Ingest document: Übersicht Prozessschritte KPG into knowledge base

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Übersicht
Prozessschritte Kooperative Prozessgestaltung (KPG)
Präsenzforum 2: Fallverstehen

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Kooperative Prozessgestaltung
Prozessstruktur mit 7 Schritten
1 Analytische Phase
2 Handlungs-Phase
Quelle: Hochuli Freund, Ursula / Stotz, Walter (2021): Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit. Kohlhammer: Stuttgart, S. 144.

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Was ist die Kooperative Prozessgestaltung?
• Die KPG ist ein Prozessgestaltungsmodell. Es ist ein Orientierungsrahmen
für das eigene Denken und Handeln, für die Gestaltung der Kooperation
auf Fachebene (intra- und interprofessionell) und für die Gestaltung der
Kooperation mit der Klientel.
• Die KPG ist methodenintegrativ und definiert keine Handlungsrezepte und
keine Vorschriften, legt jedoch Standards für theorie- und
methodengeleitetes Vorgehen fest!
• Ein Modell ist eine Vereinfachung der Realität. Es dient der Reduktion
der Komplexität.
• Ein Modell ist ein Modell. Nicht mehr und nicht weniger.

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Ein Modell ist ein Modell!
• Landkarte und Kompass in der
Kooperativen Prozessgestaltung. Ist
Orientierung und Wegweiser in der
Planung und unterwegs. Bildet «das
Gelände» ab, ist nicht das Gelände.
• Weist auf mögliche und unmögliche
Stolpersteine hin. Auf Tücken des
Geländes und der Steigung.
Und ebenso auf «Rastplätze» und
Tankstationen.

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Prozessstruktur entlang der W-Fragen
7 Wie war es?
1 Was ist?
6 Tun!
2 Was ist los?
5 Wie und womit?
3 Warum ?
4 Wohin?!
Quelle: Hochuli Freund, Ursula / Stotz, Walter (2021): Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit. Kohlhammer: Stuttgart, S 144

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Prozessschritt 1 «Situationserfassung»
Eine Situation in einem Fall insgesamt erfassen und ein erstes Bild
erhalten.
IST - Zustand einer gegebenen Ausgangslage.
Offene und unvoreingenommene Wahrnehmung der Situation.
«Soviel wie möglich sehen. So wenig wie möglich verstehen»
«Spiegelgleiche Wahrnehmung»
• Relevante Informationen erfassen, ohne zu bewerten!
• Haltung von Offenheit, Neugier.

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@ -0,0 +1,15 @@
Prozessschritt 1 «Situationserfassung»
Ressourcenorientierter, ganzheitlicher, lebensweltorientierter Zugang.
Notwendigkeit, Realitätsausschnitt zu wählen. Strukturiert erfassen und
dokumentieren.
Am Auftrag orientierter Blick auf den Menschen in einer bestimmten Situation.
Daten/ Fakten zu Person & Situation
→ objektive Daten zu Alter, Geschlecht, Familie, Wohnort, Schule
→ rechtliche Situation, involvierte Hilfesysteme
→ biografische Verlaufsdaten
Realitätsausschnitt erweitern weitere Themen und Lebensbereichen:
→ Anlassproblem
→ Peers, Vereine, Freizeitgestaltung, Schattenwelten
→ Gesundheit/Krankheit; Diagnosen (von wann?)
→ etc.
Noch klarer fokussieren: Ein Thema noch genauer untersuchen.

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@ -0,0 +1,13 @@
Prozessschritt 1 «Situationserfassung»
Erfassungsmethoden
Erkundungsgespräch
formelle Gespräche, evtl. leitfadengestützt
informelle Gespräche
Beobachtung
Fremd- und Selbstbeobachtung
Formen: von frei, meist teilnehmend bis zu systematisch, mit
Beobachtungsbogen.
Aktenstudium
Reflektiertes Erfassen anamnestischer Informationen aus
schriftlichen Unterlagen

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@ -0,0 +1,9 @@
Prozessschritt 2 «Analyse»
Systematische Untersuchung eines Sachverhalts bezüglich aller
Komponenten, die ihn bestimmen. Strukturierte Auslegeordnung und
Bewertung, Beurteilung
Fallthematik erkennen:
Worum genau geht es
hier? Die Thematik des
Falles erkennen.

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@ -0,0 +1,13 @@
Prozessschritt 2: «Analyse»
Analysemethoden sind Vorgehensweisen, um Fakten und
Informationen im Hinblick auf einen bestimmten Fokus zu ordnen.
• Notationssysteme
Genogramm, Zeitstrahl, Netzwerkkarte, Silhouette, etc.
• Perspektivenanalyse
kooperativ mit allen beteiligten Personen (Familie, Fachpersonen, etc.)
• Klassifikationssysteme
Qualitative, quantitative, Mischformen
• Systemische Analysemethoden
• Analyse durch Reflexion des eigenen Erlebens der Professionellen
offene Analysefragen in der Praxis

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@ -0,0 +1,4 @@
Prozessschritt 2 «Analyse»
Wie wird bei der Analyse vorgegangen?
Quelle: Hochuli Freund & Stotz 2021, S. 189

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@ -0,0 +1,11 @@
Prozessschritt 3 «Diagnose» «Soziale Diagnose»
Eine Soziale Diagnose will Situation, Verhalten, subjektive
Sinnzusammenhänge erhellen, deuten, erklären, verstehen. Eine
soziale Diagnose bildet die Basis für hilfreiche Interventionen.
Warum: Fallverstehen als Versuch verstehen.
Beizug von Wissen und Hypothesenbildung als Expert*innentätigkeit.
Dialogische Verständigung über (erklärende) Hypothesen mit Beteiligten (und mit Betroffenen).
Ergebnis dieses Aushandlungsprozesses sind Arbeitshypothesen in der Form «Wenn… dann…».
Diese Arbeitshypothesen bilden die Grundlage der Weiterarbeit.

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Prozessschritt 3 «Diagnose» Vorgehen «Theoriegeleitetes
Fallverstehen»

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@ -0,0 +1,17 @@
Soziale Diagnose: «Theoriegeleitetes Fallverstehen»
Schritt 1: Theoriewahl
Welche unterschiedlichen Wissensbestände (Theorien, Konzepte,
Forschungsergebnisse) könnten aufschlussreich sein und dazu beitragen, die
Fallthematik zu erhellen?
Bewegung der Öffnung I
< Blick zurück
Schritt 2: Theoriegeleitete Fallüberlegungen
Welche Verbindungen lassen sich herstellen zwischen Theorie und Fall/Fallthematik?
Inwiefern können Situationen und Verhaltensweisen im Fall auf dem Hintergrund der
ausgewählten Theorien oder Forschungsergebnisse erklärt und verstanden werden?
Bewegung der Öffnung II
< Blick zurück
14

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@ -0,0 +1,18 @@
Soziale Diagnose: «Theoriegeleitetes Fallverstehen»
Schritt 3: Erklärende Hypothesen (Weil …)
Welche Erklärungen zur Fallthematik lassen sich aus diesen Fallüberlegungen
festhalten? Wie lassen sich diese Erklärungen in den Dialog mit dem Klienten, der
Klientin einbringen und validieren?
Bewegung der Schliessung I
< Blick zurück
Schritt 4: Handlungsleitende Arbeitshypothese (Wenn …, dann …)
Welches sind die wichtigsten Erklärungen, und was wird auf der Klient*innenebene
angestrebt? Wie lassen sich diese Überlegungen in den Dialog mit der Klientin, dem
Klienten einbringen und validieren?
Bewegung der Schliessung II
< Blick zurück und nach vorne >
15

