige Kapitelübersicht** (1.0 Punkt)
- Worum geht es in dieser Facharbeit, und wie ist sie aufgebaut?
- **Ziel der vorliegenden kooperativen Prozessgestaltung** (1.0 Punkt)
- Ziel = Nachweis deiner Kompetenz in kooperativer Prozessgestaltung, nicht das Fallziel.
- **Erste grobe Orientierung zum eigenen Praxiskontext und eigene Rolle im Begleitprozess** (1.5 Punkte)
- Wo findet der Begleitprozess statt, und welche Funktion hast du darin?
- **Fallauswahl ist begründet** (1.5 Punkte)
- Fachlich begründen, warum sich genau dieser Fall für die EPG eignet.
- **Handhabung des Persönlichkeits-/Datenschutzes klar und konkret beschrieben** (1.0 Punkt)
- Alle beschriebenen Personen und die Organisation anonymisieren und das Vorgehen explizit benennen.
**Punkteskala** ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 9](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/8)): 1.5 = sehr gut/gut · 1 = genügend · 0.5 = ungenügend · 0 = fehlt.
⚠️ **Bestehensrelevant:** Der Persönlichkeits-/Datenschutz muss korrekt deklariert und in der gesamten Arbeit konsequent umgesetzt sein andernfalls erfolgt eine Auflage ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 5](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/4)). Ebenso muss die Eigenleistung klar erkennbar sein ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 5](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/4)).
**Bewertung:**
- 1 Punkt: Auftrag/Aufgabenstellung klar definiert
- 1 Punkt: Ziel der Arbeit (kein Fallziel) formuliert
- 1 Punkt: Kapitelübersicht/Struktur angegeben
- 3 Punkte: Rollenklärung, Fallbegründung und Datenschutz thematisiert

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@ -2,34 +2,23 @@
id: "introduction-text"
type: "markdown"
title: "Einleitung"
hint: "Schreibe eine kurze Einleitung mit: (1) Aufgabenstellung des PKNW EPG, (2) Ziel der kooperativen Prozessgestaltung nicht das Fallziel! (3) vollständige Kapitelübersicht, (4) erste grobe Orientierung zum Praxiskontext und deiner Rolle im Begleitprozess, (5) fachliche Begründung der Fallauswahl und (6) Hinweis auf Anonymisierung aller Personen und der Organisation. Tipp: Das Ziel der Arbeit beschreibt den Nachweis deiner Kompetenz in kooperativer Prozessgestaltung nicht das Ziel des Falls. Die EPG ist eine schriftliche Facharbeit in Einzelarbeit, die Kompetenz in der Anwendung der KPG-Elemente nachweist (EPG Ausführungsbestimmungen, S. 1)."
footnote: "📝 Einleitung rahmt die Arbeit — Aufgabe, Ziel, Vorgehen, Datenschutz"
hint: "Dieses Kapitel bildet den Rahmen für deine Arbeit. Stelle den Auftrag vor, definiere das Ziel der KPG, kläre deinen Praxiskontext und deine Rolle, begründe die Fallauswahl und beschreibe die Anonymisierung. (EPG: max. 6 Punkte)"
---
***Aufgabenstellung***
***Aufgabenstellung und Übersicht***
Im Rahmen meines Studiums Sozialpädagogik HF Flex an der Agogis verfasse ich diese Facharbeit als promotionswirksamen Kompetenznachweis „Exemplarische Prozessgestaltung (EPG)". Meine Aufgabe ist es, die ersten fünf Prozessschritte der Kooperativen Prozessgestaltung (KPG) anhand einer Praxissituation aus meinem Betrieb durchzuführen und zu dokumentieren. Grundlage bildet das Lehrbuch *Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit* von Hochuli Freund und Stotz (2021).
***Übersicht über die einzelnen Kapitel***
Nach der Einleitung (Kap. 1) folgt der organisationale Kontext (Kap. 2) sowie eine kurze Einführung in das Konzept der KPG (Kap. 3). Im Hauptteil werden die Prozessschritte Situationserfassung (3.1), Analyse (3.2), Diagnose (3.3), Zielsetzung (3.4) und Interventionsplanung (3.5) erarbeitet. Die Arbeit schliesst mit der fachlichen Reflexion (Kap. 4) ab.
***Ziel der kooperativen Prozessgestaltung***
Mit dieser Facharbeit weise ich meine Kompetenz in der kooperativen Prozessgestaltung nach. Ich nutze sie, um bei Leny nochmals frisch hinzuschauen und die Situation zu strukturieren. Ich erhoffe mir handlungsleitende Erkenntnisse, die ich konkret für die Förderplanung und die weitere Begleitung umsetzen kann.
***Praxiskontext und eigene Rolle***
In meinem Praxisbetrieb, einem stationären Sonderschulheim, arbeite ich als Sozialpädagogin in Ausbildung auf der Wohngruppe. Die Kinder leben im Wocheninternat und werden interdisziplinär begleitet. Als Bezugsperson von Leny führe ich verschiedene Gespräche, leite die sozialpädagogische Förderplanung, bereite Kinderbesprechungen und Standortgespräche vor, verfasse Berichte und koordiniere mit internen und externen Fachpersonen.
***Begründung der Fallauswahl***
Die wiederkehrenden Themen bei Leny zeigen sich in vielen alltäglichen Situationen und betreffen mehrere Lebensbereiche. Lenys Verhalten wird im Team unterschiedlich eingeschätzt. Leny arbeitet gerne mit mir, was die kooperative Gestaltung begünstigt.
***Persönlichkeits- und Datenschutz***
***Anonymisierung***
Alle personenbezogenen Daten sind anonymisiert. Leny ist ein frei erfundenes Pseudonym. Weitere beteiligte Personen werden über ihre Funktion bezeichnet. Die Organisation nenne ich Praxisbetrieb. Die sprachliche Gestaltung erfolgt gemäss APA (7. Aufl.) geschlechtersensibel: Ist das Geschlecht bekannt, wird die entsprechende Bezeichnung verwendet, ansonsten eine geschlechtsneutrale Form.

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@ -1,12 +1,12 @@
// Privacy confirmation checkbox
{
"id": "introduction-privacy-confirmed",
"type": "checkbox",
"title": "Datenschutz bestätigt",
"label": "Ich bestätige, dass alle Personen und Organisationen anonymisiert dargestellt sind.",
"value": true,
"footnote": "⚠️ Bestehensrelevant: Ist der Persönlichkeits-/Datenschutz nicht korrekt deklariert und umgesetzt, erfolgt eine Auflage ([Buch S. 5](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/5)). Vgl. auch AGB Kap. Berufliche Schweigepflicht und Richtlinien für schriftliche Facharbeiten Kap. 2 ([Buch S. 5](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/5)).",
"value": false,
"config": {
"colorWhenChecked": "green",
"colorWhenUnchecked": "orange"
}
}
}

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@ -1,22 +0,0 @@
---
id: "introduction-quality-check"
type: "guidance-box"
title: "🔍 Qualitätsprüfung: Einleitung"
variant: "slate"
footnote: "🔎 Prüfe anhand der EPG-Beurteilungskriterien und inhaltlichen Vorgaben"
---
Prüfe vor dem Abschluss dieses Kapitels:
**Inhaltliche Vollständigkeit** ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 2](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/1)):
- [ ] **Aufgabenstellung** des PKNW EPG ist klar benannt — was ist der Kompetenznachweis? ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 1](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/0))
- [ ] **Ziel der Arbeit** formuliert — Nachweis der KPG-Kompetenz, nicht das Fallziel! Vgl. «kooperativen Begleitprozess initiieren und dokumentieren» ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 1](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/0))
- [ ] **Kapitelübersicht** ist vollständig und stimmt mit der tatsächlichen Gliederung überein
- [ ] **Praxiskontext** und **eigene Rolle** im sozialpädagogischen/kindheitspädagogischen Begleitprozess sind erkennbar
- [ ] **Fallauswahl** ist fachlich begründet nicht nur «der Fall lag nahe». Tipp: KPG ist praxisfeldübergreifend einsetzbar ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 19](/book/arbeit/19)) begründe, warum sich deine Situation dafür eignet.
- [ ] **Datenschutz/Anonymisierung** ist klar und konkret beschrieben alle Namen, Orte, Organisationen sind anonymisiert
**Formale Prüfung:**
- [ ] Die Einleitung gibt eine **erste Orientierung**, ohne zu viel vorwegzunehmen
- [ ] **Keine Falldetails** diese gehören in die Situationserfassung (Kap. 4)
- [ ] **Datenschutz-Checkbox** ist angehakt
- [ ] Eigenleistung ist erkennbar Quellen und Hilfsmittel transparent ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 5](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/4))

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@ -0,0 +1,7 @@
Aufgabenstellung, Ziel der Arbeit (nicht Fallziel), Aufbau/Überblick, Rollenklärung/Bezug zum Begleitprozess, Datenschutz/Anonymisierung.
### Checkliste
- Auftrag/Aufgabenstellung
- Ziel der Arbeit (kein Fallziel)
- Datenschutz/Anonymisierung

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@ -3,12 +3,12 @@
"$schema": "https://kpg-app.ch/schema/chapter.schema.json",
"stepId": "010-introduction",
"title": "1. Einleitung",
"subTitle": "Aufgabenstellung, Ziel der KPG-Facharbeit, Kapitelübersicht, Praxiskontext und Rolle, Fallauswahl, Datenschutz.",
"subTitle": "Aufgabenstellung, Ziel der Arbeit, Aufbau/Überblick, Rollenklärung, Datenschutz.",
"accentColor": "#666666",
"status": "pending",
"progress": 0,
"labels": [
"Einleitung"
],
"overview": "Dieses Kapitel rahmt die gesamte Arbeit (max. 6 Punkte). Stelle den Auftrag des PKNW EPG vor, definiere das Ziel der KPG (nicht das Fallziel!), gib eine vollständige Kapitelübersicht, skizziere deinen Praxiskontext und deine Rolle, begründe die Fallauswahl fachlich und beschreibe die Anonymisierung. Der Datenschutz ist bestehensrelevant."
"overview": "Dieses Kapitel bildet den Rahmen für deine Arbeit. Stell den Auftrag vor, definiere dein Ziel und stell sicher, dass alle Voraussetzungen erfüllt sind."
}

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@ -1,15 +0,0 @@
Aufgabenstellung, Ziel der Arbeit (nicht Fallziel), Aufbau/Übersicht, Rollenklärung/Bezug zum Unterstützungsprozess, Datenschutz/Anonymisierung.
Qualitätsstandards:
- Auftrag/Aufgabe klären
- Ziel der Arbeit definieren (KPG-Kompetenz, nicht Fallziel)
- Rolle/Mandat/Setting klären
- Fallauswahl begründen (fachlich, nicht praktisch)
- Datenschutz/Anonymisierung sicherstellen
### Checkliste
- Aufgabenstellung PKNW EPG
- Ziel der Arbeit (KPG-Kompetenz)
- Kapitelübersicht vollständig
- Datenschutz explizit deklariert

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@ -1,20 +1,6 @@
---
id: "context-epg-guidance"
type: "guidance-box"
title: "📋 EPG-Bewertung: Organisationaler Kontext (max. 3 Punkte)"
variant: "amber"
footnote: "📋 Nachvollziehbare, prägnante Darstellung des organisationalen Kontextes"
title: "EPG Qualitätskriterien: Organisationaler Kontext (max. 3 Punkte)"
variant: "sky"
---
Dieses Kapitel wird als Ganzes bewertet es gibt keine Teilkriterien ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 7](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/6)):
- **Relevante konkrete Punkte des organisationalen Kontextes sind dargestellt** (3.0 Punkte)
**Punkteskala** (Doppelbewertung, [EPG Ausführungsbestimmungen, S. 9](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/8)):
- **3** = sehr gut / gut Anforderungen ganz bis mehrheitlich erfüllt
- **2** = genügend / befriedigend / ausreichend
- **1** = ungenügend / unbefriedigend
- **0** = unwesentlich bearbeitet, nicht korrekt oder fehlt
💡 **Tipp:** «Nachvollziehbar und prägnant» heisst: nur das Relevante, aber das vollständig. Max. ½ Seite ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 2](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/1)). Frage dich: Was muss eine externe Fachperson über die Organisation wissen, um den institutionellen Rahmen des Falles zu verstehen?
**Was "relevant" bedeutet:** Beschreibe nicht die ganze Organisation, sondern fokussiere auf die Aspekte, die für das Fallverständnis nötig sind (z. B. Angebot, Zielgruppe, institutioneller Auftrag, zentrale Rahmenbedingungen). Die **eigene Rolle** gehört gemäss EPG-Vorgaben in die **Einleitung**, nicht als eigener Schwerpunkt hierher.

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@ -2,24 +2,15 @@
id: "context-text"
type: "markdown"
title: "Organisationaler Kontext"
hint: "Beschreibe nachvollziehbar und prägnant die Organisation als institutionellen Rahmen des Falles: (1) Organisation/Institution und Angebot, (2) Zielgruppe, (3) relevanter institutioneller Auftrag und (4) zentrale Rahmenbedingungen. Fokussiere auf das, was für das Fallverständnis notwendig ist keine Institutionsbroschüre. Umfang: max. ½ Seite. Dieses Kriterium wird als Gesamteindruck bewertet (3 = sehr gut, 2 = genügend, 1 = ungenügend). Tipp: Könnte eine externe Fachperson allein aus diesem Abschnitt den organisationalen Rahmen des Falles verstehen?"
footnote: "🏢 Organisationaler Kontext = Organisation knapp und fallrelevant darstellen"
hint: "Beschreibe die Organisation, Zielgruppe, Auftrag und deine Rolle. Max. ½ Seite. (EPG: max. 3 Punkte)"
---
***Organisation und Zielgruppe***
Der Praxisbetrieb ist ein stationäres Sonderschulheim und richtet sich an Primarschulkinder mit erheblichen psychosozialen Beeinträchtigungen. Das Angebot umfasst stationäre sozialpädagogische Betreuung, interne Sonderschulung, kinderpsychiatrische Behandlung sowie die Einbindung des Herkunftssystems. Es werden maximal neun Kinder betreut. Die Aufnahme erfolgt über zuweisende Behörden oder Fachstellen nach fachlicher Abklärung. Die Aufenthaltsdauer beträgt in der Regel ein bis zwei Jahre.
***Infrastruktur und Standort***
Der Betrieb befindet sich in einem Wohnhaus mit Nebenräumen und Aussenfläche, eingebettet in ein Wohnquartier am Waldrand. Zur Infrastruktur gehören Wohnbereich, Schulräume, Therapieräume, Atelier und Büros. Die städtische Infrastruktur ist gut erreichbar.
***Auftrag***
***Team***
Das interdisziplinäre Team besteht aus den Fachbereichen Wohnen (Sozialpädagogik), Schule (Lehrpersonen, Klassenassistenz, Heilpädagogin, Werklehrerin), Therapie (Psychiater, zwei Psychologinnen), Hauswirtschaft (Köchin, Reinigungsfachfrau) und Betriebsleitung.
***Eigene Rolle / Funktion***
***Ansatz und Auftrag***
Die pädagogische Arbeit orientiert sich am lösungsorientierten *(evtl. und systemischen)* Ansatz. Ziel ist es, die Ressourcen der Kinder zu erkennen, zu stärken und eine altersgemässe Entwicklung zu unterstützen. Der Auftrag des sozialpädagogischen Teams besteht im Erlernen und Festigen alltagspraktischer Basiskompetenzen. Regelmässige Teamsitzungen, interdisziplinäre Besprechungen, Supervisionen und Weiterbildungen sichern die fachliche Qualität.

