From 4b4d20f9c5b6a3535aa5b6c244ee39b02da254b1 Mon Sep 17 00:00:00 2001 From: KPG Mentor Date: Thu, 25 Jun 2026 17:50:02 +0000 Subject: [PATCH] Setzt Korrekturrunde 2 bis Kapitel 3.1 um --- 010-introduction/02-introduction-text.md | 4 ++-- 040-situationAssessment/05-situation-text.md | 10 +++++----- 2 files changed, 7 insertions(+), 7 deletions(-) diff --git a/010-introduction/02-introduction-text.md b/010-introduction/02-introduction-text.md index b467d00..b7201ed 100644 --- a/010-introduction/02-introduction-text.md +++ b/010-introduction/02-introduction-text.md @@ -7,7 +7,7 @@ footnote: "📝 Einleitung rahmt die Arbeit — Aufgabe, Ziel, Vorgehen, Datensc --- # Aufgabenstellung -Im Rahmen meines Studiums SozialpĂ€dagogik HF Flex an der Agogis verfasse ich diese Facharbeit als promotionswirksamen Kompetenznachweis „Exemplarische Prozessgestaltung (EPG)". Meine Aufgabe ist es, die ersten fĂŒnf Prozessschritte der Kooperativen Prozessgestaltung (KPG) anhand einer Praxissituation aus meinem Betrieb durchzufĂŒhren und zu dokumentieren. Grundlage bildet das Lehrbuch *Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit* von Hochuli Freund und Stotz (2021). +Ich schreibe diese Facharbeit im Studium SozialpĂ€dagogik HF Flex an der Agogis als promotionswirksamen Kompetenznachweis „Exemplarische Prozessgestaltung (EPG)". Meine Aufgabe ist es, die ersten fĂŒnf Prozessschritte der Kooperativen Prozessgestaltung (KPG) anhand einer Praxissituation aus meinem Betrieb durchzufĂŒhren und zu dokumentieren. Grundlage bildet das Lehrbuch *Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit* von Hochuli Freund und Stotz (2021). # Übersicht ĂŒber die einzelnen Kapitel @@ -27,7 +27,7 @@ In meinem Praxisbetrieb, einem stationĂ€ren Sonderschulheim, arbeite ich als Soz # BegrĂŒndung der Fallauswahl -Bei Leny lassen sich im Alltag wiederholt Ă€hnliche Verhaltensmuster beobachten. Diese werden im Team unterschiedlich interpretiert und erklĂ€rt. Leny ist offen fĂŒr eine Auseinandersetzung mit sich. Deshalb eignet sich der Fall gut, um seine Situation im Rahmen der KPG genauer anzuschauen und fĂŒr die weitere Förderplanung besser zu verstehen. +Bei Leny lassen sich im Alltag wiederholt Ă€hnliche Verhaltensmuster beobachten. Diese werden im Team unterschiedlich interpretiert und erklĂ€rt. Leny ist offen fĂŒr eine Auseinandersetzung mit sich. Lenys Situation eignet sich dafĂŒr, sie mit KPG genauer anzuschauen und die weitere Förderplanung zu prĂ€zisieren. # Persönlichkeits- und Datenschutz diff --git a/040-situationAssessment/05-situation-text.md b/040-situationAssessment/05-situation-text.md index 1e211a5..4bb1ea7 100644 --- a/040-situationAssessment/05-situation-text.md +++ b/040-situationAssessment/05-situation-text.md @@ -21,7 +21,7 @@ Seither lebt Leny bei seiner Mutter. Aus Akten, GesprĂ€chen mit der Kindsmutter, Leny ist in ein grosses familiĂ€res und freundschaftliches Netzwerk eingebunden. Er erzĂ€hlt hĂ€ufig, was er mit Verwandten und Freunden unternimmt. Die Grosseltern mĂŒtterlicherseits leben in unmittelbarer NĂ€he und leisten viel Entlastungsarbeit im Familienalltag. Auch die Geschwister der Kindsmutter sind wichtige Bezugspersonen fĂŒr Leny. Zu einer Tante vĂ€terlicherseits hat er ebenfalls stabilen Kontakt und verbringt dort immer wieder Ferien. Leny hat viele Freunde. Viele dieser Freundschaften bestehen seit frĂŒher Kindheit. WĂ€hrend der Woche vermisst er diese zeitweise. -Nach der RĂŒckkehr in die Schweiz besuchte Leny den Kindergarten. Die Kindsmutter beschreibt diese Zeit als schwierig. In der öffentlichen Primarschule wurde er als beliebtes Klassenmitglied beschrieben. Es zeigte sich eine schulische Überforderung (siehe Abschnitt Auftrag). Im