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@ -0,0 +1,9 @@
Soziale Diagnose: «Theoriegeleitetes Fallverstehen»
Schritt 5: Fragestellung für die Professionellen
Welche Aufgaben ergeben sich für die Professionellen aus den wichtigsten
Erklärungen?
Überleitung zur Zielsetzung und zur Interventionsplanung
Blick nach vorne >
16

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@ -0,0 +1,11 @@
Prozessschritt 4 «Ziele setzen»
Veränderung als erstrebenswerter Sollzustand in der Zukunft
beschreiben und festlegen!
Aus den Erkenntnissen aus Analyse und Diagnose werden mit der Klientin
/dem Klienten zusammen wichtige, bedeutsame und motivierende Ziele
formuliert. Gute Ziele wachsen auf dem Boden der bisherigen gemeinsamen
Prozessgestaltung mit den Klient*innen und nehmen deren Anliegen und
Bedürfnisse ernst.
Vorgaben sind keine Ziele.
Motivation und Veränderungsenergie nutzen!
In dieser Phase geht es um das festlegen von Grobzielen. Noch keine SMARTFeinziele

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@ -0,0 +1,13 @@
Schritt 4: Bedeutung, Aufgaben und Funktionen von Zielen
• «Ob es besser wird, wenn es anders wird, weiss ich nicht. Dass es anders werden
muss, wenn es besser werden soll, ist gewiss.» (Lichtenberg 2006, S. 293 in Hochuli
Freund/Stotz 2021, S. 272).
• Es braucht Vorstellungen davon, wohin sich etwas verändern soll, um den weiteren
Prozess in eine ganz bestimmte Richtung zu lenken.
• Auch in der sozialen Arbeit haben Zielsetzungen die Funktion von
handlungsleitenden Grundlagen für den weiteren Unterstützungsprozess.
• Das Ziel ist dadurch charakterisiert, dass ein Mensch zu dessen Erreichung von sich
aus etwas unternehmen, aktiv sein muss.
• Die Erreichung des Ziels ist ergebnisoffen.
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@ -0,0 +1,35 @@
Schritt 4: Kooperation in der Zielentwicklung
Gemeinsames Entwickeln von Zielen erschwert die Manipulation der Klientel.
Fokus auf der Herstellung einer autonomen Lebensführung
Professionelle erkunden, was für die Klientel subjektiv wichtig ist (aufgrund der
vorhergehenden Prozessschritte)
sorgfältiges, transparentes methodisches Vorgehen
gemeinsame Zielfindungsgespräche
alle Beteiligten in die Zielfindung miteinbeziehen
Ermöglichung von Partizipation
Die Fachkräfte sind für den Prozess der Koproduktion verantwortlich.
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@ -0,0 +1,6 @@
Schritt 4: Zielfindungsprozess als Pendelbewegung
Professionsethische Werte
Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 281
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@ -0,0 +1,12 @@
Prozessschritt 4 «Ziele setzen»
Bildungsziele Fokus auf dem Subjekt
Beziehen sich auf den Bildungsprozess der Klient*innen.
Sie sind nur (!) in Kooperation mit Klient*innen zu formulieren.
Die Frage ist, in welche Richtung der Klient / die Klientin gehen kann /
will, um das Problem zu lösen?
Unterstützungsziele Fokus auf den Umweltfaktoren
Beziehen sich auf das Ermöglichen und Unterstützen von
Entwicklungs- und Bildungsprozessen. Sie fokussieren die Tätigkeit
der Professionellen.
Die Frage ist, was die Professionellen tun, um das Erreichen des
Zieles zu unterstützen und zu ermöglichen?

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@ -0,0 +1,20 @@
Schritt 4: Zielhierarchie
(Sozial)pädagogisches Handeln ist stets bewusst oder unbewusst intentional
bzw. zielgerichtet.
Menschliches Handeln ist grundsätzlich hierarchisch aufgebaut.
Menschliches Handeln ist immer in einem bestimmten Kontext angesiedelt.
Der Kontext beeinflusst (fördert oder behindert) menschliches Handeln
wesentlich
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@ -0,0 +1,12 @@
Schritt 4: Zielsetzung
Zielhierarchie
Ziele haben eine bessere Chance
erreicht zu werden, wenn …
… sie im Veränderungsprozess
eine Orientierung geben …
… wenn der Weg zum Ziel in
sinnvolle Teilschritte gegliedert
worden ist.
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@ -0,0 +1,13 @@
Schritt 4: Hierarchisierung von Zielen
Fernziel:
Ist oft im Auftrag enthalten und gibt den Rahmen für die weiteren Zielformulierungen
Grobziel:
Auf der Grundlage des Fernziels und der Diagnose
Anspruch: Sie sind der Klientel wichtig, werden als erreichbar eingestuft und akzeptiert
Feinziel:
Werden nach der Interventionsplanung erstellt → Überschneidung der Prozessschritte
Konkretisieren das Grobziel, sind konkret, überschaubar, relevant, realistisch und
überprüfbar
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@ -0,0 +1,3 @@
Schritt 4: Zielhierarchie
25

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@ -0,0 +1,3 @@
Schritt 4: Zielbaum
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Schritt 4: Zielbogen
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@ -0,0 +1,22 @@
Schritt 4: Hierarchisierung von Zielen
Fernziel
Analyse u. Diagnose
Grobziele 1 (Unterstützungsziel)
Grobziele 2 (Bildungsziel)
Interventionsplanung
Feinziel 1 (UZ)
Feinziel 2 (UZ)
Feinziel 1 (BZ)
Feinziel 2 (BZ)
Feinziel 3 (BZ)
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@ -0,0 +1,11 @@
Schritt 4: Zielsetzung
• Ziele immer positiv formulieren
• als Anstrebensziele formulieren
• Wenn mehrere Kriterien erfüllt sein müssen für die angestrebte Zielvorstellung
(Polytelie), führt dies zu Unklarheit.
• immer nur ein zu erfüllendes Kriterium pro Zielsetzung
• Zielkonflikte vermeiden
• Ziele so definieren, dass keine anderen Probleme erzeugt werden.
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@ -0,0 +1,20 @@
Schritt 4: Positive Ziele formulieren…
… etwas Erstrebenswertes zum Ausdruck bringen …
… etwas erreichen wollen, für das es sich lohnt sich einzusetzen …
… erwünschte Verbesserung, Veränderung …
( Wenn wir uns gedanklich mit dem beschäftigen, was nicht geschehen soll ,
macht sich genau das, was wir vermeiden wollen, in unserer Vorstellung breit
.)
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@ -0,0 +1,8 @@
Schritt 4: Positive Ziele formulieren…
positive somatische Marker
(Damasio, 1994)
✓ sichtbar im Gesicht
✓ spürbar in Körper und Bauch
31