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@ -1,20 +0,0 @@
---
id: "context-quality-check"
type: "guidance-box"
title: "🔍 Qualitätsprüfung: Organisationaler Kontext"
variant: "slate"
footnote: "🔎 Nachvollziehbar und prägnant — nur fallrelevante Kontextinfos"
---
Prüfe vor dem Abschluss dieses Kapitels:
**Inhaltliche Vollständigkeit:**
- [ ] **Organisation/Institution** und deren Angebot sind benannt
- [ ] **Zielgruppe** ist klar beschrieben
- [ ] **Auftragssystem** und Zuständigkeiten sind nachvollziehbar dargestellt wer erteilt Aufträge? Welche Mandate bestehen?
- [ ] **Rahmenbedingungen** (Spielräume und Grenzen) sind skizziert was kannst du beeinflussen, was nicht?
**Formale Prüfung:**
- [ ] **Umfang:** Max. ½ Seite nur das, was für das Fallverständnis relevant ist ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 2](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/1))
- [ ] **Nachvollziehbar und prägnant?** Könnte eine externe Fachperson den Kontext verstehen?
- [ ] **Keine Redundanz** mit Einleitung die eigene Rolle wird in der Einleitung dargestellt
- [ ] **Anonymisierung** konsequent eingehalten Organisationsname, Standort etc. anonymisiert

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@ -0,0 +1,7 @@
Kontext der Organisation/Institution, Auftragssystem, Rahmenbedingungen, Rolle der Fachperson, relevante Strukturen/Spielräume/Grenzen.
### Checkliste
- Organisation/Angebot
- Auftragssystem & Zuständigkeiten
- Rahmenbedingungen

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@ -3,12 +3,12 @@
"$schema": "https://kpg-app.ch/schema/chapter.schema.json",
"stepId": "020-organizationalContext",
"title": "2. Organisationaler Kontext",
"subTitle": "Organisation, Zielgruppe, Auftragssystem, Rahmenbedingungen, eigene Rolle/Funktion.",
"subTitle": "Kontext der Organisation, Auftragssystem, Rahmenbedingungen, Rolle.",
"accentColor": "#666666",
"status": "pending",
"progress": 0,
"labels": [
"Kontext"
],
"overview": "Verorte deine Arbeit im institutionellen Rahmen (max. 3 Punkte, Gesamtbewertung). Beschreibe nachvollziehbar und prägnant die Organisation, Zielgruppe, Auftragssystem, Rahmenbedingungen und deine Rolle. Max. ½ Seite nur das, was für das Fallverständnis relevant ist."
"overview": "Dieses Kapitel dient der Verortung der Arbeit im institutionellen Rahmen. Gib eine knappe Beschreibung der Organisation, in der der Fall angesiedelt ist. EPG-Bewertung: max. 3 Punkte für relevanten und konkreten organisationalen Kontext. Ziellänge: maximal eine halbe Seite."
}

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@ -1,16 +0,0 @@
Organisation, Zielgruppe, institutioneller Auftrag und zentrale Rahmenbedingungen. Prägnant und nachvollziehbar max. ½ Seite.
Qualitätsstandards:
- Organisation und Angebot beschreiben
- Zielgruppe und Mandate klären
- Rahmenbedingungen (Spielräume/Grenzen)
- Nur Fallrelevantes auswählen
- Anonymisierung konsequent
### Checkliste
- Organisation und Angebot
- Zielgruppe definiert
- Auftragssystem dargestellt
- Rahmenbedingungen/Spielräume
- Max. ½ Seite

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@ -1,16 +0,0 @@
---
id: "kpg-epg-guidance"
type: "guidance-box"
title: "📋 Hinweis zur EPG-Bewertung"
variant: "amber"
footnote: "📋 Keine eigene Punktkategorie — bildet Grundlage aller Prozessschritte"
---
Dieses Kapitel hat **keine eigene Punktkategorie** in den EPG-Beurteilungskriterien ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 7](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/6)). Es ist aber ein verbindlicher Orientierungsteil zwischen Einleitung und den Prozessschritten und bildet die methodische Grundlage für alle folgenden Kapitel.
**Warum es trotzdem wichtig ist:**
- Ein klares Verständnis der KPG als «idealtypische Denkstruktur» ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 147](/book/arbeit/147)) zeigt sich in der Qualität aller Folgekapitel.
- Die Notwendigkeit eines methodisch strukturierten Vorgehens wird im Lehrbuch ausführlich begründet: Weder Rezepte noch Technologien stehen zur Verfügung, mit denen Veränderungen herstellbar wären ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 140](/book/arbeit/140)).
- Im Praxisbuch wird die Ausdifferenzierung der analytischen Phase als grosser Vorteil der KPG hervorgehoben sie schafft begriffliche Klarheit und stellt für jeden Schritt Qualitätsmerkmale auf ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 43](/book/praxis/43)).
- Die EPG-Kompetenz umfasst explizit: «inter- und intraprofessionelle Kooperation sowie Zirkularität als zentrale Elemente der Prozessgestaltung zu verstehen» ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 1](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/0)).
💡 **Tipp:** Schreibe ca. ½ Seite in eigenen Worten. Zeige, dass du das Konzept verstanden hast nicht nur, dass du es wiedergeben kannst. Ein kurzer Bezug zu deinem eigenen Fall macht den Text lebendig.

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@ -0,0 +1,14 @@
---
id: "kpg-quick-reference"
type: "guidance-box"
title: "KPG Kurzübersicht"
variant: "sky"
---
**Zwei Phasen:**
- Analytisch-diagnostische Phase: Situationserfassung → Analyse → Diagnose
- Handlungsphase: Zielsetzung → Interventionsplanung → Durchführung → Evaluation
**Kernprinzipien:**
- Kooperation: Arbeitsbeziehung mit Klient\*innen, Einbezug mehrerer Perspektiven
- Transparenz: Klient\*innen verstehen und partizipieren an Entscheidungen
- Zirkuläres Modell: Iterativer Prozess, Rückkehr zu früheren Schritten bei neuen Erkenntnissen möglich

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@ -1,15 +0,0 @@
---
id: "kpg-kpg-principle"
type: "guidance-box"
title: "🎯 KPG-Prinzipien: Das Orientierungsmodell"
variant: "sky"
footnote: "🎯 Verständnis der KPG als Denkstruktur und Arbeitsweise"
---
Die KPG ist ein generalistisches, methodenintegratives und kooperationsorientiertes Konzept für professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit. Sie bildet das Orientierungsmodell für deine gesamte Arbeit.
**Zentrale KPG-Merkmale:**
- **Idealtypische Denkstruktur:** Das Prozessmodell dient als Orientierungsrahmen, nicht als starres Schema
- **Zwei Phasen:** Analytisch-diagnostische Phase und Handlungsphase
- **Zirkularität:** Erkenntnisse aus späteren Schritten führen zu Rückkehrschleifen
- **Kooperation:** Koproduktion mit Klient*innen, inter- und intraprofessionelle Zusammenarbeit
- **Erst verstehen, dann handeln:** Analysieren und diagnostizieren vor Interventionen

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@ -0,0 +1,7 @@
---
id: "kpg-text"
type: "markdown"
title: "Einführung KPG"
hint: "Beschreibe die KPG (Kooperative Prozessgestaltung) als Orientierungsmodell für professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit. Beinhalte: die zwei Hauptphasen (erst verstehen, dann handeln), die 7 Prozessschritte, das zirkuläre/iterative Wesen und die Kernprinzipien Kooperation, Transparenz und Partizipation. Schreib in eigenen Worten basierend auf deinem Verständnis."
---

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@ -1,8 +0,0 @@
---
id: "kpg-text"
type: "markdown"
title: "Einführung KPG"
hint: "Dieses Kapitel ist kein Pflichtbestandteil gemäss EPG-Ausführungsbestimmungen. Viele Studierende beschreiben hier freiwillig kurz die KPG in eigenen Worten als Orientierungsmodell für professionelles Handeln. Zentrale Punkte: (1) KPG als generalistisches, methodenintegratives Konzept (Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 154), (2) die zwei Hauptphasen (analytisch-diagnostisch und Handlung) mit 7 Prozessschritten (S. 145), (3) das Modell als «idealtypische Denkstruktur» nicht als starres Schema (S. 147), (4) Zirkularität: Rückbezug und Neustrukturierung bei neuen Erkenntnissen (S. 148), (5) Kooperation mit Klient*innen und Fachpersonen als Kernprinzip (S. 146), (6) «erst verstehen, dann handeln» verstehender Zugang als Basis (S. 20). Ein kurzer Hinweis, wie du das Modell in deinem Fall anwendest, rundet das Kapitel ab."
footnote: "✍️ KPG-Definition, Prozessmodell, Denkstruktur, Zirkularität und Kooperation"
---
Die KPG nach Hochuli Freund und Stotz (2021) gibt Fachpersonen einen Orientierungsrahmen für die Gestaltung von Begleitprozessen im Praxisalltag. Das Modell gliedert sich in zwei Phasen: die analytisch-diagnostische Phase und die Handlungsphase. ***Es umfasst sieben Prozessschritte, die den Fragen folgen (Was? Warum? Wohin? Wie?).*** Ziel ist eine zirkuläre Arbeitsweise, keine starre Abfolge, es leitet die Denkstruktur. Das Kernprinzip lautet: erst verstehen, dann handeln. Dabei geht es um eine kooperative Suchbewegung zwischen Fachperson und der begleiteten Person und ihrem Umfeld. Sie zieht sich wie ein roter Faden durch sämtliche Schritte und sorgt für Transparenz und Partizipation.

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@ -1,19 +0,0 @@
---
id: "kpg-quick-reference"
type: "guidance-box"
title: "KPG Kurzübersicht"
variant: "sky"
footnote: "📌 Schnellübersicht: Konzept, Definition und Prozessmodell der KPG"
---
**Definition:** KPG ist ein generalistisches, professionstheoretisch fundiertes, methodenintegratives, auf Kooperation ausgerichtetes Konzept zur Gestaltung professionellen Handelns ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 154](/book/arbeit/154)).
**Zwei Phasen** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 145](/book/arbeit/145)):
- **Analytisch-diagnostische Phase:** Situationserfassung → Analyse → Diagnose (+ Evaluation)
- **Handlungsphase:** Zielsetzung → Interventionsplanung → Interventionsdurchführung
**Kernprinzipien:**
- **Kooperation:** Arbeitsbeziehung mit Klient\*innen (Koproduktion), Einbezug mehrerer Perspektiven, inter-/intraprofessionelle Zusammenarbeit ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 146](/book/arbeit/146)). Problembeschreibung, Interventionsplanung und Umsetzung sind ein koproduktives Geschehen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 8](/book/arbeit/8)).
- **Erst verstehen, dann handeln:** Im Zentrum steht ein verstehender Zugang zu Klienten und Problemlagen als Grundlage sinnvoller Interventionen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 20](/book/arbeit/20)).
- **Zirkuläres Modell:** Iterativer Prozess der Rückbezug auf das Prozessmodell erlaubt, das Handeln aus neu gewonnenen Erkenntnissen neu zu strukturieren ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 148](/book/arbeit/148)).
- **Methodenintegration:** Methoden werden fallbezogen beigezogen und müssen Qualitätsanforderungen professionellen Handelns genügen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 157](/book/arbeit/157)).
- **Denkstruktur:** Das Modell ist eine idealtypische Denkstruktur, kein starres Schema. In der Praxis überlappen sich Schritte und Prozesse verlaufen nicht linear ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 147](/book/arbeit/147)).

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@ -1,21 +0,0 @@
---
id: "kpg-quality-check"
type: "guidance-box"
title: "🔍 Qualitätsprüfung: Konzept KPG"
variant: "slate"
footnote: "🔎 Prüfe KPG-Verständnis anhand Fachliteratur und EPG-Kompetenz"
---
Prüfe vor dem Abschluss dieses Kapitels:
**Inhaltliche Vollständigkeit:**
- [ ] **KPG als Konzept** ist in eigenen Worten erklärt (nicht nur abgeschrieben) Definition: generalistisch, professionstheoretisch fundiert, methodenintegrativ, kooperationsorientiert ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 154](/book/arbeit/154))
- [ ] **Zwei Phasen** (analytisch-diagnostisch und Handlung) und die **7 Prozessschritte** sind benannt ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 145](/book/arbeit/145))
- [ ] **Zirkuläres/iteratives Verständnis** ist dargestellt das Modell ist eine Denkstruktur, kein starres Schema ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 147](/book/arbeit/147)). Der Rückbezug ermöglicht Neustrukturierung ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 148](/book/arbeit/148)).
- [ ] **Kooperation** (mit Klient\*innen und Fachpersonen) als Kernprinzip ist thematisiert ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 146](/book/arbeit/146)) Koproduktion als «Grundtatsache» ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 8](/book/arbeit/8))
- [ ] **«Erst verstehen, dann handeln»** verstehender Zugang als Basis für Interventionen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 20](/book/arbeit/20))
- [ ] **Methodenintegration** ist erwähnt Methoden werden fallbezogen und qualitätsgeprüft beigezogen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 157](/book/arbeit/157))
**Qualität:**
- [ ] **Bezug zum eigenen Fall:** Kurzer Hinweis, wie du das Modell in deinem Fall anwenden wirst
- [ ] **Eigene Worte:** Zeigt sich echtes Verständnis oder nur Wiedergabe?
- [ ] **Umfang:** Ca. ½ Seite knapp und prägnant

View File

@ -0,0 +1,7 @@
Erkläre die KPG-Methodik in eigenen Worten. Fokussiere auf die Kernprinzipien, die zwei Phasen (analytisch-diagnostisch und Handlung) und das zirkuläre/iterative Wesen des Prozesses. EPG-Bewertung: max 2 Punkte für das Verständnis der KPG als Orientierungsmodell. Umfang: ca. eine halbe Seite.
### Checkliste
- KPG kurz erklärt
- Zirkuläres Verständnis
- Kooperation/Koproduktion

View File

@ -3,12 +3,12 @@
"$schema": "https://kpg-app.ch/schema/chapter.schema.json",
"stepId": "030-kpgExplained",
"title": "3. Konzept der Kooperativen Prozessgestaltung",
"subTitle": "KPG als generalistisches, methodenintegratives Orientierungsmodell: Phasen, Prozessschritte, Kooperation, Zirkularität.",
"subTitle": "Dachkapitel: Erklärung der KPG als Orientierungsmodell, Prozessmodell.",
"accentColor": "#666666",
"status": "pending",
"progress": 0,
"labels": [
"Wie arbeite ich?"
],
"overview": "Dachkapitel: Erkläre die KPG in eigenen Worten als Orientierungsmodell für professionelles Handeln. Zentrale Aspekte: Zwei Phasen mit 7 Prozessschritten, zirkuläres Verständnis (Denkstruktur, kein starres Schema), Kooperation/Koproduktion, Methodenintegration. Keine eigene Punktkategorie, aber Grundlage für alle Folgekapitel."
"overview": "Kurze Darstellung der KPG als Orientierungsmodell (zwei Phasen, Prozessschritte, zirkuläres Verständnis, Kooperation/Koproduktion)."
}

View File

@ -1,18 +0,0 @@
KPG ist ein generalistisches, methodenintegratives, kooperationsorientiertes Konzept. Erkläre das Modell in eigenen Worten und zeige, dass du es auf deinen Fall anwenden kannst.
Zentrale Aspekte:
- Definition: KPG = Konzept für professionelles Handeln
- Zwei Phasen, 7 Prozessschritte
- Zirkularität statt Linearität
- «Erst verstehen, dann handeln»
- Kooperation und Koproduktion
- Methodenintegration
### Checkliste
- KPG erläutert (generalistisch, methodenintegrativ, kooperativ)
- Phasen und Prozessschritte genannt
- Zirkuläres Verständnis dargestellt
- Kooperation thematisiert
- Fallbezug hergestellt
- Ca. ½ Seite