UnterstĂŒtzungsprozess wurde der Kindsmutter eine Platzierung von Leny nahegelegt, damit er sich entlasten und altersgemĂ€ss entwickeln kann. Dies gelang bis heute nur teilweise. Seit Anfang 2025 lebt Leny im Wocheninternat. +Nach der RĂŒckkehr in die Schweiz besuchte Leny den Kindergarten. Die Kindsmutter beschreibt diese Zeit als schwierig. In der öffentlichen Primarschule wurde er als beliebtes Klassenmitglied beschrieben, war schulisch jedoch ĂŒberfordert (siehe Abschnitt Auftrag). Im UnterstĂŒtzungsprozess wurde der Kindsmutter eine Platzierung von Leny nahegelegt, damit er sich entlasten und altersgemĂ€ss entwickeln kann. Dies gelang bis heute nur teilweise. Seit Anfang 2025 lebt Leny im Wocheninternat. Im Praxisbetrieb lebte sich Leny rasch ein und schloss Freundschaften. Zu Beginn wurden positive Entwicklungen wahrgenommen, nach den Sommerferien teilweise wieder RĂŒckschritte. In der Förderplanung verschob sich der Fokus im Verlauf von Ordnung ĂŒber Aufmerksamkeit und PrĂ€senz hin zur Orientierung im Tages- und Wochenablauf. @@ -31,14 +31,14 @@ Leny ist Anfang dieses Jahres 12 Jahre alt geworden. Er ist ein Junge mit alters Die Kindsmutter beschreibt Leny in GesprĂ€chen als herzlich und gutmĂŒtig. Im Alltag auf der Wohngruppe fallen dem sozialpĂ€dagogischen Team seine Freundlichkeit und sein Humor auf. In 1:1-Situationen gelingt die Zusammenarbeit mit Leny gut, und er geniesst diese Settings. Er hilft gerne mit, etwa in der KĂŒche, und setzt in freien Förderstunden kreativ eigene Ideen um. Leny verfĂŒgt ĂŒber ein gutes Körperbewusstsein und lernt BewegungsablĂ€ufe schnell, zum Beispiel beim Skifahren oder Fechten. Neuem begegnet er offen und neugierig. Konflikte mit anderen Kindern kann er teilweise selbstĂ€ndig klĂ€ren. -Die Kindsmutter berichtet, dass Leny auf Appelle hĂ€ufig nicht reagiert. Lehrpersonen beschreiben weiterhin Konzentrationsschwierigkeiten und einen erhöhten Begleitbedarf im Unterricht. Im Alltag zeigt sich, dass Leny rasch den Überblick verliert, Dinge vergisst und klare Anleitung braucht. Leny selbst sagt in solchen Situationen hĂ€ufig "ich weiss nicht" oder "ich habe es vergessen". Bei Konflikten zieht er sich eher zurĂŒck. Er Ă€ussert zudem, dass er "Ämtli" nicht gerne erledigt. Wut und andere belastende GefĂŒhle zeigt er kaum und lehnt es teils auch ab, ihnen Ausdruck zu geben. +Die Kindsmutter berichtet, dass Leny auf Appelle hĂ€ufig nicht reagiert. Lehrpersonen beschreiben weiterhin Konzentrationsschwierigkeiten und einen erhöhten Begleitbedarf im Unterricht. Im Alltag verliert Leny rasch den Überblick, vergisst Dinge und braucht klare Anleitung. Leny selbst sagt in solchen Situationen hĂ€ufig "ich weiss nicht" oder "ich habe es vergessen". Bei Konflikten zieht er sich eher zurĂŒck. Er Ă€ussert zudem, dass er "Ämtli" nicht gerne erledigt. Wut und andere belastende GefĂŒhle zeigt er kaum und lehnt es teils auch ab, ihnen Ausdruck zu geben. # GegenwĂ€rtige Situation -Im Alltag zeigt sich bei Leny weiterhin Vergesslichkeit und wenig Orientierung im Tages- und Wochenablauf. Er vergisst Absprachen, GegenstĂ€nde oder AuftrĂ€ge und ĂŒbernimmt Verantwortung oft erst nach klarer Aufforderung. Aufgaben gibt er rasch ab oder benötigt klare Anleitung. Obwohl ich in der Förderplanung gezielt an seiner Orientierung im Tages- und Wochenablauf arbeite, greift dies im Alltag bisher nur begrenzt. Die AblĂ€ufe werden fĂŒr ihn noch nicht zur Routine. Leny selbst zeigt sich in solchen Situationen meist wenig beeindruckt. Er wirkt daran gewöhnt und reagiert höchstens genervt darauf, dass wir ihn wiederholt daran erinnern. Im Austausch mit Teammitgliedern zeigt sich, dass diese Situationen unterschiedlich wahrgenommen werden. Wenn