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@ -0,0 +1,32 @@
Schritt 4: Gute Ziele…
sind kooperativ ausgehandelt und erarbeitet
sind k k k k
betreffen nur tatsächlich Veränderbares, Lernbares und Gestaltbares
sind ausreichend begründet (Fernziel und Grobziele) und machen Sinn
geben Orientierung in Veränderungsprozessen
sind operationalisiert d.h. überprüfbar
sind im Präsens formuliert
(kurz konkret klar klientenzentriert)
32

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@ -0,0 +1,8 @@
Schritt 4: Zielentwicklungssysteme
S = specific (spezifisch)
M = measurable (messbar)
A = achievable (erreichbar)
R = realistic (realistisch)
T = timely (terminiert)
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@ -0,0 +1,3 @@
Schritt 4: Zielsetzung
34

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@ -0,0 +1,14 @@
Schritt 4: Zielentwicklungssysteme
S.M.A.R.T
S: Spezifisch, das Ziel so konkret wie möglich formulieren
M: Messbar, auf welche Weise wird die Arbeit überprüft
A: ausgehandelt, attraktiv, akzeptiert, mit und von den Direktbeteiligten
R: realistisch, die Voraussetzungen für die Lösung der Aufgaben sind vorhanden
T: terminiert, ein Termin für die Überprüfung ist gesetzt
Kritische Anmerkung:
Es kann dazu führen, dass alle Prozesse in der Sozialen Arbeit als operationalisierbar
betrachtet werden. Ziele werden manchmal zu konkret und bereits als Intervention
formuliert, die Motivation geht verloren.
Einige Aspekte in der S.M.A.R.T-Zielformulierung mündet oftmals bereits in der
Interventionsplanung.
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@ -0,0 +1,20 @@
Schritt 4: Zielentwicklungssysteme: W-Fragen
WARUM soll das Ziel erreicht werden (Motiv)?
WOZU soll das Ziel erreicht werden (Zweck)?
WER soll das Ziel erreichen (Adressat*innen)?
WAS soll mit der vorliegenden Zielsetzung erreicht werden (Inhalt)?
WO soll das Ziel erreicht werden (Ort)?
WANN, WIE LANGE, WIE OFT soll Unterstützung geleistet werden (Zeit)?
WIE soll das Ziel erreicht werden (Mittel)?
Kritische Anmerkung:
Die letzten zwei Fragen münden bereits in die Interventionsplanung.
36

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@ -0,0 +1,3 @@
Prozessschritt 5 «Interventionsplanung»
Quelle: Hochuli Freund & Stotz 2021, S. 311.

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@ -0,0 +1,10 @@
Prozessschritt 5 «Interventionsplanung»
Bewegung der Öffnung:
In welche Richtung können wir
denken, um das Problem zu
lösen? Ressourcenorientierung.
Sind die
Interventionsmöglichkeiten
entworfen und geklärt, folgt eine
Bewegung der Schliessung: Wer
macht was, wie, wo?

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@ -0,0 +1,5 @@
Prozessschritt 6 «Interventionsdurchführung»
In der Durchführungsphase ist die Fachperson als Vernetzerin und
Koordinatorin tätig. Wichtig dabei sind Offenheit, die Flexibilität für ggf.
rollende Planung, Transparenz, eine ständige Überprüfung und
regelmässige Dokumentation.

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@ -0,0 +1,12 @@
Schritt 6: Interventionsdurchführung «Wie ist das Geplante
zu tun?»
• Es geht darum, Personen, Aufgaben, Vorgehensweisen, Organisationen und
Tätigkeiten auf der Basis von offen gelegten Entscheidungsstrukturen miteinander
zu vernetzen und für einen angemessenen Informationsfluss zu sorgen.
• Interventionen sind systematisch und kontinuierlich zu dokumentieren
• Mittels Controlling soll der Mitteleinsatz überprüft und nötigenfalls angepasst
werden.
Ziel ist eine wirksame Unterstützung von Klient*innen(systemen) zum Erreichen der
vereinbarten Ziele unter optimalem Einsatz vorhandener Ressourcen.
40

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@ -0,0 +1,20 @@
Schritt 6: Methodisches Vorgehen
Handlungsleitende Konzepte und Interventionsmodi (Hochuli Freund/Stotz 2020, S.
270f.) auf ihre Angemessenheit prüfen.
Koordination von Beginn weg festlegen
PC-gestütztes Dokumentationssystem
Rolle der Professionellen im Interventionsmodus entsprechend fall- und
situationsbezogen selbstreflexiv gestalten.
41

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@ -0,0 +1,10 @@
Schritt 6: Kooperation
Ebene Klient*in / Zielgruppe
• Grad der Unterstützung ständig
überprüfen und dosieren
Fachebene
• eigene Person als Arbeitsinstrument
reflektieren
• Koordination und Vernetzung
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@ -0,0 +1,10 @@
Schritt 6: Interventionsdurchführung
Monitoring
• Überwachung von Vorgängen
• Systematische Erfassung, Messung und Beobachtung eines Prozesses mittels
vorgegebener Instrumente
Controlling
• Prüfung von Effektivität und Effizienz von Interventionen
• Aufzeigen von Optimierungsmöglichkeiten
43

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@ -0,0 +1,8 @@
Prozessschritt 7 «Evaluation»
• Evaluieren heisst, einen Gegenstand systematisch zu untersuchen
und daraus Folgerungen abzuleiten
• Evaluationen sind datenbasierte und methodisch angelegte
Beschreibungen und Bewertungen von Programmen, Projekten
und Massnahmen.
• Sie lassen sich an Gütekriterien überprüfen.

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@ -0,0 +1,15 @@
Prozessschritt 7 «Evaluation»
Evaluation: aus dem Lateinischen ex-Valor einen Wert daraus
ziehen. Dies bedeutet auch Auswertung, Bewertung, Beurteilung.
Evaluation beinhaltet drei voneinander zu trennende Schritte.
Innehalten,
Auswerten
Beurteilen,
Bilanz ziehen
Daraus
lernen
Zahlreiche Evaluationsformen, Evaluationsinstrumente und Materialien. Eine
Fallbezogene Selbstevaluation beinhaltet auch die Evaluation mit Klient*innen.

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@ -0,0 +1,9 @@
Prozessschritt 7 «Evaluation» - Evaluationsdimensionen
Evaluationsdimensionen:
Fokus der Evaluation
festlegen.
Was genau will ich
evaluieren und wie gelingt
mir das?
Quelle: Hochuli Freund & Stotz 2021, S. 339

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@ -0,0 +1,13 @@
Thema 7 Formen von Evaluation
• externe Evaluation
• interne Evaluation
• Fremdevaluation
• Evaluation von oben
• Evaluation von unten
• Evaluation von aussen
• Selbstevaluation
• summative Evaluation
• formative Evaluation
• Output-Evaluation
• Input-Evaluation
• Prozess-, Struktur- und Ergebnisevaluation

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@ -0,0 +1,12 @@
Schritt 7
Evaluation
• Evaluation auf der Organisationsebene ist eng verknüpft mit Qualitätsentwicklung
und management.
• Reflexion als allgemeine, kontinuierliche Aufgabe von Professionellen, welche im
Habitus verankert ist.
• Evaluation als strukturierte, kriteriengeleitete Überprüfung des eigenen Handelns,
setzt Reflexionsfähigkeit voraus und beinhaltet reflexive Aufgaben.
48