View File

@ -2,17 +2,14 @@
id: "situation-epg-guidance"
type: "guidance-box"
title: "EPG Qualitätskriterien"
variant: "amber"
footnote: "📋 Beurteilungskriterien Situationserfassung gemäss EPG"
variant: "sky"
---
📝 Ziel ist es, ein fundiertes Bild der Fallsituation zu erstellen. Erfasse methodisch die wichtigsten Informationen zu Auftrag, Person, Vorgeschichte und aktueller Situation. Fokussiere auf multiperspektivische Erfassung und klient*innenspezifische Kooperation.
**Erfassungsmethoden:** Nutze geeignete Methoden zur Situationserfassung z. B. Erkundungsgespräche, Beobachtung (frei oder strukturiert) und Aktenstudium. Methodische Hilfsmittel wie Realitätsausschnitt, Strukturierungsraster und Leitfäden findest du im ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 165](/book/arbeit/165)). Formen von Erkundungsgesprächen sind beschrieben im ([S. 169](/book/arbeit/169)).
**EPG-Bewertung (max. 10 Punkte):**
- Auftragsklärung (Organisations- und klient*innenbezogener Auftrag) nachvollziehbar und differenziert (1.5 Punkte)
- Relevante Aspekte der Vorgeschichte nachvollziehbar und prägnant festgehalten (1.5 Punkte)
- Person differenziert beschreibend und ressourcenorientiert dargestellt (1.5 Punkte)
- Gegenwärtige Situation differenziert und nachvollziehbar festgehalten (1.5 Punkte)
- Vorläufige Themen deutlich benannt und erläutert (1.5 Punkte)
- Erfassungsmethode(n) benannt; Herkunft der Informationen ersichtlich; kooperativ und mehrperspektivisch erfasst (1.5 Punkte)
- Fallsituation insgesamt nachvollziehbar dargestellt (1 Punkt)
**EPG-Bewertung (max. 9 Punkte):**
- Auftragsklärung, alle drei Ebenen (1 Punkt)
- Personenbeschreibung, beobachtbare Merkmale (2 Punkte)
- Klient*innengeschichte, 60%+ ressourcenorientiert (1 Punkt)
- Organisationsgeschichte (1 Punkt)
- Gegenwärtige Situation mit vorläufigen Themen (2 Punkte)
- Erhebungsmethoden dokumentiert (2 Punkte)

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@ -1,16 +1,7 @@
---
id: "situation-kpg-principle"
type: "guidance-box"
title: "KPG-Prinzip: Situationserfassung"
variant: "sky"
footnote: "📚 Aufgaben, Vorgehen und Ressourcenorientierung der Situationserfassung"
title: "KPG-Prinzip"
variant: "amber"
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**Leitmotiv:** «So viel wie möglich sehen so wenig wie möglich verstehen» ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 163](/book/arbeit/163)). Informationen werden mit einer Haltung der Offenheit und Unvoreingenommenheit erfasst.
**Aufgabe:** Die wichtigsten Informationen zum Fall und seinem Kontext zusammentragen, um sich ein erstes Bild der Fallsituation zu machen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 162](/book/arbeit/162)). Die Situationserfassung ist zugleich eine kontinuierliche Aufgabe — sie wird im Verlauf des Unterstützungsprozesses immer wieder aktualisiert.
**Ressourcenorientierung:** Der professionelle Blick richtet sich gezielt auf das Positive und Vorhandene — mindestens 60 % der Personenbeschreibung sollen ressourcenorientiert sein ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 164](/book/arbeit/164)).
**Kooperation:** Die Zusammenarbeit mit dem Klient*innensystem ist unabdingbar. Gemeinsames Suchen nach Informationen ist zugleich eine erste Intervention ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 164](/book/arbeit/164)).
**Trennschärfe:** Unterscheide konsequent zwischen Information und Bewertung, zwischen objektiven Daten und subjektiven Geschichten, zwischen personenbezogenen Informationen und solchen zur Lebenssituation ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 163](/book/arbeit/163)).
💡 KPG-Prinzip: Beschreibung von Bewertung trennen. Fakten und Beobachtungen erfassen ohne sofortige Interpretation. Strebe 60%+ ressourcenorientierte Inhalte an.

View File

@ -3,10 +3,8 @@ id: "situation-methods-guidance"
type: "guidance-box"
title: "Erfassungsmethoden"
variant: "sky"
footnote: "🛠️ Methodische Hilfsmittel für die Situationserfassung"
---
Drei klassische Methoden zur Situationserfassung kombiniere sie für ein multiperspektivisches Bild:
Drei klassische Methoden zur Situationserfassung. Nutze mehrere Methoden, um umfassende, multiperspektivische Informationen zu sammeln.
1. **Erkundungsgespräche** Formelle und informelle Gespräche mit Klient*in, Angehörigen und Fachpersonen. Nutze offene Impulsfragen und aufmerksames Zuhören. Das narrative Interview bietet einen direkten Zugang zur subjektiven Erlebenswelt ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 169171](/book/arbeit/169)).
2. **Beobachtung** Freie oder strukturierte Fremdbeobachtung im Alltag ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 174](/book/arbeit/174)). Entwickle fallspezifische Beobachtungsbogen: Vorinformationen, Themen, Hypothesen vergegenwärtigen, dann Thema, Fragestellung und Ziel festlegen ([S. 177](/book/arbeit/177)).
3. **Aktenstudium** Reflektierte, fokussierte Erfassung aus Berichten, Gutachten, Hilfeplänen. Beachte: Akten sind Konstruktionen — bleibe offen und bilde keine Vorurteile ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 181](/book/arbeit/181)).

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@ -2,9 +2,11 @@
id: "situation-einleitung"
type: "markdown"
title: "Einleitungsabsatz"
hint: "Beschreibe das Ziel der Situationserfassung (ein Bild der Fallsituation erhalten), den gewählten Realitätsausschnitt und die eingesetzten Erfassungsmethoden (Erkundungsgespräche, Beobachtung, Aktenstudium). Nenne, mit wem du kooperiert hast. Hinweis: Dies ist der erste Prozessschritt — es gibt keinen «Bezug zum vorherigen Schritt»."
footnote: "📚 So viel wie möglich sehen — so wenig wie möglich verstehen"
hint: "Beschreibe das Ziel dieses Prozessschrittes und die eingesetzten Erfassungsmethoden."
---
***Ziel des Prozessschrittes***
In der Situationserfassung mache ich mir ein Bild von Lenys aktueller Fallsituation. Ich fokussiere seine Lebenssituation im Wocheninternat und in der Schule seit seinem Eintritt Anfang 2025. Frühere biografische und familiäre Belastungen nehme ich nur auf, wenn sie zum Verständnis der gegenwärtigen Situation und der vorläufigen Themen notwendig sind. Die Informationen erfasse ich mit Erkundungsgesprächen, Beobachtungen im Alltag, Journal-Einträgen, Standortgesprächen sowie Berichten und Akten.
In der Situationserfassung mache ich mir ein umfassendes Bild der Fallsituation. Ich setze den Realitätsausschnitt und trage zusammen, was ist. Es geht ausschliesslich um das Sammeln von Informationen. Dazu habe ich verschiedene Methoden eingesetzt: Erkundungsgespräche, Beobachtungen im sozialpädagogischen Alltag, Journal-Einträge anderer Fachpersonen, Rückmeldungen an Sitzungen, Standortgespräche sowie das Studium bestehender Berichte und Akten.
***Methode(n)***

