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f4b9adde6d |
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6
010-introduction/00-introduction-step-introduction.md
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6
010-introduction/00-introduction-step-introduction.md
Normal file
@ -0,0 +1,6 @@
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id: "introduction-step-introduction"
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type: "step-introduction"
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title: "Einleitungsabsatz"
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hint: "Erster Absatz der Einleitung. Beschreibe kurz den Rahmen und Zweck dieser Arbeit."
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@ -1,27 +1,13 @@
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id: "introduction-epg-guidance"
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type: "guidance-box"
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title: "📋 EPG-Bewertung: Einleitung (max. 6 Punkte)"
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variant: "amber"
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footnote: "📋 Beurteilungskriterien und Punkteskala für die Einleitung"
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title: "EPG Qualitätskriterien: Einleitung (max. 6 Punkte)"
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variant: "sky"
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Die Einleitung wird anhand der folgenden Teilkriterien bewertet ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 7](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/6)):
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📝 Dieses Kapitel bildet den Rahmen für deine Arbeit. Stell den Auftrag vor, definiere dein Ziel und stell sicher, dass alle Voraussetzungen erfüllt sind.
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- **Aufgabenstellung des PKNW EPG und vollständige Kapitelübersicht** (1.0 Punkt)
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- Worum geht es in dieser Facharbeit, und wie ist sie aufgebaut?
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- **Ziel der vorliegenden kooperativen Prozessgestaltung** (1.0 Punkt)
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- Ziel = Nachweis deiner Kompetenz in kooperativer Prozessgestaltung, nicht das Fallziel.
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- **Erste grobe Orientierung zum eigenen Praxiskontext und eigene Rolle im Begleitprozess** (1.5 Punkte)
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- Wo findet der Begleitprozess statt, und welche Funktion hast du darin?
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- **Fallauswahl ist begründet** (1.5 Punkte)
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- Fachlich begründen, warum sich genau dieser Fall für die EPG eignet.
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- **Handhabung des Persönlichkeits-/Datenschutzes klar und konkret beschrieben** (1.0 Punkt)
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- Alle beschriebenen Personen und die Organisation anonymisieren und das Vorgehen explizit benennen.
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**Punkteskala** ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 9](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/8)): 1.5 = sehr gut/gut · 1 = genügend · 0.5 = ungenügend · 0 = fehlt.
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⚠️ **Bestehensrelevant:** Der Persönlichkeits-/Datenschutz muss korrekt deklariert und in der gesamten Arbeit konsequent umgesetzt sein – andernfalls erfolgt eine Auflage ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 5](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/4)). Ebenso muss die Eigenleistung klar erkennbar sein ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 5](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/4)).
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**Bewertung:**
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- 1 Punkt: Auftrag/Aufgabenstellung klar definiert
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- 1 Punkt: Ziel der Arbeit (kein Fallziel) formuliert
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- 1 Punkt: Kapitelübersicht/Struktur angegeben
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- 3 Punkte: Rollenklärung, Fallbegründung und Datenschutz thematisiert
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9
010-introduction/01-introduction-mandate.md
Normal file
9
010-introduction/01-introduction-mandate.md
Normal file
@ -0,0 +1,9 @@
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id: "introduction-mandate"
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type: "markdown"
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title: "Auftrag / Aufgabenstellung"
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hint: "Stell die Aufgabe/den Auftrag kurz vor. Was ist der Zweck dieser Arbeit? Wer hat sie in Auftrag gegeben? (EPG: 1 Punkt)"
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***Auftrag / Aufgabenstellung***
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@ -1,35 +0,0 @@
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id: "introduction-text"
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type: "markdown"
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title: "Einleitung"
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hint: "Schreibe eine kurze Einleitung mit: (1) Aufgabenstellung des PKNW EPG, (2) Ziel der kooperativen Prozessgestaltung – nicht das Fallziel! – (3) vollständige Kapitelübersicht, (4) erste grobe Orientierung zum Praxiskontext und deiner Rolle im Begleitprozess, (5) fachliche Begründung der Fallauswahl und (6) Hinweis auf Anonymisierung aller Personen und der Organisation. Tipp: Das Ziel der Arbeit beschreibt den Nachweis deiner Kompetenz in kooperativer Prozessgestaltung – nicht das Ziel des Falls. Die EPG ist eine schriftliche Facharbeit in Einzelarbeit, die Kompetenz in der Anwendung der KPG-Elemente nachweist (EPG Ausführungsbestimmungen, S. 1)."
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footnote: "📝 Einleitung rahmt die Arbeit — Aufgabe, Ziel, Vorgehen, Datenschutz"
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# Aufgabenstellung
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Ich schreibe diese Facharbeit im Studium Sozialpädagogik HF Flex an der Agogis als promotionswirksamen Kompetenznachweis „Exemplarische Prozessgestaltung (EPG)". Meine Aufgabe ist es, die ersten fünf Prozessschritte der Kooperativen Prozessgestaltung (KPG) anhand einer Praxissituation aus meinem Betrieb durchzuführen und zu dokumentieren. Grundlage bildet das Lehrbuch *Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit* von Hochuli Freund und Stotz (2021).
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# Übersicht über die einzelnen Kapitel
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Nach der Einleitung (Kap. 1) folgt der organisationale Kontext (Kap. 2). Im Hauptteil (Kap. 3) werden die Prozessschritte Situationserfassung (3.1), Analyse (3.2), Diagnose (3.3), Zielsetzung (3.4) und Interventionsplanung (3.5) erarbeitet. Die Arbeit schliesst mit der fachlichen Reflexion (Kap. 4) ab.
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# Ziel der kooperativen Prozessgestaltung
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Mit dieser Facharbeit weise ich meine Kompetenz in der kooperativen Prozessgestaltung nach. Ich nutze sie, um bei Leny genauer hinzuschauen und die Situation zu verstehen. Ich erhoffe mir handlungsleitende Erkenntnisse, die ich konkret für die Förderplanung und die weitere Begleitung umsetzen kann.
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# Praxiskontext und eigene Rolle
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In meinem Praxisbetrieb, einem stationären Sonderschulsetting, das als Wocheninternat geführt wird, arbeite ich als Sozialpädagogin in Ausbildung auf der Wohngruppe. Als Bezugsperson von Leny führe ich mit ihm und seinem Herkunftssystem Gespräche, leite die sozialpädagogische Förderplanung, bereite Kinderbesprechungen und Standortgespräche vor, verfasse Berichte und koordiniere mit internen und externen Fachpersonen die Zusammenarbeit.
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# Begründung der Fallauswahl
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Bei Leny lassen sich im Alltag wiederholt ähnliche Verhaltensmuster beobachten. Diese werden im Team unterschiedlich gedeutet und sind aus meiner Sicht noch zu wenig geklärt und verstanden. Leny ist offen für eine Auseinandersetzung mit sich. Lenys Situation eignet sich dafür, sie mit KPG genauer anzuschauen und die weitere Förderplanung zu präzisieren.
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# Persönlichkeits- und Datenschutz
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Alle personenbezogenen Daten sind anonymisiert. Leny ist ein frei erfundenes Pseudonym. Weitere beteiligte Personen werden über ihre Funktion bezeichnet. Die Organisation nenne ich Praxisbetrieb. Die sprachliche Gestaltung erfolgt gemäss APA 7 geschlechtersensibel: Ist das Geschlecht bekannt, wird die entsprechende Bezeichnung verwendet, ansonsten eine geschlechtsneutrale Form.
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9
010-introduction/02-introduction-work-goal.md
Normal file
9
010-introduction/02-introduction-work-goal.md
Normal file
@ -0,0 +1,9 @@
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id: "introduction-work-goal"
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type: "markdown"
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title: "Ziel der Arbeit (kein Fallziel)"
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hint: "Formuliere das Ziel dieser Arbeit klar (nicht das Fallziel). Was möchtest du mit dieser Dokumentation erreichen? (EPG: 1 Punkt)"
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***Ziel der vorliegenden KPG***
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9
010-introduction/03-introduction-chapter-overview.md
Normal file
9
010-introduction/03-introduction-chapter-overview.md
Normal file
@ -0,0 +1,9 @@
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id: "introduction-chapter-overview"
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type: "markdown"
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title: "Kapitelübersicht"
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hint: "Gib einen kurzen Überblick über die Kapitel/Struktur dieser Arbeit. Wie ist die Arbeit aufgebaut? (EPG: 1 Punkt)"
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***Übersicht über die einzelnen Kapitel***
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@ -1,22 +0,0 @@
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id: "introduction-quality-check"
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type: "guidance-box"
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title: "🔍 Qualitätsprüfung: Einleitung"
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variant: "slate"
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footnote: "🔎 Prüfe anhand der EPG-Beurteilungskriterien und inhaltlichen Vorgaben"
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Prüfe vor dem Abschluss dieses Kapitels:
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**Inhaltliche Vollständigkeit** ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 2](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/1)):
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- [ ] **Aufgabenstellung** des PKNW EPG ist klar benannt — was ist der Kompetenznachweis? ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 1](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/0))
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- [ ] **Ziel der Arbeit** formuliert — Nachweis der KPG-Kompetenz, nicht das Fallziel! Vgl. «kooperativen Begleitprozess initiieren und dokumentieren» ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 1](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/0))
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- [ ] **Kapitelübersicht** ist vollständig und stimmt mit der tatsächlichen Gliederung überein
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- [ ] **Praxiskontext** und **eigene Rolle** im sozialpädagogischen/kindheitspädagogischen Begleitprozess sind erkennbar
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- [ ] **Fallauswahl** ist fachlich begründet – nicht nur «der Fall lag nahe». Tipp: KPG ist praxisfeldübergreifend einsetzbar ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 19](/book/arbeit/19)) – begründe, warum sich deine Situation dafür eignet.
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- [ ] **Datenschutz/Anonymisierung** ist klar und konkret beschrieben – alle Namen, Orte, Organisationen sind anonymisiert
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**Formale Prüfung:**
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- [ ] Die Einleitung gibt eine **erste Orientierung**, ohne zu viel vorwegzunehmen
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- [ ] **Keine Falldetails** – diese gehören in die Situationserfassung (Kap. 4)
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- [ ] **Datenschutz-Checkbox** ist angehakt
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- [ ] Eigenleistung ist erkennbar – Quellen und Hilfsmittel transparent ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 5](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/4))
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||||
7
010-introduction/04-introduction-role.md
Normal file
7
010-introduction/04-introduction-role.md
Normal file
@ -0,0 +1,7 @@
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id: "introduction-role"
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type: "markdown"
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title: "Rolle / Mandat / Setting"
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hint: "Klär deine professionelle Rolle im Begleitprozess. Welche Position und welches Mandat hast du innerhalb der Organisation? (EPG: Teil von 3 Punkten)"
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9
010-introduction/05-introduction-case-reason.md
Normal file
9
010-introduction/05-introduction-case-reason.md
Normal file
@ -0,0 +1,9 @@
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id: "introduction-case-reason"
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type: "markdown"
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title: "Begründung der Fallauswahl"
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hint: "Kontextualisiere den Fall und begründe, warum dieser spezifische Fall ausgewählt wurde. Was macht ihn geeignet zur Demonstration des KPG-Prozesses? (EPG: Teil von 3 Punkten)"
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***Begründung der Fallauswahl***
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10
010-introduction/06-introduction-privacy.md
Normal file
10
010-introduction/06-introduction-privacy.md
Normal file
@ -0,0 +1,10 @@
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id: "introduction-privacy"
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type: "markdown"
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title: "Datenschutz / Anonymisierungsregeln"
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hint: "Füge einen expliziten Hinweis zum Datenschutz und zur Anonymisierung aller Personen und der Organisation ein. Das ist eine Voraussetzung! (EPG: Voraussetzung)"
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footnote: "Hinweis zum Umgang mit Persönlichkeits- / Datenschutz (Anonymisierung aller beschriebenen Personen UND Organisation)."
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***Anonymisierungshinweis***
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12
010-introduction/07-introduction-privacy-confirmed.jsonc
Normal file
12
010-introduction/07-introduction-privacy-confirmed.jsonc
Normal file
@ -0,0 +1,12 @@
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||||
// Privacy confirmation checkbox
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{
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||||
"id": "introduction-privacy-confirmed",
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||||
"type": "checkbox",
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"title": "Datenschutz bestätigt",
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"label": "Ich bestätige, dass alle Personen und Organisationen anonymisiert dargestellt sind.",
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"value": false,
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"config": {
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"colorWhenChecked": "green",
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||||
"colorWhenUnchecked": "orange"
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||||
}
|
||||
}
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7
010-introduction/guidance.md
Normal file
7
010-introduction/guidance.md
Normal file
@ -0,0 +1,7 @@
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Aufgabenstellung, Ziel der Arbeit (nicht Fallziel), Aufbau/Überblick, Rollenklärung/Bezug zum Begleitprozess, Datenschutz/Anonymisierung.
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### Checkliste
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- Auftrag/Aufgabenstellung
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- Ziel der Arbeit (kein Fallziel)
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- Datenschutz/Anonymisierung
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@ -3,13 +3,12 @@
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"$schema": "https://kpg-app.ch/schema/chapter.schema.json",
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"stepId": "010-introduction",
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"title": "1. Einleitung",
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||||
"subTitle": "Aufgabenstellung, Ziel der KPG-Facharbeit, Kapitelübersicht, Praxiskontext und Rolle, Fallauswahl, Datenschutz.",
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||||
"subTitle": "Aufgabenstellung, Ziel der Arbeit, Aufbau/Überblick, Rollenklärung, Datenschutz.",
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||||
"accentColor": "#666666",
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"status": "pending",
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"progress": 0,
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"estimatedPercent": 5.4,
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"labels": [
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"Einleitung"
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],
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"overview": "Dieses Kapitel rahmt die gesamte Arbeit (max. 6 Punkte). Stelle den Auftrag des PKNW EPG vor, definiere das Ziel der KPG (nicht das Fallziel!), gib eine vollständige Kapitelübersicht, skizziere deinen Praxiskontext und deine Rolle, begründe die Fallauswahl fachlich und beschreibe die Anonymisierung. Der Datenschutz ist bestehensrelevant."
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"overview": "Dieses Kapitel bildet den Rahmen für deine Arbeit. Stell den Auftrag vor, definiere dein Ziel und stell sicher, dass alle Voraussetzungen erfüllt sind."
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}
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@ -1,15 +0,0 @@
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Aufgabenstellung, Ziel der Arbeit (nicht Fallziel), Aufbau/Übersicht, Rollenklärung/Bezug zum Unterstützungsprozess, Datenschutz/Anonymisierung.
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Qualitätsstandards:
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- Auftrag/Aufgabe klären
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- Ziel der Arbeit definieren (KPG-Kompetenz, nicht Fallziel)
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- Rolle/Mandat/Setting klären
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- Fallauswahl begründen (fachlich, nicht praktisch)
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- Datenschutz/Anonymisierung sicherstellen
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### Checkliste
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- Aufgabenstellung PKNW EPG
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- Ziel der Arbeit (KPG-Kompetenz)
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- Kapitelübersicht vollständig
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- Datenschutz explizit deklariert
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@ -0,0 +1,6 @@
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id: "context-step-introduction"
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type: "step-introduction"
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title: "Einleitungsabsatz"
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hint: "Erster Absatz zum organisationalen Kontext. Beschreibe kurz die Organisation und deine Verortung."