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@ -0,0 +1,5 @@
Prozessschritt 7 «Evaluation» - Selbstevaluation
• Beschreibung und Bewertung von Ausschnitten des eigenen alltäglichen beruflichen
Handelns und seiner Auswirkungen nach bestimmten Kriterien
• Im Zusammenhang mit der KPG:
fallbezogene Evaluation

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@ -0,0 +1,16 @@
Schritt 7 Evaluation Aufgaben
Möglichkeit zu lernen (aus Fehlern wie aus erfolgreichen Prozessen)
geleistete Arbeit würdigen und wertschätzen
Beitrag zur Psychohygiene
wertschätzende Distanznahme zum eigenen Handeln
Evaluation bezieht sich auf alle vorhergehenden Schritte.
Fliessender Übergang zum Prozessschritt Situationserfassung
50

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@ -0,0 +1,12 @@
Schritt 7 Evaluation Arbeitsregeln nach Müller
1. Evaluation heisst genaues und ehrliches Zugänglichmachen von empfindlichen
Punkten.
2. Selbstevaluation hat Voraussetzungen:
• Mann muss sie sich leisten können; in einem Klima, in dem Angst und
wechselseitige Bedrohung herrschen, ist Selbstevaluation unmöglich.
• Sie muss freiwillig sein und kann nicht erzwungen werden.
• Sie muss davor geschützt sein, missbraucht zu werden.
• Sie erfordert etwas Zivilcourage.
3. Selbstevaluation heisst herstellen von Rahmenbedingungen, die Offenheit und
ungeschützte Sachkritik ermöglichen.
51

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@ -0,0 +1,11 @@
Schritt 7 Evaluation Arbeitsregeln nach Müller
4. Evaluation wird leichter, wenn man dafür verfügbare und einfach zu handhabende
Instrumente der Dokumentation und Praxisforschung nutzt.
5. Sozialpädagogische Evaluation braucht Kriterien der Wirksamkeit, ethische
Massstäbe für den Umgang mit Adressaten und Massstäbe für die Realitätsprüfung
ihrer Ziele. Diese Kriterien dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.
6. Evaluation als Teil kasuistischer Arbeit ist primär Selbstevaluation; sie muss sich aber
der Grenzen ihrer Möglichkeiten und notwendiger Korrektive durch Evaluation «von
oben», «von unten» und «von aussen» bewusst sein.
52

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@ -0,0 +1,17 @@
Schritt 7: Evaluation
Zeitpunkt
• als abschliessender Rückblick
• als kontinuierliche Aufgabe im Verlaufe eines
Unterstützungsprozesses
Beteiligte
• Klientel
• Klient*innensystem
• Fachpersonen
Hilfsmittel
• Checklisten
• Skalierungsfragen
• Offene Fragen
• Spezifische Evaluationsinstrumente
53

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@ -0,0 +1,15 @@
Prozessstruktur entlang der W-Fragen
7 Wie war es?
1 Was ist?
6 Tun!
2 Was ist los?
5 Wie und womit?
3 Warum ?
4 Wohin?!
Quelle: Hochuli Freund, Ursula / Stotz, Walter (2021): Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit. Kohlhammer: Stuttgart, S 144

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@ -0,0 +1,26 @@
Kooperative Prozessgestaltung weitere Modelle
Begriffe / Modelle für strukturiertes methodisches Vorgehen:
Erziehungsplanung
Förderplanung
Standortbestimmung
Hilfeplanung
Entwicklungsförderung
Beratungsprozesse
Interventionsplanung
Assessment
www.pixabay.com, letzter Zugriff 25.01.2023
Quelle: exlibris.ch, letzter Zugriff 25.01.2023
Quelle: https://leichtesprache.lvr.de/de/nav_main/wohnen_2/hilfe_planung/der_hilfeplan_1/artikel_47.html, letzter
Zugriff 25.01.2023

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@ -0,0 +1,5 @@
Literatur
• Hochuli Freund, U. & Stotz, W. (2021): Kooperative Prozessgestaltung in der
Sozialen Arbeit. Ein methodenintegratives Lehrbuch. Kohlhammer: Stuttgart.
• Unbeschriftete Bilder: www.pixabay.com