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@ -2,43 +2,116 @@
id: "situation-text"
type: "markdown"
title: "Situationserfassung"
hint: "Fundierte, beschreibende Darstellung der Fallsituation. Gliedere in: Auftragsklärung (Organisations- und Klient*innenauftrag), Vorgeschichte (Biografie, soziales Umfeld), Person (beschreibend, ressourcenorientiert, min. 60 %), gegenwärtige Situation und vorläufige Themen. Nur beschreiben, nicht bewerten keine Interpretationen! Mache bei jeder Information die Quelle (Gespräch, Beobachtung, Akte) kenntlich. Erfasse stets auch die soziale Dimension Lebenssituation und soziale Integration."
footnote: "📚 Realitätsausschnitt, Ressourcenorientierung und soziale Dimension"
hint: "Fundierte Beschreibung der Fallsituation: Auftrag, Vorgeschichte, Person, Gegenwart, vorläufige Themen. Nur beschreiben, nicht bewerten. (EPG: max. 10 Punkte)"
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***Auftrag***
Im Bericht des schulpsychologischen Dienstes wird festgehalten, dass Leny den Schulstoff in der Regelklasse nicht altersgemäss erarbeiten konnte. Die Lehrperson beschrieb Konzentrationsschwierigkeiten, extreme Müdigkeit im Unterricht und die erkennbaren Sorgen Lenys um seine Mutter. Ein erhöhter Betreuungsbedarf wurde geprüft. Der bereits länger involvierte schulpsychologische Dienst diagnostizierte in diesem Zusammenhang eine Posttraumatische Belastungsstörung und empfahl die Platzierung in einem Sonderschulheim. Die Mutter stimmte dieser Empfehlung zu.
Der Auftrag richtet sich nach der Indikation und wird individuell festgelegt. Ziel ist es, die Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten, ihre Ressourcen zu erkennen und zu stärken sowie neue Verhaltensmuster einzuüben. Der Auftrag des sozialpädagogischen Teams besteht im Erlernen und Festigen alltagspraktischer Basiskompetenzen sowie in der Unterstützung einer altersgemässen Entwicklung.
Die Obhut liegt bei der Kindsmutter. Für Leny besteht eine **_Berufsbeistandschaft_** mit dem Auftrag, sein Kindeswohl sicherzustellen.
***Organisationsstruktur (Teamkonstellation)***
Der Auftrag im Praxisbetrieb besteht darin, Leny in seiner persönlichen, schulischen und sozialen Entwicklung zu begleiten. Dabei geht es um mehr Orientierung im Alltag, um mehr Selbstständigkeit bei schulischen und alltagspraktischen Aufgaben und um eine Entlastung von der Verantwortung gegenüber seiner Mutter.
Leny lebt im Wocheninternat und wird im Alltag vom sozialpädagogischen Team begleitet. Er besucht die interne Schule und nimmt wöchentlich an Einzel- sowie Gruppentherapie teil. Aus jedem Bereich hat er eine Bezugsperson. Es finden regelmässig fachübergreifende Austausche statt. An den Standortgesprächen nehmen die internen Bezugspersonen sowie externe Fachpersonen wie die Beiständin und der Schulpsychologische Dienst teil. Die Kinder arbeiten einmal wöchentlich mit der Köchin zusammen. Zudem findet eine freie Förderstunde statt, in der eigene Projekte umgesetzt werden können. Im Rahmen der sozialpädagogischen Begleitung finden Schwimm- und Turneinheiten statt. Die Freizeit wird sozialpädagogisch gestaltet und partizipativ mit den Kindern geplant. Es besteht die Möglichkeit, externe Hobbys zu besuchen. Wöchentlich findet ein externes Angebot statt (Malort nach Arno Stern). Zum Jahresprogramm gehören zudem Projekttage sowie ein Ski- und ein Sommerlager.
***Einweisungsgrund und einweisende Stelle***
Der Schulpsychologische Dienst des Wohnortes war bereits länger in den Unterstützungsprozess der Familie eingebunden. In der öffentlichen Schule zeigte sich zunehmend, dass Leny Mühe hatte, sich auf Aufgaben zu konzentrieren. Er ist mehrmals im Unterricht eingeschlafen und konnte den Schulstoff nicht entsprechend erarbeiten. Seitens der Schule wurde festgehalten, dass er sich stark um seine Mutter sorgt. Im Jahr 2022 wurde durch den Schulpsychologischen Dienst die Diagnose PTS gestellt und der Besuch eines Sonderschulheims empfohlen. Die Mutter erklärte sich einverstanden.
***Rechtliche Situation***
Die Obhut liegt bei der Kindsmutter. Für Leny besteht eine Beistandschaft mit dem Auftrag, sein Kindeswohl sicherzustellen.
***Auftrag bezüglich Klient***
Der Auftrag bezüglich Leny besteht darin, ihn in seiner persönlichen, schulischen und sozialen Entwicklung zu begleiten. Er soll sich abgrenzen können von der Verantwortung gegenüber seiner Mutter, damit er seine Entwicklungsschritte nachholen und machen kann. Im schulischen Bereich soll er seine Aufmerksamkeit besser fokussieren und Aufgaben zunehmend selbstständig bearbeiten können. Im sozialpädagogischen Alltag geht es um mehr Orientierung und Struktur sowie um das Festigen alltagspraktischer Kompetenzen. ***(nochmals in Akte lesen)***
***Vorgeschichte***
Leny ist das älteste Kind der Familie. Er lebte einige Jahre mit seiner Mutter im Ausland beim Vater. Die Eltern trennten sich in seiner frühen Kindheit. Von der Mutter erfuhr ich, dass diese Zeit schwierig war und von Gewalt geprägt war. Mit Unterstützung ihrer Eltern kehrte sie mit Leny in die Schweiz zurück.
***Vorgeschichte vom Klienten***
Seither lebt Leny bei seiner Mutter. Aus Akten, Gesprächen mit der Mutter, Lenys Erzählungen und Beobachtungen im Alltag wurde für mich sichtbar, dass die familiäre Situation über längere Zeit belastet war. Leny hat drei Geschwister aus verschiedenen Partnerschaften der Mutter. Alle partnerschaftlichen Beziehungen der Mutter waren und sind von Gewalt geprägt. Die Mutter war mit den Anforderungen des Alltags, der Betreuung der jüngeren Geschwister und den partnerschaftlichen Konflikten erheblich belastet. Heute lebt Leny mit seiner Mutter, deren Partner und seinen Geschwistern im gemeinsamen Haushalt. Die Beziehung zum Partner der Mutter beschreibt er ambivalent.
Leny ist das älteste Kind der Familie. Seine Eltern trennten sich in seiner frühen Kindheit. Er lebte einige Jahre mit seiner Mutter im Ausland beim Vater. Die dortige Situation war von schwierigen und gewaltbelasteten Verhältnissen geprägt. Mit Unterstützung ihrer Eltern kehrte die Mutter mit Leny in die Schweiz zurück.
Leny ist in ein grosses familiäres und freundschaftliches Netzwerk eingebunden. Er erzählt häufig, was er mit Verwandten und Freunden unternimmt. Die Grosseltern mütterlicherseits leben in unmittelbarer Nähe und leisten viel Entlastungsarbeit im Familienalltag. Auch die Geschwister der Kindsmutter sind wichtige Bezugspersonen für Leny. Zu einer Tante väterlicherseits hat er ebenfalls stabilen Kontakt und verbringt dort immer wieder Ferien. Leny hat viele Freunde. Viele dieser Freundschaften bestehen seit früher Kindheit. Während der Woche vermisst er diese zeitweise.
Leny lebt seither bei seiner Mutter. Der Kontakt zum Vater ist gering, es besteht jedoch regelmässiger Kontakt zu einer in der Schweiz lebenden Schwester des Vaters.
Nach der Rückkehr in die Schweiz besuchte Leny den Kindergarten. Die Mutter beschreibt diese Zeit als schwierig. In der öffentlichen Primarschule wurde er als beliebtes Klassenmitglied beschrieben. Es zeigte sich eine schulische Überforderung (siehe Abschnitt Auftrag). Im Unterstützungsprozess wurde der Mutter eine Platzierung Lenys nahegelegt, damit Leny entlastet werden konnte und sich der Alltag zuhause stabilisieren konnte. Dies gelang bis heute nur teilweise. Seit Anfang 2025 lebt Leny im Wocheninternat.
Auch eine spätere Beziehung der Mutter war von Gewalt geprägt. Aus dieser Beziehung stammen Zwillingsschwestern (2019). Aus der aktuellen Beziehung der Mutter wurde 2023 ein weiterer Bruder geboren. Leny lebt heute mit seiner Mutter, deren Partner sowie seinen Geschwistern im gemeinsamen Haushalt.
Im Praxisbetrieb lebte sich Leny rasch ein und schloss Freundschaften. Zu Beginn wurden positive Entwicklungen wahrgenommen, nach den Sommerferien teilweise wieder Rückschritte. In der Förderplanung verschob sich der Fokus im Verlauf von Ordnung über Aufmerksamkeit und Präsenz hin zur Orientierung im Tages- und Wochenablauf.
***Soziales Umfeld***
Die Grosseltern mütterlicherseits leben in kurzer Gehdistanz und sind stark in die Alltagsbewältigung der Familie eingebunden (Kinderbetreuung, Mahlzeiten, finanzielle Unterstützung). Die Mutter äussert wiederholt den Wunsch nach mehr Autonomie und beschreibt die Situation teilweise als fremdbestimmt.
Leny hat mehrere Freunde in seiner Wohnumgebung. Er erzählt im Alltag häufig von gemeinsamen Erlebnissen und vermisst seine Freunde während der Aufenthalte im Wocheninternat. Ein enger Freund ist kürzlich ins Ausland gezogen, was Leny beschäftigte und über das er mehrfach sprach.
***Fähigkeiten, Ressourcen***
Die Mutter beschreibt Leny in Gesprächen als herzlich und gutmütig.
Im Alltag auf der Wohngruppe fällt dem sozialpädagogischen Team seine Freundlichkeit und sein Humor auf. Er ist im 1:1 gut erreichbar. In der Zusammenarbeit mit der Köchin wird berichtet, dass er gerne mithilft und die Zusammenarbeit als angenehm erlebt wird. In der freien Förderstunde setzt er kreativ eigene Projekte um.
Leny hat ein gutes Körperbewusstsein und lernt schnell Bewegungsabläufe. Dies zeigt sich zum Beispiel beim Skifahren lernen oder im besuchten Fechtkurs.
***Schwierigkeiten, Probleme***
Die Mutter berichtet, dass sie Leny auf Appelle hin häufig nicht erreicht.
Die Lehrpersonen beschreiben weiterhin Konzentrationsschwierigkeiten und einen erhöhten Begleitbedarf im Unterricht.
Im Alltag auf der Wohngruppe wird wiederholt seine Vergesslichkeit und fehlende Orientierung im Wochenablauf beobachtet. Leny selbst sagt in solchen Situationen häufig „ich weiss nicht" oder „ich habe es vergessen".
Bei Konflikten wird von Seiten des Teams wahrgenommen, dass er sich eher zurückzieht. Er äussert zudem, dass er „Ämtli" nicht gerne erledigt.
***Biografische Verlaufsdaten / Beeinträchtigungen***
Nach der Rückkehr in die Schweiz besuchte Leny den Kindergarten. Die Mutter berichtet, dass diese Zeit für ihn schwierig war.
In der öffentlichen Primarschule wurde er als beliebtes Klassenmitglied beschrieben. Gleichzeitig zeigten sich zunehmende Konzentrationsschwierigkeiten. Aus schulischen Berichten geht hervor, dass Leny wiederholt im Unterricht eingeschlafen ist und den Schulstoff nicht altersentsprechend erarbeiten konnte. Zum Zeitpunkt der Platzierung befand er sich in der 4. Primarschulklasse.
Der Schulpsychologische Dienst wurde beigezogen und begleitete den weiteren Prozess.
Im Jahr 2022 wurde durch den Schulpsychologischen Dienst die Diagnose PTS gestellt. Im Bericht wird zudem eine enge emotionale Bindung an die Mutter beschrieben.
In der Folge wurde eine stationäre schulische Lösung empfohlen. Eine Beiständin wurde eingesetzt mit dem Auftrag, das Kindeswohl sicherzustellen und geeignete Lösungen zu prüfen.
***Vorgeschichte in Organisation***
Leny ist seit einem Jahr im Praxisbetrieb. Er hat sich rasch eingelebt und Freundschaften geschlossen. Bei Eintritt wurde er schulisch auf der Stufe der 4. Klasse unterrichtet. Seitens der Lehrpersonen wurde ein schulischer Rückstand von etwa einem Jahr beschrieben. Zu Beginn zeigte sich eine deutliche Entwicklung, nach den Sommerferien wurden teilweise wieder Rückschritte wahrgenommen.
Im sozialpädagogischen Alltag wurde besonders an seiner Ordnung und seiner Präsenz gearbeitet.
***Fähigkeiten, Ressourcen***
In der Schule haben sich Präsenz und Konzentration verbessert. In der Einzeltherapie fühlt er sich von Beginn an wohl und genoss den Raum dort. Er lässt sich zunehmend auf den Prozess ein und öffnet sich für seine Thematiken.
***Schwierigkeiten, Probleme***
Es wurde beobachtet, dass er sich nicht gut abgrenzen kann und oft Unruhe in die Gruppe bringt.
Zuhause gab es immer wieder schwierige Phasen bezüglich des Partners der Mutter. Die Mutter zieht sich teils stark zurück und ist phasenweise schwer bis gar nicht erreichbar. Es wurde versucht, verschiedene Stressoren abzubauen.
***Person***
Leny ist Anfang dieses Jahres 12 Jahre alt geworden. Er ist ein Junge mit altersgemässem, eher robustem Körperbau und wirkt gepflegt.
Die Mutter beschreibt Leny in Gesprächen als herzlich und gutmütig. Im Alltag auf der Wohngruppe fallen dem sozialpädagogischen Team seine Freundlichkeit und sein Humor auf. In 1:1-Situationen gelingt die Zusammenarbeit mit Leny gut, und er geniesst diese Settings. Er hilft gerne mit, etwa in der Küche, und setzt in freien Förderstunden kreativ eigene Ideen um. Leny verfügt über ein gutes Körperbewusstsein und lernt Bewegungsabläufe schnell, zum Beispiel beim Skifahren oder Fechten. Neuem begegnet er offen und neugierig. Konflikte mit anderen Kindern kann er teilweise selbständig klären.
Die Mutter berichtet, dass sie Leny auf Appelle hin häufig nicht erreicht. Lehrpersonen beschreiben weiterhin Konzentrationsschwierigkeiten und einen erhöhten Begleitbedarf im Unterricht. Im Alltag zeigt sich, dass Leny rasch den Überblick verliert, Dinge vergisst und klare Anleitung braucht. Leny selbst sagt in solchen Situationen häufig "ich weiss nicht" oder "ich habe es vergessen". Bei Konflikten zieht er sich eher zurück. Er äussert zudem, dass er "Ämtli" nicht gerne erledigt. Wut und andere belastende Gefühle zeigt er kaum und lehnt es teils auch ab, ihnen Ausdruck zu geben.
***Gegenwärtige Situation***
Im Alltag zeigt sich bei Leny weiterhin Vergesslichkeit und wenig Orientierung im Tages- und Wochenablauf. Er vergisst Absprachen, Gegenstände oder Aufträge und übernimmt Verantwortung oft erst nach klarer Aufforderung. Aufgaben gibt er rasch ab oder benötigt klare Anleitung. Obwohl ich in der Förderplanung gezielt an seiner Orientierung im Tages- und Wochenablauf arbeite, greift dies im Alltag bisher nur begrenzt. Die Abläufe werden für ihn noch nicht zur Routine. Leny selbst zeigt sich in solchen Situationen meist wenig beeindruckt. Er wirkt daran gewöhnt und reagiert höchstens genervt darauf, dass wir ihn wiederholt daran erinnern. Im Austausch mit Teammitgliedern zeigt sich, dass diese Situationen unterschiedlich wahrgenommen werden. Wenn Leny etwas vergisst, nicht reagiert oder Aufträge nicht umsetzt, wird dies teils als Überforderung und fehlende Orientierung verstanden. Teils entsteht auch der Eindruck, dass er Anforderungen bewusst ignoriert.
***Veränderungen / Besonderheiten***
Zudem erlebt Leny immer wieder Heimweh. Er äusserte kürzlich, dass ihn dieses Gefühl belastet und er daran arbeiten möchte. Gleichzeitig beschäftigt ihn seine schulische Zukunft. Er war enttäuscht, nicht in seine alte Klasse zurückkehren zu können, und äussert inzwischen, dass er sich ein weiteres Bleiben vorstellen kann. Die Perspektive ist derzeit weiterhin offen. Ein Junge, zu dem er auf der Wohngruppe eine sehr enge Freundschaft hatte, ist kürzlich ausgezogen. Seither zeigt sich, dass Leny wieder mehr Kontakt zu den anderen Kindern auf der Wohngruppe sucht. Gleichzeitig nehmen die Sorgen um die Situation zuhause wieder zu, da die Belastung in der Beziehung der Mutter erneut zugenommen hat.
Im Alltag zeigt sich bei Leny weiterhin eine deutliche Vergesslichkeit und wenig Orientierung im Tages- und Wochenablauf. Er weiss oft nicht, was ansteht, und übernimmt Verantwortung nur zögerlich. Aufgaben gibt er rasch ab oder benötigt klare Anleitung.
Im Team wird wiederholt eingefordert, dass er mehr Struktur übernimmt und Absprachen einhält. Sein Verhalten wird dabei teilweise unterschiedlich eingeschätzt, insbesondere in Bezug auf seine Vergesslichkeit.
Zudem erlebt Leny immer wieder Heimweh. Er äusserte kürzlich, dass ihn dieses Gefühl belastet und er daran arbeiten möchte.
Gleichzeitig beschäftigt ihn die Frage seiner schulischen Zukunft. Er war enttäuscht, nicht in seine alte Klasse zurückkehren zu können, und äussert inzwischen, dass er sich ein weiteres Bleiben vorstellen kann. Die Perspektive ist derzeit noch offen.
*(Evtl. noch ergänzen: tagträumen, nicht zuhören, lebt in den Tag hinein)*
***Vorläufige Themen***
Wenn ich die Situationsbeschreibung wie ein Bild betrachte, kommen einige Themen besonders deutlich in den Vordergrund. So würde ich vorläufig folgende Themen beschreiben: Lenys Vergesslichkeit fällt in allen Bereichen auf. Die Orientierung im Tages- und Wochenablauf ist beinahe täglich ein Thema. Auch sein Umgang mit Anforderungen zeigt sich wiederholt und wird im Team unterschiedlich wahrgenommen. Ebenso zeigen sich Heimweh sowie Belastungen im Zusammenhang mit seiner offenen schulischen und familiären Situation. Diese Themen erachte ich als lohnend, im nächsten Kapitel weiter zu vertiefen.
*(Wird noch erarbeitet — folgende Themen zeichnen sich aus der Situationserfassung und den Journal-Einträgen ab:)*
1. **Vergessene Gegenstände und Aufgaben** — Bezieht sich auf Dinge die Leny vergisst, zum Beispiel Schuhe, Jacke, Bleistift, Aufgaben.
2. **Orientierung und Organisation im Tages-/Wochenablauf** — Bezieht sich auf Wissen um den Ablauf, wann was gemacht wird, und wie klar der Wochenplan ist.
3. **Ausweichendes Verhalten** — Ob Leny in Anforderungen ausweicht, nicht reagiert, nicht zuhört oder weitergeht. Wichtig ist die Sicht der Beteiligten, wann und in welchen Situationen dies auftritt.
4. **Heimweh und emotionales Befinden** — Wann Heimweh auffällt, wie er es äussert, und wie es von aussen bemerkt wird.

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@ -0,0 +1,12 @@
---
id: "situation-quality-check"
type: "guidance-box"
title: "Qualitätsprüfung: Situationserfassung"
variant: "slate"
---
Bevor du zur Analyse übergehst, prüfe:
- Vollständigkeit: Wurden alle relevanten Lebensbereiche und Informationsquellen berücksichtigt?
- Mehrperspektivität: Sind die Sichtweisen von Klient*in, Familie, anderen Fachpersonen erfasst?
- Trennung: Ist Beschreibung (Fakten) klar von Bewertung (Interpretation) getrennt?
- Auftragsklarheit: Sind alle Auftragsebenen (professionell, organisational, klient*innenbezogen) geklärt?

View File

@ -1,17 +0,0 @@
---
id: "situation-quality-check"
type: "guidance-box"
title: "Qualitätsprüfung: Situationserfassung"
variant: "slate"
footnote: "🔎 Prüfe anhand EPG-Beurteilungskriterien und Prozessreflexion"
---
Bevor du zur Analyse übergehst, prüfe:
- [ ] **Auftragsklärung**: Organisationsauftrag und klient*innenbezogener Auftrag nachvollziehbar und differenziert
- [ ] **Vorgeschichte**: Relevante Aspekte prägnant und nachvollziehbar festgehalten
- [ ] **Person**: Differenziert beschreibend und ressourcenorientiert (min. 60 %) dargestellt
- [ ] **Gegenwärtige Situation**: Differenziert und nachvollziehbar
- [ ] **Vorläufige Themen**: Deutlich benannt und erläutert
- [ ] **Erfassungsmethoden**: Herkunft der Informationen ersichtlich, kooperativ und mehrperspektivisch
- [ ] **Gesamtbild**: Fallsituation insgesamt nachvollziehbar dargestellt
- [ ] **Trennschärfe**: Beschreibung (Fakten) klar von Bewertung (Interpretation) getrennt

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@ -0,0 +1,7 @@
Ziel ist es, ein fundiertes Bild der Fallsituation zu erstellen. Erfasse methodisch die wichtigsten Informationen zu Auftrag, Person, Vorgeschichte und aktueller Situation. Fokussiere auf multiperspektivische Erfassung und klient*innenspezifische Kooperation. EPG-Bewertung: max. 9 Punkte. Leitsatz: "Möglichst viel sehen möglichst wenig verstehen."
### Checkliste
- Auftrag, Person, Vorgeschichte
- Gegenwart & vorläufige Themen
- Kooperations-/Mehrperspektiven-Check

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@ -1,16 +0,0 @@
Erstelle ein fundiertes Bild der Fallsituation. Erfasse methodisch: Auftrag, Person, Vorgeschichte, Situation. Leitsatz: «Möglichst viel sehen möglichst wenig verstehen» (Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 163).
Zentrale Prinzipien:
- Trennschärfe: Fakten von Bewertung unterscheiden
- Ressourcenorientierung: mindestens 60 %
- Kooperation: gemeinsames Suchen
- Realitätsausschnitt: gezielt auswählen
### Gliederung
- Auftragsklärung
- Vorgeschichte
- Person (ressourcenorientiert)
- Gegenwärtige Situation
- Vorläufige Themen

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@ -2,15 +2,12 @@
id: "analysis-epg-guidance"
type: "guidance-box"
title: "EPG Qualitätskriterien"
variant: "amber"
footnote: "📋 Beurteilungskriterien Analyse gemäss EPG"
variant: "sky"
---
**Analysemethoden:** Wähle geeignete Methoden zur Strukturierung und Analyse der erfassten Daten z. B. Genogramm, Zeitstrahl/biografischer Zeitbalken, Netzwerkkarte, Kompetenzanalyse, Ressourcen-/Problemanalyse, Lebensbereichanalyse. Eine Übersicht der Notationssysteme findest du im ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 200](/book/arbeit/200)) und zur Netzwerkkarte im ([S. 207](/book/arbeit/207)).
📝 Analysiere die gesammelten Informationen mit geeigneten Methoden. Diamantförmiger Prozess: von der breiten Datenerhebung zu fokussierten Hypothesen. Fokus auf multiperspektivischer Analyse und Klient*innenbeteiligung.
**EPG-Bewertung (max. 9 Punkte):**
- Analysemethode(n) passend gewählt, Wahl begründet, korrekt und fachlich fundiert erläutert (1.5 Punkte)
- Kooperation differenziert und konkret dargestellt (1.5 Punkte)
- Analyse enthält relevante und vertiefende Aspekte (1.5 Punkte)
- Konstatierende Hypothesen schlüssig abgeleitet, korrekt formuliert und gewichtet (1.5 Punkte)
- Fallthematik präzise und schlüssig formuliert; passende Grundlage für die Diagnose (3 Punkte)
- Analysemethoden mit Begründung und Erkenntnissen (3 Punkte)
- Hypothesen mit Gewichtung (3 Punkte)
- Multiperspektivische Analyse (2 Punkte)
- Fallthematik formuliert (1 Punkt)

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@ -1,18 +1,7 @@
---
id: "analysis-kpg-principle"
type: "guidance-box"
title: "KPG-Prinzip: Analyse"
variant: "sky"
footnote: "📚 Methodenwahl, Datenerhebung, Hypothesen — der Analysestandard"
title: "KPG-Prinzip"
variant: "amber"
---
**Zweck der Analyse:** Die Analyse dient der Klärung — ihr zentraler Zweck ist die Bestimmung der **Fallthematik**: «Worum geht es in diesem Fall eigentlich?» ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 190](/book/arbeit/190)). Komplexität wird zunächst erweitert (Datenerhebung), anschliessend reduziert (Auswertung).
**Vorgehen in 4 Schritten:**
1. Wahl geeigneter Analysemethoden
2. Datenerhebung (Auslegeordnung) — Einschätzungen, Bewertungen, Beurteilungen verschiedener Beteiligter einholen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 188](/book/arbeit/188))
3. Auswertung mittels konstatierender Hypothesen
4. Herausarbeiten der Fallthematik ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 191](/book/arbeit/191))
**Methodenstandard:** Mindestens zwei Analysemethoden einsetzen, davon mindestens eine, die die Einschätzungen der Klient*innen direkt aufnimmt ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 227](/book/arbeit/227)).
**Konstatierende Hypothesen:** Fassen zusammen, WAS festgestellt wurde — beschreibend, nicht erklärend. Es geht um Probleme und Risiken ebenso wie um individuelle und soziale Ressourcen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 191](/book/arbeit/191)).
💡 KPG-Prinzip: Diamantförmiger Prozess zuerst Komplexität ERWEITERN (verschiedene Perspektiven sammeln), dann Komplexität REDUZIEREN (bewerten, gewichten, zu Hypothesen verdichten). Analyse sammelt Bewertungen (Wie wird bewertet?), NICHT Erklärungen (Warum?).

