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@ -5,11 +5,10 @@ title: "Konstatierende Hypothesen"
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hint: "Formuliere konstatierende Hypothesen: Was lässt sich aus der Analyse feststellen? Gehe gedanklich auf eine Metaebene und halte Zentrales, Auffallendes, sich Widersprechendes oder Irritierendes fest. Gewichte die Hypothesen nach Relevanz. Achtung: nur beschreiben, WAS ist – keine Ursachenerklärungen (kein ‹weil›, ‹deshalb›)."
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footnote: "🔍 Konstatierende Hypothesen — Vogelperspektive und Gewichtung"
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| Bei Leny zeigt sich über mehrere Perspektiven hinweg häufiger emotionale Belastung als klassisches Heimweh. |
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| Bei Leny zeigt sich über mehrere Perspektiven hinweg häufiger emotionale Belastung als klassisches Heimweh. |
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| Diese emotionale Belastung wird besonders im Zusammenhang mit Sorgen um zuhause, Konflikten, Übergängen sowie am Abend, nach Wochenenden und nach Ferien sichtbar. |
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| Vergessen, Orientierung, Ausweichen und emotionale Belastung zeigen sich bei Leny nicht durchgehend gleich, sondern je nach Situation unterschiedlich stark. |
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| In belastenden, unangenehmen oder überfordernden Situationen sowie bei Müdigkeit zeigt Leny eher Ausweichen, Vergessen oder Schwierigkeiten mit der Orientierung. |
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| Mehrere Fachpersonen bringen Lenys emotionale Belastung mit Sorgen um zuhause, insbesondere mit der Sorge um seine Mutter, in Zusammenhang. |
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| Wenn etwas für Leny vertraut, klar oder wichtig ist, wirkt er präsenter, orientierter und zeigt weniger Ausweichen. |
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| Vergessen, Orientierung, Ausweichen und emotionale Belastung zeigen sich bei Leny nicht durchgehend gleich, sondern je nach Situation unterschiedlich stark. |
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| In belastenden, unangenehmen oder überfordernden Situationen sowie bei Müdigkeit zeigt Leny eher Ausweichen, Vergessen oder Schwierigkeiten mit der Orientierung. |
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| Mehrere Fachpersonen bringen Lenys emotionale Belastung mit Sorgen um zuhause, insbesondere mit der Sorge um seine Mutter, in Zusammenhang. |
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| Wenn etwas für Leny vertraut, klar oder wichtig ist, wirkt er präsenter, orientierter und zeigt weniger Ausweichen. |
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@ -5,8 +5,7 @@ title: "Konstatierende Hypothesen"
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hint: "Formuliere konstatierende Hypothesen aus der zweiten Analysemethode. Gehe auf die Metaebene: Was fällt auf? Was widerspricht sich? Was irritiert? Gewichte die Hypothesen nach Relevanz. Nur feststellen, WAS ist – keine Ursachenerklärungen. Bringe die Hypothesen in den Dialog mit Klient*innen."
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footnote: "🔍 Konstatierende Hypothesen — datenbasierte Aussagen formulieren"
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| Leny beschäftigen vor allem Sorgen um zuhause, um seine Mutter und um seine Geschwister. |
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| Für Leny sind Beziehungen, vertraute Dinge und konkrete Tätigkeiten wichtige Ressourcen. |
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| Leny wünscht sich im Familiensystem mehr Ruhe und Entlastung. |
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| Leny wünscht sich im Familiensystem mehr Ruhe und Entlastung. |
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@ -5,11 +5,10 @@ title: "Erklärende Hypothese(n)"
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hint: "Formuliere die erklärenden Weil-Hypothesen auf der Grundlage beider Theorien. Die Hypothesen sollen nachvollziehbar aus den theoriegeleiteten Fallüberlegungen abgeleitet sein, die Fallthematik erhellen und später in die Arbeitshypothese einfliessen."