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@ -0,0 +1,233 @@
# Evidence: Übersicht Prozessschritte KPG
Source document: [Übersicht Prozessschritte KPG](../../documents/Übersicht%20Prozessschritte%20KPG/PPT_PF2_Übersicht%20Prozessschritte%20KPG.pdf)
---
## Definition and Core Concept of KPG
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** What is KPG?
- **Pages:** 002
- **Quote:** "Die KPG ist ein Prozessgestaltungsmodell. Es ist ein Orientierungsrahmen für das eigene Denken und Handeln, für die Gestaltung der Kooperation auf Fachebene (intra- und interprofessionell) und für die Gestaltung der Kooperation mit der Klientel."
## Methodological Integration and Standards
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Methodological approach
- **Pages:** 002
- **Quote:** "Die KPG ist methodenintegrativ und definiert keine Handlungsrezepte und keine Vorschriften, legt jedoch Standards für theorie- und methodengeleitetes Vorgehen fest!"
## Model as Orientation Framework
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Model concept
- **Pages:** 003
- **Quote:** "Landkarte und Kompass in der Kooperativen Prozessgestaltung. Ist Orientierung und Wegweiser in der Planung und unterwegs. Bildet «das Gelände» ab, ist nicht das Gelände."
## Seven-Step Process Structure
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Process structure overview
- **Pages:** 001
- **Quote:** "Kooperative Prozessgestaltung Prozessstruktur mit 7 Schritten 1 Analytische Phase 2 Handlungs-Phase"
## W-Questions Framework
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Process structure
- **Pages:** 004
- **Quote:** "Prozessstruktur entlang der W-Fragen 7 Wie war es? 1 Was ist? 6 Tun! 2 Was ist los? 5 Wie und womit? 3 Warum ? 4 Wohin?!"
## Step 1: Situational Assessment
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Process step 1
- **Pages:** 005
- **Quote:** "Prozessschritt 1 «Situationserfassung» Eine Situation in einem Fall insgesamt erfassen und ein erstes Bild erhalten. IST - Zustand einer gegebenen Ausgangslage."
## Unbiased Perception in Assessment
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Assessment principles
- **Pages:** 005
- **Quote:** "Offene und unvoreingenommene Wahrnehmung der Situation. «Soviel wie möglich sehen. So wenig wie möglich verstehen» «Spiegelgleiche Wahrnehmung»"
## Resource-Oriented Assessment Approach
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Assessment methodology
- **Pages:** 006
- **Quote:** "Ressourcenorientierter, ganzheitlicher, lebensweltorientierter Zugang."
## Step 2: Analysis
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Process step 2
- **Pages:** 008
- **Quote:** "Prozessschritt 2 «Analyse» Systematische Untersuchung eines Sachverhalts bezüglich aller Komponenten, die ihn bestimmen. Strukturierte Auslegeordnung und Bewertung, Beurteilung"
## Case Thematic Recognition
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Analysis focus
- **Pages:** 008
- **Quote:** "Fallthematik erkennen: Worum genau geht es hier? Die Thematik des Falles erkennen."
## Analysis Methods
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Analysis methodology
- **Pages:** 009
- **Quote:** "Analysemethoden sind Vorgehensweisen, um Fakten und Informationen im Hinblick auf einen bestimmten Fokus zu ordnen. • Notationssysteme Genogramm, Zeitstrahl, Netzwerkkarte, Silhouette, etc. • Perspektivenanalyse kooperativ mit allen beteiligten Personen (Familie, Fachpersonen, etc.) • Klassifikationssysteme Qualitative, quantitative, Mischformen • Systemische Analysemethoden • Analyse durch Reflexion des eigenen Erlebens der Professionellen • 'offene' Analysefragen in der Praxis"
## Step 3: Social Diagnosis
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Process step 3
- **Pages:** 011
- **Quote:** "Prozessschritt 3 «Diagnose» «Soziale Diagnose» Eine Soziale Diagnose will Situation, Verhalten, subjektive Sinnzusammenhänge erhellen, deuten, erklären, verstehen. Eine soziale Diagnose bildet die Basis für hilfreiche Interventionen."
## Case Understanding as Interpretation
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Diagnosis approach
- **Pages:** 011
- **Quote:** "Warum: Fallverstehen als Versuch verstehen."
## Working Hypotheses Development
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Hypothesis formation
- **Pages:** 011
- **Quote:** "Beizug von Wissen und Hypothesenbildung als Expert*innentätigkeit. Dialogische Verständigung über (erklärende) Hypothesen mit Beteiligten (und mit Betroffenen). Ergebnis dieses Aushandlungsprozesses sind Arbeitshypothesen in der Form «Wenn… dann…». Diese Arbeitshypothesen bilden die Grundlage der Weiterarbeit."
## Theory-Guided Case Understanding - Theory Selection
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Diagnosis process substep 1
- **Pages:** 013
- **Quote:** "Schritt 1: Theoriewahl Welche unterschiedlichen Wissensbestände (Theorien, Konzepte, Forschungsergebnisse) könnten aufschlussreich sein und dazu beitragen, die Fallthematik zu erhellen? Bewegung der Öffnung I"
## Theory-Guided Case Reflection
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Diagnosis process substep 2
- **Pages:** 013
- **Quote:** "Schritt 2: Theoriegeleitete Fallüberlegungen Welche Verbindungen lassen sich herstellen zwischen Theorie und Fall/Fallthematik? Inwiefern können Situationen und Verhaltensweisen im Fall auf dem Hintergrund der ausgewählten Theorien oder Forschungsergebnisse erklärt und verstanden werden? Bewegung der Öffnung II"
## Explanatory Hypotheses Formation
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Diagnosis process substep 3
- **Pages:** 014
- **Quote:** "Schritt 3: Erklärende Hypothesen (Weil …) Welche Erklärungen zur Fallthematik lassen sich aus diesen Fallüberlegungen festhalten? Wie lassen sich diese Erklärungen in den Dialog mit dem Klienten, der Klientin einbringen und validieren? Bewegung der Schliessung I"
## Action-Guiding Working Hypothesis
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Diagnosis process substep 4
- **Pages:** 014
- **Quote:** "Schritt 4: Handlungsleitende Arbeitshypothese (Wenn …, dann …) Welches sind die wichtigsten Erklärungen, und was wird auf der Klient*innenebene angestrebt? Wie lassen sich diese Überlegungen in den Dialog mit der Klientin, dem Klienten einbringen und validieren? Bewegung der Schliessung II"
## Professional Task Definition
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Diagnosis process substep 5
- **Pages:** 015
- **Quote:** "Schritt 5: Fragestellung für die Professionellen Welche Aufgaben ergeben sich für die Professionellen aus den wichtigsten Erklärungen? Überleitung zur Zielsetzung und zur Interventionsplanung"
## Step 4: Goal Setting
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Process step 4
- **Pages:** 016
- **Quote:** "Prozessschritt 4 «Ziele setzen» Veränderung als erstrebenswerter Sollzustand in der Zukunft beschreiben und festlegen!"
## Cooperative Goal Development
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Goal development approach
- **Pages:** 016
- **Quote:** "Aus den Erkenntnissen aus Analyse und Diagnose werden mit der Klientin /dem Klienten zusammen wichtige, bedeutsame und motivierende Ziele formuliert. Gute Ziele wachsen auf dem Boden der bisherigen gemeinsamen Prozessgestaltung mit den Klient*innen und nehmen deren Anliegen und Bedürfnisse ernst. Vorgaben sind keine Ziele. Motivation und Veränderungsenergie nutzen!"
## Goals as Action Orientation
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Purpose of goals
- **Pages:** 017
- **Quote:** "«Ob es besser wird, wenn es anders wird, weiss ich nicht. Dass es anders werden muss, wenn es besser werden soll, ist gewiss.» (Lichtenberg 2006, S. 293 in Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 272). Es braucht Vorstellungen davon, wohin sich etwas verändern soll, um den weiteren Prozess in eine ganz bestimmte Richtung zu lenken. Auch in der sozialen Arbeit haben Zielsetzungen die Funktion von handlungsleitenden Grundlagen für den weiteren Unterstützungsprozess. Das Ziel ist dadurch charakterisiert, dass ein Mensch zu dessen Erreichung von sich aus etwas unternehmen, aktiv sein muss."
## Cooperation in Goal Development
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Goal finding principles