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@ -1,20 +0,0 @@
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id: "context-epg-guidance"
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type: "guidance-box"
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title: "📋 EPG-Bewertung: Organisationaler Kontext (max. 3 Punkte)"
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variant: "amber"
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footnote: "📋 Nachvollziehbare, prägnante Darstellung des organisationalen Kontextes"
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Dieses Kapitel wird als Ganzes bewertet – es gibt keine Teilkriterien ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 7](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/6)):
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- **Relevante konkrete Punkte des organisationalen Kontextes sind dargestellt** (3.0 Punkte)
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**Punkteskala** (Doppelbewertung, [EPG Ausführungsbestimmungen, S. 9](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/8)):
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- **3** = sehr gut / gut – Anforderungen ganz bis mehrheitlich erfüllt
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- **2** = genügend / befriedigend / ausreichend
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- **1** = ungenügend / unbefriedigend
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- **0** = unwesentlich bearbeitet, nicht korrekt oder fehlt
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💡 **Tipp:** «Nachvollziehbar und prägnant» heisst: nur das Relevante, aber das vollständig. Max. ½ Seite ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 2](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/1)). Frage dich: Was muss eine externe Fachperson über die Organisation wissen, um den institutionellen Rahmen des Falles zu verstehen?
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**Was "relevant" bedeutet:** Beschreibe nicht die ganze Organisation, sondern fokussiere auf die Aspekte, die für das Fallverständnis nötig sind (z. B. Angebot, Zielgruppe, institutioneller Auftrag, zentrale Rahmenbedingungen). Die **eigene Rolle** gehört gemäss EPG-Vorgaben in die **Einleitung**, nicht als eigener Schwerpunkt hierher.
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||||
9
020-organizationalContext/01-context-org-profile.md
Normal file
9
020-organizationalContext/01-context-org-profile.md
Normal file
@ -0,0 +1,9 @@
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---
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id: "context-org-profile"
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type: "markdown"
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title: "Organisationsprofil"
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hint: "Beschreibe Organisationstyp, Grösse, Zielgruppe und Kernauftrag. Welche Dienstleistungen bietet die Organisation an? Was ist der Organisationsauftrag? (EPG: Teil von 3 Punkten für konkreten Kontext)"
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***Organisation und Zielgruppe***
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9
020-organizationalContext/02-context-mandate-system.md
Normal file
9
020-organizationalContext/02-context-mandate-system.md
Normal file
@ -0,0 +1,9 @@
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||||
---
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||||
id: "context-mandate-system"
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type: "markdown"
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title: "Auftragssystem"
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hint: "Klär die Auftragshierarchie: Wer hat die Platzierung/Intervention in Auftrag gegeben? Welche organisationalen Zuständigkeiten gibt es? Wer ist wofür verantwortlich? (EPG: Teil von 3 Punkten für konkreten Kontext)"
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***Auftrag***
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@ -1,25 +0,0 @@
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id: "context-text"
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type: "markdown"
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title: "Organisationaler Kontext"
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hint: "Beschreibe nachvollziehbar und prägnant die Organisation als institutionellen Rahmen des Falles: (1) Organisation/Institution und Angebot, (2) Zielgruppe, (3) relevanter institutioneller Auftrag und (4) zentrale Rahmenbedingungen. Fokussiere auf das, was für das Fallverständnis notwendig ist – keine Institutionsbroschüre. Umfang: max. ½ Seite. Dieses Kriterium wird als Gesamteindruck bewertet (3 = sehr gut, 2 = genügend, 1 = ungenügend). Tipp: Könnte eine externe Fachperson allein aus diesem Abschnitt den organisationalen Rahmen des Falles verstehen?"
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footnote: "🏢 Organisationaler Kontext = Organisation knapp und fallrelevant darstellen"
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# Organisation und Zielgruppe
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Der Praxisbetrieb ist ein stationäres Sonderschulheim mit einem kantonalen Leistungsvertrag und richtet sich an normalbegabte Primarschulkinder mit erheblichen psychosozialen Beeinträchtigungen. Das stationäre Angebot umfasst sozialpädagogische Betreuung, interne Sonderschulung, kinderpsychotherapeutische und -psychiatrische Behandlung sowie die Einbindung des Herkunftssystems. Es werden maximal neun Kinder betreut. Die Aufnahme erfolgt über zuweisende Behörden oder Fachstellen nach fachlicher Abklärung. Die Aufenthaltsdauer beträgt ein bis maximal zwei Jahre.
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# Infrastruktur und Standort
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Der Praxisbetrieb befindet sich in einem Wohnhaus mit Nebenräumen und Aussenfläche, eingebettet in ein Wohnquartier am Waldrand. Zur Infrastruktur gehören Wohnbereich, Schulräume, Therapieräume, Atelier und Büros. Die städtische Infrastruktur ist gut erreichbar.
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# Team
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Das interdisziplinäre Team besteht aus Mitarbeitenden der Fachbereiche Wohnen (Sozialpädagogik), Schule (Lehrpersonen, Klassenassistenz, Heilpädagogin, Werklehrerin), Therapie (Psychiater, zwei Psychologinnen mit abgeschlossener Therapieausbildung), Hauswirtschaft (Köchin, Reinigungsfachfrau), Sekretariat und Betriebsleitung.
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# Ansatz und Auftrag
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Die pädagogische Arbeit orientiert sich am lösungsorientierten Ansatz und einem systemischen Denken. Ziel ist es, die Ressourcen der Kinder zu erkennen, zu stärken und eine altersgemässe Entwicklung zu unterstützen. Der Auftrag des sozialpädagogischen Teams besteht im Erlernen und Festigen alltagspraktischer Basiskompetenzen. Regelmässige Teamsitzungen, interdisziplinäre Besprechungen, Supervisionen und Weiterbildungen sichern die fachliche Qualität.
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7
020-organizationalContext/03-context-framework.md
Normal file
7
020-organizationalContext/03-context-framework.md
Normal file
@ -0,0 +1,7 @@
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id: "context-framework"
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type: "markdown"
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title: "Rahmenbedingungen"
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hint: "Beschreibe die praktischen Bedingungen: Betreuungssetting, Kontaktregelungen, laufende Abklärungen, Zusammenarbeit mit anderen Diensten oder der Familie. (EPG: Teil von 3 Punkten für konkreten Kontext)"
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@ -1,20 +0,0 @@
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id: "context-quality-check"
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type: "guidance-box"
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title: "🔍 Qualitätsprüfung: Organisationaler Kontext"
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variant: "slate"
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footnote: "🔎 Nachvollziehbar und prägnant — nur fallrelevante Kontextinfos"
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Prüfe vor dem Abschluss dieses Kapitels:
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**Inhaltliche Vollständigkeit:**
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- [ ] **Organisation/Institution** und deren Angebot sind benannt
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- [ ] **Zielgruppe** ist klar beschrieben
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- [ ] **Auftragssystem** und Zuständigkeiten sind nachvollziehbar dargestellt – wer erteilt Aufträge? Welche Mandate bestehen?
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- [ ] **Rahmenbedingungen** (Spielräume und Grenzen) sind skizziert – was kannst du beeinflussen, was nicht?
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**Formale Prüfung:**
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- [ ] **Umfang:** Max. ½ Seite – nur das, was für das Fallverständnis relevant ist ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 2](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/1))
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- [ ] **Nachvollziehbar und prägnant?** Könnte eine externe Fachperson den Kontext verstehen?
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- [ ] **Keine Redundanz** mit Einleitung – die eigene Rolle wird in der Einleitung dargestellt
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- [ ] **Anonymisierung** konsequent eingehalten – Organisationsname, Standort etc. anonymisiert
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||||
9
020-organizationalContext/04-context-role.md
Normal file
9
020-organizationalContext/04-context-role.md
Normal file
@ -0,0 +1,9 @@
|
||||
---
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||||
id: "context-role"
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type: "markdown"
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title: "Professionelle Rolle & Team"
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hint: "Definiere deine berufliche Position und den Teamkontext: Was ist deine Rolle? Wie ist das Team strukturiert? Wer teilt die Fallverantwortung? (EPG: Teil von 3 Punkten für konkreten Kontext)"
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***Eigene Rolle / Funktion***
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7
020-organizationalContext/guidance.md
Normal file
7
020-organizationalContext/guidance.md
Normal file
@ -0,0 +1,7 @@
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||||
Kontext der Organisation/Institution, Auftragssystem, Rahmenbedingungen, Rolle der Fachperson, relevante Strukturen/Spielräume/Grenzen.
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### Checkliste
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- Organisation/Angebot
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- Auftragssystem & Zuständigkeiten
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||||
- Rahmenbedingungen
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@ -3,13 +3,12 @@
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||||
"$schema": "https://kpg-app.ch/schema/chapter.schema.json",
|
||||
"stepId": "020-organizationalContext",
|
||||
"title": "2. Organisationaler Kontext",
|
||||
"subTitle": "Organisation, Zielgruppe, Auftragssystem, Rahmenbedingungen, eigene Rolle/Funktion.",
|
||||
"subTitle": "Kontext der Organisation, Auftragssystem, Rahmenbedingungen, Rolle.",
|
||||
"accentColor": "#666666",
|
||||
"status": "pending",
|
||||
"progress": 0,
|
||||
"estimatedPercent": 3.7,
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||||
"labels": [
|
||||
"Kontext"
|
||||
],
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||||
"overview": "Verorte deine Arbeit im institutionellen Rahmen (max. 3 Punkte, Gesamtbewertung). Beschreibe nachvollziehbar und prägnant die Organisation, Zielgruppe, Auftragssystem, Rahmenbedingungen und deine Rolle. Max. ½ Seite – nur das, was für das Fallverständnis relevant ist."
|
||||
"overview": "Dieses Kapitel dient der Verortung der Arbeit im institutionellen Rahmen. Gib eine knappe Beschreibung der Organisation, in der der Fall angesiedelt ist. EPG-Bewertung: max. 3 Punkte für relevanten und konkreten organisationalen Kontext. Ziellänge: maximal eine halbe Seite."
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||||
}
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||||
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||||
@ -1,16 +0,0 @@
|
||||
Organisation, Zielgruppe, institutioneller Auftrag und zentrale Rahmenbedingungen. Prägnant und nachvollziehbar – max. ½ Seite.
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||||
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||||
Qualitätsstandards:
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- Organisation und Angebot beschreiben
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- Zielgruppe und Mandate klären
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- Rahmenbedingungen (Spielräume/Grenzen)
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- Nur Fallrelevantes auswählen
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- Anonymisierung konsequent
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### Checkliste
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- Organisation und Angebot
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- Zielgruppe definiert
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- Auftragssystem dargestellt
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||||
- Rahmenbedingungen/Spielräume
|
||||
- Max. ½ Seite
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||||
6
030-kpgExplained/00-kpg-step-introduction.md
Normal file
6
030-kpgExplained/00-kpg-step-introduction.md
Normal file
@ -0,0 +1,6 @@
|
||||
---
|
||||
id: "kpg-step-introduction"
|
||||
type: "step-introduction"
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||||
title: "Einleitungsabsatz"
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||||
hint: "Erster Absatz zum Dachkapitel. Erkläre kurz die KPG als Orientierungsmodell."
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---
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||||
@ -1,10 +0,0 @@
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||||
---
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||||
id: "kpg-epg-guidance"
|
||||
type: "guidance-box"
|
||||
title: "📋 Hinweis zur EPG-Bewertung"
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||||
variant: "amber"
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||||
footnote: "📋 Keine eigene Punktkategorie"
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||||
---
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||||
Dieses Kapitel hat **keine eigene Punktkategorie** in den EPG-Beurteilungskriterien ([EPG Ausführungsbestimmungen, S. 7](/book/epg-ausfuehrungsbestimmungen/6)). In dieser Arbeit muss die KPG hier nicht eigens beschrieben werden. Kapitel 3 dient damit vor allem als Orientierung zwischen Einleitung und den folgenden Prozessschritten.
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||||
|
||||
💡 **Hinweis:** Das Verständnis der KPG zeigt sich in dieser Arbeit vor allem in der konkreten Anwendung in den weiteren Kapiteln.
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||||
7
030-kpgExplained/01-kpg-explanation.md
Normal file
7
030-kpgExplained/01-kpg-explanation.md
Normal file
@ -0,0 +1,7 @@
|
||||
---
|
||||
id: "kpg-explanation"
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||||
type: "markdown"
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||||
title: "KPG kurz erklärt"
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hint: "Beschreibe die KPG (Kooperative Prozessgestaltung) als Orientierungsmodell für professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit. Beinhalte: die zwei Hauptphasen (erst verstehen, dann handeln), die 7 Prozessschritte, das zirkuläre/iterative Wesen und die Kernprinzipien Kooperation, Transparenz und Partizipation. Schreib in eigenen Worten basierend auf deinem Verständnis."
|
||||
---
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||||
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||||
@ -1,8 +0,0 @@
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||||
---
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||||
id: "kpg-kpg-principle"
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||||
type: "guidance-box"
|
||||
title: "🎯 KPG-Prinzipien: Das Orientierungsmodell"
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||||
variant: "sky"
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||||
footnote: "🎯 Verständnis der KPG als Denkstruktur und Arbeitsweise"
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||||
---
|
||||
Dieses Kapitel muss in dieser Arbeit nicht eigens ausgeführt werden. Die KPG dient hier als Hintergrund und Orientierung für die folgenden Prozessschritte.
|
||||
14
030-kpgExplained/02-kpg-quick-reference.md
Normal file
14
030-kpgExplained/02-kpg-quick-reference.md
Normal file
@ -0,0 +1,14 @@
|
||||
---
|
||||
id: "kpg-quick-reference"
|
||||
type: "guidance-box"
|
||||
title: "KPG Kurzübersicht"
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||||
variant: "sky"
|
||||
---
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||||
**Zwei Phasen:**
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||||
- Analytisch-diagnostische Phase: Situationserfassung → Analyse → Diagnose
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||||
- Handlungsphase: Zielsetzung → Interventionsplanung → Durchführung → Evaluation
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||||
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||||
**Kernprinzipien:**
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||||
- Kooperation: Arbeitsbeziehung mit Klient\*innen, Einbezug mehrerer Perspektiven
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||||
- Transparenz: Klient\*innen verstehen und partizipieren an Entscheidungen
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||||
- Zirkuläres Modell: Iterativer Prozess, Rückkehr zu früheren Schritten bei neuen Erkenntnissen möglich
|
||||
@ -1,7 +0,0 @@
|
||||
---
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||||
id: "kpg-text"
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||||
type: "markdown"
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||||
title: "Konzept Kooperative Prozessgestaltung"
|
||||
hint: "Dieses Kapitel muss in dieser Arbeit nicht separat ausgeführt werden."
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||||
footnote: "✍️ Kein Pflichttext – Kapitelname genügt"
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||||
---
|
||||
@ -1,8 +0,0 @@
|
||||
---
|
||||
id: "kpg-quick-reference"
|
||||
type: "guidance-box"
|
||||
title: "KPG Kurzübersicht"
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||||
variant: "sky"
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||||
footnote: "📌 Schnellübersicht: Konzept, Definition und Prozessmodell der KPG"
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||||
---
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||||
Dieses Kapitel wird in dieser Arbeit nicht inhaltlich ausgeführt.
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||||
@ -1,12 +0,0 @@
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||||
---
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||||
id: "kpg-quality-check"
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||||
type: "guidance-box"
|
||||
title: "🔍 Qualitätsprüfung: Konzept KPG"
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||||
variant: "slate"
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||||
footnote: "🔎 Prüfe KPG-Verständnis anhand Fachliteratur und EPG-Kompetenz"
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||||
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||||
Prüfe vor dem Abschluss dieses Kapitels:
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- [ ] Kein Text im Textfeld
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||||
- [ ] Hinweis gelesen
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||||
- [ ] Kapitel bleibt als Orientierung bestehen
|
||||
7
030-kpgExplained/guidance.md
Normal file
7
030-kpgExplained/guidance.md
Normal file
@ -0,0 +1,7 @@
|
||||
Erkläre die KPG-Methodik in eigenen Worten. Fokussiere auf die Kernprinzipien, die zwei Phasen (analytisch-diagnostisch und Handlung) und das zirkuläre/iterative Wesen des Prozesses. EPG-Bewertung: max 2 Punkte für das Verständnis der KPG als Orientierungsmodell. Umfang: ca. eine halbe Seite.
