diff --git a/060-diagnosis/10-diagnosis-validierung.md b/060-diagnosis/10-diagnosis-validierung.md index 39e9aae..b5a46da 100644 --- a/060-diagnosis/10-diagnosis-validierung.md +++ b/060-diagnosis/10-diagnosis-validierung.md @@ -5,13 +5,3 @@ title: "Kooperative Prozesse und Validierung" hint: "Beschreibe, wie du die erklärenden Hypothesen mit Leny und weiteren Beteiligten besprichst, überprüfst und weiterentwickelst. Halte fest, welche Erklärungen als hilfreich und stimmig beurteilt werden, was irritiert und was weiter klärungsbedürftig bleibt. Diese Validierung bildet die Grundlage für die handlungsleitende Arbeitshypothese." footnote: "🤝 Zeige, wie kooperatives Prüfen die Diagnose absichert und schärft." --- - -Ich führte mit der Bezugsperson aus dem Therapiebereich / der Psychologin einen Fachaustausch. Sie betonte, dass das Verstehen des «guten Grundes» sehr bedeutsam sei. Ebenso erachtete sie es als wichtig, Leny dies altersentsprechend zu vermitteln, damit seine Selbstermächtigung aktiviert werden kann. Leny soll verstehen, dass es sich um eine Schutzstrategie handelt, die ihm in gewissen Situationen hilft, aber nicht in jeder Situation passend ist. - -- Coping-Strategien bzw. Schutzressourcen können beides sein: in einer Situation hilfreiche Bewältigungsstrategien und in einer anderen Situation eine weniger hilfreiche Variante. -- Entscheidend ist deshalb die Würdigung, dass diese Strategie Leny aktuell hilft und ihm Schutz bietet. Gleichzeitig soll er lernen, dass er in anderen Situationen andere Strategien einsetzen kann. -- Nach Einschätzung der Fachperson befindet sich Leny aktuell in einer Übergangsphase, in der er dies zunehmend unterscheiden kann. Dabei ist er noch auf die Rückmeldungen der Erwachsenen angewiesen. -- Transparenz und Partizipation wurden als wichtige Grundhaltungen benannt. -- Belastung ist nicht mit einer akuten Verletzung gleichzusetzen. -- Den systemischen Gedanken nach Ritscher erachtet sie als gut anschlussfähig. Sie regte an, insbesondere Loyalitätsaspekte und Coping-Strategien in diesem Sinn stärker zu berücksichtigen. -- Das Schutzverhalten soll – auch im Gruppenkontext – gewürdigt und nicht beschämend gespiegelt werden. Gleichzeitig soll Leny Zeit und Unterstützung erhalten, um alternative Strategien zu lernen. diff --git a/notes/2026-05-25-3-3-diagnose-validierung-team-therapie.md b/notes/2026-05-25-3-3-diagnose-validierung-team-therapie.md new file mode 100644 index 0000000..d26d8ca --- /dev/null +++ b/notes/2026-05-25-3-3-diagnose-validierung-team-therapie.md @@ -0,0 +1,35 @@ +--- +id: "2026-05-25-3-3-diagnose-validierung-team-therapie" +title: "Notiz 3.3 Diagnose – Validierung Team Therapie" +timestamp: 2026-05-25T01:16:00.000Z +author: "KPG Mentor" +type: thirdParty +source: conversation +status: raw +tags: + - Kapitel 3.3 + - Diagnose + - Validierung + - Team + - Therapie + - Leny +assignments: + - stepId: "060-diagnosis" + type: primary +--- + +# Notiz 3.3 Diagnose – Validierung Team Therapie + +Mit der Bezugsperson vom Therapiebereich / der Psychologin hatte ich einen Fachaustausch. + +Sie fand das Verstehen vom guten Grund sehr bedeutsam und erachtete es auch als wichtig, dass Leny dies altersentsprechend vermittelt wird, damit seine Selbstermächtigung aktiviert werden kann. Er soll erkennen, dass es sich um eine Schutzstrategie handelt und dass ihm diese nicht in jeder Situation hilft. + +Lose Zusammenfassungen aus dem Gespräch: + +- Coping-Strategien bzw. Schutzressourcen können beides sein: gute Coping-Strategien oder in anderen Situationen eine weniger hilfreiche Variante. +- An dieser Stelle hilft es ihm und ist es gut, dass er dies hat. An anderer Stelle soll er lernen, dass er hier eine andere Strategie einsetzen kann. +- Er ist im Moment in einer Übergangsphase, in der er dies mehr und mehr unterscheiden kann, und ist dabei auf das Feedback der Erwachsenen angewiesen. +- Transparenz und Partizipation sind wichtig. +- Belastung ist nicht gleichzusetzen mit einer akuten Verletzung. +- Sie findet den systemischen Gedanken von Ritscher eine gute Ergänzung und schlägt vor, dort besonders auf Loyalität und Coping-Strategien im obigen Sinn zu achten. +- Der Schutzmechanismus soll auf der Gruppe gewürdigt und insbesondere nicht beschämend behandelt werden. Gleichzeitig soll er Zeit erhalten, dies anders zu lernen.