- **Pages:** 018
- **Quote:** "Gemeinsames Entwickeln von Zielen erschwert die Manipulation der Klientel. Fokus auf der Herstellung einer autonomen Lebensführung Professionelle erkunden, was für die Klientel subjektiv wichtig ist (aufgrund der vorhergehenden Prozessschritte) sorgfältiges, transparentes methodisches Vorgehen gemeinsame Zielfindungsgespräche alle Beteiligten in die Zielfindung miteinbeziehen Ermöglichung von Partizipation Die Fachkräfte sind für den Prozess der Koproduktion verantwortlich."
## Educational vs. Support Goals
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Goal types
- **Pages:** 020
- **Quote:** "Bildungsziele Fokus auf dem Subjekt Beziehen sich auf den Bildungsprozess der Klient*innen. Sie sind nur (!) in Kooperation mit Klient*innen zu formulieren. Die Frage ist, in welche Richtung der Klient / die Klientin gehen kann / will, um das Problem zu lösen? Unterstützungsziele Fokus auf den Umweltfaktoren Beziehen sich auf das Ermöglichen und Unterstützen von Entwicklungs- und Bildungsprozessen. Sie fokussieren die Tätigkeit der Professionellen. Die Frage ist, was die Professionellen tun, um das Erreichen des Zieles zu unterstützen und zu ermöglichen?"
## Goal Hierarchy - Distance, Gross and Fine Goals
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Goal hierarchy
- **Pages:** 023
- **Quote:** "Fernziel: Ist oft im Auftrag enthalten und gibt den Rahmen für die weiteren Zielformulierungen Grobziel: Auf der Grundlage des Fernziels und der Diagnose Anspruch: Sie sind der Klientel wichtig, werden als erreichbar eingestuft und akzeptiert Feinziel: Werden nach der Interventionsplanung erstellt → Überschneidung der Prozessschritte Konkretisieren das Grobziel, sind konkret, überschaubar, relevant, realistisch und überprüfbar"
## Goal Formulation Principles
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Goal formulation rules
- **Pages:** 028
- **Quote:** "Ziele immer positiv formulieren als Anstrebensziele formulieren Wenn mehrere Kriterien erfüllt sein müssen für die angestrebte Zielvorstellung (Polytelie), führt dies zu Unklarheit. immer nur ein zu erfüllendes Kriterium pro Zielsetzung Zielkonflikte vermeiden Ziele so definieren, dass keine anderen Probleme erzeugt werden."
## Good Goals Characteristics
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Criteria for good goals
- **Pages:** 031
- **Quote:** "sind kooperativ ausgehandelt und erarbeitet sind k k k k betreffen nur tatsächlich Veränderbares, Lernbares und Gestaltbares sind ausreichend begründet (Fernziel und Grobziele) und machen Sinn geben Orientierung in Veränderungsprozessen sind operationalisiert d.h. überprüfbar sind im Präsens formuliert (kurz konkret klar klientenzentriert)"
## SMART Goal Framework - KPG Adaptation
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** SMART criteria adapted for KPG
- **Pages:** 034
- **Quote:** "S: Spezifisch, das Ziel so konkret wie möglich formulieren M: Messbar, auf welche Weise wird die Arbeit überprüft A: ausgehandelt, attraktiv, akzeptiert, mit und von den Direktbeteiligten R: realistisch, die Voraussetzungen für die Lösung der Aufgaben sind vorhanden T: terminiert, ein Termin für die Überprüfung ist gesetzt"
## Step 5: Intervention Planning
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Process step 5
- **Pages:** 037
- **Quote:** "Prozessschritt 5 «Interventionsplanung» Bewegung der Öffnung: In welche Richtung können wir denken, um das Problem zu lösen? Ressourcenorientierung. Sind die Interventionsmöglichkeiten entworfen und geklärt, folgt eine Bewegung der Schliessung: Wer macht was, wie, wo?"
## Step 6: Intervention Implementation
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Process step 6
- **Pages:** 038
- **Quote:** "Prozessschritt 6 «Interventionsdurchführung» In der Durchführungsphase ist die Fachperson als Vernetzerin und Koordinatorin tätig. Wichtig dabei sind Offenheit, die Flexibilität für ggf. rollende Planung, Transparenz, eine ständige Überprüfung und regelmässige Dokumentation."
## Implementation Tasks and Coordination
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Implementation methodology
- **Pages:** 039
- **Quote:** "Es geht darum, Personen, Aufgaben, Vorgehensweisen, Organisationen und Tätigkeiten auf der Basis von offen gelegten Entscheidungsstrukturen miteinander zu vernetzen und für einen angemessenen Informationsfluss zu sorgen. Interventionen sind systematisch und kontinuierlich zu dokumentieren Mittels Controlling soll der Mitteleinsatz überprüft und nötigenfalls angepasst werden. Ziel ist eine wirksame Unterstützung von Klient*innen(systemen) zum Erreichen der vereinbarten Ziele unter optimalem Einsatz vorhandener Ressourcen."
## Monitoring and Controlling
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Implementation review
- **Pages:** 042
- **Quote:** "Monitoring • Überwachung von Vorgängen • Systematische Erfassung, Messung und Beobachtung eines Prozesses mittels vorgegebener Instrumente Controlling • Prüfung von Effektivität und Effizienz von Interventionen • Aufzeigen von Optimierungsmöglichkeiten"
## Step 7: Evaluation
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Process step 7
- **Pages:** 043
- **Quote:** "Prozessschritt 7 «Evaluation» • Evaluieren heisst, einen Gegenstand systematisch zu untersuchen und daraus Folgerungen abzuleiten • Evaluationen sind datenbasierte und methodisch angelegte Beschreibungen und Bewertungen von Programmen, Projekten und Massnahmen. • Sie lassen sich an Gütekriterien überprüfen."
## Evaluation Components
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Evaluation process
- **Pages:** 044
- **Quote:** "Evaluation: aus dem Lateinischen 'ex-Valor' einen Wert daraus ziehen. Dies bedeutet auch Auswertung, Bewertung, Beurteilung. Evaluation beinhaltet drei voneinander zu trennende Schritte. Innehalten, Auswerten; Beurteilen, Bilanz ziehen; Daraus lernen"
## Self-Evaluation in KPG
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Evaluation methodology
- **Pages:** 048
- **Quote:** "Prozessschritt 7 «Evaluation» - Selbstevaluation • Beschreibung und Bewertung von Ausschnitten des eigenen alltäglichen beruflichen Handelns und seiner Auswirkungen nach bestimmten Kriterien • Im Zusammenhang mit der KPG: fallbezogene Evaluation"
## Evaluation Functions
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Evaluation benefits
- **Pages:** 049
- **Quote:** "Möglichkeit zu lernen (aus Fehlern wie aus erfolgreichen Prozessen) geleistete Arbeit würdigen und wertschätzen Beitrag zur Psychohygiene wertschätzende Distanznahme zum eigenen Handeln Evaluation bezieht sich auf alle vorhergehenden Schritte. Fliessender Übergang zum Prozessschritt Situationserfassung"
## Müller's Working Rules for Self-Evaluation
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Evaluation principles
- **Pages:** 050-051
- **Quote:** "Schritt 7 Evaluation Arbeitsregeln nach Müller 1. Evaluation heisst genaues und ehrliches Zugänglichmachen von empfindlichen Punkten. 2. Selbstevaluation hat Voraussetzungen: • Mann muss sie sich leisten können; in einem Klima, in dem Angst und wechselseitige Bedrohung herrschen, ist Selbstevaluation unmöglich. • Sie muss freiwillig sein und kann nicht erzwungen werden. • Sie muss davor geschützt sein, missbraucht zu werden. • Sie erfordert etwas Zivilcourage. 3. Selbstevaluation heisst herstellen von Rahmenbedingungen, die Offenheit und ungeschützte Sachkritik ermöglichen. 4. Evaluation wird leichter, wenn man dafür verfügbare und einfach zu handhabende Instrumente der Dokumentation und Praxisforschung nutzt. 5. Sozialpädagogische Evaluation braucht Kriterien der Wirksamkeit, ethische Massstäbe für den Umgang mit Adressaten und Massstäbe für die Realitätsprüfung ihrer Ziele. Diese Kriterien dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden."
## Related Structured Planning Models
- **Document:** PPT_PF2_Übersicht Prozessschritte KPG.pdf
- **Section:** Related concepts
- **Pages:** 054
- **Quote:** "Kooperative Prozessgestaltung weitere Modelle Begriffe / Modelle für strukturiertes methodisches Vorgehen: Erziehungsplanung Förderplanung Standortbestimmung Hilfeplanung Entwicklungsförderung Beratungsprozesse Interventionsplanung Assessment"