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### Checkliste
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- KPG kurz erklärt
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- Zirkuläres Verständnis
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||||
- Kooperation/Koproduktion
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@ -2,14 +2,13 @@
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{
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||||
"$schema": "https://kpg-app.ch/schema/chapter.schema.json",
|
||||
"stepId": "030-kpgExplained",
|
||||
"title": "3. Konzept Kooperative Prozessgestaltung",
|
||||
"subTitle": "Orientierungskapitel ohne eigene inhaltliche Ausführung.",
|
||||
"title": "3. Konzept der Kooperativen Prozessgestaltung",
|
||||
"subTitle": "Dachkapitel: Erklärung der KPG als Orientierungsmodell, Prozessmodell.",
|
||||
"accentColor": "#666666",
|
||||
"status": "pending",
|
||||
"progress": 0,
|
||||
"estimatedPercent": 0,
|
||||
"labels": [
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||||
"Wie arbeite ich?"
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||||
],
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||||
"overview": "Dachkapitel zur Orientierung zwischen Einleitung und den folgenden Prozessschritten. In dieser Arbeit wird die KPG hier nicht eigens ausgeführt; das Verständnis zeigt sich in der konkreten Anwendung in den weiteren Kapiteln. Keine eigene Punktkategorie."
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||||
"overview": "Kurze Darstellung der KPG als Orientierungsmodell (zwei Phasen, Prozessschritte, zirkuläres Verständnis, Kooperation/Koproduktion)."
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||||
}
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||||
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||||
@ -1,11 +0,0 @@
|
||||
Kapitel 3 muss in dieser Arbeit nicht eigens beschrieben werden.
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||||
|
||||
Es dient als Orientierung zwischen Einleitung und den folgenden Prozessschritten.
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||||
|
||||
Das Verständnis der KPG zeigt sich in dieser Arbeit vor allem in der konkreten Anwendung in den weiteren Kapiteln.
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||||
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||||
### Checkliste
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||||
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- Kein Pflichttext
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||||
- Kapitelname bleibt
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||||
- Orientierung sichtbar
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@ -2,17 +2,14 @@
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||||
id: "situation-epg-guidance"
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||||
type: "guidance-box"
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||||
title: "EPG Qualitätskriterien"
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variant: "amber"
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||||
footnote: "📋 Beurteilungskriterien Situationserfassung gemäss EPG"
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||||
variant: "sky"
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---
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||||
📝 Ziel ist es, ein fundiertes Bild der Fallsituation zu erstellen. Erfasse methodisch die wichtigsten Informationen zu Auftrag, Person, Vorgeschichte und aktueller Situation. Fokussiere auf multiperspektivische Erfassung und klient*innenspezifische Kooperation.
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||||
|
||||
**Erfassungsmethoden:** Nutze geeignete Methoden zur Situationserfassung – z. B. Erkundungsgespräche, Beobachtung (frei oder strukturiert) und Aktenstudium. Methodische Hilfsmittel wie Realitätsausschnitt, Strukturierungsraster und Leitfäden findest du im ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 165](/book/arbeit/165)). Formen von Erkundungsgesprächen sind beschrieben im ([S. 169](/book/arbeit/169)).
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||||
|
||||
**EPG-Bewertung (max. 10 Punkte):**
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||||
- Auftragsklärung (Organisations- und klient*innenbezogener Auftrag) nachvollziehbar und differenziert (1.5 Punkte)
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||||
- Relevante Aspekte der Vorgeschichte nachvollziehbar und prägnant festgehalten (1.5 Punkte)
|
||||
- Person differenziert beschreibend und ressourcenorientiert dargestellt (1.5 Punkte)
|
||||
- Gegenwärtige Situation differenziert und nachvollziehbar festgehalten (1.5 Punkte)
|
||||
- Vorläufige Themen deutlich benannt und erläutert (1.5 Punkte)
|
||||
- Erfassungsmethode(n) benannt; Herkunft der Informationen ersichtlich; kooperativ und mehrperspektivisch erfasst (1.5 Punkte)
|
||||
- Fallsituation insgesamt nachvollziehbar dargestellt (1 Punkt)
|
||||
**EPG-Bewertung (max. 9 Punkte):**
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||||
- Auftragsklärung, alle drei Ebenen (1 Punkt)
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||||
- Personenbeschreibung, beobachtbare Merkmale (2 Punkte)
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||||
- Klient*innengeschichte, 60%+ ressourcenorientiert (1 Punkt)
|
||||
- Organisationsgeschichte (1 Punkt)
|
||||
- Gegenwärtige Situation mit vorläufigen Themen (2 Punkte)
|
||||
- Erhebungsmethoden dokumentiert (2 Punkte)
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||||
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||||
@ -1,16 +1,7 @@
|
||||
---
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||||
id: "situation-kpg-principle"
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||||
type: "guidance-box"
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||||
title: "KPG-Prinzip: Situationserfassung"
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||||
variant: "sky"
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||||
footnote: "📚 Aufgaben, Vorgehen und Ressourcenorientierung der Situationserfassung"
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||||
title: "KPG-Prinzip"
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||||
variant: "amber"
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||||
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||||
**Leitmotiv:** «So viel wie möglich sehen – so wenig wie möglich verstehen» ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 163](/book/arbeit/163)). Informationen werden mit einer Haltung der Offenheit und Unvoreingenommenheit erfasst.
|
||||
|
||||
**Aufgabe:** Die wichtigsten Informationen zum Fall und seinem Kontext zusammentragen, um sich ein erstes Bild der Fallsituation zu machen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 162](/book/arbeit/162)). Die Situationserfassung ist zugleich eine kontinuierliche Aufgabe — sie wird im Verlauf des Unterstützungsprozesses immer wieder aktualisiert.
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||||
|
||||
**Ressourcenorientierung:** Der professionelle Blick richtet sich gezielt auf das Positive und Vorhandene — mindestens 60 % der Personenbeschreibung sollen ressourcenorientiert sein ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 164](/book/arbeit/164)).
|
||||
|
||||
**Kooperation:** Die Zusammenarbeit mit dem Klient*innensystem ist unabdingbar. Gemeinsames Suchen nach Informationen ist zugleich eine erste Intervention ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 164](/book/arbeit/164)).
|
||||
|
||||
**Trennschärfe:** Unterscheide konsequent zwischen Information und Bewertung, zwischen objektiven Daten und subjektiven Geschichten, zwischen personenbezogenen Informationen und solchen zur Lebenssituation ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 163](/book/arbeit/163)).
|
||||
💡 KPG-Prinzip: Beschreibung von Bewertung trennen. Fakten und Beobachtungen erfassen ohne sofortige Interpretation. Strebe 60%+ ressourcenorientierte Inhalte an.
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||||
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||||
@ -1,12 +0,0 @@
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||||
id: "situation-methods-guidance"
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||||
type: "guidance-box"
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||||
title: "Erfassungsmethoden"
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||||
variant: "sky"
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||||
footnote: "🛠️ Methodische Hilfsmittel für die Situationserfassung"
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Drei klassische Methoden zur Situationserfassung – kombiniere sie für ein multiperspektivisches Bild:
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1. **Erkundungsgespräche** – Formelle und informelle Gespräche mit Klient*in, Angehörigen und Fachpersonen. Nutze offene Impulsfragen und aufmerksames Zuhören. Das narrative Interview bietet einen direkten Zugang zur subjektiven Erlebenswelt ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 169–171](/book/arbeit/169)).
|
||||
2. **Beobachtung** – Freie oder strukturierte Fremdbeobachtung im Alltag ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 174](/book/arbeit/174)). Entwickle fallspezifische Beobachtungsbogen: Vorinformationen, Themen, Hypothesen vergegenwärtigen, dann Thema, Fragestellung und Ziel festlegen ([S. 177](/book/arbeit/177)).
|
||||
3. **Aktenstudium** – Reflektierte, fokussierte Erfassung aus Berichten, Gutachten, Hilfeplänen. Beachte: Akten sind Konstruktionen — bleibe offen und bilde keine Vorurteile ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 181](/book/arbeit/181)).
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||||
@ -0,0 +1,7 @@
|
||||
---
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||||
id: "situation-step-introduction"
|
||||
type: "step-introduction"
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||||
title: "Was mache ich in diesem Schritt?"
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||||
hint: "Beschreibe das Ziel dieses Schritts in eigenen Worten."
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||||
---
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||||
In der Situationserfassung mache ich mir ein umfassendes Bild der Fallsituation. Ich setze den Realitätsausschnitt und trage zusammen, was ist. Es geht ausschliesslich um das Sammeln von Informationen. Dazu habe ich verschiedene Methoden eingesetzt: Erkundungsgespräche, Beobachtungen im sozialpädagogischen Alltag, Journal-Einträge anderer Fachpersonen, Rückmeldungen an Sitzungen, Standortgespräche sowie das Studium bestehender Berichte und Akten.
|
||||
@ -1,13 +0,0 @@
|
||||
---
|
||||
id: situation-einleitung
|
||||
type: markdown
|
||||
title: Ziel dieses Prozessschritts
|
||||
hint: >-
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||||
Beschreibe das Ziel der Situationserfassung (ein Bild der Fallsituation
|
||||
erhalten), den gewählten Realitätsausschnitt und die eingesetzten
|
||||
Erfassungsmethoden (Erkundungsgespräche, Beobachtung, Aktenstudium). Nenne,
|
||||
mit wem du kooperiert hast. Hinweis: Dies ist der erste Prozessschritt — es
|
||||
gibt keinen «Bezug zum vorherigen Schritt».
|
||||
footnote: "\U0001F4DA So viel wie möglich sehen — so wenig wie möglich verstehen"
|
||||
---
|
||||
In der Situationserfassung mache ich mir ein Bild von Lenys aktueller Fallsituation. Ich sammle die Informationen zunächst offen und ohne Bewertung. Dabei nehme ich die Sichtweisen und Anliegen der Beteiligten auf und halte fest, welche Beobachtungen und Themen für das weitere Fallverstehen wichtig sind. Die Informationen stammen aus Berichten, Akten, Journal- und Protokolleinträgen, Gesprächen mit der Kindsmutter, Aussagen und Erzählungen von Leny sowie aus Fachpersonen-, Team- und Standortgesprächen (Hochuli Freund & Stotz, 2021, Kap. 8.8) [[cite:hochuli-freund-stotz-2021]].
|
||||
26
040-situationAssessment/04-situation-mandate.md
Normal file
26
040-situationAssessment/04-situation-mandate.md
Normal file
@ -0,0 +1,26 @@
|
||||
---
|
||||
id: "situation-mandate"
|
||||
type: "markdown"
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||||
title: "Auftragsklärung"
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hint: "Klär alle drei Auftragsebenen: 1) Professioneller Auftrag (Grundsätze der Sozialen Arbeit), 2) Organisationsauftrag (Zuständigkeiten der Institution), 3) Klient*innenbezogener Auftrag (spezifische Erwartungen von KESB, Familie, Klient*in). Beinhalte: einweisende Stelle, rechtliche Situation, Einweisungsgrund. (EPG: 1 Punkt)"
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||||
footnote: "🔍 Ist der Auftrag klar von der Zielsetzung abgegrenzt? Wurde die rechtliche Situation sachlich ohne Bewertung beschrieben?"
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***Auftrag***
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Der Auftrag richtet sich nach der Indikation und wird individuell festgelegt. Ziel ist es, die Kinder in ihrer Entwicklung zu begleiten, ihre Ressourcen zu erkennen und zu stärken sowie neue Verhaltensmuster einzuüben. Der Auftrag des sozialpädagogischen Teams besteht im Erlernen und Festigen alltagspraktischer Basiskompetenzen sowie in der Unterstützung einer altersgemässen Entwicklung.
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||||
***Organisationsstruktur (Teamkonstellation)***
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Leny lebt im Wocheninternat und wird im Alltag vom sozialpädagogischen Team begleitet. Er besucht die interne Schule und nimmt wöchentlich an Einzel- sowie Gruppentherapie teil. Aus jedem Bereich hat er eine Bezugsperson. Es finden regelmässig fachübergreifende Austausche statt. An den Standortgesprächen nehmen die internen Bezugspersonen sowie externe Fachpersonen wie die Beiständin und der Schulpsychologische Dienst teil. Die Kinder arbeiten einmal wöchentlich mit der Köchin zusammen. Zudem findet eine freie Förderstunde statt, in der eigene Projekte umgesetzt werden können. Im Rahmen der sozialpädagogischen Begleitung finden Schwimm- und Turneinheiten statt. Die Freizeit wird sozialpädagogisch gestaltet und partizipativ mit den Kindern geplant. Es besteht die Möglichkeit, externe Hobbys zu besuchen. Wöchentlich findet ein externes Angebot statt (Malort nach Arno Stern). Zum Jahresprogramm gehören zudem Projekttage sowie ein Ski- und ein Sommerlager.
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***Einweisungsgrund und einweisende Stelle***
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Der Schulpsychologische Dienst des Wohnortes war bereits länger in den Unterstützungsprozess der Familie eingebunden. In der öffentlichen Schule zeigte sich zunehmend, dass Leny Mühe hatte, sich auf Aufgaben zu konzentrieren. Er ist mehrmals im Unterricht eingeschlafen und konnte den Schulstoff nicht entsprechend erarbeiten. Seitens der Schule wurde festgehalten, dass er sich stark um seine Mutter sorgt. Im Jahr 2022 wurde durch den Schulpsychologischen Dienst die Diagnose PTS gestellt und der Besuch eines Sonderschulheims empfohlen. Die Mutter erklärte sich einverstanden.
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***Rechtliche Situation***
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Die Obhut liegt bei der Kindsmutter. Für Leny besteht eine Beistandschaft mit dem Auftrag, sein Kindeswohl sicherzustellen.
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***Auftrag bezüglich Klient***
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||||
Der Auftrag bezüglich Leny besteht darin, ihn in seiner persönlichen, schulischen und sozialen Entwicklung zu begleiten. Er soll sich abgrenzen können von der Verantwortung gegenüber seiner Mutter, damit er seine Entwicklungsschritte nachholen und machen kann. Im schulischen Bereich soll er seine Aufmerksamkeit besser fokussieren und Aufgaben zunehmend selbstständig bearbeiten können. Im sozialpädagogischen Alltag geht es um mehr Orientierung und Struktur sowie um das Festigen alltagspraktischer Kompetenzen. ***(nochmals in Akte lesen)***
|
||||
10
040-situationAssessment/05-situation-person.md
Normal file
10
040-situationAssessment/05-situation-person.md
Normal file
@ -0,0 +1,10 @@
|
||||
---
|
||||
id: "situation-person"
|
||||
type: "markdown"
|
||||
title: "Person"
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||||
hint: "Beschreibe die Klientin/den Klienten sachlich und neutral: Alter, Geschlecht, körperliche Merkmale, Erscheinungsbild. Fokussiere auf beobachtbare Merkmale. Verwende möglichst ressourcenorientierte Sprache. (EPG: 2 Punkte für differenzierte, ressourcenorientierte Beschreibung)"
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||||
footnote: "🔍 Sind alle Angaben beschreibend und nicht interpretierend? Sind nur fallrelevante Merkmale enthalten?"
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***Person(en)***
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Leny ist Anfang dieses Jahres 12 Jahre alt geworden. Er ist ein Junge mit altersgemässem, eher robustem Körperbau und wirkt gepflegt.
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@ -1,42 +0,0 @@
|
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||||
id: "situation-text"
|
||||
type: "markdown"
|
||||
title: "Situationserfassung"
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hint: "Fundierte, beschreibende Darstellung der Fallsituation. Gliedere in: Auftragsklärung (Organisations- und Klient*innenauftrag), Vorgeschichte (Biografie, soziales Umfeld), Person (beschreibend, ressourcenorientiert, min. 60 %), gegenwärtige Situation und vorläufige Themen. Nur beschreiben, nicht bewerten – keine Interpretationen! Mache bei jeder Information die Quelle (Gespräch, Beobachtung, Akte) kenntlich. Erfasse stets auch die ‹soziale Dimension› – Lebenssituation und soziale Integration."
