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@ -19,48 +19,10 @@ Ich erstellte für die Fachpersonen einen Fragebogen und passte diesen für die
***Relevante Aspekte***
#### Vergessen
Ich sehe, dass sich das Thema Vergessen in fast allen Perspektiven zeigt. Leny vergisst nicht nur Gegenstände, sondern auch Aufträge, Informationen, Termine, Abläufe und konkrete Alltagsschritte.
In der Perspektivenanalyse zeigt sich, dass bei Leny weniger klassisches Heimweh als vielmehr eine emotionale Belastung im Vordergrund steht. Das zeigt sich über die Sichtweisen von Wohnen, Schule, Therapie, Familie und Leny hinweg. Die emotionale Belastung zeigt sich vor allem im Zusammenhang mit familiären Sorgen, Belastungen zuhause, Konflikten und Übergängen. In solchen Momenten wirkt Leny oft traurig, müde, angespannt, abwesend oder zieht sich zurück.
Im Wohnen fällt das vor allem bei Übergängen, bei mehreren Aufträgen und dann auf, wenn viel los ist. In der Schule zeigt es sich eher bei Lerninhalten, beim Zuhören sowie bei Müdigkeit, Ablenkung oder fehlendem Interesse. Die Kindsmutter beschreibt ähnliche Situationen: viel Programm, Müdigkeit, Streit oder Momente, in denen es Leny nicht gut geht. Leny selbst nennt vor allem alltagspraktische Dinge. Einiges kann sich Leny auch gut merken, besonders wenn er dafür genügend Interesse hat oder es ihm wichtig scheint.
Bei den Themen Vergessen, Orientierung und Ausweichen zeigt sich kein einheitliches Bild. Die Schwierigkeiten treten je nach Situation unterschiedlich stark auf. Beim Vergessen fällt auf, dass Leny vor allem in belastenden Situationen, bei Müdigkeit oder wenn viel los ist mehr Mühe hat. Bei der Orientierung zeigen sich Schwierigkeiten besonders bei Zeitabläufen, Übergängen und kurzfristigen Veränderungen. Das Ausweichen zeigt sich vor allem dann, wenn Themen für ihn unangenehm sind, wenn ihn etwas überfordert oder wenn Anforderungen an ihn gestellt werden. Wenn ihm etwas wichtig ist, wenn ihn etwas interessiert oder wenn eine Situation vertraut und überschaubar ist, wirkt Leny oft orientierter und präsenter.
Für mich sprechen die Antworten nicht für eine allgemeine Vergesslichkeit. Sie deuten darauf hin, dass das Vergessen je nach Situation, Belastung und Interesse unterschiedlich stark sichtbar wird.
Übergreifend zeigt sich damit, dass Lenys Verhalten stark situationsabhängig ist. Belastung, Anforderungen und Übergänge haben in mehreren Themen Gewicht, während Vertrautheit, Interesse und überschaubare Situationen eher stabilisierend wirken.
#### Orientierung im Tages- und Wochenablauf
Nach meiner Einschätzung zeigt sich bei der Orientierung kein einheitliches Bild. Leny wirkt je nach Situation sehr unterschiedlich orientiert.
Mehrere Perspektiven beschreiben, dass seine Orientierung besser ist, wenn es ihm gut geht, wenn ihn etwas interessiert oder wenn er etwas im 1:1 erklärt bekommt. Schwierigkeiten zeigen sich vor allem bei Wochentagen, Zeitabläufen, kurzfristigen Veränderungen und dann, wenn vieles gleichzeitig läuft. Schule und Wohnen beschreiben die Orientierung insgesamt als schwankend. Auch die Kindsmutter sagt, dass Leny Absprachen oft nicht mehr weiss, ausser etwas ist für ihn besonders wichtig.
Leny selbst beschreibt seine Orientierung ebenfalls unterschiedlich. Er nennt Unsicherheiten beim Verlaufen, bei Wochentagen und Monaten. Gleichzeitig beschreibt er sich in vertrauten Bereichen, bei technischen Themen und bei konkreten Handlungen als gut orientiert.
Für mich sprechen die Antworten nicht für eine durchgehend schwache Orientierung. Sie deuten darauf hin, dass Leny je nach Interesse, Belastung, Vertrautheit und Form der Anleitung unterschiedlich gut orientiert ist.
#### Ausweichen / nicht reagieren
Ich sehe das Thema Ausweichen in fast allen Perspektiven. Es zeigt sich vor allem dann, wenn Leny etwas nicht machen will, wenn ihn etwas überfordert, wenn ihn ein Thema unangenehm berührt oder wenn eine Anforderung an ihn gestellt wird.
Wohnen, Schule, Kindsmutter und Therapie beschreiben ähnlich, dass Leny eher ausweicht, abschaltet oder nicht reagiert, wenn etwas lästig ist, wenn er keine Lust hat oder wenn es um schwierige Themen geht. In der Schule wird das auch bei Überforderung und Anstrengung sichtbar. In der Therapie zeigt es sich eher bei biografischen Themen oder wenn es um eigene Anteile in Konflikten geht. Leny sagt selbst, dass er bei Wut oder Traurigkeit manchmal nicht antwortet, weil er sonst weinen oder schreien müsste.
Für mich zeigt sich Ausweichen nicht zufällig. Es steht oft im Zusammenhang mit Anforderungen, unangenehmen Themen, Überforderung oder starker innerer Anspannung.