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# Übersicht Prozessschritte KPG
## Overview
This document provides a comprehensive overview of the **Kooperative Prozessgestaltung (KPG)**, a structured process design model for social work practice. It systematises the seven process steps that form the foundation of KPG methodology, organised around the **W-Questions framework** (What? What's wrong? Why? Where to? How and with what? How was it? Do it!). The document was prepared for Präsenzforum 2: Fallverstehen (Presence Forum 2: Case Understanding) and serves as a comprehensive guide to implementing KPG in professional practice.
## Conceptual Foundations
### What is KPG?
KPG is defined as a **process design model** that serves as an orientation framework for professional thinking, action, and cooperation at multiple levels—both within professional teams (intra- and interprofessional) and in collaboration with clients. The framework is **method-integrative**, meaning it does not prescribe specific intervention recipes or procedural rules, but rather establishes standards for theory-driven and method-guided practice. As a model, KPG is fundamentally a simplification of reality intended to reduce complexity. Using the metaphor of a "map and compass," the document emphasises that KPG is an orientation tool that represents reality but does not constitute reality itself.
The model serves both as a positive orientation guide—indicating possible support points and "rest stops"—and as a warning system, highlighting obstacles and pitfalls in the process. This dual function makes KPG valuable for navigating the complexities of social work intervention.
### The Seven-Step Process Structure
The KPG process is structured into **seven steps**, divided into two main phases:
**Analytical Phase:**
- Step 1: Situationserfassung (Situational Assessment)
- Step 2: Analyse (Analysis)
- Step 3: Diagnose (Diagnosis)
- Step 4: Ziele setzen (Goal Setting)
**Action Phase:**
- Step 5: Interventionsplanung (Intervention Planning)
- Step 6: Interventionsdurchführung (Intervention Implementation)
- Step 7: Evaluation (Evaluation)
These steps are organised around the **W-Questions framework**, which provides the logical progression: *Was ist?* (What is?) → *Was ist los?* (What's wrong?) → *Warum?* (Why?) → *Wohin?!* (Where to?) → *Wie und womit?* (How and with what?) → *Tun!* (Do it!) → *Wie war es?* (How was it?).
## Step 1: Situational Assessment (Situationserfassung)
The first process step aims to comprehensively capture a situation and obtain an initial picture of the presenting issue. This establishes the **IST-Zustand** (current state) of a given situation.
### Key Principles
The assessment phase requires **open and unbiased perception** of the situation, emphasising the principle of "seeing as much as possible, understanding as little as possible" and practising "mirror-like perception" (spiegelgleiche Wahrnehmung). This means gathering relevant information without premature evaluation, maintaining an attitude of openness and curiosity.
A **resource-oriented, holistic, life-world-focused approach** is essential, meaning professionals assess the person in their specific situation rather than applying a deficit-oriented lens. The focus is on task-aligned observation that captures objective data (age, gender, family structure, living situation, school, legal status, involved support systems) as well as biographical trajectory data.
### Data Collection Scope and Methods
Data collection should be expanded beyond the initial presenting problem to encompass broader life domains: peers, clubs, leisure activities, "hidden worlds," health status and diagnoses, and other relevant areas. The document specifies several **data collection methods**:
- **Erkundungsgespräche** (exploratory conversations): both formal (guided) and informal
- **Beobachtung** (observation): ranging from free, participatory observation to systematic observation with structured instruments
- **Aktenstudium** (file review): reflective engagement with written documentation and anamnestical information
## Step 2: Analysis (Analyse)
Analysis represents a systematic investigation of the subject matter with regard to all components that determine it. This step involves **structured organisation and assessment** of the information gathered in step 1.
### Case Thematic Recognition
The central focus of analysis is answering the question: *Worum genau geht es hier?* (What exactly is this about?). This requires recognising the core **case thematic**—the fundamental issue or theme that unifies the various elements of the case.
### Analysis Methods
The document provides a comprehensive list of analysis methodologies:
- **Notation systems**: genograms, timelines, network maps, silhouettes, etc.
- **Perspective analysis**: conducted cooperatively with all involved parties (family, professionals, etc.)
- **Classification systems**: qualitative, quantitative, mixed methods
- **Systemic analysis methods**
- **Reflective analysis**: using the professional's own lived experience of the case
- **Open-ended analysis questions** used in practice
These methods help structure and make sense of the data collected in the assessment phase.
## Step 3: Diagnosis (Diagnose)—Social Diagnosis
Social diagnosis seeks to illuminate, interpret, explain, and understand the situation, behaviour, and subjective meaning-making of the client. A social diagnosis forms the basis for helpful interventions and is characterised as an **interpretive attempt** (Versuch verstehen) at case understanding.
### Theory-Guided Case Understanding
The diagnosis process follows a specific methodology of **theory-guided case understanding** (theoriegeleitetes Fallverstehen), structured in five substeps:
**Substep 1—Theory Selection:** Which different knowledge bases (theories, concepts, research findings) could be enlightening and help clarify the case thematic? This represents a "movement of opening" (Bewegung der Öffnung I).
**Substep 2—Theory-Guided Case Reflection:** What connections can be established between theory and the case? How can situations and behaviours be explained and understood against the background of selected theories or research findings? This represents a second "movement of opening" (Bewegung der Öffnung II).
**Substep 3—Explanatory Hypotheses:** Which explanations for the case thematic can be articulated from these case reflections? How can these explanations be brought into dialogue with the client and validated? This represents a "movement of closing" (Bewegung der Schliessung I).
**Substep 4—Action-Guiding Working Hypothesis:** What are the most important explanations, and what is being pursued on the client level? How can these reflections be brought into dialogue with the client and validated? This represents the second "movement of closing" (Bewegung der Schliessung II).
**Substep 5—Professional Task Definition:** Which tasks emerge for professionals from the most important explanations? This serves as the bridge to goal-setting and intervention planning.
### Working Hypotheses as Outcome
The outcome of this diagnosis process is the development of **working hypotheses** in the form "Wenn…, dann…" (If…, then…). These working hypotheses—developed through expert knowledge application and dialogue with all stakeholders—form the foundation for further work.
## Step 4: Goal Setting (Ziele setzen)
Goal setting involves describing and establishing desired future states—a **Sollzustand** (target state)—based on the insights from analysis and diagnosis.
### Cooperative Goal Development
Goals should be developed **cooperatively with the client**, emerging from the foundation of previous collaborative process design and taking the client's concerns and needs seriously. Cooperative goal development prevents manipulation of clients and emphasises the focus on enabling autonomous living. Professionals explore what is subjectively important to the client (based on previous process steps), employ careful and transparent methodological procedures, engage in joint goal-finding conversations, and involve all participants in the goal-finding process, thus enabling genuine participation. Crucially, **professionals are responsible for the co-production process** (Fachkräfte sind für den Prozess der Koproduktion verantwortlich).
### Goal Types: Educational vs. Support Goals
The document distinguishes two types of goals:
**Educational Goals** (Bildungsziele): These focus on the subject—the client's learning and development process. They can only be formulated in cooperation with clients and address the question: In which direction can the client move or wish to move to solve the problem?
**Support Goals** (Unterstützungsziele): These focus on environmental factors and the professional's role in enabling and supporting development and learning processes. They address the question: What will professionals do to support and enable the achievement of the goal?
### Goal Hierarchy
Goals are organised in a three-level hierarchy:
1. **Fernziel (Distant Goal)**: Often contained in the mandate, providing the framework for further goal formulations
2. **Grobziel (Gross Goal)**: Based on the distant goal and diagnosis; important, significant, and motivating goals that are valued and accepted by clients as achievable
3. **Feinziel (Fine Goal)**: Created after intervention planning; these concretise the gross goal and are concrete, manageable, relevant, realistic, and verifiable
### Goal Formulation Principles and Criteria
Effective goals must:
- Be formulated positively as desired outcomes, not as avoidance of problems
- Include only one criterion for achievement (avoiding polytelia, or confusion from multiple criteria)
- Avoid goal conflicts that might create new problems
- Be cooperatively negotiated and developed
- Concern only what is actually changeable, learnable, and designable
- Be sufficiently justified and make sense
- Provide orientation in change processes
- Be operationalised (verifiable)
- Be formulated in the present tense using the four "K's": **k**urz (short), **k**onkret (concrete), **k**lar (clear), **k**lientenzentriert (client-centred)
The document presents the **SMART framework**, adapted for KPG:
- **S** (Spezifisch—Specific): Formulate the goal as concretely as possible
- **M** (Messbar—Measurable): Clarify how the work will be reviewed
- **A** (Ausgehandelt—Negotiated, Attractive, Accepted): Developed with and by direct participants
- **R** (Realistisch—Realistic): The conditions for solving the tasks are available
- **T** (Terminiert—Timed): A deadline for review is set
### Theoretical Foundations of Goal-Directed Action
The document establishes that (social)pedagogical action is always—consciously or unconsciously—intentional or goal-directed. Human action is fundamentally hierarchically structured and always embedded in a specific context, which substantially influences (promotes or inhibits) the action. Goals have a better chance of being achieved when they provide orientation in the change process and when the path to the goal is divided into meaningful substeps.
The philosophical justification for goal-setting is captured in the Lichtenberg quote: "Whether it becomes better when it becomes different, I don't know. That it must become different if it is to become better is certain." This reflects the principle that goal achievement must remain open-ended while providing necessary direction.
## Step 5: Intervention Planning (Interventionsplanung)
Intervention planning involves a movement of **opening** (exploring which directions of thinking might solve the problem, with resource orientation) followed by a movement of **closing** (clarifying who does what, how, and where).
## Step 6: Intervention Implementation (Interventionsdurchführung)
During implementation, the professional acts as a networker and coordinator. Key principles include openness, flexibility for rolling/ongoing planning, transparency, continuous review, and regular documentation.
### Implementation Tasks
Implementation involves networking persons, tasks, procedures, organisations, and activities based on transparent decision structures, ensuring appropriate information flow. Interventions must be systematically and continuously documented. Through **Controlling** (review of resource use and adaptation as needed), the goal is effective support of client systems in achieving agreed goals using optimal deployment of available resources.
### Monitoring and Controlling
The document distinguishes between:
- **Monitoring**: Observation and systematic capture, measurement, and observation of a process using predetermined instruments
- **Controlling**: Review of intervention effectiveness and efficiency with identification of optimisation possibilities
## Step 7: Evaluation (Evaluation)
Evaluation means systematically investigating a subject and drawing conclusions from it. Evaluations are data-based and methodologically sound descriptions and assessments of programmes, projects, and measures that can be reviewed against quality criteria.
### Evaluation Components
Evaluation involves three distinct steps: **Innehalten, Auswerten** (pause and analyse), **Beurteilen, Bilanz ziehen** (judge and take stock), and **Daraus lernen** (learn from it).
### Self-Evaluation in KPG Context
Within KPG, self-evaluation refers to the description and assessment of aspects of one's own daily professional action and its effects according to specific criteria. In the KPG context, this is **case-focused evaluation** (fallbezogene Evaluation).
### Functions of Evaluation
Evaluation serves multiple functions:
- Opportunity to learn (from errors and from successful processes)
- Appreciation and recognition of accomplished work
- Contribution to professional wellbeing (Psychohygiene)
- Appreciative distance from one's own action
- Reference to all preceding steps with a fluid transition back to step 1 (situational assessment), reflecting the cyclical nature of the process
### Müller's Working Rules for Self-Evaluation
The document presents six working rules for self-evaluation by Müller:
1. Evaluation means precise and honest disclosure of sensitive points
2. Self-evaluation requires prerequisites: participants must be able to afford it in a climate without fear or mutual threat; it must be voluntary and cannot be forced; it must be protected from misuse; it requires some civil courage
3. Self-evaluation means establishing framework conditions that enable openness and unguarded critical discussion
4. Evaluation becomes easier when using available and easy-to-manage documentation and practice research instruments
5. Socialpedagogical evaluation requires criteria for effectiveness, ethical standards for dealing with clients, and standards for reality-testing of goals—criteria that must not be played against each other
6. As part of casework, evaluation is primarily self-evaluation, but must acknowledge its limitations and the need for corrective perspectives from "above" (external review), "below" (client perspective), and "outside" (independent evaluation)
### Evaluation Timing, Participants, and Tools
Evaluation can occur as a concluding retrospective or as a continuous task throughout a support process. Participants include clients, the client system, and professionals. Tools may include checklists, scaling questions, open questions, and specific evaluation instruments.
## Related Concepts and Models
The document situates KPG within a broader landscape of structured planning and assessment models used in social work, including:
- Erziehungsplanung (Educational planning)
- Förderplanung (Support planning)
- Standortbestimmung (Position determination/assessment)
- Hilfeplanung (Help/support planning)
- Entwicklungsförderung (Development promotion)
- Beratungsprozesse (Counselling processes)
- Interventionsplanung (Intervention planning)
- Assessment
## Key Takeaways
The "Übersicht Prozessschritte KPG" document emphasises that KPG is a **flexible orientation framework** rather than a rigid prescription. It balances the need for **structured, theory-guided practice** with the **responsiveness and flexibility** required in real-world social work. The seven-step process integrates assessment, analysis, understanding, goal-setting, planning, implementation, and evaluation into a cyclical process that emphasises:
- Cooperation with clients at every stage
- Resource orientation and holistic perspective
- Theory-guided but method-integrative practice
- Transparent decision-making and participation
- Continuous learning through reflection and evaluation
- Context-sensitive and situation-responsive design
The document serves as a comprehensive reference guide for professionals implementing KPG in their practice.