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||||
footnote: "📚 Realitätsausschnitt, Ressourcenorientierung und soziale Dimension"
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# Auftrag
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||||
Im Bericht des schulpsychologischen Dienstes wird festgehalten, dass Leny den Schulstoff in der Regelklasse nicht altersgemäss erarbeiten konnte. Die Lehrperson beschrieb Konzentrationsschwierigkeiten, extreme Müdigkeit im Unterricht und die erkennbaren Sorgen Lenys um seine Mutter. Ein erhöhter Betreuungsbedarf wurde geprüft. Der bereits länger involvierte schulpsychologische Dienst wies eine Behinderung im Sinne einer erheblichen sozialen Beeinträchtigung aus und geht von einer posttraumatischen Belastungsstörung aus. Er empfahl die Platzierung in einem Sonderschulheim. Die Kindsmutter stimmte dieser Empfehlung zu. Die Obhut und das Sorgerecht hat die Kindsmutter inne. Für Leny besteht eine Beistandschaft (Art. 308 ZGB).
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||||
|
||||
Der Auftrag im Praxisbetrieb besteht darin, Leny in seiner persönlichen, schulischen und sozialen Entwicklung zu fördern. Zentrale Aspekte sind eine Verbesserung der Orientierung im Alltag, eine Steigerung der Selbstständigkeit bei schulischen und alltagspraktischen Aufgaben und eine Entlastung von der Verantwortung gegenüber seiner Mutter.
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# Vorgeschichte
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Leny ist das älteste Kind der Familie. Er lebte einige Jahre mit seiner Mutter im Ausland beim Vater. Die Eltern trennten sich in seiner frühen Kindheit. Von der Kindsmutter erfuhr ich, dass diese Zeit schwierig war und von Gewalt geprägt war. Mit Unterstützung ihrer Eltern kehrte sie mit Leny in die Schweiz zurück.
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||||
Seither lebt Leny bei seiner Mutter. Aus Akten, Gesprächen mit der Kindsmutter, Lenys Erzählungen und Beobachtungen im Alltag wurde für mich sichtbar, dass die familiäre Situation über längere Zeit belastet war. Leny hat drei Geschwister aus verschiedenen Partnerschaften der Kindsmutter. Alle partnerschaftlichen Beziehungen der Kindsmutter waren von Gewalt geprägt, auch die heutige familiäre Situation ist belastet und instabil. Die Kindsmutter war mit den Anforderungen des Alltags, der Betreuung der jüngeren Geschwister und den partnerschaftlichen Konflikten erheblich belastet. Heute lebt Leny mit seiner Mutter, deren Partner und seinen Geschwistern im gemeinsamen Haushalt. Die Beziehung zum Partner der Mutter beschreibt er ambivalent.
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||||
Leny ist in ein grosses familiäres und freundschaftliches Netzwerk eingebunden. Er erzählt häufig, was er mit Verwandten und Freunden unternimmt. Die Grosseltern mütterlicherseits leben in unmittelbarer Nähe und leisten viel Entlastungsarbeit im Familienalltag. Auch die Geschwister der Kindsmutter sind wichtige Bezugspersonen für Leny. Zu einer Tante väterlicherseits hat er ebenfalls stabilen Kontakt und macht dort auch Ferien. Leny hat viele Freunde. Viele dieser Freundschaften bestehen seit früher Kindheit. Unter der Woche vermisst er diese.
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||||
Nach der Rückkehr in die Schweiz besuchte Leny den Kindergarten. Die Kindsmutter beschreibt diese Zeit als schwierig. In der öffentlichen Primarschule wurde er als beliebtes Klassenmitglied beschrieben, war schulisch jedoch überfordert (siehe Abschnitt Auftrag). Im Unterstützungsprozess wurde der Kindsmutter eine Platzierung von Leny nahegelegt, damit er sich entlasten und altersgemäss entwickeln kann. Dies gelang bis heute nur teilweise. Seit Anfang 2025 lebt Leny im Wocheninternat.
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Im Praxisbetrieb lebte sich Leny rasch ein und schloss Freundschaften. Zu Beginn wurden positive Entwicklungen wahrgenommen, nach den Sommerferien teilweise wieder Rückschritte. In der Förderplanung verschob sich der Fokus im Verlauf von Ordnung über Aufmerksamkeit und Präsenz hin zur Orientierung im Tages- und Wochenablauf.
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||||
# Person
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Leny ist Anfang dieses Jahres 12 Jahre alt geworden. Er ist ein Junge mit altersgemässem, eher robustem Körperbau und wirkt gepflegt.
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Die Kindsmutter beschreibt Leny in Gesprächen als herzlich und gutmütig. Im Alltag auf der Wohngruppe fallen dem sozialpädagogischen Team seine Freundlichkeit und sein Humor auf. In 1:1-Situationen gelingt die Zusammenarbeit mit Leny gut, und er geniesst diese Settings. Er hilft gerne mit, etwa in der Küche, und setzt in freien Förderstunden kreativ eigene Ideen um. Leny verfügt über ein gutes Körperbewusstsein und lernt Bewegungsabläufe schnell, zum Beispiel beim Skifahren oder Fechten. Neuem begegnet er offen und neugierig. Er kommt mit den anderen Kindern gut zurecht und ist in der Gruppe gut integriert.
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Die Kindsmutter berichtet, dass Leny auf Appelle häufig nicht reagiert. Lehrpersonen beschreiben weiterhin Konzentrationsschwierigkeiten und einen erhöhten Begleitbedarf im Unterricht. Im Alltag verliert Leny rasch den Überblick, vergisst Dinge und braucht klare Anleitung. Leny selbst sagt in solchen Situationen häufig "ich weiss nicht" oder "ich habe es vergessen". Bei Entscheidungen und Auseinandersetzungen zieht er sich eher zurück. Er äussert zudem, dass er "Ämtli" nicht gerne erledigt. Wut und andere belastende Gefühle zeigt er kaum und lehnt es teils auch ab, ihnen Ausdruck zu geben.
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# Gegenwärtige Situation
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Im Praxisbetrieb sind Vergesslichkeit und wenig Orientierung im Tages- und Wochenablauf fast täglich sichtbar. Er vergisst Absprachen, Gegenstände oder Aufträge und übernimmt Verantwortung oft erst nach klarer Aufforderung. Obwohl ich in der Förderplanung gezielt an seiner Orientierung im Tages- und Wochenablauf arbeite, greift dies bis jetzt nur begrenzt. Leny selbst zeigt sich in solchen Situationen meist wenig beeindruckt. Es wirkt, als sei er daran gewöhnt, dass wir ihn wiederholt erinnern, manchmal reagiert er genervt oder mit fragendem Blick. Diese Situationen werden von den Fachpersonen im Praxisbetrieb unterschiedlich wahrgenommen. Wenn Leny etwas vergisst, nicht reagiert oder Aufträge nicht umsetzt, wird dies teils als Überforderung und fehlende Orientierung verstanden. Einige haben auch den Eindruck, dass er Anforderungen bewusst ignoriert.
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Leny pflegt Freundschaften mit anderen Kindern der Wohngruppe und beteiligt sich sichtbar am Gruppengeschehen. Seit Beginn dieser Arbeit beschäftigt Leny die Frage, wo er nach den Sommerferien zur Schule gehen wird und wo er wohnen wird. Seine Haltung dazu wechselt zwischen Bleiben-Wollen und unbedingt Gehen-Wollen. Auch zuhause erlebt Leny wechselhafte Phasen. Manchmal ist es ruhiger, dann entstehen wieder neue Belastungen in der Paarbeziehung der Kindsmutter. Er sagt mir, wenn er das Gefühl hat, dass es seiner Mutter nicht gut geht. Leny hat immer wieder Heimweh. Kürzlich sagte er, dass ihn dieses Gefühl belastet und er daran arbeiten möchte.
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# Vorläufige Themen
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Wenn ich die Situationsbeschreibung wie ein Bild betrachte, erkenne ich folgende vorläufige Themen, die ich im nächsten Schritt vertieft betrachten möchte: Lenys Vergesslichkeit fällt in allen Bereichen auf. Die Orientierung im Tages- und Wochenablauf ist beinahe täglich ein Thema. Sein Umgang mit Anforderungen zeigt sich wiederholt. Heimweh und Sorgen um seine Mutter beschäftigen Leny.
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50
040-situationAssessment/06-situation-history-client.md
Normal file
50
040-situationAssessment/06-situation-history-client.md
Normal file
@ -0,0 +1,50 @@
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id: "situation-history-client"
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type: "markdown"
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title: "Wichtige Daten aus der Vorgeschichte der Klient*in"
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hint: "Erfasse relevante biografische Informationen: Familiensituation, soziales Umfeld (Peers), Verhaltensmuster, Fähigkeiten und Ressourcen, Schwierigkeiten, biografische Verlaufsdaten (Schule, Institutionen), Beeinträchtigungen, Diagnosen. Balanciere Ressourcen (60%+) mit Schwierigkeiten. (EPG: 1 Punkt für relevante Vorgeschichte)"
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footnote: "🔍 Werden Ressourcen gleichwertig neben Schwierigkeiten dargestellt (Ziel: 60%+ positiv)? Wird hier noch beschrieben, nicht erklärt?"
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***Vorgeschichte vom Klienten***
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Leny ist das älteste Kind der Familie. Seine Eltern trennten sich in seiner frühen Kindheit. Er lebte einige Jahre mit seiner Mutter im Ausland beim Vater. Die dortige Situation war von schwierigen und gewaltbelasteten Verhältnissen geprägt. Mit Unterstützung ihrer Eltern kehrte die Mutter mit Leny in die Schweiz zurück.
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Leny lebt seither bei seiner Mutter. Der Kontakt zum Vater ist gering, es besteht jedoch regelmässiger Kontakt zu einer in der Schweiz lebenden Schwester des Vaters.
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Auch eine spätere Beziehung der Mutter war von Gewalt geprägt. Aus dieser Beziehung stammen Zwillingsschwestern (2019). Aus der aktuellen Beziehung der Mutter wurde 2023 ein weiterer Bruder geboren. Leny lebt heute mit seiner Mutter, deren Partner sowie seinen Geschwistern im gemeinsamen Haushalt.
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***Soziales Umfeld***
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Die Grosseltern mütterlicherseits leben in kurzer Gehdistanz und sind stark in die Alltagsbewältigung der Familie eingebunden (Kinderbetreuung, Mahlzeiten, finanzielle Unterstützung). Die Mutter äussert wiederholt den Wunsch nach mehr Autonomie und beschreibt die Situation teilweise als fremdbestimmt.
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Leny hat mehrere Freunde in seiner Wohnumgebung. Er erzählt im Alltag häufig von gemeinsamen Erlebnissen und vermisst seine Freunde während der Aufenthalte im Wocheninternat. Ein enger Freund ist kürzlich ins Ausland gezogen, was Leny beschäftigte und über das er mehrfach sprach.
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***Fähigkeiten, Ressourcen***
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Die Mutter beschreibt Leny in Gesprächen als herzlich und gutmütig.
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Im Alltag auf der Wohngruppe fällt dem sozialpädagogischen Team seine Freundlichkeit und sein Humor auf. Er ist im 1:1 gut erreichbar. In der Zusammenarbeit mit der Köchin wird berichtet, dass er gerne mithilft und die Zusammenarbeit als angenehm erlebt wird. In der freien Förderstunde setzt er kreativ eigene Projekte um.
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Leny hat ein gutes Körperbewusstsein und lernt schnell Bewegungsabläufe. Dies zeigt sich zum Beispiel beim Skifahren lernen oder im besuchten Fechtkurs.
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***Schwierigkeiten, Probleme***
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Die Mutter berichtet, dass sie Leny auf Appelle hin häufig nicht erreicht.
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Die Lehrpersonen beschreiben weiterhin Konzentrationsschwierigkeiten und einen erhöhten Begleitbedarf im Unterricht.
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Im Alltag auf der Wohngruppe wird wiederholt seine Vergesslichkeit und fehlende Orientierung im Wochenablauf beobachtet. Leny selbst sagt in solchen Situationen häufig „ich weiss nicht" oder „ich habe es vergessen".
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Bei Konflikten wird von Seiten des Teams wahrgenommen, dass er sich eher zurückzieht. Er äussert zudem, dass er „Ämtli" nicht gerne erledigt.
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***Biografische Verlaufsdaten / Beeinträchtigungen***
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Nach der Rückkehr in die Schweiz besuchte Leny den Kindergarten. Die Mutter berichtet, dass diese Zeit für ihn schwierig war.
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In der öffentlichen Primarschule wurde er als beliebtes Klassenmitglied beschrieben. Gleichzeitig zeigten sich zunehmende Konzentrationsschwierigkeiten. Aus schulischen Berichten geht hervor, dass Leny wiederholt im Unterricht eingeschlafen ist und den Schulstoff nicht altersentsprechend erarbeiten konnte. Zum Zeitpunkt der Platzierung befand er sich in der 4. Primarschulklasse.
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Der Schulpsychologische Dienst wurde beigezogen und begleitete den weiteren Prozess.
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Im Jahr 2022 wurde durch den Schulpsychologischen Dienst die Diagnose PTS gestellt. Im Bericht wird zudem eine enge emotionale Bindung an die Mutter beschrieben.
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In der Folge wurde eine stationäre schulische Lösung empfohlen. Eine Beiständin wurde eingesetzt mit dem Auftrag, das Kindeswohl sicherzustellen und geeignete Lösungen zu prüfen.
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21
040-situationAssessment/07-situation-history-org.md
Normal file
21
040-situationAssessment/07-situation-history-org.md
Normal file
@ -0,0 +1,21 @@
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id: "situation-history-org"
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type: "markdown"
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title: "Vorgeschichte in der Organisation"
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hint: "Dokumentiere die Geschichte der Klient*in in deiner Organisation: Team- und Klient*innenkonstellation, Verhalten und Entwicklung seit Eintritt, wichtige Ereignisse, Beziehungen zu Mitarbeitenden und Mitbewohner*innen. (EPG: Teil des Vorgeschichte-Punkts)"
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***Vorgeschichte in Organisation***
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Leny ist seit einem Jahr im Praxisbetrieb. Er hat sich rasch eingelebt und Freundschaften geschlossen. Bei Eintritt wurde er schulisch auf der Stufe der 4. Klasse unterrichtet. Seitens der Lehrpersonen wurde ein schulischer Rückstand von etwa einem Jahr beschrieben. Zu Beginn zeigte sich eine deutliche Entwicklung, nach den Sommerferien wurden teilweise wieder Rückschritte wahrgenommen.
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Im sozialpädagogischen Alltag wurde besonders an seiner Ordnung und seiner Präsenz gearbeitet.
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***Fähigkeiten, Ressourcen***
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In der Schule haben sich Präsenz und Konzentration verbessert. In der Einzeltherapie fühlt er sich von Beginn an wohl und genoss den Raum dort. Er lässt sich zunehmend auf den Prozess ein und öffnet sich für seine Thematiken.
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***Schwierigkeiten, Probleme***
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Es wurde beobachtet, dass er sich nicht gut abgrenzen kann und oft Unruhe in die Gruppe bringt.
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Zuhause gab es immer wieder schwierige Phasen bezüglich des Partners der Mutter. Die Mutter zieht sich teils stark zurück und ist phasenweise schwer bis gar nicht erreichbar. Es wurde versucht, verschiedene Stressoren abzubauen.
