Praezisiere Interventionsplanung Schritt 2 und ethische Reflexion
This commit is contained in:
parent
14950f5633
commit
3927889a27
@ -13,13 +13,13 @@ footnote: "\U0001F4A1 Schritt 2: Blickfeld öffnen, kreativ neue Möglichkeiten
|
||||
---
|
||||
Ich fasse die Schritte 2 und 3 zur Dokumentation zusammen.
|
||||
|
||||
In den wöchentlichen Teamsitzungen sammelten wir Ideen für die Grobziele. Einiges entsprang auch aus kleinen Zwischengesprächen oder aus Übergaben im Praxisalltag. Ich führte bereichsübergreifende Fachgespräche mit den Bezugspersonen aus Schule und Therapie. Ich notierte mir alles fortlaufend und ordnete die vielen Ideen ein.
|
||||
In den wöchentlichen Teamsitzungen sammelten wir Ideen für die Grobziele. Einiges entstand auch aus kleinen Zwischengesprächen oder aus Übergaben im Praxisalltag. Ich führte bereichsübergreifende Fachgespräche mit den Bezugspersonen aus Schule und Therapie. Ich notierte mir alles fortlaufend und ordnete die vielen Ideen ein.
|
||||
|
||||
Dabei entstanden fünf Ideen: Ankommen, Förderunterricht, Sport, Infoheft und Einordnen von Stress, Sorgen und Schutzmechanismen.
|
||||
Dabei entstanden mehrere Ideen, fünf davon dokumentiere ich: Ankommen, Förderunterricht, Sport, Infoheft und Einordnen von Stress, Sorgen und Schutzmechanismen.
|
||||
|
||||
Als Leny wieder da war, besprach ich einzelne Ideen mit ihm. Das Infoheft konnte ich im Alltag mit ihm aufnehmen; er brachte eigene Überlegungen dazu ein. Beim Sport war Leny gleich dabei. Später kamen die neuen Schulsportangebote, und Leny konnte sich für eines entscheiden. Darum dokumentiere ich Sport nicht in der Tabelle. Die Idee zum Einordnen von Stress, Sorgen und Schutzmechanismen besprach ich mit der Psychologin. Sie nimmt diese Möglichkeit nach den Sommerferien auf und entwickelt sie weiter. Die Frage für den Förderunterricht konnte sich Leny als neue Möglichkeit vorstellen und er war überrascht, dass er im Förderunterricht auch eigene Fragen einbringen darf.
|
||||
|
||||
Die Tabelle dokumentiert die drei Ideen, die für die Interventionsplanung relevant sind.
|
||||
Die Tabelle dokumentiert die drei Ideen, die für die Interventionsplanung besonders relevant sind.
|
||||
|
||||
# Interventionsideen und Reflexion
|
||||
|
||||
@ -28,7 +28,7 @@ Die Tabelle dokumentiert die drei Ideen, die für die Interventionsplanung relev
|
||||
| Best Case | Das Ankommen wird ritualisierter.<br>Die Rückkehr mit dem Taxi und das Alleinsein sind gehaltener. | Der Übergang in den Förderunterricht gelingt schneller, weil die eigene Frage einen konkreten Einstieg gibt. | Das Infoheft wird rege genutzt; dadurch entstehen weniger Vergessen und Stress, und Leny hat Freude am Infoheft. |
|
||||
| Worst Case | Leny erlebt die Möglichkeiten nach der Ankunft als zusätzliche Vorgabe.<br>Die Idee weicht von Gruppenstruktur oder Kreis ab. | Die Frage wird zur zusätzlichen Leistung, wenn sie fehlt oder vergessen geht. | Das Infoheft wird vergessen, verloren oder verlegt; wiederholtes Erinnern erzeugt neuen Stress.<br>Das Infoheft ersetzt den Kontakt zur Kindsmutter. |
|
||||
| Einflussfaktoren | Subjektive Einschätzung der diensthabenden Person. | Unterstützung durch Schule und Sozialpädagogik, damit Leny Fragen erkennen kann. | Aktive Nutzung durch die Kindsmutter. |
|
||||
| ethische Aspekte | Angebote erfolgen ohne Druck und ohne Vorführen vor Gruppe oder Eltern.<br>Hunger wird ernst genommen und nicht beschämend diskutiert. TP | Es entsteht keine versteckte Leistungserwartung.<br>Hilfeholen wird als Lernstrategie gestärkt.<br>Leny erlebt sich beteiligt und kompetent. | Leny ist nicht verantwortlich für den Austausch zwischen Erwachsenen.<br>Das Infoheft wird nicht als Kontrollwerkzeug genutzt. TP |
|
||||
| ethische Aspekte | Angebote erfolgen ohne Druck und ohne Vorführen vor Gruppe oder Eltern.<br>Hunger wird ernst genommen und nicht beschämend diskutiert. TP | Es entsteht keine versteckte Leistungserwartung.<br>Hilfeholen wird als Lernstrategie gestärkt.<br>Leny erlebt sich beteiligt und kompetent. | Leny ist nicht verantwortlich für den Austausch zwischen Erwachsenen.<br>Das Infoheft wird nicht als Kontrollwerkzeug genutzt.<br>Persönlichkeits- und Datenschutz werden beachtet. TP |
|
||||
| Veränderungsebene | eher Situation. | Situation und Verhalten. | eher Situation. |
|
||||
|
||||
Die Idee zum Ankommen wird nicht als Feinziel ausgearbeitet, weil sie im Alltag ausprobiert und weiter beobachtet wird. Die Frage für den Förderunterricht greift lösungsorientiert an Lenys Beteiligung an. Das Infoheft setzt auf der systemischen Ebene an, weil es den Austausch zwischen Herkunftssystem und Praxisbetrieb unterstützt. Es kann dazu beitragen, Scham und Druck im Zusammenhang mit vergessenen Dingen zu reduzieren. Diese beiden Ideen nehme ich in Schritt 4 auf.
|
||||
|
||||
Loading…
Reference in New Issue
Block a user