Publiziert überarbeitete Diagnose in 3.3
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3af8dae424
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37429c3eba
@ -7,8 +7,9 @@ footnote: "📚 Verdichte die ergiebigsten Erklärungen aus beiden Theorien zu W
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| Erklärende Weil-Hypothesen |
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| **Ritscher** Weil Leny bei uns oft schon belastet ankommt und innerlich mit familiären Sorgen beschäftigt ist, hat er im Übergang von zuhause in den Praxisbetrieb oft kaum Kraft für Konzentration und Orientierung. |
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| **Ritscher** Weil Leny in seinem Herkunftssystem Strategien entwickelt hat, um mit Belastung umzugehen, können sich sein Ausweichen und Vergessen dort stabilisierend auswirken, während sie ihn im Praxisalltag bei Präsenz, Orientierung und Lernen behindern. |
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| **Ritscher** Weil Leny sich innerlich stark an seine Familie gebunden erlebt und sich nur schwer von ihr lösen kann, möchte er nach belastenden Situationen immer wieder nach Hause gehen. |
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| **Weiss** Weil Leny zuhause wiederholt Belastung und fehlenden Schutz erlebt, sorgt er sich stark um seine Mutter und die Geschwister und übernimmt Verantwortung, die ihn überfordert. |
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| **Weiss** Weil Leny frühe und anhaltende Stresserfahrungen gem***acht hat, können sich sein Abschweifen, Vergessen und seine Abwesenheit in belastenden, ermüdenden oder überfordernden Situationen immer wieder als*** Überlastungsschutz aktivieren. |
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| **Ritscher** Weil Leny bei uns oft belastet ankommt, innerlich mit familiären Sorgen beschäftigt ist, hat er Mühe, bei uns anzukommen, ist müde und orientierungslos. |
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| **Ritscher** Weil Leny in seinem Herkunftssystem Strategien entwickelt hat, um mit Belastung umzugehen, können sich sein Ausweichen und Vergessen dort stabilisierend auswirken, während sie ihm im Praxisalltag bei Anforderungen oder Aufgaben behindern. |
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| **Ritscher** Weil Leny eine starke Loyalitätsbindung zu seiner Mutter hat, fühlt er sich für sie stark verantwortlich, was seine Ablösung erschwert und seine Selbstständigkeit im Alltag begrenzt. |
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| **Weiss** Weil Leny zuhause wiederholt Belastung und fehlenden Schutz erlebt, sorgt er sich stark um seine Mutter und die Geschwister und übernimmt Verantwortung, die ihn überfordert. Seine eigenen Gefühle hält er zurück und kommuniziert sie noch nicht direkt. |
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| **Weiss** Weil Leny frühe und anhaltende Stresserfahrungen gemacht hat, können sich sein Abschweifen, Vergessen und seine Abwesenheit in belastenden, ermüdenden oder überfordernden Situationen immer wieder als Überlastungsschutz aktivieren. |
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@ -6,6 +6,6 @@ hint: "Beschreibe, wie du die erklärenden Hypothesen mit Leny und weiteren Bete
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footnote: "🤝 Zeige, wie kooperatives Prüfen die Diagnose absichert und schärft."
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Nach der Validierung der Analyse suchte ich den Austausch mit meinem Praxisleiter und mit Lenys Psychologin. Beide halfen mir, die sehr spezifischen und schwerer greifbaren Themen gezielter weiterzuverfolgen. Die Grobfassungen meiner gewählten Theorien und meine Deutungen brachte ich anschliessend in die wöchentlichen Kinderbesprechungen zu Leny ein. Dort tauschten wir uns auch anhand aktueller Vorkommnisse darüber aus und prüften, welche Deutungen für Leny wirklich Mehrwert bringen könnten.
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Leny war mehrere Wochen wegen Krankheit, Ferien und einer Reise nicht bei uns. Als er wieder da war, erzählte ich ihm in einem kurzen Gespräch einige Punkte aus meinen diagnostischen Erkenntnissen. Er hörte interessiert zu, war nach seiner Reise aber wenig präsent und nicht aufnahmefähig für einen vertieften Dialog. Ich erstellte für Leny erneut Bilder und entwickelte daraus einen kleinen Film. In der darauffolgenden Woche war Leny wieder abwesend. Den vorbereiteten Film konnte ich ihm bis jetzt nicht zeigen. Die Kooperation mit der Kindsmutter ist seit mehreren Wochen blockiert. Mit der Beiständin kam in dieser Phase kein Austausch zustande. Das führte im Praxisbetrieb zunehmend zu Ratlosigkeit und Ohnmacht. Darum ist mir die Bearbeitung vorläufig ausschliesslich auf der Fachebene möglich.
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(Lenys Validierung noch offen)
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Zur weiteren Bearbeitung führte ich richtungsweisende Gespräche, besonders mit der Leitung, der Therapie und Lenys Psychologin. Meine Theorien und Deutungen brachte ich anschliessend in die Kinderbesprechungen, ins Leny-Bezugspersonenteam und ins Team Sozialpädagogik ein. Ich zeigte in beiden fachlichen Gefässen den Film, stellte fachliche Fragen und tauschte mich über die erklärenden Hypothesen aus. So wurden die handlungsleitende Arbeitshypothese und die Fragen für die Fachleute weiter geschärft.
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@ -7,4 +7,4 @@ footnote: "📚 Handlungsleitende Arbeitshypothese als Wenn-Dann-Formulierung"
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| Wenn Leny in belastenden Übergängen entlastet wird, seine Sorgen um zuhause mitgedacht werden und er verlässliche Möglichkeiten für Orientierung und Regulation erhält, dann kann er schrittweise mehr Sicherheit gewinnen und im Alltag orientierter, präsenter und handlungsfähiger werden. |
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| Wenn Leny in belastenden Übergängen gezielt entlastet wird, seine Sorgen um zuhause von den erwachsenen Fachpersonen verstanden und im Alltag aufgegriffen werden und er Möglichkeiten für Orientierung und Regulation erhält und lernt, die Auswirkungen seiner Sorgen besser wahrzunehmen und mitzuteilen, dann kann er schrittweise mehr Sicherheit entwickeln und im Alltag orientierter, präsenter und selbstständiger werden. |
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@ -6,4 +6,4 @@ hint: "Leite auf der Grundlage der handlungsleitenden Arbeitshypothese eine prä
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footnote: "🎯 Formuliere aus der Arbeitshypothese eine kurze Leitfrage für die weitere professionelle Zusammenarbeit."
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Wie können wir Leny in belastenden Übergängen so begleiten, dass er bei uns mehr Kraft für Orientierung und Konzentration hat und besser auf seine Ressourcen zurückgreifen kann?
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Wie können wir die Übergänge für Leny so gestalten, dass er besser bei uns ankommen kann, seine Bedürfnisse eher wahrnimmt und sich im Alltag aktiver beteiligt?
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