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19
040-situationAssessment/08-situation-current.md
Normal file
19
040-situationAssessment/08-situation-current.md
Normal file
@ -0,0 +1,19 @@
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id: "situation-current"
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type: "markdown"
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title: "Gegenwärtige Situation"
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hint: "Beschreibe die aktuelle Situation: jüngste Veränderungen, aktuelles Verhalten, vorläufige Themen/Fragestellungen, anstehende Angelegenheiten. Halte Themen bewusst vorläufig – noch keine Lösungen oder Ziele. (EPG: 2 Punkte für relevante, differenzierte Gegenwartsbeschreibung mit vorläufigen Themen)"
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***Gegenwärtige Situation***
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***Veränderungen / Besonderheiten***
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Im Alltag zeigt sich bei Leny weiterhin eine deutliche Vergesslichkeit und wenig Orientierung im Tages- und Wochenablauf. Er weiss oft nicht, was ansteht, und übernimmt Verantwortung nur zögerlich. Aufgaben gibt er rasch ab oder benötigt klare Anleitung.
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Im Team wird wiederholt eingefordert, dass er mehr Struktur übernimmt und Absprachen einhält. Sein Verhalten wird dabei teilweise unterschiedlich eingeschätzt, insbesondere in Bezug auf seine Vergesslichkeit.
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Zudem erlebt Leny immer wieder Heimweh. Er äusserte kürzlich, dass ihn dieses Gefühl belastet und er daran arbeiten möchte.
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Gleichzeitig beschäftigt ihn die Frage seiner schulischen Zukunft. Er war enttäuscht, nicht in seine alte Klasse zurückkehren zu können, und äussert inzwischen, dass er sich ein weiteres Bleiben vorstellen kann. Die Perspektive ist derzeit noch offen.
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||||
*(Evtl. noch ergänzen: tagträumen, nicht zuhören, lebt in den Tag hinein)*
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||||
8
040-situationAssessment/09-situation-methods-intro.md
Normal file
8
040-situationAssessment/09-situation-methods-intro.md
Normal file
@ -0,0 +1,8 @@
|
||||
---
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||||
id: "situation-methods-intro"
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type: "guidance-box"
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||||
title: "Erfassungsmethoden"
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variant: "neutral"
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Drei klassische Methoden zur Situationserfassung. Nutze mehrere Methoden, um umfassende, multiperspektivische Informationen zu sammeln.
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8
040-situationAssessment/09a-situation-resources.jsonc
Normal file
8
040-situationAssessment/09a-situation-resources.jsonc
Normal file
@ -0,0 +1,8 @@
|
||||
// Resources identified for the client
|
||||
{
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||||
"id": "situation-resources",
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||||
"type": "resources",
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||||
"title": "Ressourcen",
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||||
"hint": "Identifizieren Sie persönliche und soziale Ressourcen der Klient*in.",
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||||
"data": []
|
||||
}
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||||
9
040-situationAssessment/10-situation-method-interview.md
Normal file
9
040-situationAssessment/10-situation-method-interview.md
Normal file
@ -0,0 +1,9 @@
|
||||
---
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||||
id: "situation-method-interview"
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||||
type: "guidance-box"
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||||
title: "Erkundungsgespräch"
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variant: "sky"
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||||
🎤 Wichtigstes Instrument für Zugang zur subjektiven Perspektive. Offene Fragen, aktives Zuhören. Erst- und narrative Interviews.
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||||
Formelle Gespräche, evtl. leitfadengestützt, informelle Gespräche.
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||||
17
040-situationAssessment/10-situation-preliminary-themes.md
Normal file
17
040-situationAssessment/10-situation-preliminary-themes.md
Normal file
@ -0,0 +1,17 @@
|
||||
---
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||||
id: "situation-preliminary-themes"
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||||
type: "markdown"
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||||
title: "Vorläufige Themen"
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hint: "Formuliere die vorläufigen Themen, die sich aus der Situationserfassung ergeben. Diese werden im nächsten Schritt (Analyse) weiter bearbeitet."
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***Vorläufige Themen***
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*(Wird noch erarbeitet — folgende Themen zeichnen sich aus der Situationserfassung und den Journal-Einträgen ab:)*
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1. **Vergessene Gegenstände und Aufgaben** — Bezieht sich auf Dinge die Leny vergisst, zum Beispiel Schuhe, Jacke, Bleistift, Aufgaben.
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2. **Orientierung und Organisation im Tages-/Wochenablauf** — Bezieht sich auf Wissen um den Ablauf, wann was gemacht wird, und wie klar der Wochenplan ist.
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3. **Ausweichendes Verhalten** — Ob Leny in Anforderungen ausweicht, nicht reagiert, nicht zuhört oder weitergeht. Wichtig ist die Sicht der Beteiligten, wann und in welchen Situationen dies auftritt.
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||||
4. **Heimweh und emotionales Befinden** — Wann Heimweh auffällt, wie er es äussert, und wie es von aussen bemerkt wird.
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@ -0,0 +1,9 @@
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id: "situation-method-observation"
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type: "guidance-box"
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title: "Beobachtung"
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variant: "sky"
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👁️ Gezielte Wahrnehmung von Verhalten. Beachte Wahrnehmungsverzerrungen (Primacy-Effekt, Halo-Effekt). Nutze fallspezifische Beobachtungsbögen.
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Fremd- und Selbstbeobachtung (von frei bis systematisch).
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@ -0,0 +1,9 @@
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||||
id: "situation-method-file-study"
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||||
type: "guidance-box"
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||||
title: "Aktenstudium"
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variant: "sky"
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📄 Kritische Analyse von Akten und Berichten. Frag dich: Wer hat das geschrieben? Zu welchem Zweck? Wo kommt die Stimme der Klient*in vor?
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||||
Reflektiertes Erfassen anamnestischer Informationen aus schriftlichen Unterlagen.
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||||
12
040-situationAssessment/13-situation-quality-check.md
Normal file
12
040-situationAssessment/13-situation-quality-check.md
Normal file
@ -0,0 +1,12 @@
|
||||
---
|
||||
id: "situation-quality-check"
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||||
type: "guidance-box"
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||||
title: "Qualitätsprüfung: Situationserfassung"
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variant: "slate"
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Bevor du zur Analyse übergehst, prüfe:
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- Vollständigkeit: Wurden alle relevanten Lebensbereiche und Informationsquellen berücksichtigt?
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- Mehrperspektivität: Sind die Sichtweisen von Klient*in, Familie, anderen Fachpersonen erfasst?
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||||
- Trennung: Ist Beschreibung (Fakten) klar von Bewertung (Interpretation) getrennt?
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||||
- Auftragsklarheit: Sind alle Auftragsebenen (professionell, organisational, klient*innenbezogen) geklärt?
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||||
@ -1,17 +0,0 @@
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||||
id: "situation-quality-check"
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type: "guidance-box"
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||||
title: "Qualitätsprüfung: Situationserfassung"
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variant: "slate"
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||||
footnote: "🔎 Prüfe anhand EPG-Beurteilungskriterien und Prozessreflexion"
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||||
Bevor du zur Analyse übergehst, prüfe:
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- [ ] **Auftragsklärung**: Organisationsauftrag und klient*innenbezogener Auftrag nachvollziehbar und differenziert
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||||
- [ ] **Vorgeschichte**: Relevante Aspekte prägnant und nachvollziehbar festgehalten
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- [ ] **Person**: Differenziert beschreibend und ressourcenorientiert (min. 60 %) dargestellt
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||||
- [ ] **Gegenwärtige Situation**: Differenziert und nachvollziehbar
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- [ ] **Vorläufige Themen**: Deutlich benannt und erläutert
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- [ ] **Erfassungsmethoden**: Herkunft der Informationen ersichtlich, kooperativ und mehrperspektivisch
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||||
- [ ] **Gesamtbild**: Fallsituation insgesamt nachvollziehbar dargestellt
|
||||
- [ ] **Trennschärfe**: Beschreibung (Fakten) klar von Bewertung (Interpretation) getrennt
|
||||
7
040-situationAssessment/guidance.md
Normal file
7
040-situationAssessment/guidance.md
Normal file
@ -0,0 +1,7 @@
|
||||
Ziel ist es, ein fundiertes Bild der Fallsituation zu erstellen. Erfasse methodisch die wichtigsten Informationen zu Auftrag, Person, Vorgeschichte und aktueller Situation. Fokussiere auf multiperspektivische Erfassung und klient*innenspezifische Kooperation. EPG-Bewertung: max. 9 Punkte. Leitsatz: "Möglichst viel sehen – möglichst wenig verstehen."
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### Checkliste
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- Auftrag, Person, Vorgeschichte
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- Gegenwart & vorläufige Themen
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||||
- Kooperations-/Mehrperspektiven-Check
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@ -7,7 +7,6 @@
|
||||
"accentColor": "var(--color-step-1)",
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||||
"status": "pending",
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||||
"progress": 0,
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"estimatedPercent": 16.6,
|
||||
"labels": [
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"Was ist?"
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||||
],
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@ -1,16 +0,0 @@
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||||
Erstelle ein fundiertes Bild der Fallsituation. Erfasse methodisch: Auftrag, Person, Vorgeschichte, Situation. Leitsatz: «Möglichst viel sehen – möglichst wenig verstehen» (Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 163).
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||||
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||||
Zentrale Prinzipien:
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- Trennschärfe: Fakten von Bewertung unterscheiden
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- Ressourcenorientierung: mindestens 60 %
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- Kooperation: gemeinsames Suchen
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- Realitätsausschnitt: gezielt auswählen
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### Gliederung
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- Auftragsklärung
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- Vorgeschichte
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||||
- Person (ressourcenorientiert)
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||||
- Gegenwärtige Situation
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||||
- Vorläufige Themen
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||||
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||||
@ -2,15 +2,12 @@
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||||
id: "analysis-epg-guidance"
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||||
type: "guidance-box"
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||||
title: "EPG Qualitätskriterien"
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variant: "amber"
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footnote: "📋 Beurteilungskriterien Analyse gemäss EPG"
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variant: "sky"
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**Analysemethoden:** Wähle geeignete Methoden zur Strukturierung und Analyse der erfassten Daten – z. B. Genogramm, Zeitstrahl/biografischer Zeitbalken, Netzwerkkarte, Kompetenzanalyse, Ressourcen-/Problemanalyse, Lebensbereichanalyse. Eine Übersicht der Notationssysteme findest du im ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 200](/book/arbeit/200)) und zur Netzwerkkarte im ([S. 207](/book/arbeit/207)).
|
||||
📝 Analysiere die gesammelten Informationen mit geeigneten Methoden. Diamantförmiger Prozess: von der breiten Datenerhebung zu fokussierten Hypothesen. Fokus auf multiperspektivischer Analyse und Klient*innenbeteiligung.
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||||
|
||||
**EPG-Bewertung (max. 9 Punkte):**
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||||
- Analysemethode(n) passend gewählt, Wahl begründet, korrekt und fachlich fundiert erläutert (1.5 Punkte)
|
||||
- Kooperation differenziert und konkret dargestellt (1.5 Punkte)
|
||||
- Analyse enthält relevante und vertiefende Aspekte (1.5 Punkte)
|
||||
- Konstatierende Hypothesen schlüssig abgeleitet, korrekt formuliert und gewichtet (1.5 Punkte)
|
||||
- Fallthematik präzise und schlüssig formuliert; passende Grundlage für die Diagnose (3 Punkte)
|
||||
- Analysemethoden mit Begründung und Erkenntnissen (3 Punkte)
|
||||
- Hypothesen mit Gewichtung (3 Punkte)
|
||||
- Multiperspektivische Analyse (2 Punkte)
|
||||
- Fallthematik formuliert (1 Punkt)
|
||||
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||||
@ -1,18 +1,7 @@
|
||||
---
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||||
id: "analysis-kpg-principle"
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||||
type: "guidance-box"
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||||
title: "KPG-Prinzip: Analyse"
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variant: "sky"
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footnote: "📚 Methodenwahl, Datenerhebung, Hypothesen — der Analysestandard"
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||||
title: "KPG-Prinzip"
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||||
variant: "amber"
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||||
**Zweck der Analyse:** Die Analyse dient der Klärung — ihr zentraler Zweck ist die Bestimmung der **Fallthematik**: «Worum geht es in diesem Fall eigentlich?» ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 190](/book/arbeit/190)). Komplexität wird zunächst erweitert (Datenerhebung), anschliessend reduziert (Auswertung).
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||||
|
||||
**Vorgehen in 4 Schritten:**
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||||
1. Wahl geeigneter Analysemethoden
|
||||
2. Datenerhebung (Auslegeordnung) — Einschätzungen, Bewertungen, Beurteilungen verschiedener Beteiligter einholen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 188](/book/arbeit/188))
|
||||
3. Auswertung mittels konstatierender Hypothesen
|
||||
4. Herausarbeiten der Fallthematik ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 191](/book/arbeit/191))
|
||||
|
||||
**Methodenstandard:** Mindestens zwei Analysemethoden einsetzen, davon mindestens eine, die die Einschätzungen der Klient*innen direkt aufnimmt ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 227](/book/arbeit/227)).
|
||||
|
||||
**Konstatierende Hypothesen:** Fassen zusammen, WAS festgestellt wurde — beschreibend, nicht erklärend. Es geht um Probleme und Risiken ebenso wie um individuelle und soziale Ressourcen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 191](/book/arbeit/191)).
|
||||
💡 KPG-Prinzip: Diamantförmiger Prozess – zuerst Komplexität ERWEITERN (verschiedene Perspektiven sammeln), dann Komplexität REDUZIEREN (bewerten, gewichten, zu Hypothesen verdichten). Analyse sammelt Bewertungen (Wie wird bewertet?), NICHT Erklärungen (Warum?).
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||||
|
||||
@ -3,8 +3,7 @@ id: "analysis-forbidden-terms"
|
||||
type: "guidance-box"
|
||||
title: "In der Analyse VERBOTEN:"
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||||
variant: "rose"
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||||
footnote: "⚠️ Keine erklärenden Begriffe — nur beschreiben, WAS ist"
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||||
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||||
Die Analyse beschreibt, was IST (konstatierend), nicht warum. Konstatierende Hypothesen fassen zusammen, WAS festgestellt wurde — ohne Ursachenerklärung. Erklärungen gehören erst in die Diagnose (Prozessschritt 3.3).
|
||||
⚠️ Analyse beschreibt, was IST (konstatierend), nicht warum. Vermeide erklärende Begriffe. Erklärungen gehören in die Diagnose.
|
||||
|
||||
❌ weil • ❌ deshalb • ❌ damit • ❌ um zu • ❌ daher • ❌ aufgrund
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||||
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||||
@ -1,10 +0,0 @@
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||||
id: "analysis-einleitung"
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||||
type: "markdown"
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||||
title: "Ziel dieses Prozessschritts"
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hint: "Beschreibe das Ziel der Analyse (Auslegeordnung, Strukturierung, Bewertung der erfassten Daten), den Bezug zur Situationserfassung (welche vorläufigen Themen ergaben sich?) und die gewählten Analysemethoden (z. B. Genogramm, Netzwerkkarte, Zeitstrahl, Perspektivenanalyse). Begründe kurz, warum du diese Methoden fallbezogen gewählt hast."
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||||
footnote: "📚 Vier Schritte: Methodenwahl → Datenerhebung → Hypothesen → Fallthematik"
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||||
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||||
Ausgehend von der gegenwärtigen Situation und den vorläufigen Themen habe ich mit zwei praxisrelevanten Analysemethoden eine vertiefte Auslegeordnung vorgenommen. Die wichtigsten Erkenntnisse aus den vorhandenen und neu eingeholten Informationen habe ich in konstatierenden Hypothesen zusammengefasst, gewichtet und zur Fallthematik verdichtet (Hochuli Freund & Stotz, 2021, Kap. 9.9) [[cite:hochuli-freund-stotz-2021]].