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@ -3,8 +3,7 @@ id: "analysis-forbidden-terms"
type: "guidance-box"
title: "In der Analyse VERBOTEN:"
variant: "rose"
footnote: "⚠️ Keine erklärenden Begriffe — nur beschreiben, WAS ist"
---
Die Analyse beschreibt, was IST (konstatierend), nicht warum. Konstatierende Hypothesen fassen zusammen, WAS festgestellt wurde — ohne Ursachenerklärung. Erklärungen gehören erst in die Diagnose (Prozessschritt 3.3).
⚠️ Analyse beschreibt, was IST (konstatierend), nicht warum. Vermeide erklärende Begriffe. Erklärungen gehören in die Diagnose.
❌ weil • ❌ deshalb • ❌ damit • ❌ um zu • ❌ daher • ❌ aufgrund

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@ -2,13 +2,10 @@
id: "analysis-einleitung"
type: "markdown"
title: "Einleitungsabsatz"
hint: "Beschreibe das Ziel der Analyse (Auslegeordnung, Strukturierung, Bewertung der erfassten Daten), den Bezug zur Situationserfassung (welche vorläufigen Themen ergaben sich?) und die gewählten Analysemethoden (z. B. Genogramm, Netzwerkkarte, Zeitstrahl, Perspektivenanalyse). Begründe kurz, warum du diese Methoden fallbezogen gewählt hast."
footnote: "📚 Vier Schritte: Methodenwahl → Datenerhebung → Hypothesen → Fallthematik"
hint: "Beschreibe das Ziel, den Bezug zum vorherigen Schritt und die eingesetzten Analysemethoden."
---
***Ziel des Prozessschrittes***
Ausgehend von der gegenwärtigen Situation und der Datenerfassung wird anhand praxisrelevanter Analysemethode(n) eine Analyse durchgeführt. Die wichtigsten Erkenntnisse werden in konstatierenden Hypothesen zusammengefasst und gewichtet.
***Bezug zum vorherigen Schritt***
***Methode(n)***

View File

@ -2,18 +2,12 @@
id: "analysis-methode-1"
type: "markdown"
title: "Analysemethode 1"
hint: "Wähle ein Notationssystem oder eine Analysemethode (z. B. Genogramm, Zeitstrahl, Netzwerkkarte, Silhouette, Kompetenzanalyse, Perspektivenanalyse, Lebensbereichanalyse) und begründe die Wahl fallbezogen. Beschreibe die kooperative Bearbeitung mit Klient*in oder Beteiligten. Halte die relevanten Aspekte und Erkenntnisse fest. Mindestens eine Methode muss die Einschätzung der Klient*innen aufnehmen."
footnote: "📊 Notationssysteme: Genogramm, Zeitstrahl, Netzwerkkarte, Silhouette"
hint: "Wähle eine Analysemethode (Notationssystem) und begründe die Wahl."
---
***Analysemethode***
***Begründung der Methodenwahl***
Aufgrund, dass sich mir in der Sitationsanlyse zeigte, dass das Sozialädagogische Team sehr unterschiedlich das Verhalten von Leny bewerten. Erachtete ich eine Perspektivenanalyse mit einem breiteren Radius, also mit verschiedenen Fachbereichen, der KM und Lenny selber als eine gute Möglichkeite herauszufinden welche Thematik ich in dieser Arbeit erhellen möchte.
***Kooperative Bearbeitung***
Ich habe für die FAchpersonen für eine Fragebogen erstellt und für die Mutter und Lenny eine angepasste Version (einfachere Sprache) gemacht.
Von der Mutter und mit Leny habe ich die Fragen innerhalb eines Bezugspersonengespräches beantowrten lassen. Den Fachpersonen habe ich die Fragen zukommen lassen.
***Relevante Aspekte***
***Relevante Aspekte***

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@ -2,7 +2,6 @@
id: "analysis-hypothesen-1"
type: "markdown"
title: "Konstatierende Hypothesen (Methode 1)"
hint: "Formuliere konstatierende Hypothesen: Was lässt sich aus der Analyse feststellen? Gehe gedanklich auf eine Metaebene und halte Zentrales, Auffallendes, sich Widersprechendes oder Irritierendes fest. Gewichte die Hypothesen nach Relevanz. Achtung: nur beschreiben, WAS ist keine Ursachenerklärungen (kein weil, deshalb)."
footnote: "🔍 Konstatierende Hypothesen — Vogelperspektive und Gewichtung"
hint: "Zusammenfassung der konstatierenden Hypothesen, gewichtet."
---

View File

@ -2,8 +2,7 @@
id: "analysis-methode-2"
type: "markdown"
title: "Analysemethode 2"
hint: "Wähle eine zweite, ergänzende Analysemethode (z. B. Lebensbereichanalyse, Perspektivenanalyse, PRO-ZIEL-Basisdiagnostik, Kompetenzanalyse, Ressourcen-/Problemanalyse) und begründe die Wahl fallbezogen. Die zweite Methode soll einen anderen Aspekt beleuchten als die erste. Beschreibe die kooperative Bearbeitung und halte relevante Aspekte fest."
footnote: "📊 Perspektiven-, Kompetenz-, Lebensbereichanalyse und PRO-ZIEL"
hint: "Wähle eine Analysemethode (Notationssystem) und begründe die Wahl."
---
***Analysemethode***

View File

@ -2,7 +2,6 @@
id: "analysis-hypothesen-2"
type: "markdown"
title: "Konstatierende Hypothesen (Methode 2)"
hint: "Formuliere konstatierende Hypothesen aus der zweiten Analysemethode. Gehe auf die Metaebene: Was fällt auf? Was widerspricht sich? Was irritiert? Gewichte die Hypothesen nach Relevanz. Nur feststellen, WAS ist keine Ursachenerklärungen. Bringe die Hypothesen in den Dialog mit Klient*innen."
footnote: "🔍 Konstatierende Hypothesen — datenbasierte Aussagen formulieren"
hint: "Zusammenfassung der konstatierenden Hypothesen, gewichtet."
---

View File

@ -2,9 +2,8 @@
id: "analysis-fallthematik"
type: "markdown"
title: "Fallthematik"
hint: "Die Fallthematik ist das zentrale Ergebnis der Analyse sie verdichtet alle konstatierenden Hypothesen zur Kernfrage: «Worum geht es in diesem Fall eigentlich?» Formuliere sie präzise, theorieoffen (keine Erklärungen!) und so, dass sie eine passende Grundlage für die Diagnose bildet. Fasse dabei auch divergierende Einschätzungen und den Klärungsbedarf zusammen."
hint: "Die Fallthematik ist das zentrale Ergebnis der Analyse. Sie beantwortet die Frage \"Worum geht es in diesem Fall eigentlich?\" und dient als Ausgangspunkt für Diagnose oder Zielsetzung. Formuliere sie präzise und theorieoffen (keine theoretischen Erklärungen)."
centralQuestion: "\"Worum geht es in diesem Fall eigentlich?\""
check: "Qualitätsprüfung: Ist es präzise? Ist es theorieoffen (keine Erklärungen)? Erfasst es die Essenz aus mehreren Perspektiven? Bildet es eine passende Grundlage für die Diagnose? Sind divergierende Einschätzungen benannt?"
footnote: "🎯 Fallthematik = Verdichtung der konstatierenden Hypothesen"
check: "Qualitätsprüfung: Ist es präzise? Ist es theorieoffen (keine Erklärungen)? Erfasst es die Essenz aus mehreren Perspektiven?"
---
**Fallthematik**

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@ -0,0 +1,12 @@
---
id: "analysis-quality-check"
type: "guidance-box"
title: "Qualitätsprüfung: Analyse"
variant: "slate"
---
Bevor du zur Diagnose übergehst, prüfe:
- Methoden: Wurden mindestens 2 Analysemethoden angewandt und begründet?
- Ressourcenorientierung: Wurden bei jeder Methode Ressourcen neben Schwierigkeiten identifiziert?
- Konstatierend: Beschreiben die Hypothesen, was IST, nicht warum? (Kein "weil", "deshalb")
- Fallthematik: Ist sie präzise formuliert und theorieoffen?

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@ -1,15 +0,0 @@
---
id: "analysis-quality-check"
type: "guidance-box"
title: "Qualitätsprüfung: Analyse"
variant: "slate"
footnote: "🔎 Prüfe anhand EPG-Kriterien und Methodenreflexion"
---
Bevor du zur Diagnose übergehst, prüfe:
- [ ] **Methodenwahl**: Analysemethoden passend gewählt, Wahl begründet und Darstellung korrekt
- [ ] **Kooperation**: Kooperation mit Klient*in und Beteiligten differenziert und konkret dargestellt
- [ ] **Inhaltliche Tiefe**: Analyse enthält relevante und vertiefende Aspekte
- [ ] **Hypothesen**: Konstatierende Hypothesen schlüssig abgeleitet, korrekt formuliert und gewichtet (kein «weil», «deshalb»!)
- [ ] **Fallthematik**: Präzise und schlüssig formuliert, passende Grundlage für die Diagnose
- [ ] **Trennschärfe**: Konstatierend beschrieben (WAS ist) statt erklärt (WARUM)

7
050-analysis/guidance.md Normal file
View File

@ -0,0 +1,7 @@
Führe eine vertiefte Analyse mit praxisrelevanten Methoden durch. Analyse ist das "Scharnier" zwischen Datenerhebung und Verstehen Informationen ordnen, bewerten und gewichten. EPG-Bewertung: max. 9 Punkte. Zentrales Ziel: Bestimmung der FALLTHEMATIK ("Worum geht es in diesem Fall eigentlich?").
### Checkliste
- Methodenwahl & Begründung
- Strukturierte Auslegeordnung
- Konstatierende Hypothesen

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@ -3,12 +3,12 @@
"$schema": "https://kpg-app.ch/schema/step.schema.json",
"stepId": "050-analysis",
"title": "3.2 Prozessschritt Analyse",
"subTitle": "Methodische Auslegeordnung, Strukturierung, konstatierende Hypothesen und Fallthematik.",
"subTitle": "Methodische Auslegeordnung, Strukturierung.",
"accentColor": "var(--color-step-2)",
"status": "pending",
"progress": 0,
"labels": [
"Wie geordnet?"
],
"overview": "Ausgehend von der gegenwärtigen Situation und den vorläufigen Themen wird anhand praxisrelevanter Analysemethoden (min. 2) eine vertiefte Auslegeordnung vorgenommen. Die wichtigsten Erkenntnisse werden in konstatierenden Hypothesen zusammengefasst, gewichtet und zur Fallthematik verdichtet: «Worum geht es in diesem Fall eigentlich?»"
"overview": "Ausgehend von der gegenwärtigen Situation und der Datenerfassung wird anhand praxisrelevanter Analysemethode(n) eine Analyse durchgeführt. Die wichtigsten Erkenntnisse werden in konstatierenden Hypothesen zusammengefasst und gewichtet."
}

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@ -1,16 +0,0 @@
Führe eine vertiefte Analyse durch. Die Analyse ist das «Scharnier» zwischen Datenerhebung und Verstehen. Zentrales Ziel: Bestimmung der **Fallthematik** — «Worum geht es in diesem Fall eigentlich?»
Vorgehen in 4 Schritten:
- Methodenwahl
- Datenerhebung (Auslegeordnung)
- Auswertung (konstatierende Hypothesen)
- Fallthematik (verdichtet aus Hypothesen)
Zentral: Konstatieren, nicht erklären. Ressourcen UND Probleme.
### Checkliste
- Methodenwahl begründet
- Strukturierte Auslegeordnung
- Konstatierende Hypothesen (kein «weil»)
- Fallthematik klar formuliert

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@ -1,24 +1,13 @@
---
id: "diagnosis-epg-guidance"
type: "guidance-box"
title: "EPG Qualitätskriterien"
variant: "amber"
footnote: "📋 Beurteilungskriterien Diagnose gemäss EPG"
title: "3.3 Diagnose (max. 10 Punkte)"
variant: "sky"
---
📝 Theoriegeleitetes Fallverstehen: Nutze wissenschaftliche Theorien als "Scheinwerfer" zur Beleuchtung der Fallthematik. Wähle mindestens 2 Theorien, leite Erklärungshypothesen ab (WEIL...) und verdichte diese zu einer handlungsleitenden Arbeitshypothese (WENN... DANN...).
**Wahl geeigneter Wissensbestände** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 242](/book/arbeit/242)): Alle Theorien der Sozialen Arbeit und ihrer Nachbardisziplinen kommen in Frage — z. B.:
- Kommunikation (z. B. Watzlawick, Schulz von Thun)
- Entwicklung (z. B. Erikson, Piaget, Havighurst)
- Bindung (z. B. Bowlby, Ainsworth)
- Lebensbewältigung (z. B. Böhnisch) — Fallbeispiel ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 249](/book/arbeit/249))
- Medizin (z. B. ICF, bio-psycho-soziales Modell)
- Recht (z. B. KESB, Kindesschutz, Erwachsenenschutz)
- Weitere je nach Fallkontext
**Erklärende Hypothesen & Arbeitshypothese** ([Praxis, S. 113](/book/praxis/113)): Aus den theoriegeleiteten Fallüberlegungen Weil-Hypothesen ableiten und zu einer Wenn-Dann-Arbeitshypothese verdichten ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 245](/book/arbeit/245)).
**EPG-Bewertung (max. 9 Punkte):**
- 2 Theorien passend gewählt und Wahl nachvollziehbar begründet (je 1.5 → 3 Punkte)
- Theoriegeleitete Fallüberlegungen korrekt, konkret und nachvollziehbar (3 Punkte)
- Erklärende Hypothesen korrekt als Weil-Hypothesen formuliert und aus Theorie abgeleitet (1.5 Punkte)
- Handlungsleitende Arbeitshypothese korrekt als Wenn-Dann-Hypothese abgeleitet (1.5 Punkte)
**Kriterien:**
- Theorieauswahl (mind. 2 Theorien begründet)
- Theoriegeleitetes Fallverstehen
- Erklärungshypothesen ("weil")
- Arbeitshypothese ("wenn-dann")

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@ -2,18 +2,6 @@
id: "diagnosis-kpg-principle"
type: "guidance-box"
title: "KPG-Prinzip: Diagnose"
variant: "sky"
footnote: "📚 Theoriegeleitetes Fallverstehen, Arbeitshypothese, Kooperation"
variant: "amber"
---
**Ziel:** In der Diagnose geht es um das Erhellen und Verstehen eines Falles — die Frage lautet: «Warum ist die Situation so, wie sie ist?» ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 232](/book/arbeit/232)).
**Theoriegeleitetes Fallverstehen** — 5 Schritte ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 242](/book/arbeit/242)):
1. Wahl geeigneter Wissensbestände (Theorien als «Scheinwerfer»)
2. Theoriegeleitete Fallüberlegungen (Relationierung von Theorie und Fall)
3. Erklärende Hypothesen formulieren als Weil-Hypothesen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 253](/book/arbeit/253))
4. Handlungsleitende Arbeitshypothese als Wenn-Dann-Hypothese ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 245](/book/arbeit/245))
5. Folgerungen für Professionelle ableiten
**Hypothesencharakter:** Diagnosen sind wissensbasierte Deutungen von Wirklichkeit, deren Richtigkeit offen bleibt — sie werden im Verlauf des Unterstützungsprozesses gemeinsam überprüft und weiterentwickelt ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 235](/book/arbeit/235)).
**Kooperatives Fallverstehen:** Erklärende Hypothesen werden mit dem Klient*innensystem besprochen und validiert — vom Klient*innensystem als hilfreich beurteilte Erklärungen fliessen in die Arbeitshypothese ein ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 247](/book/arbeit/247)).
💡 Die Diagnose fragt "Warum ist der Fall so?" (Erklärung). Im Gegensatz zur Analyse, die beschreibt WAS IST, ERKLÄRT die Diagnose Zusammenhänge mithilfe von Theorien. Ziel ist es, die Eigenlogik des Falls zu verstehen und handlungsleitende Hypothesen zu generieren.