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footnote: "📚 Verdichte die ergiebigsten Erklärungen aus beiden Theorien zu Weil-Hypothesen."
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| Erklärende Weil-Hypothesen |
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| **Ritscher** Weil Leny bei uns oft belastet ankommt, innerlich mit familiären Sorgen beschäftigt ist, hat er Mühe, bei uns anzukommen, ist müde und orientierungslos. |
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| **Ritscher** Weil Leny in seinem Herkunftssystem Strategien entwickelt hat, um mit Belastung umzugehen, können sich sein Ausweichen und Vergessen dort stabilisierend auswirken, während sie ihm im Praxisalltag bei Anforderungen oder Aufgaben behindern. |
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| **Ritscher** Weil Leny eine starke Loyalitätsbindung zu seiner Mutter hat, fühlt er sich für sie stark verantwortlich, was seine Ablösung erschwert und seine Selbstständigkeit im Alltag begrenzt. |
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| **Weiss** Weil Leny zuhause wiederholt Belastung und fehlenden Schutz erlebt, sorgt er sich stark um seine Mutter und die Geschwister und übernimmt Verantwortung, die ihn überfordert. Seine eigenen Gefühle hält er zurück und kommuniziert sie noch nicht direkt. |
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| **Weiss** Weil Leny frühe und anhaltende Stresserfahrungen gemacht hat, können sich sein Abschweifen, Vergessen und seine Abwesenheit in belastenden, ermüdenden oder überfordernden Situationen immer wieder als Überlastungsschutz aktivieren. |
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| Weil Leny bei uns oft belastet ankommt, innerlich mit familiären Sorgen beschäftigt ist, hat er Mühe, bei uns anzukommen, ist müde und orientierungslos. |
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| Weil Leny in seinem Herkunftssystem Strategien entwickelt hat, um mit Belastung umzugehen, können sich sein Ausweichen und Vergessen dort stabilisierend auswirken, während sie ihm im Praxisalltag bei Anforderungen oder Aufgaben behindern. |
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| Weil Leny eine starke Loyalitätsbindung zu seiner Mutter hat, fühlt er sich für sie stark verantwortlich, was seine Ablösung erschwert und seine Selbstständigkeit im Alltag begrenzt. |
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| Weil Leny zuhause wiederholt Belastung und fehlenden Schutz erlebt, sorgt er sich stark um seine Mutter und die Geschwister und übernimmt Verantwortung, die ihn überfordert. Seine eigenen Gefühle hält er zurück und kommuniziert sie noch nicht direkt. |
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| Weil Leny frühe und anhaltende Stresserfahrungen gemacht hat, können sich sein Abschweifen, Vergessen und seine Abwesenheit in belastenden, ermüdenden oder überfordernden Situationen immer wieder als Überlastungsschutz aktivieren. |
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@ -5,6 +5,6 @@ title: "Handlungsleitende Arbeitshypothese"
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hint: "Formuliere aus den als hilfreich beurteilten erklärenden Hypothesen eine handlungsleitende Wenn-Dann-Hypothese: «Wenn [förderliche Bedingungen/Intervention], dann [erwartete Entwicklung beim Klient*innensystem].» Die Arbeitshypothese verdichtet die validierten Erklärungen und bildet die Grundlage für die nächsten Prozessschritte."
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footnote: "📚 Handlungsleitende Arbeitshypothese als Wenn-Dann-Formulierung"
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| Wenn Leny in belastenden Übergängen gezielt entlastet wird, seine Sorgen um zuhause von den erwachsenen Fachpersonen verstanden und im Alltag aufgegriffen werden und er Möglichkeiten für Orientierung und Regulation erhält und lernt, die Auswirkungen seiner Sorgen besser wahrzunehmen und mitzuteilen, dann kann er schrittweise mehr Sicherheit entwickeln und im Alltag orientierter, präsenter und selbstständiger werden. |
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