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||||
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||||
Aus der Situationserfassung ergaben sich mehrere vorläufige Themen. Dazu gehören Vergessen, Orientierung, Ausweichen sowie Heimweh. Ich entschied mich für eine Perspektivenanalyse und die Methode "Drei Häuser".
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||||
7
050-analysis/04-analysis-step-introduction.md
Normal file
7
050-analysis/04-analysis-step-introduction.md
Normal file
@ -0,0 +1,7 @@
|
||||
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||||
id: "analysis-step-introduction"
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||||
type: "step-introduction"
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title: "Was mache ich in diesem Schritt?"
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hint: "Beschreibe das Ziel dieses Schritts in eigenen Worten."
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Ausgehend von der gegenwärtigen Situation und der Datenerfassung wird anhand praxisrelevanter Analysemethode(n) eine Analyse durchgeführt. Die wichtigsten Erkenntnisse werden in konstatierenden Hypothesen zusammengefasst und gewichtet.
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@ -1,25 +0,0 @@
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id: "analysis-methode-1"
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type: "markdown"
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title: "Perspektivenanalyse"
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hint: "Wähle ein Notationssystem oder eine Analysemethode (z. B. Genogramm, Zeitstrahl, Netzwerkkarte, Silhouette, Kompetenzanalyse, Perspektivenanalyse, Lebensbereichanalyse) und begründe die Wahl fallbezogen. Beschreibe die kooperative Bearbeitung mit Klient*in oder Beteiligten. Halte die relevanten Aspekte und Erkenntnisse fest. Mindestens eine Methode muss die Einschätzung der Klient*innen aufnehmen."
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footnote: "📊 Notationssysteme: Genogramm, Zeitstrahl, Netzwerkkarte, Silhouette"
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Ich erstellte einen Fragebogen zu den vorläufigen Themen. Leny und die Kindsmutter befragte ich direkt im Gespräch, Fachpersonen aus allen Bereichen schriftlich. Für die Auswertung ordnete ich die Rückmeldungen den vier vorläufigen Themen zu (siehe Anh. 1 und 2) [[cite:fragen-perspektivenanalyse]] [[cite:antworten-perspektivenanalyse]]. Danach prüfte ich, wo sich die Perspektiven ähneln, wo sie sich unterscheiden und welche Muster über mehrere Sichtweisen hinweg erkennbar werden.
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In der Perspektivenanalyse entnehme ich, dass bei Leny weniger klassisches Heimweh, sondern eher emotionale Belastung beschrieben wird. Sichtbar wird dies, wenn es um familiäre Sorgen, Konflikte und Übergänge geht. In solchen Momenten wirkt Leny oft traurig, müde, angespannt, abwesend oder zieht sich zurück.
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Bei den Themen Vergessen, Orientierung und Ausweichen entsteht kein einheitliches Bild. Die Schwierigkeiten treten je nach Situation unterschiedlich stark auf. Beim Vergessen fällt auf, dass Leny vor allem in belastenden Situationen, bei Müdigkeit oder wenn im Alltag mehrere Anforderungen zusammenkommen mehr Mühe hat. Wenn ihm etwas wichtig ist, wenn ihn etwas interessiert oder wenn eine Situation vertraut und überschaubar ist, wirkt Leny orientierter und aufmerksamer.
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Insgesamt wirkt Lenys Verhalten stark situationsabhängig.
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***Konstatierende Hypothesen***
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| ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ |
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| Bei Leny wird über mehrere Perspektiven hinweg häufiger emotionale Belastung als klassisches Heimweh beschrieben. |
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| Lenys emotionale Belastung wird besonders im Zusammenhang mit Sorgen um Zuhause, Konflikten, Übergängen sowie am Abend, nach Wochenenden und nach Ferien sichtbar. |
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||||
| Vergessen, Orientierung, Ausweichen und emotionale Belastung treten bei Leny je nach Situation unterschiedlich stark auf. |
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||||
| In belastenden, unangenehmen oder überfordernden Situationen ist Leny eher müde, weicht aus, vergisst oder hat mehr Schwierigkeiten mit der Orientierung. |
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||||
| Mehrere Fachpersonen bringen Lenys emotionale Belastung mit Sorgen um Zuhause, insbesondere mit der Sorge um seine Mutter, in Zusammenhang. |
|
||||
| Wenn etwas für Leny vertraut, klar oder wichtig ist, wirkt er präsenter, orientierter und zeigt weniger Ausweichen. |
|
||||
8
050-analysis/05-analysis-methods.jsonc
Normal file
8
050-analysis/05-analysis-methods.jsonc
Normal file
@ -0,0 +1,8 @@
|
||||
// Analysis methods with findings and hypotheses
|
||||
{
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||||
"id": "analysis-methods",
|
||||
"type": "analysis-methods",
|
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"title": "Analysemethoden",
|
||||
"hint": "Wähle Analysemethoden (Notationssysteme), die helfen, die gesammelten Informationen zu strukturieren. Jede Methode sollte begründet werden und zu konkreten Erkenntnissen und Hypothesen führen.",
|
||||
"methods": []
|
||||
}
|
||||
9
050-analysis/06-analysis-case-theme.md
Normal file
9
050-analysis/06-analysis-case-theme.md
Normal file
@ -0,0 +1,9 @@
|
||||
---
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||||
id: "analysis-case-theme"
|
||||
type: "markdown"
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||||
title: "Fallthematik"
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||||
hint: "Die Fallthematik ist das zentrale Ergebnis der Analyse. Sie beantwortet die Frage \"Worum geht es in diesem Fall eigentlich?\" und dient als Ausgangspunkt für Diagnose oder Zielsetzung. Formuliere sie präzise und theorieoffen (keine theoretischen Erklärungen)."
|
||||
centralQuestion: "\"Worum geht es in diesem Fall eigentlich?\""
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||||
check: "Qualitätsprüfung: Ist es präzise? Ist es theorieoffen (keine Erklärungen)? Erfasst es die Essenz aus mehreren Perspektiven?"
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@ -1,18 +0,0 @@
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||||
id: "analysis-methode-2"
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type: "markdown"
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title: "Drei Häuser"
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||||
hint: "Wähle eine zweite, ergänzende Analysemethode (z. B. Lebensbereichanalyse, Perspektivenanalyse, PRO-ZIEL-Basisdiagnostik, Kompetenzanalyse, Ressourcen-/Problemanalyse) und begründe die Wahl fallbezogen. Die zweite Methode soll einen anderen Aspekt beleuchten als die erste. Beschreibe die kooperative Bearbeitung und halte relevante Aspekte fest."
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||||
footnote: "📊 Perspektiven-, Kompetenz-, Lebensbereichanalyse und PRO-ZIEL"
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---
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||||
Die Drei Häuser erarbeitete ich in einem Gespräch mit Leny. Für die Auswertung prüfte ich, wie sich die vorläufigen Themen in Lenys Sorgen, Ressourcen und Wünschen zeigen und wie er seine Situation beschreibt (siehe Anh. 3) [[cite:drei-haeuser]].
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||||
|
||||
Die Drei Häuser machen sichtbar, wie stark Leny mit familiären Sorgen und Belastungen zuhause beschäftigt ist. Es zeigen sich auch Ressourcen. Dazu gehören Beziehungen, vertraute Dinge und konkrete Tätigkeiten, die Leny stärken. In seinen Wünschen und Träumen wird vor allem sein Bedürfnis nach Ruhe, Schutz und Entlastung sichtbar.
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***Konstatierende Hypothesen***
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| ---------------------------------------------------------------------------------------- |
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| Leny beschäftigen vor allem Sorgen um Zuhause, um seine Mutter und um seine Geschwister. |
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||||
| Für Leny sind Beziehungen, vertraute Dinge und konkrete Tätigkeiten wichtige Ressourcen. |
|
||||
| Leny wünscht sich im Familiensystem mehr Ruhe und Entlastung. |
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||||
12
050-analysis/07-analysis-quality-check.md
Normal file
12
050-analysis/07-analysis-quality-check.md
Normal file
@ -0,0 +1,12 @@
|
||||
---
|
||||
id: "analysis-quality-check"
|
||||
type: "guidance-box"
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||||
title: "Qualitätsprüfung: Analyse"
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||||
variant: "slate"
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Bevor du zur Diagnose übergehst, prüfe:
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- Methoden: Wurden mindestens 2 Analysemethoden angewandt und begründet?
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- Ressourcenorientierung: Wurden bei jeder Methode Ressourcen neben Schwierigkeiten identifiziert?
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||||
- Konstatierend: Beschreiben die Hypothesen, was IST, nicht warum? (Kein "weil", "deshalb")
|
||||
- Fallthematik: Ist sie präzise formuliert und theorieoffen?
|
||||
@ -1,20 +0,0 @@
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---
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id: analysis-fallthematik
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type: markdown
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title: Fallthematik
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hint: >-
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Die Fallthematik ist das zentrale Ergebnis der Analyse – sie verdichtet alle
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konstatierenden Hypothesen zur Kernfrage: «Worum geht es in diesem Fall
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eigentlich?» Formuliere sie präzise, theorieoffen (keine Erklärungen!) und so,
|
||||
dass sie eine passende Grundlage für die Diagnose bildet. Fasse dabei auch
|
||||
divergierende Einschätzungen und den Klärungsbedarf zusammen.
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||||
centralQuestion: '"Worum geht es in diesem Fall eigentlich?"'
|
||||
check: >-
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||||
Qualitätsprüfung: Ist es präzise? Ist es theorieoffen (keine Erklärungen)?
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||||
Erfasst es die Essenz aus mehreren Perspektiven? Bildet es eine passende
|
||||
Grundlage für die Diagnose? Sind divergierende Einschätzungen benannt?
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||||
footnote: "\U0001F3AF Fallthematik = Verdichtung der konstatierenden Hypothesen"
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| ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- |
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| Heimweh wird bei Leny weniger als klassisches Vermissen und eher als emotionale Belastung im Zusammenhang mit familiären Sorgen, Konflikten, Übergängen und fehlendem Schutz erkennbar. Im Vordergrund stehen dabei seine Sorgen um Zuhause, insbesondere um seine Mutter und seine Geschwister. Ausweichen, Vergessen und Schwierigkeiten mit der Orientierung treten in belastenden, unangenehmen oder überfordernden Situationen stärker auf. Hingegen wirkt Leny in vertrauten, klaren und für ihn wichtigen Situationen orientierter und aufmerksamer. |
|
||||
@ -1,12 +0,0 @@
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||||
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||||
id: "analysis-kooperative-prozesse"
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type: "markdown"
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||||
title: "Kooperative Prozesse und Validierung"
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hint: "Halte hier die kooperative Arbeit auf Ebene der gesamten Analyse fest, z. B. Validierung, gemeinsame Klärungen und allfällige Sofortmassnahmen."
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In dieser Zeit brachte Leny das Thema Heimweh in einem Oasengespräch nach LOA (Praxismethode) ein. Er erkannte, dass hinter dem Heimweh die Überforderung mit seinem Zimmerkollegen und sein Bedürfnis nach Ruhe und Erholung standen. Im Fachaustausch klärten wir die unterschiedlichen Sichtweisen zur Zimmersituation und entschieden, den Zimmerwechsel zu prüfen. Dieser wurde später umgesetzt und half Leny, mehr zur Ruhe zu kommen.
|
||||
|
||||
Da der Betriebsalltag sehr dicht war, führte ich die Validierung schriftlich durch. Ich erstellte für das interdisziplinäre Team eine Zusammenfassung der Analyse und bat um Feedback sowie Ergänzungen. Daraus ergaben sich fachliche Rückmeldungen und Ergänzungen, die zum Thema wurden.
|
||||
|
||||
Für das Validierungsgespräch mit Leny bereitete ich Bilder mit Symbolkraft vor, um ihm die verdichteten Analyseerkenntnisse möglichst verständlich zu vermitteln. Die Auseinandersetzung mit diesen unangenehmen Themen fiel ihm nicht leicht, dennoch prüfte er meine Aussagen genau und empfand die Formulierungen als stimmig. Er betonte jedoch, dass er nicht nur in belastenden Situationen Dinge vergesse. Darauf präzisierte ich, dass sich Vergessen, Orientierung und Ausweichen bei Belastung, Müdigkeit oder vielen Anforderungen stärker zeigen.
|
||||
@ -1,15 +0,0 @@
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||||
id: "analysis-quality-check"
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||||
type: "guidance-box"
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||||
title: "Qualitätsprüfung: Analyse"
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||||
variant: "slate"
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||||
footnote: "🔎 Prüfe anhand EPG-Kriterien und Methodenreflexion"
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||||
Bevor du zur Diagnose übergehst, prüfe:
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||||
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||||
- [ ] **Methodenwahl**: Analysemethoden passend gewählt, Wahl begründet und Darstellung korrekt
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||||
- [ ] **Kooperation**: Kooperation mit Klient*in und Beteiligten differenziert und konkret dargestellt
|
||||
- [ ] **Inhaltliche Tiefe**: Analyse enthält relevante und vertiefende Aspekte
|
||||
- [ ] **Hypothesen**: Konstatierende Hypothesen schlüssig abgeleitet, korrekt formuliert und gewichtet (kein «weil», «deshalb»!)
|
||||
- [ ] **Fallthematik**: Präzise und schlüssig formuliert, passende Grundlage für die Diagnose
|
||||
- [ ] **Trennschärfe**: Konstatierend beschrieben (WAS ist) statt erklärt (WARUM)
|
||||
7
050-analysis/guidance.md
Normal file
7
050-analysis/guidance.md
Normal file
@ -0,0 +1,7 @@
|
||||
Führe eine vertiefte Analyse mit praxisrelevanten Methoden durch. Analyse ist das "Scharnier" zwischen Datenerhebung und Verstehen – Informationen ordnen, bewerten und gewichten. EPG-Bewertung: max. 9 Punkte. Zentrales Ziel: Bestimmung der FALLTHEMATIK ("Worum geht es in diesem Fall eigentlich?").
|
||||
|
||||
### Checkliste
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||||
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||||
- Methodenwahl & Begründung
|
||||
- Strukturierte Auslegeordnung
|
||||
- Konstatierende Hypothesen
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||||
@ -3,13 +3,12 @@
|
||||
"$schema": "https://kpg-app.ch/schema/step.schema.json",
|
||||
"stepId": "050-analysis",
|
||||
"title": "3.2 Prozessschritt Analyse",
|
||||
"subTitle": "Methodische Auslegeordnung, Strukturierung, konstatierende Hypothesen und Fallthematik.",
|
||||
"subTitle": "Methodische Auslegeordnung, Strukturierung.",
|
||||
"accentColor": "var(--color-step-2)",
|
||||
"status": "pending",
|
||||
"progress": 0,
|
||||
"estimatedPercent": 12.0,
|
||||
"labels": [
|
||||
"Wie geordnet?"
|
||||
],
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||||
"overview": "Ausgehend von der gegenwärtigen Situation und den vorläufigen Themen wird anhand praxisrelevanter Analysemethoden (min. 2) eine vertiefte Auslegeordnung vorgenommen. Die wichtigsten Erkenntnisse werden in konstatierenden Hypothesen zusammengefasst, gewichtet und zur Fallthematik verdichtet: «Worum geht es in diesem Fall eigentlich?»"
|
||||
"overview": "Ausgehend von der gegenwärtigen Situation und der Datenerfassung wird anhand praxisrelevanter Analysemethode(n) eine Analyse durchgeführt. Die wichtigsten Erkenntnisse werden in konstatierenden Hypothesen zusammengefasst und gewichtet."
|
||||
}
|
||||
|
||||
@ -1,16 +0,0 @@
|
||||
Führe eine vertiefte Analyse durch. Die Analyse ist das «Scharnier» zwischen Datenerhebung und Verstehen. Zentrales Ziel: Bestimmung der **Fallthematik** — «Worum geht es in diesem Fall eigentlich?»
