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3915e27756
@ -9,4 +9,6 @@ hint: >-
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Interventionsplanung auf Analyse, Diagnose und Zielsetzung aufbaut.
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footnote: "\U0001F4D6 Interventionsplanung: entwerfen, reflektieren, auswählen, planen"
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***Ziel dieses Prozessschrittes***
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In diesem Prozessschritt blicke ich zuerst auf die bisherigen Erkenntnisse zurück. Anhand des Sollzustands der Grobziele beginnt die offene Suche nach Interventionsideen. Sie werden reflektiert und verdichtet, indem Feinziele formuliert werden. Mit einem Feinziel plane ich die erste Interventionsphase (Hochuli Freund & Stotz, 2021, S. 313).
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@ -11,23 +11,23 @@ hint: >-
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Interventionsplanung leitet.
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footnote: "\U0001F4A1 Schritt 1: Diagnostische Erkenntnisse als Rahmen nutzen"
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## Situationserfassung
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***Situationserfassung***
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Leny soll bei schulischen und alltagspraktischen Basiskompetenzen unterstützt und gefördert werden. Leny verfügt über Ressourcen wie Freundschaften, Freude an Bewegung, ein gutes Körperbewusstsein und Kreativität. Es ist nicht geklärt, wo er im neuen Schuljahr zur Schule geht. Die familiäre Situation ist seit längerer Zeit stark belastet, weshalb die Entlastung von Leny zentral ist. Im Praxisalltag wird beobachtet, dass Leny oft Dinge vergisst, ausweicht und sich im Tages- und Wochenablauf nicht gut orientieren kann. Er ist oft müde und hat Heimweh.
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## Analyse
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***Analyse***
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Die Analyse zeigt, dass sich Lenys Heimweh weniger als klassisches Heimweh, sondern eher als emotionale Belastung zeigt. Die Sorgen im Herkunftssystem belasten ihn und beeinflussen sein Funktionieren im Alltag. In überfordernden Situationen verstärken sich Vergessen, Orientierungsschwierigkeiten und Ausweichen. Hingegen wirkt er in klaren Situationen orientierter und aufmerksamer.
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## Diagnose
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***Diagnose***
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Im Prozessschritt Diagnose zeigt sich, dass Lenys starke Loyalität gegenüber der Mutter seine Ablösung und Selbstständigkeit im Praxisbetrieb erschwert. Es wurde verständlicher, welche Funktion Vergessen, Orientierungsschwierigkeiten und Ausweichen in Lenys Leben erfüllen und weshalb Leny diesbezüglich keine weitere Beschämung erfahren soll. Sie haben einen guten Grund und dienen als Überlastungsschutz für seine im Herkunftssystem überfordernden und belastenden Situationen. Leny kommt oft belastet mit Sorgen bei uns an und ist innerlich damit beschäftigt. Er braucht konkretere Begleitung bei den Übergängen, Erwachsene, die seine Sorgen verstehen und im Alltag aufgreifen, sowie Orientierung und Regulation.
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## Zielsetzung
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***Zielsetzung***
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Wegen Lenys Abwesenheit wurden im Prozessschritt Zielsetzung drei Grobziele als Unterstützungsziele formuliert. Fachübergreifend einigten wir uns auf drei Inhalte: Leny wird in den Übergängen unterstützt, damit er einfacher ankommen kann. Es werden Möglichkeiten gefunden, Schutzmechanismen besser wahrzunehmen, sowie Angebote für Regulation. Sinnvolle Strukturen erleichtern ihm den Alltag und er beteiligt sich selbstständiger. Die Zielbildung wurde auf Fachebene von den Fachpersonen aus allen drei Bereichen erarbeitet. Später konnte ich sie mit Leny besprechen. Diese Richtungen waren für Leny vorstellbar und er war einverstanden.
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## Handlungsleitendes Konzept
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***Handlungsleitendes Konzept***
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Die Interventionsplanung orientiert sich am lösungsorientierten und systemischen Ansatz des Praxisbetriebs. Dazu bezog ich traumapädagogische Überlegungen mit ein.
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@ -21,7 +21,7 @@ Als Leny wieder da war, besprach ich einzelne Ideen mit ihm. Das Infoheft konnte
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Die Tabelle dokumentiert die drei Ideen, die für die Interventionsplanung relevant sind.
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## Interventionsideen und Reflexion
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***Interventionsideen und Reflexion***
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| Aspekte | Möglichkeiten nach der Ankunft wie Duschen, Essen oder Rückzug. | Eine eigene Frage für den Förderunterricht. | Ein Infoheft für vergessene Dinge und alltagspraktische Absprachen. |
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@ -11,7 +11,7 @@ hint: >-
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nach Zwischenevaluation.
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footnote: "\U0001F4A1 Schritt 4: Entscheiden, planen und W-Fragen beantworten"
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# Feinziele
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***Feinziele***
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Das Feinziel Förderunterricht konkretisiert Grobziel 1 und das Feinziel Infoheft Grobziel 3. Beide zeigen, woran in der ersten Interventionsphase gearbeitet wird.
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@ -20,7 +20,7 @@ Das Feinziel Förderunterricht konkretisiert Grobziel 1 und das Feinziel Infohef
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| GZ1 | Leny bringt bis zu den Herbstferien einmal pro Woche eine Frage in den Förderunterricht mit. Der Bereich Schule und die Sozialpädagogik unterstützen ihn dabei. | UZ |
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| GZ3 | Bis Ende August nimmst du dein Infoheft mit nach Hause und bringst es wieder in den Praxisbetrieb zurück. | UZ |
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## Auswahl der Interventionsmöglichkeiten
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***Auswahl der Interventionsmöglichkeiten***
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Für die erste Interventionsphase wurde das Feinziel Infoheft ausgewählt. Mir ist wichtig, dass das Team hinter diesem Feinziel steht und die Umsetzung gemeinsam trägt. Das Infoheft ist ein kleiner, konkreter Schritt im Alltag. In den Gesprächen mit Leny zeigte sich, dass er sich die Idee vorstellen kann und mitdenkt.
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