#### Heimweh / emotionale Belastung
Nach meiner Einschätzung wird Heimweh nicht von allen gleich stark beschrieben. Deutlich häufiger genannt wird eine emotionale Belastung, die vor allem am Abend, nach Wochenenden, nach Ferien, nach Konflikten oder dann sichtbar wird, wenn zuhause etwas schwierig ist.
Wohnen, Schule, Kindsmutter und Leny beschreiben ähnliche Zeichen: Rückzug, Traurigkeit, Weinen, Müdigkeit, körperliche Beschwerden, Abwesenheit oder Spannungsverlust. In der Schule wird das nach Wochenenden und Ferien teils stark mit Müdigkeit verbunden. Im Wohnen zeigt sich die Belastung oft am Abend oder in ruhigen Momenten. Die Kindsmutter beschreibt, dass Leny ruhiger wird und über Kopfweh oder Bauchweh klagt. Leny selbst sagt, dass er vor allem nachts an zuhause und an schöne Momente mit seiner Familie denkt. Mehrere Fachpersonen im Praxisbetrieb bringen Lenys emotionale Belastung mit Sorgen um seine Familie in Zusammenhang. Der Bereich Wohnen benennt konkret die Sorge um seine Mutter und den Wunsch, sie zu schützen.
Für mich steht weniger Heimweh allein im Vordergrund, sondern eher eine emotionale Belastung rund um Familie, Trennung, Konflikte und Übergänge.
#### Übergreifende Muster aus der Perspektivenanalyse
**1. Lenys Verhalten wirkt stark situationsabhängig.**
Vergessen, Orientierung, Ausweichen und emotionale Belastung zeigen sich je nach Situation unterschiedlich stark.
**2. Belastung hat in mehreren Themen Gewicht.**
Müdigkeit, Streit, viele Reize, viele Anforderungen gleichzeitig und belastende Themen tauchen in mehreren Bereichen wieder auf. In solchen Momenten zeigen sich mehr Schwierigkeiten.
**3. Interesse und Bedeutsamkeit machen einen Unterschied.**
Wenn Leny etwas wichtig findet, wenn er sich auskennt oder wenn ihn etwas interessiert, wirkt er oft orientierter und präsenter. Wenn etwas lästig, anstrengend oder wenig bedeutsam ist, zeigen sich eher Ausweichen, Vergessen oder Abschalten.
**4. Übergänge und Anforderungen scheinen heikle Momente zu sein.**
Besonders auffällig sind Wechsel, Aufträge, Gruppensituationen, kurzfristige Veränderungen und Momente, in denen etwas von Leny verlangt wird. Dort verdichten sich mehrere Themen.
**5. Emotionale Belastung zeigt sich in verschiedenen Bereichen (Wohnen, Therapie, Schule, Familie und Lenys Sicht).**
Sie wird über Rückzug, Weinen, Müdigkeit, Abwesenheit, Kopfweh oder Bauchweh sichtbar. Auch Sorgen um seine Familie werden übergreifend wahrgenommen.
Die vollständige Übersicht der Perspektivenanalyse befindet sich im Anhang (vgl. Anhang X).

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@ -19,10 +19,6 @@ Ich erarbeitete die Drei Häuser mit Leny in einem Bezugspersonengespräch. Die
***Relevante Aspekte***
Im **Haus der guten Dinge** sehe ich vor allem Beziehungen, konkrete Tätigkeiten und vertraute Dinge. Wichtig sind für Leny die Mami, Freundschaften, das Bett, Zeichnen, Kochen und Sport. Auch X-Box und Geld finden gehören für ihn zu den guten Dingen.
Bei den Drei Häusern wird nochmals deutlich, wie stark Leny mit familiären Sorgen und Belastungen zuhause beschäftigt ist. Es werden aber auch Ressourcen sichtbar, vor allem Beziehungen, vertraute Dinge und konkrete Tätigkeiten, die ihm guttun. In seinen Wünschen und Träumen wird vor allem sein Bedürfnis nach Ruhe, Sicherheit und Entlastung sichtbar. Insgesamt verdichten sich hier besonders die Themen Familie, Belastung zuhause sowie der Wunsch nach mehr Ruhe und Sicherheit.
Im **Haus der Sorgen** fallen mir vor allem Themen rund um zuhause auf. Leny sorgt sich um Trennungspläne der Mutter, um die Geschwister, um mögliche Gewalt zuhause und darum, dass ein neuer Freund kommt. Auch die Trauer um die alte Klasse ist noch da. Ich deute daraus, dass Leny besonders die Situation seiner Mutter und Geschwister beschäftigt. Ich sehe hier viele Sorgen rund um Familie, Veränderung und Unsicherheit.
Im **Haus der Wünsche und Träume** zeigt sich für mich vor allem der Wunsch nach Ruhe und Entlastung. Leny wünscht sich keine Sorgen, keine Zigaretten, kein Bier und dass die Mami keinen Partner hat. Daneben stehen auch einfache Wünsche wie unendlich viele Nudeln oder Geld haben ohne zu arbeiten. **Die Sehnsucht nach Thailand und seinem Vater.**
**Übergreifend** fällt mir auf, dass sich vor allem die Themen **Familie, Belastung zuhause, Sicherheit und Ruhe** verdichten. Gleichzeitig zeigt sich, wie wichtig für Leny auch einfache und gute Dinge im Alltag sind.
Die ausgefüllte Methode „Drei Häuser“ befindet sich im Anhang (vgl. Anhang Y).

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# Kürzung Auswertung 3.2 Version 3
# Kürzung Auswertung 3.2 Version 3 (in App übertragen am 18.3)
Diese Version dient vorläufig als Arbeitsgrundlage für die weitere Überarbeitung.