|
||||
|
||||
Vorgehen in 4 Schritten:
|
||||
- Methodenwahl
|
||||
- Datenerhebung (Auslegeordnung)
|
||||
- Auswertung (konstatierende Hypothesen)
|
||||
- Fallthematik (verdichtet aus Hypothesen)
|
||||
|
||||
Zentral: Konstatieren, nicht erklären. Ressourcen UND Probleme.
|
||||
|
||||
### Checkliste
|
||||
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||||
- Methodenwahl begründet
|
||||
- Strukturierte Auslegeordnung
|
||||
- Konstatierende Hypothesen (kein «weil»)
|
||||
- Fallthematik klar formuliert
|
||||
@ -1,24 +0,0 @@
|
||||
---
|
||||
id: "diagnosis-epg-guidance"
|
||||
type: "guidance-box"
|
||||
title: "EPG Qualitätskriterien"
|
||||
variant: "amber"
|
||||
footnote: "📋 Beurteilungskriterien Diagnose gemäss EPG"
|
||||
---
|
||||
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||||
**Wahl geeigneter Wissensbestände** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 242](/book/arbeit/242)): Alle Theorien der Sozialen Arbeit und ihrer Nachbardisziplinen kommen in Frage — z. B.:
|
||||
- Kommunikation (z. B. Watzlawick, Schulz von Thun)
|
||||
- Entwicklung (z. B. Erikson, Piaget, Havighurst)
|
||||
- Bindung (z. B. Bowlby, Ainsworth)
|
||||
- Lebensbewältigung (z. B. Böhnisch) — Fallbeispiel ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 249](/book/arbeit/249))
|
||||
- Medizin (z. B. ICF, bio-psycho-soziales Modell)
|
||||
- Recht (z. B. KESB, Kindesschutz, Erwachsenenschutz)
|
||||
- Weitere je nach Fallkontext
|
||||
|
||||
**Erklärende Hypothesen & Arbeitshypothese** ([Praxis, S. 113](/book/praxis/113)): Aus den theoriegeleiteten Fallüberlegungen Weil-Hypothesen ableiten und zu einer Wenn-Dann-Arbeitshypothese verdichten ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 245](/book/arbeit/245)).
|
||||
|
||||
**EPG-Bewertung (max. 9 Punkte):**
|
||||
- 2 Theorien passend gewählt und Wahl nachvollziehbar begründet (je 1.5 → 3 Punkte)
|
||||
- Theoriegeleitete Fallüberlegungen korrekt, konkret und nachvollziehbar (3 Punkte)
|
||||
- Erklärende Hypothesen korrekt als Weil-Hypothesen formuliert und aus Theorie abgeleitet (1.5 Punkte)
|
||||
- Handlungsleitende Arbeitshypothese korrekt als Wenn-Dann-Hypothese abgeleitet (1.5 Punkte)
|
||||
13
060-diagnosis/02-diagnosis-epg-guidance.md
Normal file
13
060-diagnosis/02-diagnosis-epg-guidance.md
Normal file
@ -0,0 +1,13 @@
|
||||
---
|
||||
id: "diagnosis-epg-guidance"
|
||||
type: "guidance-box"
|
||||
title: "3.3 Diagnose (max. 10 Punkte)"
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||||
variant: "sky"
|
||||
---
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||||
📝 Theoriegeleitetes Fallverstehen: Nutze wissenschaftliche Theorien als "Scheinwerfer" zur Beleuchtung der Fallthematik. Wähle mindestens 2 Theorien, leite Erklärungshypothesen ab (WEIL...) und verdichte diese zu einer handlungsleitenden Arbeitshypothese (WENN... DANN...).
|
||||
|
||||
**Kriterien:**
|
||||
- Theorieauswahl (mind. 2 Theorien begründet)
|
||||
- Theoriegeleitetes Fallverstehen
|
||||
- Erklärungshypothesen ("weil")
|
||||
- Arbeitshypothese ("wenn-dann")
|
||||
@ -1,19 +0,0 @@
|
||||
---
|
||||
id: "diagnosis-kpg-principle"
|
||||
type: "guidance-box"
|
||||
title: "KPG-Prinzip: Diagnose"
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||||
variant: "sky"
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||||
footnote: "📚 Theoriegeleitetes Fallverstehen, Arbeitshypothese, Kooperation"
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||||
---
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||||
**Ziel:** In der Diagnose geht es um das Erhellen und Verstehen eines Falles — die Frage lautet: «Warum ist die Situation so, wie sie ist?» ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 232](/book/arbeit/232)).
|
||||
|
||||
**Theoriegeleitetes Fallverstehen** — 5 Schritte ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 242](/book/arbeit/242)):
|
||||
1. Wahl geeigneter Wissensbestände (Theorien als «Scheinwerfer»)
|
||||
2. Theoriegeleitete Fallüberlegungen (Relationierung von Theorie und Fall)
|
||||
3. Erklärende Hypothesen formulieren als Weil-Hypothesen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 253](/book/arbeit/253))
|
||||
4. Handlungsleitende Arbeitshypothese als Wenn-Dann-Hypothese ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 245](/book/arbeit/245))
|
||||
5. Folgerungen für Professionelle ableiten — z. B. als präzise Fragestellung für die Fachleute
|
||||
|
||||
**Hypothesencharakter:** Diagnosen sind wissensbasierte Deutungen von Wirklichkeit, deren Richtigkeit offen bleibt — sie werden im Verlauf des Unterstützungsprozesses gemeinsam überprüft und weiterentwickelt ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 235](/book/arbeit/235)).
|
||||
|
||||
**Kooperatives Fallverstehen:** Erklärende Hypothesen werden mit dem Klient*innensystem besprochen und validiert — vom Klient*innensystem als hilfreich beurteilte Erklärungen fliessen in die Arbeitshypothese ein ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 247](/book/arbeit/247)).
|
||||
@ -1,12 +0,0 @@
|
||||
---
|
||||
id: "diagnosis-allowed-terms"
|
||||
type: "guidance-box"
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||||
title: "JETZT DARFST du erklärende Begriffe verwenden!"
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||||
variant: "rose"
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||||
footnote: "✅ Hier erklären: Wirkungszusammenhänge formulieren und Veränderung eruieren"
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||||
---
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||||
Im Gegensatz zur Analyse (wo nur konstatiert wurde) DARFST du in der Diagnose jetzt erklären. Nutze erklärende Begriffe für deine theoriegeleiteten Hypothesen:
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||||
|
||||
✅ **WEIL...** • ✅ **DESHALB...** • ✅ **AUFGRUND VON...** • ✅ **INFOLGE VON...**
|
||||
|
||||
Erklärende Hypothesen stellen Wirkungszusammenhänge zwischen Elementen der Ausstattung, Bedingungen und Vorkommnissen her ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 253](/book/arbeit/253)). Sie basieren stets auf den gewählten Theorien und sind durch theoriegeleitete Fallüberlegungen gestützt.
|
||||
7
060-diagnosis/03-diagnosis-kpg-principle.md
Normal file
7
060-diagnosis/03-diagnosis-kpg-principle.md
Normal file
@ -0,0 +1,7 @@
|
||||
---
|
||||
id: "diagnosis-kpg-principle"
|
||||
type: "guidance-box"
|
||||
title: "KPG-Prinzip: Diagnose"
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||||
variant: "amber"
|
||||
---
|
||||
💡 Die Diagnose fragt "Warum ist der Fall so?" (Erklärung). Im Gegensatz zur Analyse, die beschreibt WAS IST, ERKLÄRT die Diagnose Zusammenhänge mithilfe von Theorien. Ziel ist es, die Eigenlogik des Falls zu verstehen und handlungsleitende Hypothesen zu generieren.
|
||||
9
060-diagnosis/04-diagnosis-allowed-terms.md
Normal file
9
060-diagnosis/04-diagnosis-allowed-terms.md
Normal file
@ -0,0 +1,9 @@
|
||||
---
|
||||
id: "diagnosis-allowed-terms"
|
||||
type: "guidance-box"
|
||||
title: "JETZT DARFST du erklärende Begriffe verwenden!"
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||||
variant: "rose"
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||||
---
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||||
✅ Im Gegensatz zur Analyse DARFST du in der Diagnose jetzt erklären. Nutze "weil", "deshalb", "aufgrund von" für Erklärungshypothesen basierend auf deinen ausgewählten Theorien.
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||||
"WEIL..." / "DESHALB..." / "AUFGRUND VON..." / "INFOLGE VON..."
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@ -1,10 +0,0 @@
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id: "diagnosis-einleitung"
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type: "markdown"
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title: "Ziel dieses Prozessschritts"
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hint: "Beschreibe das Ziel der Diagnose (Erhellen und Verstehen des Falls mithilfe wissenschaftlicher Theorien), den Bezug zur Analyse (Fallthematik als Ausgangspunkt) und die gewählte Diagnosemethode (Theoriegeleitetes Fallverstehen). Benenne die gewählten Theorien und begründe kurz, warum sie zur Fallthematik passen."
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||||
footnote: "📚 Theoriegeleitetes und kooperatives Fallverstehen"
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||||
---
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||||
In diesem Prozessschritt wird die erarbeitete Fallthematik aus der Analyse theoriegeleitet erhellt. Ich möchte das Warum dieser Themen klarer verstehen. Mit passenden fachlichen Wissensbeständen setze ich sie mit dem Fall in Beziehung und formuliere erklärende Hypothesen. Diese Hypothesen werden im weiteren Prozess validiert, und am Ende verdichte ich sie zu einer handlungsleitenden Arbeitshypothese. Sie bildet die Grundlage für die nächsten Prozessschritte Zielsetzung und Interventionsplanung (Hochuli Freund & Stotz, 2021, Kap. 10.5) [[cite:hochuli-freund-stotz-2021]].
|
||||
|
||||
Da wir in unserem Praxisbetrieb systemisch denken (vgl. Kap. 2), wählte ich zunächst eine systemische Perspektive nach Wolf Ritscher (2022) [[cite:ritscher-2022]], um Lenys Dynamik in Übergängen besser zu verstehen. Um Lenys spezifische Belastungen und die in Kapitel 3.1 erwähnte posttraumatische Belastung nachvollziehbarer zu machen, ergänzte ich die systemische Perspektive durch traumapädagogische Überlegungen von Wilma Weiss (2024) [[cite:weiss-2024]].
|
||||
@ -1,9 +0,0 @@
|
||||
---
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||||
id: "diagnosis-case-theme-display"
|
||||
type: "markdown-readonly"
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||||
title: "Fallthematik (aus der Analyse)"
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hint: "Die Diagnose baut auf der Fallthematik und den konstatierenden Hypothesen aus der Analyse auf. Die Fallthematik ist der Ausgangspunkt für die Wahl geeigneter Wissensbestände — überprüfe sie, bevor du Theorien auswählst."
|
||||
footnote: "🔗 Schreibgeschützte Anzeige der Fallthematik aus der Analyse"
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||||
sourcePageDir: "050-analysis"
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||||
sourceBlockId: "analysis-fallthematik"
|
||||
---
|
||||
7
060-diagnosis/06-diagnosis-step-introduction.md
Normal file
7
060-diagnosis/06-diagnosis-step-introduction.md
Normal file
@ -0,0 +1,7 @@
|
||||
---
|
||||
id: "diagnosis-step-introduction"
|
||||
type: "step-introduction"
|
||||
title: "Was mache ich in diesem Schritt?"
|
||||
hint: "Beschreibe das Ziel dieses Schritts in eigenen Worten."
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||||
---
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||||
Diskussion und fachliche Auseinandersetzung der Fallthematik vor dem Hintergrund fallspezifisch ausgewählter fachlicher Wissensbestände / Theorien (theoriegeleitetes Fallverstehen).
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||||
@ -1,15 +0,0 @@
|
||||
---
|
||||
id: "diagnosis-theorie-1"
|
||||
type: "markdown"
|
||||
title: "Theorie 1"
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||||
hint: "Wähle einen Wissensbestand/Theorie als «Scheinwerfer» für die Fallthematik. Grundsätzlich kommen Theorien der Sozialen Arbeit und aller Nachbardisziplinen in Frage (Soziologie, Psychologie, Pädagogik, Psychiatrie, Recht). Begründe die Wahl nachvollziehbar und erarbeite theoriegeleitete Fallüberlegungen, die konkret auf den Fall bezogen sind."
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||||
footnote: "📚 Wahl geeigneter Wissensbestände für theoriegeleitete Erklärung"
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||||
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Meine erste theoretische Grundlage bildet Wolf Ritscher (2022) [[cite:ritscher-2022]]. Er versteht Menschen und ihre sozialen Umwelten als miteinander verbundene Ökosysteme. Lebensfähigkeit hängt von einem tragfähigen Ausgleich zwischen System und Umwelt ab (Ritscher, 2022, S. 34-35) [[cite:ritscher-2022]]. Seine systemische Perspektive hilft mir, Lenys Fallthematik im Zusammenhang mit Zuhause, Schule, Wohngruppe und ihren Übergängen zu verstehen. Die Übergänge sind für das Fallverstehen bedeutsam. Lenys Bedürfnis nach Ruhe lässt sich in diesem Zusammenhang genauer einordnen.
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Loyalität entsteht im Wechselspiel von Geben und Nehmen. Sie kann Zugehörigkeit und Zusammenhalt geben. Wenn Geben und Nehmen nicht ausgeglichen erlebt werden, kann Loyalität einengend wirken und Ablösung erschweren. Selbstständigkeit setzt eine ausgeglichene Gerechtigkeitsbilanz zwischen Eltern und Kindern voraus (Ritscher, 2022, S. 261-262) [[cite:ritscher-2022]].
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Im Verlauf dieser Fallarbeit kam es zu einem Wutausbruch. Leny wollte nach einem belastenden Wochenende wiederholt nach Hause, und die Vereinbarung, bis zum Wochenende im Heim zu bleiben, brachte ihn sichtbar zum Verzweifeln. Dabei äusserte er ausdrücklich, dass er nach Hause wolle, um die Familie zu schützen. Sein Verantwortungsgefühl kann mit einer einengenden Loyalitätsbindung zusammenhängen. Leny ist bei altersentsprechenden Alltagsaufgaben auf enge Begleitung angewiesen. Selbstständiges Handeln zeigt sich in einzelnen Alltagssituationen.
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Ressourcen werden als psychische, materielle und sozialkommunikative Quellen beschrieben, auf die bei der Bewältigung von Handlungsanforderungen zurückgegriffen werden kann. Coping-Strategien ermöglichen persönliche, kommunikative und praktische Formen der Bewältigung. Solange sich im Herkunftssystem nichts Wesentliches verändert, kann ein Verhalten für das System weiterhin sinnvoll bleiben und nicht einfach aufgegeben werden (Ritscher, 2022, S. 306-307) [[cite:ritscher-2022]]. Im Herkunftssystem können Lenys Bewältigungsstrategien weiterhin eine stabilisierende Funktion haben, damit er handlungsfähig bleibt. In ruhigeren und klareren Situationen sowie bei praktischen, kreativen oder körperlichen Beschäftigungen werden Lenys Ressourcen sichtbar. Im Praxisalltag sind dieselben Strategien jedoch weniger hilfreich, insbesondere bei mehreren Aufgaben und oft auch bei Lernanforderungen.
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12
060-diagnosis/07-diagnosis-case-theme-display.md
Normal file
12
060-diagnosis/07-diagnosis-case-theme-display.md
Normal file
@ -0,0 +1,12 @@
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id: "diagnosis-case-theme-display"
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type: "markdown-readonly"
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title: "Fallthematik (aus der Analyse)"
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hint: "Die Diagnose baut auf der Fallthematik und den Hypothesen aus der Analyse auf. Überprüfe diese, bevor du Theorien auswählst."
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footnote: "Dies ist eine schreibgeschützte Anzeige der in der Analyse definierten Fallthematik."