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@ -3,10 +3,7 @@ id: "diagnosis-allowed-terms"
type: "guidance-box"
title: "JETZT DARFST du erklärende Begriffe verwenden!"
variant: "rose"
footnote: "✅ Hier erklären: Wirkungszusammenhänge formulieren und Veränderung eruieren"
---
Im Gegensatz zur Analyse (wo nur konstatiert wurde) DARFST du in der Diagnose jetzt erklären. Nutze erklärende Begriffe für deine theoriegeleiteten Hypothesen:
✅ Im Gegensatz zur Analyse DARFST du in der Diagnose jetzt erklären. Nutze "weil", "deshalb", "aufgrund von" für Erklärungshypothesen basierend auf deinen ausgewählten Theorien.
**WEIL...** • ✅ **DESHALB...** • ✅ **AUFGRUND VON...** • ✅ **INFOLGE VON...**
Erklärende Hypothesen stellen Wirkungszusammenhänge zwischen Elementen der Ausstattung, Bedingungen und Vorkommnissen her ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 253](/book/arbeit/253)). Sie basieren stets auf den gewählten Theorien und sind durch theoriegeleitete Fallüberlegungen gestützt.
"WEIL..." / "DESHALB..." / "AUFGRUND VON..." / "INFOLGE VON..."

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@ -2,13 +2,10 @@
id: "diagnosis-einleitung"
type: "markdown"
title: "Einleitungsabsatz"
hint: "Beschreibe das Ziel der Diagnose (Erhellen und Verstehen des Falls mithilfe wissenschaftlicher Theorien), den Bezug zur Analyse (Fallthematik als Ausgangspunkt) und die gewählte Diagnosemethode (Theoriegeleitetes Fallverstehen). Benenne die gewählten Theorien und begründe kurz, warum sie zur Fallthematik passen."
footnote: "📚 Theoriegeleitetes und kooperatives Fallverstehen"
hint: "Methode(n): Theoriegeleitetes Fallverstehen. Beschreibe auch den Bezug zur Analyse."
---
***Ziel des Prozessschrittes***
Diskussion und fachliche Auseinandersetzung der Fallthematik vor dem Hintergrund fallspezifisch ausgewählter fachlicher Wissensbestände / Theorien (theoriegeleitetes Fallverstehen).
***Bezug zum vorherigen Schritt***
***Methode(n)***

View File

@ -2,8 +2,8 @@
id: "diagnosis-case-theme-display"
type: "markdown-readonly"
title: "Fallthematik (aus der Analyse)"
hint: "Die Diagnose baut auf der Fallthematik und den konstatierenden Hypothesen aus der Analyse auf. Die Fallthematik ist der Ausgangspunkt für die Wahl geeigneter Wissensbestände — überprüfe sie, bevor du Theorien auswählst."
footnote: "🔗 Schreibgeschützte Anzeige der Fallthematik aus der Analyse"
hint: "Die Diagnose baut auf der Fallthematik und den Hypothesen aus der Analyse auf. Überprüfe diese, bevor du Theorien auswählst."
footnote: "Dies ist eine schreibgeschützte Anzeige der in der Analyse definierten Fallthematik."
sourcePageDir: "050-analysis"
sourceBlockId: "analysis-fallthematik"
---

View File

@ -2,8 +2,7 @@
id: "diagnosis-theorie-1"
type: "markdown"
title: "Theorie 1"
hint: "Wähle einen Wissensbestand/Theorie als «Scheinwerfer» für die Fallthematik. Grundsätzlich kommen Theorien der Sozialen Arbeit und aller Nachbardisziplinen in Frage (Soziologie, Psychologie, Pädagogik, Psychiatrie, Recht). Begründe die Wahl nachvollziehbar und erarbeite theoriegeleitete Fallüberlegungen, die konkret auf den Fall bezogen sind."
footnote: "📚 Wahl geeigneter Wissensbestände für theoriegeleitete Erklärung"
hint: "Wähle einen Wissensbestand/Theorie als 'Scheinwerfer' für die Fallthematik."
---
***Theorie/Wissensbestand***

View File

@ -2,7 +2,6 @@
id: "diagnosis-hypothese-1"
type: "markdown"
title: "Erklärende Hypothese(n) (Theorie 1)"
hint: "Formulierung als erklärende Weil-Hypothese: «Weil [Theoriebezug], [Auswirkung auf Fallthematik].» Die Hypothesen müssen nachvollziehbar aus den theoretischen Ausführungen abgeleitet sein und Bezug zur Fallthematik haben. Bespreche die Hypothesen mit dem Klient*innensystem und prüfe, ob sie als hilfreich beurteilt werden."
footnote: "📚 Erklärende Weil-Hypothesen als Kernstück der Diagnose"
hint: "Formulierung als Weil-Hypothese: Weil..., ..."
---

View File

@ -2,8 +2,7 @@
id: "diagnosis-theorie-2"
type: "markdown"
title: "Theorie 2"
hint: "Wähle einen zweiten Wissensbestand/Theorie als «Scheinwerfer» für die Fallthematik. Wähle eine Theorie, die einen anderen Aspekt der Fallthematik beleuchtet als Theorie 1 — z. B. Entwicklung (Erikson, Piaget), Bindung (Bowlby), Lebensbewältigung (Böhnisch), Kommunikation (Watzlawick) oder systemische Perspektive."
footnote: "📚 Zweiter Theorierahmen für vertiefte Fallanalyse"
hint: "Wähle einen Wissensbestand/Theorie als 'Scheinwerfer' für die Fallthematik."
---
***Theorie/Wissensbestand***

View File

@ -2,7 +2,6 @@
id: "diagnosis-hypothese-2"
type: "markdown"
title: "Erklärende Hypothese(n) (Theorie 2)"
hint: "Formulierung als erklärende Weil-Hypothese: «Weil [Theoriebezug], [Auswirkung auf Fallthematik].» Auch hier: nachvollziehbar aus Theorie 2 abgeleitet, mit konkretem Fallbezug. Die ergiebigsten erklärenden Hypothesen beider Theorien fliessen später in die Arbeitshypothese ein."
footnote: "📚 Erklärende Hypothesen — Verdichtung zur Arbeitshypothese"
hint: "Formulierung als Weil-Hypothese: Weil..., ..."
---

View File

@ -0,0 +1,7 @@
---
id: "diagnosis-arbeitshypothese"
type: "markdown"
title: "Handlungsleitende Arbeitshypothese"
hint: "Formulierung als Wenn-Dann-Hypothese: Wenn..., dann..."
---

View File

@ -0,0 +1,12 @@
---
id: "diagnosis-quality-check"
type: "guidance-box"
title: "Qualitätsprüfung: Diagnose"
variant: "slate"
---
Bevor du zur Zielsetzung übergehst, prüfe:
- Theorien: Mindestens 2 Theorien ausgewählt mit Begründung für deren Relevanz?
- Erklärungshypothesen: "Weil"-Hypothesen, die logisch aus Theorien abgeleitet sind?
- Arbeitshypothese: "Wenn-dann"-Hypothese, die zum Handeln anleitet?
- Ausgewogenheit: Sowohl Probleme ALS AUCH Ressourcen mit dualer Formulierung dokumentiert?

View File

@ -1,8 +0,0 @@
---
id: "diagnosis-arbeitshypothese"
type: "markdown"
title: "Handlungsleitende Arbeitshypothese"
hint: "Formulierung als handlungsleitende Wenn-Dann-Hypothese: «Wenn [Intervention/Veränderung], dann [erwartetes Ergebnis für das Klient*innensystem].» Die Arbeitshypothese verdichtet die ergiebigsten erklärenden Hypothesen und leitet den Blickwechsel von der Erklärung zur Zukunft ein. Validiere sie gemeinsam mit dem Klient*innensystem."
footnote: "📚 Handlungsleitende Arbeitshypothese als Wenn-Dann-Formulierung"
---

View File

@ -1,14 +0,0 @@
---
id: "diagnosis-quality-check"
type: "guidance-box"
title: "Qualitätsprüfung: Diagnose"
variant: "slate"
footnote: "🔎 Prüfe anhand EPG-Kriterien und Methodenreflexion Diagnose"
---
Bevor du zur Zielsetzung übergehst, prüfe:
- [ ] **Theorieauswahl:** Mindestens 2 Theorien/Wissensbestände passend zur Fallthematik gewählt und Wahl jeweils nachvollziehbar begründet
- [ ] **Theoriegeleitete Fallüberlegungen:** Ausführungen korrekt, konkret auf den Fall bezogen und nachvollziehbar; Theorien unterlegen die Fallthematik schlüssig
- [ ] **Erklärende Hypothesen:** Als Weil-Hypothesen formuliert, nachvollziehbar aus den Theorien abgeleitet und mit Bezug zur Fallthematik
- [ ] **Arbeitshypothese:** Als Wenn-Dann-Hypothese formuliert, nachvollziehbar aus den erklärenden Hypothesen abgeleitet
- [ ] **Kooperatives Fallverstehen:** Perspektive des Klient*innensystems einbezogen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 246](/book/arbeit/246))

View File

@ -0,0 +1,7 @@
Theoriegeleitetes Fallverstehen: Nutze wissenschaftliche Theorien als "Scheinwerfer" zur Beleuchtung der Fallthematik. Wähle mindestens 2 Theorien, leite Erklärungshypothesen ab (WEIL...) und verdichte diese zu einer handlungsleitenden Arbeitshypothese (WENN... DANN...).
### Checkliste
- Theorie-Auswahl & Begründung
- Erklärende Hypothesen
- Arbeitshypothese

View File

@ -3,12 +3,12 @@
"$schema": "https://kpg-app.ch/schema/step.schema.json",
"stepId": "060-diagnosis",
"title": "3.3 Prozessschritt Diagnose",
"subTitle": "Theoriegeleitetes Fallverstehen: Wissensbestände als \u00abScheinwerfer\u00bb, erklärende Hypothesen und Arbeitshypothese.",
"subTitle": "Theoriegeleitete soziale Diagnose.",
"accentColor": "var(--color-step-3)",
"status": "pending",
"progress": 0,
"labels": [
"Warum?"
],
"overview": "Diskussion und fachliche Auseinandersetzung der Fallthematik vor dem Hintergrund fallspezifisch ausgewählter Wissensbestände (min. 2 Theorien). Daraus werden erklärende Weil-Hypothesen abgeleitet und zu einer handlungsleitenden Wenn-Dann-Arbeitshypothese verdichtet."
"overview": "Diskussion und fachliche Auseinandersetzung der Fallthematik vor dem Hintergrund fallspezifisch ausgewählter fachlicher Wissensbestände / Theorien (theoriegeleitetes Fallverstehen)."
}

View File

@ -1,18 +0,0 @@
Theoriegeleitetes Fallverstehen: Nutze Theorien als «Scheinwerfer» zur Fallthematik. Wähle 2 passende Theorien, leite Weil-Hypothesen ab und verdichte sie zu einer handlungsleitenden Wenn-Dann-Arbeitshypothese.
Vorgehen in 5 Schritten:
- Wahl geeigneter Theorien
- Theoriegeleitete Fallüberlegungen
- Erklärende Hypothesen (Weil-Hypothesen)
- Arbeitshypothese (Wenn-Dann)
- Bezug zur Fallthematik sichern
Zentral: Kooperatives Fallverstehen mit dem Klientensystem.
### Checkliste
- 2 Theorien gewählt und begründet
- Fallüberlegungen konkret und nachvollziehbar
- Weil-Hypothesen formuliert
- Wenn-Dann-Arbeitshypothese handlungsleitend
- Bezug zur Fallthematik klar

View File

@ -1,25 +1,11 @@
---
id: "goals-epg-guidance"
type: "guidance-box"
title: "3.4 Zielsetzung (max. 10 Punkte)"
variant: "amber"
title: "3.4 Zielsetzung (max. 9 Punkte)"
variant: "sky"
---
📝 Kooperative Erarbeitung einer Zielhierarchie. Definiere ein Fernziel (Teilhabe) und funktionale Grobziele (Meilensteine). Hinweis: Feinziele (SMART-Kriterien) werden in der Interventionsplanung definiert.
**Zielfindungsmethoden:**
- **Lösungsorientierter Ansatz** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 277](/book/arbeit/277)) — Wunderfrage, Skalierung, Ausnahmen finden
- **Zürcher Ressourcen Modell (ZRM)** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 279](/book/arbeit/279)) — Motto-Ziele, Embodiment, somatische Marker
- **Formulierung von Zielen** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 284](/book/arbeit/284)) — Qualitätsanforderungen an gute Zielformulierungen
- **Bildungs- und Unterstützungsziele** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 285](/book/arbeit/285)) — BZ ermöglichen Bildungsprozesse, UZ schaffen die Rahmenbedingungen
**Kopf, Herz, Hand** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 286](/book/arbeit/286)): Prüfe jedes Bildungsziel auf drei Ebenen — ist es fachlich begründbar (Kopf), emotional bedeutsam für die/den Klient*in (Herz) und im Alltag umsetzbar (Hand)?
**Hierarchisierung** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 275](/book/arbeit/275)): Das KPG-Konzept unterscheidet Fernziele, Grobziele und Feinziele. In diesem Kapitel stehen Fernziel und Grobziele im Zentrum; die Feinziele werden in der Interventionsplanung konkretisiert, aber gemäss EPG-Kriterien unter **Zielsetzung** mitbeurteilt. Kriterien für gute Grobziele: den Klient*innen wichtig, bedeutsam, diagnosebasiert, motivierend, erreichbar und akzeptiert ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 288](/book/arbeit/288)).
**EPG-Bewertung (max. 10 Punkte):**
- Kooperativer Zielbildungsprozess konkret und nachvollziehbar dargestellt (1.5 Punkte)
- Hierarchisierte Zielformulierung; Zielebenen stehen in Beziehung zueinander (1.5 Punkte)
- Ziele korrekt formuliert (Endzustand; Feinziele nach SMART; keine Verwechslung mit Massnahmen) (3 Punkte)
- Ziele fachlich begründet und in Zusammenhang mit vorangehenden Prozessschritten (3 Punkte)
- Unterscheidung BZ & UZ nachvollziehbar und korrekt (1 Punkt)
💡 **Wichtig:** Die **Feinziele** werden in Schritt 3.5 konkret formuliert, aber unter dem EPG-Kriterium **Zielsetzung** mitbewertet.
**Kriterien:**
- Fernziel (Partizipationsorientiert, realistischer Zeithorizont)
- Grobziele (Konkrete Meilensteine, kategorial logisch)

View File

@ -2,13 +2,10 @@
id: "goals-einleitung"
type: "markdown"
title: "Einleitungsabsatz"
hint: "Beschreibe das Ziel des Prozessschrittes, den Bezug zur Diagnose (Arbeitshypothese als Ausgangspunkt) und die gewählte(n) Zielfindungsmethode(n) — z. B. Lösungsorientierung (Wunderfrage, Skalierung), ZRM (Motto-Ziele, somatische Marker). Der Einleitungsabsatz muss die drei fett-kursiven Aspekte abdecken: Ziel, Bezug, Methode(n)."
footnote: "📖 Zielsetzung = Übergang von Diagnose zu Intervention"
hint: "Beschreibe das Ziel, den Bezug zur Diagnose und die Zielfindungsmethode(n)."
---
***Ziel des Prozessschrittes***
Beschreibung des kooperativen Zielbildungsprozesses; hierarchisierte Zielformulierung mit jeweiliger Begründung (1 Fernziel, mind. 1 Grobziel). Unterscheidung zwischen Bildungszielen und Unterstützungszielen auf Grobzielebene.
***Bezug zum vorherigen Schritt***
***Methode(n)***

View File

@ -1,14 +0,0 @@
---
id: "goals-kpg-principle"
type: "guidance-box"
title: "KPG-Prinzip: Zielsetzung"
variant: "sky"
footnote: "🎯 Kooperativer Zielbildungsprozess im KPG"
---
**Ziel:** Dem Setzen von Zielen geht ein längerer Prozess der Zielfindung voraus, der einen analytisch-diagnostischen Prozess miteinschliesst ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 276](/book/arbeit/276)).
**Kooperative Zielfindung** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 283](/book/arbeit/283)): Ziele werden dialogisch mit dem Klient*innensystem ausgehandelt — nicht einseitig gesetzt. Die Zielfindung ist ein ethisch anspruchsvoller Prozess, der Machtasymmetrien reflektiert.
**Hierarchisierung** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 275](/book/arbeit/275)): KPG unterscheidet Fernziele (partizipative Teilhabe), Grobziele (BZ und UZ) und Feinziele (SMART, erst in der Interventionsplanung). Grobziele formulieren einen Endzustand — keine Massnahmen.
**Kopf, Herz, Hand** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 286](/book/arbeit/286)): Bildungsziele prüfen auf drei Ebenen — fachlich begründbar (Kopf), emotional bedeutsam (Herz), im Alltag umsetzbar (Hand).