Leny etwas vergisst, nicht reagiert oder AuftrĂ€ge nicht umsetzt, wird dies teils als Überforderung und fehlende Orientierung verstanden. Teils entsteht auch der Eindruck, dass er Anforderungen bewusst ignoriert. +Im Praxisbetrieb sind Vergesslichkeit und wenig Orientierung im Tages- und Wochenablauf fast tĂ€glich sichtbar. Er vergisst Absprachen, GegenstĂ€nde oder AuftrĂ€ge und ĂŒbernimmt Verantwortung oft erst nach klarer Aufforderung. Aufgaben gibt er rasch ab oder benötigt klare Anleitung. Obwohl ich in der Förderplanung gezielt an seiner Orientierung im Tages- und Wochenablauf arbeite, greift dies bis jetzt nur begrenzt. Die AblĂ€ufe werden fĂŒr ihn noch nicht zur Routine. Leny selbst zeigt sich in solchen Situationen meist wenig beeindruckt. Er wirkt daran gewöhnt und reagiert höchstens genervt darauf, dass wir ihn wiederholt daran erinnern. Diese Situationen werden von den Fachpersonen im Praxisbetrieb unterschiedlich wahrgenommen. Wenn Leny etwas vergisst, nicht reagiert oder AuftrĂ€ge nicht umsetzt, wird dies teils als Überforderung und fehlende Orientierung verstanden. Teils entsteht auch der Eindruck, dass er Anforderungen bewusst ignoriert. -Zudem erlebt Leny immer wieder Heimweh. Er Ă€usserte kĂŒrzlich, dass ihn dieses GefĂŒhl belastet und er daran arbeiten möchte. Gleichzeitig beschĂ€ftigt ihn seine schulische Zukunft. Er war enttĂ€uscht, nicht in seine alte Klasse zurĂŒckkehren zu können, und Ă€ussert inzwischen, dass er sich ein weiteres Bleiben vorstellen kann. Die Perspektive ist derzeit weiterhin offen. Ein Junge, zu dem er auf der Wohngruppe eine sehr enge Freundschaft hatte, ist kĂŒrzlich ausgezogen. Seither zeigt sich, dass Leny wieder mehr Kontakt zu den anderen Kindern auf der Wohngruppe sucht. Lenys Sorgen um die Situation zuhause nehmen wieder zu, da die Paarbeziehung der Kindsmutter erneut belastet ist. KĂŒrzlich sagte mir Leny, dass er sich um seine Mutter sorge und das GefĂŒhl habe, dass es ihr nicht gut gehe. +Leny pflegt Freundschaften mit anderen Kindern der Wohngruppe und beteiligt sich sichtbar am Gruppengeschehen. Seit Beginn dieser Arbeit beschĂ€ftigt Leny die Frage, wo er nach den Sommerferien zur Schule gehen wird und wo er wohnen wird. Seine Haltung dazu wechselt zwischen Bleiben-Wollen und unbedingt Gehen-Wollen. Auch zuhause erlebt Leny wechselhafte Phasen. Manchmal ist es ruhiger, dann entstehen wieder neue Belastungen in der Paarbeziehung der Kindsmutter. Er sagt mir, wenn er das GefĂŒhl hat, dass es seiner Mutter nicht gut geht. Leny hat immer wieder Heimweh. KĂŒrzlich sagte er, dass ihn dieses GefĂŒhl belastet und er daran arbeiten möchte. # VorlĂ€ufige Themen -Wenn ich die Situationsbeschreibung wie ein Bild betrachte, kommen einige Themen besonders deutlich in den Vordergrund. So wĂŒrde ich vorlĂ€ufig folgende Themen beschreiben: Lenys Vergesslichkeit fĂ€llt in allen Bereichen auf. Die Orientierung im Tages- und Wochenablauf ist beinahe tĂ€glich ein Thema. Auch sein Umgang mit Anforderungen zeigt sich wiederholt und wird im Team unterschiedlich wahrgenommen. Ebenso zeigen sich Heimweh und emotionale Belastung im Zusammenhang mit seiner aktuell noch ungeklĂ€rten schulischen Perspektive sowie der belasteten Situation zuhause. Diese Themen erachte ich als lohnend, im nĂ€chsten Kapitel weiter zu vertiefen. +Wenn ich die Situationsbeschreibung wie ein Bild betrachte, erkenne ich folgende vorlĂ€ufige Themen, die ich im nĂ€chsten Schritt vertieft betrachten möchte: Lenys Vergesslichkeit fĂ€llt in allen Bereichen auf. Die Orientierung im Tages- und Wochenablauf ist beinahe tĂ€glich ein Thema. Sein Umgang mit Anforderungen zeigt sich wiederholt. Heimweh und Sorgen um seine Mutter beschĂ€ftigen Leny.