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## Rückblick: Ausgangspunkt für Diagnose
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Die Diagnose baut auf der Fallthematik und den Hypothesen aus der Analyse auf. Überprüfe diese, bevor du Theorien auswählst.
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@ -1,13 +0,0 @@
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id: "diagnosis-theorie-2"
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type: "markdown"
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title: "Theorie 2"
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hint: "Wähle einen zweiten Wissensbestand/Theorie als «Scheinwerfer» für die Fallthematik. Wähle eine Theorie, die einen anderen Aspekt der Fallthematik beleuchtet als Theorie 1 — z. B. Entwicklung (Erikson, Piaget), Bindung (Bowlby), Lebensbewältigung (Böhnisch), Kommunikation (Watzlawick) oder systemische Perspektive."
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footnote: "📚 Zweiter Theorierahmen für vertiefte Fallanalyse"
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Wilma Weiss vertritt eine traumapädagogische Sichtweise, die vom guten Grund des Verhaltens ausgeht und auf Selbstbemächtigung zielt (Weiss, 2024) [[cite:weiss-2024]]. Sie hält dazu an, Verhalten zuerst zu verstehen, bevor es vorschnell verändert wird. Die Würdigung einer entwickelten Strategie kann Stress verringern und neue Handlungsmöglichkeiten eröffnen. Die Einordnung als normale Reaktion auf belastende Situationen kann von Schuld und Scham entlasten (Weiss, 2024, S. 120-121, 142) [[cite:weiss-2024]]. Bei Leny können Vergessen, Ausweichen und Orientierungsschwierigkeiten einen guten Grund haben. Ich verstehe sie als sinnvolle Reaktionen auf seine Belastungen.
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Häusliche Gewalt bedeutet für Kinder eine starke Belastung. Kinder verzichten oft darauf, ihre Gefühle auszudrücken, um die Mutter nicht zusätzlich zu belasten. Sie übernehmen Verantwortung, fühlen sich schuldig und haben Angst um die Mutter, um sich selbst und um die Zukunft (Weiss, 2024, S. 42) [[cite:weiss-2024]]. Lenys Sorgen um die Mutter und die Geschwister zeigen deutlich, wie belastet seine Lebenssituation zuhause ist. Weiss verweist beim Thema häusliche Gewalt auf Kavemann und Kreyssig. Kindler beschreibt dort, dass miterlebte Partnergewalt die Entwicklung, Beziehungsgestaltung und Selbstregulation beeinträchtigen kann und bei Kindern erheblichen Stress erzeugt (Kindler, 2006, S. 40-47) [[cite:kindler-2006]]. Im beschriebenen Wutanfall war erkennbar, dass Leny seine Gefühle lange nicht ausdrücken konnte, weil er seine Mutter nicht zusätzlich belasten wollte. Wenn er nach einem belasteten Wochenende zu uns kommt, ist sein Stress sichtbar erhöht, er hat kaum Kapazität für Konzentration, ist müde, möchte schlafen, sagt, er habe Heimweh, und ist häufig nicht ganz gesund. So werden die Folgen der miterlebten häuslichen Gewalt bei Leny greifbarer.
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Frühe Stresserfahrungen können körperliche Reaktionen auslösen, zum Beispiel Erstarren oder Dissoziation. Dissoziation kann früher als Überlastungsschutz geholfen haben und sich unter anhaltender Belastung wieder aktivieren. Konzentrationsstörungen und Abschweifen können Ausdruck davon sein (Weiss, 2024, S. 144-146) [[cite:weiss-2024]]. Weiss beschreibt zudem, dass belastete Kinder im Schulalltag besonders gefordert sind und dissoziative Reaktionen leicht als Unwille gedeutet werden können (S. 166-167) [[cite:weiss-2024]]. Über Körperwahrnehmung, Selbstregulation und verlässliche Erfahrungen können sie schrittweise mehr Selbstwirksamkeit entwickeln (S. 139-140, 149-152) [[cite:weiss-2024]]. Damit werden Lenys Abschweifen, Vergessen und innere Abwesenheit verständlicher. Ich kann sie als mögliche dissoziative Reaktionen einordnen und besser nachvollziehen, weshalb Leny bei weniger Alltagsstress präsenter und aufnahmefähiger wirkt.
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8
060-diagnosis/08-diagnosis-theories.jsonc
Normal file
8
060-diagnosis/08-diagnosis-theories.jsonc
Normal file
@ -0,0 +1,8 @@
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// Theory selection for diagnosis
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{
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"id": "diagnosis-theories",
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"type": "theories",
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"title": "Theorieauswahl",
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"hint": "Wähle Theorien, die deine Fallthematik beleuchten können. Jede Theorie dient als unterschiedlicher \"Scheinwerfer\" auf den Fall.",
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"theories": []
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}
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@ -1,14 +0,0 @@
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id: "diagnosis-hypothese-2"
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type: "markdown"
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title: "Erklärende Hypothese(n)"
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hint: "Formuliere die erklärenden Weil-Hypothesen auf der Grundlage beider Theorien. Die Hypothesen sollen nachvollziehbar aus den theoriegeleiteten Fallüberlegungen abgeleitet sein, die Fallthematik erhellen und später in die Arbeitshypothese einfliessen."
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footnote: "📚 Verdichte die ergiebigsten Erklärungen aus beiden Theorien zu Weil-Hypothesen."
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| Weil Leny bei uns oft belastet ankommt, innerlich mit familiären Sorgen beschäftigt ist, hat er Mühe, bei uns anzukommen, ist müde und orientierungslos. |
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| Weil Leny in seinem Herkunftssystem Strategien entwickelt hat, um mit Belastung umzugehen, können sich sein Ausweichen und Vergessen dort stabilisierend auswirken, während sie ihm im Praxisalltag bei Anforderungen oder Aufgaben behindern. |
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| Weil Leny eine starke Loyalitätsbindung zu seiner Mutter hat, fühlt er sich für sie stark verantwortlich, was seine Ablösung erschwert und seine Selbstständigkeit im Alltag begrenzt. |
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| Weil Leny zuhause wiederholt Belastung und fehlenden Schutz erlebt, sorgt er sich stark um seine Mutter und die Geschwister und übernimmt Verantwortung, die ihn überfordert. Seine eigenen Gefühle hält er zurück und kommuniziert sie noch nicht direkt. |
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| Weil Leny frühe und anhaltende Stresserfahrungen gemacht hat, können sich sein Abschweifen, Vergessen und seine Abwesenheit in belastenden, ermüdenden oder überfordernden Situationen immer wieder als Überlastungsschutz aktivieren. |
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8
060-diagnosis/09-diagnosis-hypotheses.jsonc
Normal file
8
060-diagnosis/09-diagnosis-hypotheses.jsonc
Normal file
@ -0,0 +1,8 @@
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// Explanatory hypotheses derived from theories
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{
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"id": "diagnosis-hypotheses",
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"type": "explanatory-hypotheses",
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"title": "Erklärungshypothesen",
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"hint": "Nutze nun deine ausgewählten Theorien, um die Fallthematik zu erklären. Formuliere Hypothesen, die \"Warum ist es so?\" beantworten. Erforderliches Format: \"WEIL...\"-Hypothesen.",
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"hypotheses": []
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}
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@ -1,13 +0,0 @@
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id: "diagnosis-validierung"
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type: "markdown"
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title: "Kooperative Prozesse und Validierung"
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hint: "Beschreibe, wie du die erklärenden Hypothesen mit Leny und weiteren Beteiligten besprichst, überprüfst und weiterentwickelst. Halte fest, welche Erklärungen als hilfreich und stimmig beurteilt werden, was irritiert und was weiter klärungsbedürftig bleibt. Diese Validierung bildet die Grundlage für die handlungsleitende Arbeitshypothese."
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footnote: "🤝 Zeige, wie kooperatives Prüfen die Diagnose absichert und schärft."
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Zu Beginn der Diagnose führte ich mit der Betriebsleitung und Lenys Psychologin Gespräche zur Suche nach passenden Theorien. Meine Theorien und meine Fallbezüge brachte ich fortlaufend in die wöchentlichen Kinderbesprechungen im sozialpädagogischen Team ein. Wir prüften, ob diese die Fallthematik erhellten, Mehrwert enthielten und eine handlungsleitende Richtung erkennen liessen. Ich überlegte mir, wie Leny die Theorien vermittelt werden könnten, erstellte Bilder und entwickelte daraus einen Präsentationsfilm.
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Leny war über sieben Wochen wegen Krankheit, Ferien und einer Reise nicht bei uns. Die direkte Validierung der Diagnose mit ihm war in dieser Phase deshalb nicht möglich. Die Kindsmutter war in dieser Zeit nicht erreichbar, und mit der Beiständin konnte wegen ihrer Abwesenheit auch kein Gespräch stattfinden. Im Leny-Bezugspersonenteam und im Team Sozialpädagogik brachte ich meine Deutungen ein, zeigte den Film, und stellte Fragen. Wir tauschten uns über die erklärenden Hypothesen, die Arbeitshypothese und die Fragen für die Fachleute aus und präzisierten diese.
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Als wir auf der Fachebene bei Prozessschritt 3.5 waren, konnte ich die Diagnose mit Leny in einem Bezugspersonengespräch aufgreifen und ihm den Film zeigen. Er freute sich und bemerkte, wie viel Arbeit darin steckt. Entlastend war für ihn zu hören, dass seine Themen nicht einfach seine Schuld sind, sondern einen guten Grund haben. Ich teilte ihm die Inhalte der erklärenden Hypothesen und der Arbeitshypothese in vereinfachter Form mit. Durch den Film konnte er dies besser verstehen und begann mit mir über seine Ressourcen zu sprechen. Die Psychologin meldete danach zurück, dass sie denkt, dass der Film Leny etwas von seiner Schuld entlastet habe.
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7
060-diagnosis/10-diagnosis-working-hypothesis.md
Normal file
7
060-diagnosis/10-diagnosis-working-hypothesis.md
Normal file
@ -0,0 +1,7 @@
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id: "diagnosis-working-hypothesis"
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type: "markdown"
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title: "Handlungsleitende Arbeitshypothese"
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hint: "Verdichte deine Erklärungshypothesen zu einer zentralen Arbeitshypothese. Diese bildet die Brücke zur Zielsetzung und leitet die Intervention. Erforderliches Format: \"WENN... DANN...\"-Hypothese."
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@ -1,10 +0,0 @@
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id: "diagnosis-arbeitshypothese"
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type: "markdown"
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title: "Handlungsleitende Arbeitshypothese"
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hint: "Formuliere aus den als hilfreich beurteilten erklärenden Hypothesen eine handlungsleitende Wenn-Dann-Hypothese: «Wenn [förderliche Bedingungen/Intervention], dann [erwartete Entwicklung beim Klient*innensystem].» Die Arbeitshypothese verdichtet die validierten Erklärungen und bildet die Grundlage für die nächsten Prozessschritte."
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footnote: "📚 Handlungsleitende Arbeitshypothese als Wenn-Dann-Formulierung"
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| Wenn Leny bei Übergängen gezielt entlastet wird, seine Sorgen um Zuhause von den erwachsenen Fachpersonen verstanden und im Alltag aufgegriffen werden und er Möglichkeiten für Orientierung und Regulation erhält und lernt, die Auswirkungen seiner Sorgen besser wahrzunehmen, dann kann er schrittweise mehr Sicherheit entwickeln und im Alltag orientierter, präsenter und selbstständiger werden. |
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||||
8
060-diagnosis/11-diagnosis-items.jsonc
Normal file
8
060-diagnosis/11-diagnosis-items.jsonc
Normal file
@ -0,0 +1,8 @@
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||||
// Diagnosis items (problems and resources)
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{
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"id": "diagnosis-items",
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"type": "diagnosis-items",
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"title": "Diagnoseinhalte (Probleme & Ressourcen)",
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"hint": "Dokumentiere sowohl Probleme ALS AUCH Ressourcen mit dualer Formulierung. KPG betont eine ausgewogene Sicht, die Stärken einschliesst.",
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"items": []
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}
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@ -1,9 +0,0 @@
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id: "diagnosis-fragestellung-fachleute"
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type: "markdown"
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title: "Fragestellung für Fachleute"
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hint: "Leite auf der Grundlage der handlungsleitenden Arbeitshypothese eine präzise fachliche Fragestellung ab. Halte fest, worauf die beteiligten Fachleute im nächsten Prozessschritt besonders achten, was sie verstehen, prüfen oder im Handeln berücksichtigen sollen."
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footnote: "🎯 Formuliere aus der Arbeitshypothese eine kurze Leitfrage für die weitere professionelle Zusammenarbeit."
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Wie können wir Leny konkret in seinen Übergängen unterstützen, und welche Strukturen oder Angebote helfen ihm, mit Belastung und Überforderung im Alltag besser umzugehen, damit er mehr Selbstwirksamkeit entwickeln kann?
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12
060-diagnosis/12-diagnosis-quality-check.md
Normal file
12
060-diagnosis/12-diagnosis-quality-check.md
Normal file
@ -0,0 +1,12 @@
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id: "diagnosis-quality-check"
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type: "guidance-box"
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title: "Qualitätsprüfung: Diagnose"
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variant: "slate"
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Bevor du zur Zielsetzung übergehst, prüfe:
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- Theorien: Mindestens 2 Theorien ausgewählt mit Begründung für deren Relevanz?
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- Erklärungshypothesen: "Weil"-Hypothesen, die logisch aus Theorien abgeleitet sind?
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- Arbeitshypothese: "Wenn-dann"-Hypothese, die zum Handeln anleitet?
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- Ausgewogenheit: Sowohl Probleme ALS AUCH Ressourcen mit dualer Formulierung dokumentiert?
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@ -1,16 +0,0 @@
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id: "diagnosis-quality-check"
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type: "guidance-box"
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title: "Qualitätsprüfung: Diagnose"
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variant: "slate"
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footnote: "🔎 Prüfe anhand EPG-Kriterien und Methodenreflexion Diagnose"
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Bevor du zur Zielsetzung übergehst, prüfe:
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- [ ] **Theorieauswahl:** Mindestens 2 Theorien/Wissensbestände passend zur Fallthematik gewählt und Wahl jeweils nachvollziehbar begründet
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- [ ] **Theoriegeleitete Fallüberlegungen:** Ausführungen korrekt, konkret auf den Fall bezogen und nachvollziehbar; Theorien unterlegen die Fallthematik schlüssig
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- [ ] **Erklärende Hypothesen:** Als Weil-Hypothesen formuliert, nachvollziehbar aus den Theorien abgeleitet und mit Bezug zur Fallthematik
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- [ ] **Kooperative Validierung:** Hypothesen mit dem Klient*innensystem und relevanten Beteiligten geprüft und weiterentwickelt
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- [ ] **Arbeitshypothese:** Als Wenn-Dann-Hypothese formuliert, nachvollziehbar aus den erklärenden Hypothesen abgeleitet
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- [ ] **Fragestellung für Fachleute:** Aus den Hypothesen eine klare Leitfrage für das weitere professionelle Handeln abgeleitet
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||||
- [ ] **Kooperatives Fallverstehen:** Perspektive des Klient*innensystems einbezogen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 246](/book/arbeit/246))
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7
060-diagnosis/guidance.md
Normal file
7
060-diagnosis/guidance.md
Normal file
@ -0,0 +1,7 @@
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||||
Theoriegeleitetes Fallverstehen: Nutze wissenschaftliche Theorien als "Scheinwerfer" zur Beleuchtung der Fallthematik. Wähle mindestens 2 Theorien, leite Erklärungshypothesen ab (WEIL...) und verdichte diese zu einer handlungsleitenden Arbeitshypothese (WENN... DANN...).
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### Checkliste
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- Theorie-Auswahl & Begründung
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- Erklärende Hypothesen
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- Arbeitshypothese
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