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@ -6,12 +6,22 @@ Wissensdatenbank zur **Kooperativen Prozessgestaltung (KPG)** und **Exemplarisch
| Dokument | Typ | Umfang | Artikel |
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| [Übersicht Prozessschritte KPG](./documents/ubersicht-prozessschritte-kpg.md) | Präsentationsmaterialien | 57 Seiten | 1 Zusammenfassung + Evidenz |
| [Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit](./arbeit/index.md) | Theorieband | 386 Seiten, 15 Kapitel | 15 Kapitel-Artikel + Evidenz |
| [Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis](./praxis/index.md) | Praxisband | 297 Seiten, 15 Abschnitte | 15 Abschnitt-Artikel + Evidenz |
| [EPG Ausführungsbestimmungen](./epg-ausfuehrungsbestimmungen/index.md) | Wegleitung | 11 Seiten | 11 Seiten-Artikel + Evidenz |
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## Präsentationsmaterialien: Übersicht Prozessschritte KPG
Präsenzforum 2: Fallverstehen
- [Übersicht Prozessschritte KPG](./documents/ubersicht-prozessschritte-kpg.md) — Comprehensive overview of the seven-step KPG process with detailed explanations of each phase
- Evidence: [ubersicht-prozessschritte-kpg.evidence.md](./documents/ubersicht-prozessschritte-kpg.evidence.md)
---
## Theorieband: Kooperative Prozessgestaltung in der Sozialen Arbeit
Hochuli Freund, U. & Stotz, W. (2021). 5. Auflage. Kohlhammer.