View File

@ -2,8 +2,7 @@
id: "goals-cooperation"
type: "markdown"
title: "Kooperativer Zielbildungsprozess"
hint: "Beschreibe konkret, wie die Ziele kooperativ mit dem/der Klient*in und dem Team erarbeitet wurden. Der Zielfindungsprozess vollzieht sich als Pendelbewegung: Blick zurück auf Anliegen, Ressourcen, Fallthematik, Arbeitshypothese — dann in die Zukunft. Berücksichtige: Machtverhältnisse, kulturelle Aushandlungsformen, die Rolle als selbstreflexiver mitbetroffener Verhandlungspartner. Im Zwangskontext: Zunächst Unterstützungsziele als Orientierungslinie formulieren."
footnote: "🤝 Kooperation und dialogische Aushandlung von Zielen"
hint: "Beschreibe, wie die Ziele gemeinsam mit dem Klienten und dem Team erarbeitet wurden."
---
***Kooperativer Zielbildungsprozess***

View File

@ -0,0 +1,9 @@
---
id: "goals-fernziel"
type: "markdown"
title: "Fernziel"
hint: "Teilhabe-orientiertes Fernziel mit fachlicher Begründung."
---
***Fernziel***
***Fachliche Begründung***

View File

@ -1,7 +0,0 @@
// Goal hierarchy marker — defines nesting levels for subsequent blocks
{
"id": "goal-hierarchy",
"type": "hierarchy",
"title": "Zielhierarchie",
"levels": ["fernziel", "grobziel"]
}

View File

@ -1,12 +0,0 @@
---
id: "goals-fernziel"
type: "markdown"
title: "Fernziel"
subtitle: ""
level: "fernziel"
hint: "Teilhabe-orientiertes Fernziel als anzustrebender Endzustand mit fachlicher Begründung. Das Fernziel gibt den übergeordneten Orientierungsrahmen, ist langfristig angelegt und beschreibt, was die Person in Bezug auf ihre Teilhabe erreichen soll. Begründe fachlich (sozialpädagogisch/kindheitspädagogisch) und verknüpfe mit Arbeitshypothese und vorangehenden Prozessschritten."
footnote: "🎯 Fernziel als übergeordneter Orientierungsrahmen"
---
***Fernziel***
***Fachliche Begründung***

View File

@ -0,0 +1,11 @@
---
id: "goals-grobziel-1"
type: "markdown"
title: "Grobziel 1 [BZ]"
hint: "BZ = Bildungsziel. Formuliere ein konkretes Grobziel mit fachlicher Begründung."
---
***Grobziel***
***Fachliche Begründung***
***Bedeutsamkeit (Kopf, Herz, Hand)***

View File

@ -1,16 +0,0 @@
---
id: "goals-grobziel-1"
type: "markdown"
title: "Grobziel 1"
subtitle: ""
level: "grobziel"
availableLabels: ["BZ","UZ"]
labels: ["BZ"]
hint: "BZ = Bildungsziel (Klient*in lernt/entwickelt etwas, Kompetenzzuwachs). Formuliere als anzustrebenden Endzustand, nicht als Massnahme. Kriterien für gute Grobziele: den Klient*innen wichtig, bedeutsam, diagnosebasiert, motivierend, erreichbar und akzeptiert. Begründe fachlich und verknüpfe mit Analyse/Diagnose. Prüfe: Kopf (fachlich begründbar?), Herz (emotional bedeutsam?), Hand (im Alltag umsetzbar?)."
footnote: "📚 Bildungsziele ermöglichen Kompetenzzuwachs — Kopf, Herz, Hand"
---
***Grobziel***
***Fachliche Begründung***
***Bedeutsamkeit (Kopf, Herz, Hand)***

View File

@ -0,0 +1,11 @@
---
id: "goals-grobziel-2"
type: "markdown"
title: "Grobziel 2 [UZ]"
hint: "UZ = Unterstützungsziel. Min. 1 BZ + 1 UZ erforderlich."
---
***Grobziel***
***Fachliche Begründung***
***Bedeutsamkeit (Kopf, Herz, Hand)***

View File

@ -1,16 +0,0 @@
---
id: "goals-grobziel-2"
type: "markdown"
title: "Grobziel 2"
subtitle: ""
level: "grobziel"
availableLabels: ["BZ","UZ"]
labels: ["UZ"]
hint: "UZ = Unterstützungsziel (Fachperson/System schafft Rahmenbedingungen, um den Bildungsprozess zu ermöglichen). Formuliere als anzustrebenden Endzustand (nicht als Vorgehensschritt). Beispiel: Die Vernetzung mit dem ambulanten Dienst ist etabliert statt Vernetzung aufbauen. Begründe fachlich und mache die Unterscheidung zu Bildungszielen nachvollziehbar."
footnote: "🔧 Unterstützungsziele für Professionelle — Bildungsprozess ermöglichen"
---
***Grobziel***
***Fachliche Begründung***
***Bedeutsamkeit (Kopf, Herz, Hand)***

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@ -1,16 +0,0 @@
---
id: "goals-grobziel-3"
type: "markdown"
title: "Grobziel 3"
subtitle: ""
level: "grobziel"
availableLabels: ["BZ","UZ"]
labels: []
hint: "Formuliere ein weiteres Grobziel (BZ oder UZ) mit fachlicher Begründung und Kopf-Herz-Hand-Prüfung. Achtung: Ziele sind als anzustrebender Endzustand zu formulieren, nicht als Vorgehensschritte/Massnahmen. Prüfe: Steht dieses Ziel in logischer Beziehung zum Fernziel und zu den anderen Grobzielen? Ist es diagnosebasiert?"
footnote: "📝 Gute Zielformulierungen: als Endzustand, positiv, motivierend"
---
***Grobziel***
***Fachliche Begründung***
***Bedeutsamkeit (Kopf, Herz, Hand)***

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@ -1,16 +0,0 @@
---
id: "goals-quality-check"
type: "guidance-box"
title: "Qualitätsprüfung: Zielsetzung"
variant: "slate"
---
Bevor du zur Interventionsplanung übergehst, prüfe:
- [ ] **Kooperativer Zielbildungsprozess:** Prozess der gemeinsamen Zielfindung konkret und nachvollziehbar; dialogisches Aushandeln sichtbar ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 283](/book/arbeit/283))
- [ ] **Zielhierarchie:** Hierarchisierte Zielformulierung (Fernziel → Grobziele); Zielebenen in logischer Beziehung ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 275](/book/arbeit/275))
- [ ] **Korrekte Formulierung:** Ziele als Endzustand formuliert, keine Verwechslung mit Massnahmen; Feinziele nach SMART ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 284](/book/arbeit/284))
- [ ] **Fachliche Begründung:** Ziele sozialpädagogisch/kindheitspädagogisch begründet, Zusammenhang mit vorangehenden Prozessschritten
- [ ] **BZ/UZ-Unterscheidung:** Auf Grobzielebene nachvollziehbar und korrekt vorgenommen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 285](/book/arbeit/285))
- [ ] **Kopf, Herz, Hand:** Bedeutsamkeit der Bildungsziele auf allen drei Ebenen geprüft ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 286](/book/arbeit/286))
Hinweis: **Feinziele** werden in der Interventionsplanung formuliert, aber unter **Zielsetzung** mitbewertet.

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@ -0,0 +1,7 @@
Kooperative Erarbeitung einer Zielhierarchie. Definiere ein Fernziel (Teilhabe) und funktionale Grobziele (Meilensteine). Hinweis: Feinziele (SMART-Kriterien) werden in der Interventionsplanung definiert.
### Checkliste
- Fernziel & Grobziele
- Bildungs- vs. Unterstützungsziele
- Kooperations-Check

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@ -1,20 +0,0 @@
Kooperative Erarbeitung einer Zielhierarchie. Der Zielfindungsprozess ist längerfristig und analytisch-diagnostisch begründet.
Zielhierarchie — Drei Ebenen:
- Fernziel: übergeordnet, teilhabeorientiert
- Grobziele: Meilensteine aus Diagnose (in diesem Kapitel)
- Feinziele: SMART-operationalisiert (Kap. 3.5, aber unter 3.4 mitbewertet)
BZ (Bildungsziele) vs. UZ (Unterstützungsziele):
- BZ: Kompetenzzuwachs bei Klient*innen
- UZ: Rahmenbedingungen schaffen
Qualität: Kopf (fachlich), Herz (bedeutsam), Hand (umsetzbar).
### Checkliste
- Kooperative Zielfindung dokumentiert
- Zielhierarchie klar
- BZ/UZ klar unterschieden
- Ziele positiv und konkret formuliert
- Bezug zu Diagnose hergestellt

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@ -2,23 +2,13 @@
id: "planning-epg-guidance"
type: "guidance-box"
title: "3.5 Interventionsplanung (max. 10 Punkte)"
variant: "amber"
variant: "sky"
---
📝 Plane konkrete Interventionen kooperativ. Beantworte die W-Fragen (Wer? Was? Wann? Warum?) und begründe deine Planung mit handlungsleitenden Konzepten.
**Handlungsleitende Konzepte** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 299](/book/arbeit/299)): Wähle aus der «Füllung des KPG-Modells» ein oder mehrere handlungsleitende Konzepte, die deine Intervention leiten — z. B. Empowerment, Lebensweltorientierung, Ressourcenorientierung, systemisches Denken. Begründe die Wahl fachlich und verknüpfe zentrale Aspekte explizit mit der Interventionsplanung.
**Best/Worst Case & Nichts-tun** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 309](/book/arbeit/309)): Reflektiere vor der Entscheidung: Was passiert im besten Fall? Im schlimmsten Fall? Was, wenn nichts unternommen wird? Diese Reflexion hilft, Interventionen abzuwägen und unerwünschte Nebeneffekte zu antizipieren.
**SMART-Kriterien für Feinziele** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 286](/book/arbeit/286)): Formuliere Feinziele nach SMART — **S**pezifisch, **M**essbar, **A**ttraktiv/Akzeptiert, **R**ealistisch, **T**erminiert. Ordne jedem Feinziel ein Grobziel zu und unterscheide zwischen Bildungs- und Unterstützungszielen.
**Interventionsmodi** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 295](/book/arbeit/295)): Eingriff (nur bei Gefährdung), Angebot (freiwillig) und gemeinsames Handeln (koproduktiv). Leitlinie: Eingriffshandeln möglichst beschränken. Unterscheide situations- und personenbezogene Interventionen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 296](/book/arbeit/296)).
**Kriterien (EPG-Bewertung, max. 10 Punkte):**
- Zusammenfassung bisheriger Erkenntnisse und Bedeutung für die Interventionsplanung (1 Pkt.)
- Handlungsleitende Konzepte: benannt, begründet und mit der Planung verknüpft (1.5 Pkt.)
- Interventionsmöglichkeiten entworfen und reflektiert (1.5 Pkt.)
- Auswahl fachlich begründet mit Bezug zur bisherigen Fallbearbeitung (1.5 Pkt.)
- Konkrete Interventionsplanung: «Wer macht wann, was, wie, warum?» — methodisch-strukturiert und fallbezogen (3 Pkt.)
- Klient*innenspezifische und inter-/intraprofessionelle Kooperation konkret dargestellt (1.5 Pkt.)
💡 **Hinweis:** Die **Feinziele** werden hier konkret formuliert, aber unter dem EPG-Kriterium **Zielsetzung** bepunktet.
**Kriterien:**
- Vorüberlegungen: Erkenntnisse und Bedeutung
- Handlungsleitende Konzepte als Hintergrundfolie
- Entwerfen & Reflexion von Möglichkeiten
- Konkretisierung: W-Fragen beantwortet
- Kooperation: Klient*in & inter/intraprofessionell

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@ -2,11 +2,6 @@
id: "planning-kpg-process"
type: "guidance-box"
title: "KPG 4-Schritte-Prozess"
variant: "sky"
variant: "amber"
---
💡 Die Interventionsplanung folgt vier Schritten ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 306311](/book/arbeit/306)):
1. **Vorüberlegungen** — Erkenntnisse zusammenfassen (Fakten, Fallthematik, Arbeitshypothese, Grobziele), handlungsleitendes Konzept wählen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 307](/book/arbeit/307))
2. **Entwerfen** (Öffnung) — Interventionsmöglichkeiten kooperativ sammeln, Blickfeld weit öffnen, mind. 2025 Ideen anstreben ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 308](/book/arbeit/308))
3. **Reflexion** (Szenarien) — Best Case / Worst Case / Nichtstun durchspielen, Wirkungen und Nebenfolgen abschätzen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 309](/book/arbeit/309))
4. **Entscheiden & Planen** (Schliessung) — Beste Interventionen auswählen, «Wer macht wann, was, wie, warum?», rollende Planung ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 311](/book/arbeit/311))
💡 1. Vorüberlegungen → 2. Entwerfen (Öffnung: Ideen sammeln) → 3. Reflexion (Szenarien: Best/Worst/Nichtstun) → 4. Entscheiden & Planen (Schließung: Wer macht was, wann, warum?)

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@ -2,11 +2,8 @@
id: "planning-einleitung"
type: "markdown"
title: "Einleitungsabsatz"
hint: "Beschreibe das Ziel des Prozessschrittes und den Bezug zur Zielsetzung (Arbeitshypothese, Grob-/Feinziele). Kein separater Methode(n)-Abschnitt — Methoden ergeben sich aus den vier KPG-Schritten. Erläutere kurz, wie die Interventionsplanung auf Analyse, Diagnose und Zielsetzung aufbaut."
footnote: "📖 Interventionsplanung: entwerfen, reflektieren, auswählen, planen"
hint: "Beschreibe das Ziel und den Bezug zur Zielsetzung. Kein Methode(n)-Abschnitt — Methoden ergeben sich aus den Schritten."
---
***Ziel des Prozessschrittes***
Interventionsmöglichkeiten kooperativ entwerfen, reflektieren und fachlich begründet auswählen. Daraus werden kooperativ 23 Feinziele abgeleitet, dem/einem Grobziel zugeordnet und in Bildungs- und Unterstützungsziele unterteilt.
***Bezug zum vorherigen Schritt***

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@ -2,8 +2,7 @@
id: "planning-arbeitshypothese-display"
type: "markdown-readonly"
title: "Arbeitshypothese (aus Kap. 3.3)"
hint: "Die Arbeitshypothese (Wenn-dann-Hypothese) bildet den Ausgangspunkt für die Interventionsplanung. Sie verdichtet die ergiebigsten erklärenden Hypothesen und leitet den Blickwechsel von der Erklärung zur Zukunft ein."
footnote: "🔗 Schreibgeschützte Anzeige — Arbeitshypothese leitet Intervention"
hint: "Automatisch übernommen aus der Diagnose."
sourcePageDir: "060-diagnosis"
sourceBlockId: "diagnosis-arbeitshypothese"
---

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@ -2,8 +2,7 @@
id: "planning-vorueberlegungen"
type: "markdown"
title: "Schritt 1 — Vorüberlegungen"
hint: "Fasse die wichtigsten Erkenntnisse aus Analyse, Diagnose und Zielsetzung zusammen: relevante Fakten, Fallthematik, Arbeitshypothese, vereinbarte Grobziele. Benenne mind. ein handlungsleitendes Konzept (z. B. Empowerment, Lebensweltorientierung, Ressourcenorientierung, systemisches Denken) und begründe dessen Wahl fachlich. Zeige auf, wie dieses Konzept die Interventionsplanung leitet."
footnote: "💡 Schritt 1: Diagnostische Erkenntnisse als Rahmen nutzen"
hint: "Zusammenfassung bisheriger Erkenntnisse und handlungsleitende Konzepte."
---
***Zusammenfassung bisheriger Erkenntnisse***

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@ -2,7 +2,6 @@
id: "planning-entwerfen"
type: "markdown"
title: "Schritt 2 — Interventionsmöglichkeiten entwerfen"
hint: "Öffnungsphase: Sammle kooperativ möglichst viele Interventionsideen (mind. 2025 Ideen als Faustregel). Beziehe Klient*in und Team ein. Blickfeld weit öffnen, kreativ sein, Erfahrungswissen der Organisation nutzen. Noch keine Bewertung — erst sammeln, dann reflektieren. Konzentriere die Suche besonders auf mögliche Veränderungen von Situationen (nicht nur personenbezogen). Unterscheide Interventionsmodi: Eingriff, Angebot, gemeinsames Handeln."
footnote: "💡 Schritt 2: Blickfeld öffnen, kreativ neue Möglichkeiten erfinden"
hint: "Öffnung: Brainstorming, kooperativ Ideen sammeln."
---

View File

@ -2,7 +2,6 @@
id: "planning-reflektieren"
type: "markdown"
title: "Schritt 3 — Interventionsmöglichkeiten reflektieren"
hint: "Reflektiere die gesammelten Interventionsmöglichkeiten anhand von Szenarien: Best Case (bestmöglicher Verlauf), Worst Case (schlechtmöglichster Verlauf/Katastrophengeschichte), Nichtstun (was passiert ohne Intervention?). Diese Reflexionsmethode hilft, Wirkungen und unerwünschte Nebenfolgen abzuschätzen. Zusätzlich reflektieren: Ressourcen, Einflussfaktoren, ethische Aspekte, Handlungsbedarf. Begründe die finale Auswahl fachlich mit Bezug zur bisherigen Fallbearbeitung."
footnote: "💡 Schritt 3: Reflexion mittels Szenarien — fachlich begründet auswählen"
hint: "Szenarien: Best Case / Worst Case / Nichtstun."
---

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@ -1,56 +1,8 @@
// Fine goals (Feinziele) — each Feinziel is linked to a parent Grobziel from Kap. 3.4
{
"id": "planning-feinziele",
"type": "feinziele",
"title": "Feinziele",
"hint": "Formuliere 23 konkrete Feinziele pro Grobziel. Feinziele nach SMART: Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch, Terminiert. Ordne jedes Feinziel einem Grobziel zu und unterscheide BZ/UZ.",
"feinziele": [
{
"id": "feinziel-3-1",
"grobzielId": "goals-grobziel-3",
"text": "",
"smartCheck": {
"s": false,
"m": false,
"a": false,
"r": false,
"t": false
}
},
{
"id": "feinziel-2-1",
"grobzielId": "goals-grobziel-2",
"text": "",
"smartCheck": {
"s": false,
"m": false,
"a": false,
"r": false,
"t": false
}
},
{
"id": "feinziel-1-1",
"grobzielId": "goals-grobziel-1",
"text": "Lehrnen",
"smartCheck": {
"s": true,
"m": true,
"a": true,
"r": true,
"t": true
}
},
{
"id": "feinziel-1-2",
"grobzielId": "goals-grobziel-1",
"text": "",
"smartCheck": {
"s": false,
"m": false,
"a": false,
"r": false,
"t": false
}
}
]
}
"hint": "Formuliere 23 konkrete Feinziele pro Grobziel.",
"feinziele": []
}

View File

@ -2,8 +2,7 @@
id: "planning-interventionsplan"
type: "markdown"
title: "Konkrete Interventionsplanung"
hint: "Plane konkret anhand EINES ausgewählten Feinziels. Beantworte: «Wer macht wann, was, wie, warum?» Verknüpfe die Planung methodisch-strukturiert mit dem handlungsleitenden Konzept. Stelle klient*innenspezifische und inter-/intraprofessionelle Kooperationen konkret dar. Denke an die rollende Planung: nur die erste Interventionsphase detailliert planen, weitere erst nach Zwischenevaluation."
footnote: "💡 Schritt 4: Entscheiden, planen und W-Fragen beantworten"
hint: "Wer macht wann, was, wie, warum? Für EIN ausgewähltes Feinziel."
---
| Wer? | Wann? | Was? | Wie? | Warum? |
|------|-------|------|------|--------|

View File

@ -1,16 +0,0 @@
---
id: "planning-quality-check"
type: "guidance-box"
title: "Qualitätsprüfung: Interventionsplanung"
variant: "slate"
---
Bevor du zur Reflexion übergehst, prüfe:
- [ ] **Zusammenfassung bisheriger Erkenntnisse:** Wichtigste Erkenntnisse zusammengefasst und Bedeutung für Interventionsplanung herausgearbeitet ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 307](/book/arbeit/307))
- [ ] **Handlungsleitendes Konzept:** Mind. ein Konzept benannt, fachlich begründet und mit Planung verknüpft ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 299](/book/arbeit/299))
- [ ] **Entwerfen & Reflexion:** Interventionsmöglichkeiten kooperativ entworfen und mit Szenarien reflektiert ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 308309](/book/arbeit/308))
- [ ] **Auswahl fachlich begründet:** Mit Bezug zur bisherigen Fallbearbeitung
- [ ] **Feinziele (SMART):** Nach SMART formuliert und Grobzielen zugeordnet (BZ/UZ); Bewertung läuft unter Zielsetzung ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 286](/book/arbeit/286))
- [ ] **W-Fragen:** «Wer macht wann, was, wie, warum?» — methodisch-strukturiert und fallbezogen
- [ ] **Kooperation:** Klient*innenspezifische und inter-/intraprofessionelle Kooperationen konkret dargestellt ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 305](/book/arbeit/305))
- [ ] **Rollende Planung:** Nur erste Interventionsphase detailliert geplant ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 298](/book/arbeit/298))

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@ -0,0 +1,7 @@
Plane konkrete Interventionen kooperativ. Beantworte die W-Fragen (Wer? Was? Wann? Warum?) und begründe deine Planung mit handlungsleitenden Konzepten.
### Checkliste
- Ideenraum & Reflexion
- Massnahmen-Tabelle
- Qualitätscheck

View File

@ -3,12 +3,12 @@
"$schema": "https://kpg-app.ch/schema/step.schema.json",
"stepId": "080-interventionPlanning",
"title": "3.5 Prozessschritt Interventionsplanung",
"subTitle": "Konkrete Planung von Massnahmen im KPG-4-Schritte-Prozess.",
"subTitle": "Konkrete Planung von Massnahmen.",
"accentColor": "var(--color-step-5)",
"status": "pending",
"progress": 0,
"labels": [
"Wie und womit?"
],
"overview": "Interventionsmöglichkeiten kooperativ entwerfen, reflektieren und fachlich begründet auswählen (4-Schritte-Prozess: Vorüberlegungen → Entwerfen → Reflektieren → Entscheiden & Planen). Daraus werden kooperativ 23 Feinziele nach SMART abgeleitet, Grobzielen zugeordnet und in BZ/UZ unterteilt. Konkrete Interventionsplanung anhand eines Feinziels: «Wer macht wann, was, wie, warum?»"
"overview": "Interventionsmöglichkeiten kooperativ entwerfen, reflektieren und fachlich begründet auswählen. Daraus werden kooperativ 23 Feinziele abgeleitet, dem/einem Grobziel zugeordnet und in Bildungs- und Unterstützungsziele unterteilt."
}

View File

@ -1,21 +0,0 @@
Plane konkrete Interventionen kooperativ im KPG-4-Schritte-Prozess: Vorüberlegungen Entwerfen Reflexion Entscheiden & Planen.
KPG 4-Schritte-Prozess:
1. Vorüberlegungen: Erkenntnisse zusammenfassen
2. Entwerfen (Öffnung): 2025 Ideen sammeln
3. Reflexion: Best/Worst Case, Nichts-tun
4. Entscheiden: Auswahl, Zuständigkeiten, Zeitrahmen
Handlungsleitende Konzepte: Empowerment, Lebensweltorientierung, Ressourcenorientierung, Systemisches Denken, Lösungsorientierung.
Interventionsmodi: Eingriff Angebot Gemeinsames Handeln
W-Fragen: «Wer macht wann, was, wie, warum?»
### Checkliste
- Erkenntnisse aus früheren Schritten zusammengefasst
- Mindestens 1 handlungsleitendes Konzept benannt
- Feinziele SMART-formuliert
- Interventionen konkret geplant
- Kooperation dokumentiert

View File

@ -2,21 +2,10 @@
id: "reflection-epg-guidance"
type: "guidance-box"
title: "4. Fachliche Reflexion (max. 9 Punkte)"
variant: "amber"
variant: "sky"
---
📝 Abschliessende fachliche, kritische Reflexion des gesamten Gestaltungsprozesses ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 332](/book/arbeit/332)). Reflektiere dein Vorgehen distanziert und selbstkritisch — keine blosse Zusammenfassung, sondern eine bewertende Rückschau. Die Begriffe Reflexion und Evaluation sind wenig trennscharf; Reflexion gilt als allgemeine Aufgabe, Evaluation als strukturierte, kriteriengeleitete Überprüfung ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 335](/book/arbeit/335)).
📝 Abschließende fachliche Reflexion des gesamten Gestaltungsprozesses. Fokus auf: Prozessschritte & Zirkularität, Kooperation, Eigene Rolle, Konsequenzen für weiteres Handeln.
**EPG-Leitfragen:**
1. Welche Bedeutung/Relevanz haben Theorien/Fachwissen für meine Praxis? Stärken/Schwächen? Alternativen?
2. Welche Bedeutung/Relevanz haben die beigezogenen methodischen Zugänge? Stärken/Schwächen? Alternativen?
3. Wie ist es mir gelungen, meine Rolle als Fachperson zu gestalten?
4. Welche Werte/Haltungen haben mich geleitet? Auswirkungen? Verändert/bestätigt/differenziert?
5. Welche Schwierigkeiten haben sich im Handlungsprozess ergeben? Ursachen? Umgang? Alternativen?
6. Was hätte ich rückblickend noch berücksichtigen können?
7. Was würde ich genauso und was anders machen? Weshalb?
**Kriterien (EPG-Bewertung, max. 9 Punkte):**
- Fachliches sowie methodisches Vorgehen inkl. Bedeutung und Zusammenhang der Prozessschritte (Zirkularität) (3 Pkt.)
- Klient*innenspezifische und intra-/interprofessionelle Kooperation (1.5 Pkt.)
- Eigene Rolle als Fachperson (1.5 Pkt.)
- Mögliche Konsequenzen und zentrale Erkenntnisse (3 Pkt.)
**Kriterien:**
- Reflexion: Schritte, Zirkularität, Kooperation, Rolle
- Konsequenzen: Gezogen für weiteres Handeln

View File

@ -0,0 +1,8 @@
---
id: "reflection-fachliches-vorgehen"
type: "markdown"
title: "Fachliches und methodisches Vorgehen"
hint: "Inkl. Bedeutung und Zusammenhang der Prozessschritte (Zirkularität). (EPG: max. 9 Punkte)"
---
***Fachliches sowie methodisches Vorgehen inkl. Zirkularität***

View File

@ -1,16 +0,0 @@
---
id: "reflection-kpg-principle"
type: "guidance-box"
title: "KPG-Prinzip: Reflexion und Evaluation"
variant: "sky"
footnote: "🔄 Auswerten, Bilanz ziehen und daraus lernen"
---
**Ziel:** Auswertung und Evaluation — «Auswerten, Bilanz ziehen und daraus lernen» ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 332](/book/arbeit/332)).
**Zirkularität** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 345](/book/arbeit/345)): Der KPG-Prozess ist nicht linear — Erkenntnisse aus der Reflexion können frühere Prozessschritte in Frage stellen und neue Schleifen auslösen.
**Vier Evaluationsdimensionen** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 344](/book/arbeit/344)):
1. Fachliches und methodisches Vorgehen (inkl. Zirkularität)
2. Kooperation (klient*innenspezifisch und inter-/intraprofessionell)
3. Eigene Rolle als Fachperson
4. Konsequenzen und zentrale Erkenntnisse

View File

@ -1,9 +0,0 @@
---
id: "reflection-fachliches-vorgehen"
type: "markdown"
title: "Fachliches und methodisches Vorgehen"
hint: "Reflektiere dein fachliches und methodisches Vorgehen über den gesamten Gestaltungsprozess. Gehe auf die Bedeutung und den Zusammenhang der einzelnen Prozessschritte ein (Zirkularität): Wo hast du Schritte wiederholt oder wäre eine Rückkehr zu einem früheren Schritt sinnvoll gewesen? Welche Theorien/Fachwissen waren wichtig — Stärken/Schwächen? Welche methodischen Zugänge haben sich bewährt? Welche Alternativen wären geeignet gewesen?"
footnote: "🔄 Zirkularität: Der KPG-Prozess ist nicht linear — Rückblick erlaubt"
---
***Fachliches sowie methodisches Vorgehen inkl. Zirkularität***

View File

@ -0,0 +1,8 @@
---
id: "reflection-kooperation"
type: "markdown"
title: "Kooperation"
hint: "Klient*innenspezifisch und intra-/interprofessionell."
---
***Klient*innenspezifische und intra-/interprofessionelle Kooperation***

View File

@ -0,0 +1,8 @@
---
id: "reflection-eigene-rolle"
type: "markdown"
title: "Eigene Rolle als Fachperson"
hint: "Werte, Haltungen, Schwierigkeiten."
---
***Eigene Rolle als Fachperson***

View File

@ -1,8 +0,0 @@
---
id: "reflection-kooperation"
type: "markdown"
title: "Kooperation"
hint: "Reflektiere die klient*innenspezifische und die intra-/interprofessionelle Kooperation über den gesamten Prozess. Wo gelang die Zusammenarbeit gut? Wo gab es Schwierigkeiten? Wie wurde Multiperspektivität sichergestellt? Koproduktion: Wie wurde das Klient*innensystem aktiv beteiligt? Interprofessionell: Wie gelang die Verschränkung verschiedener fachlicher Perspektiven?"
footnote: "🤝 Kooperation und Multiperspektivität als Evaluationsdimension"
---
***Klient*****innenspezifische und intra-/interprofessionelle Kooperation**\*

View File

@ -1,9 +0,0 @@
---
id: "reflection-eigene-rolle"
type: "markdown"
title: "Eigene Rolle als Fachperson"
hint: "Reflektiere deine eigene Rolle als Fachperson: professionelle Haltung, Werte, Nähe-Distanz-Verhältnis, Umgang mit Ungewissheit und Macht. Wo bist du an Grenzen gestossen? Was hat dich persönlich herausgefordert? Haben sich deine Werte und Haltungen im Prozess verändert, bestätigt oder differenziert? EPG-Leitfrage: «Wie ist es mir gelungen, meine Rolle als Fachperson zu gestalten?»"
footnote: "🧑‍🏫 Eigene Rolle, Werte und Haltungen als Fachperson reflektieren"
---
***Eigene Rolle als Fachperson***

View File

@ -0,0 +1,8 @@
---
id: "reflection-konsequenzen"
type: "markdown"
title: "Konsequenzen und zentrale Erkenntnisse"
hint: "Was anders, was genauso?"
---
***Mögliche Konsequenzen und zentrale Erkenntnisse***

View File

@ -1,28 +0,0 @@
{
"id": "reflexionsnotizen",
"type": "reflexionsnotizen",
"title": "Reflexionsnotizen",
"notes": [
{
"id": "note-1772565425694-zbsc8",
"content": "Test test test",
"targetFieldId": "reflection-kooperation",
"sourceStepId": "040-situationAssessment",
"createdAt": "2026-03-03T19:17:05.694Z"
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{
"id": "note-1772569268428-91h7r",
"content": "Test",
"targetFieldId": "reflection-kooperation",
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"createdAt": "2026-03-03T20:21:08.428Z"
},
{
"id": "note-1772571201567-mwx6p",
"content": "AAAA",
"targetFieldId": "reflection-fachliches-vorgehen",
"sourceStepId": "070-goalSetting",
"createdAt": "2026-03-03T20:53:21.566Z"
}
]
}

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