diff --git a/080-interventionPlanning/06-planning-entwerfen.md b/080-interventionPlanning/06-planning-entwerfen.md
index e37fcfb..7ed83de 100644
--- a/080-interventionPlanning/06-planning-entwerfen.md
+++ b/080-interventionPlanning/06-planning-entwerfen.md
@@ -5,3 +5,9 @@ title: "Schritt 2 — Interventionsmöglichkeiten entwerfen"
hint: "Öffnungsphase: Sammle kooperativ möglichst viele Interventionsideen (mind. 20–25 Ideen als Faustregel). Beziehe Klient*in und Team ein. Blickfeld weit öffnen, kreativ sein, Erfahrungswissen der Organisation nutzen. Noch keine Bewertung — erst sammeln, dann reflektieren. Konzentriere die Suche besonders auf mögliche Veränderungen von Situationen (nicht nur personenbezogen). Unterscheide Interventionsmodi: Eingriff, Angebot, gemeinsames Handeln."
footnote: "💡 Schritt 2: Blickfeld öffnen, kreativ neue Möglichkeiten erfinden"
---
+
+| | Gewahrsein (test) | Mitgefühl | Engagement |
+| --- | --- | --- | --- |
+| Persönlich Persönlich | **Selbstwahrnehmung**
- **Wahrnehmen eigener Empfindungen**
- Eigene Körperempfindungen spüren und beschreiben.
- Gefühle und Bedürfnisse in ihrer Art, Intensität und Wirkung (hilfreich bis hinderlich) wahrnehmen, identifizieren und benennen.
- Die eigene Belastungsfähigkeit in Stresssituationen bewusst wahrnehmen.
- **Erkennen persönlicher Ressourcen und Entwicklungsthemen**
- Eigene Stärken, Erfahrungen und Besonderheiten erkennen und benennen.
- Persönliche Entwicklungsthemen erkennen und benennen.
- **Bewusstsein für die professionelle Rolle**
- Sich selbst in der professionellen Rolle im Berufsfeld Soziales bewusst wahrnehmen.
- Persönliche Ressourcen und Herausforderungen in der beruflichen Rolle erkennen. | **Selbstempathie**
- **Verstehen eigener Emotionen**
- Die Entstehung eigener Emotionen im Kontext einer Situation, der eigenen Biografie und des Ausbildungsgegenstandes erkennen und verstehen.
- Eigene Emotionen als Ausdruck von Bedürfnissen verstehen und entsprechende Zusammenhänge herstellen und nachvollziehen.
- **Selbstakzeptanz**
- Das eigene Denken, Handeln und Fühlen auf dem Hintergrund der persönlichen Lebensgeschichte und -situation einordnen und verstehen.
- Eine annehmende Haltung sich selbst und den eigenen Unzulänglichkeiten gegenüber entwickeln.
- Sich versöhnlich mit dem persönlichen Bewertungssystem bzw. Selbsturteil auseinandersetzen (Selbstbeurteilung statt Selbstverurteilung).
- **Selbstverständnis in der professionellen Rolle**
- Den Einfluss persönlicher Erfahrungen und Einstellungen auf das berufliche Rollenverständnis verstehen.
- Persönliche Grenzen in der Berufsrolle anerkennen.
- Positives und reflektiertes Rollenverständnis entwickeln. | **Selbststeuerung**
- **Selbstregulation**
- Emotionen und Handlungsimpulse bewusst und konstruktiv regulieren.
- Die eigene Aufmerksamkeit fokussieren.
- Mit ungewohnten Situationen offen und flexibel umgehen.
- Die eigene Motivation selbstverantwortlich steuern.
- **Selbstsorge**
- Mit den eigenen Ressourcen und Regenerationsmöglichkeiten achtsam umgehen und für persönliches Wohlbefinden sorgen.
- Eigene Bewältigungsstrategien in Stresssituationen bewusst anwenden und (weiter-)entwickeln.
- Balance zwischen den (Selbst-)Erwartungen in verschiedenen Lebensbereichen und den persönlichen Ressourcen bzw. Grenzen finden.
- **Entscheidungsfähigkeit in der professionellen Rolle**
- Sich kritisch mit berufsbezogenen Themen und Wissensinhalten auseinandersetzen und eine eigenständige Position entwickeln.
- Eigene Denk- und Handlungsweisen erweitern.
- Bewusste Entscheidungen treffen und begründen.
- Konsequenzen des eigenen Handelns erkennen und Verantwortung dafür übernehmen. |
+| Sozial Sozial | **Zwischenmenschliches Gewahrsein**
- **Wirkung und Kongruenz der eigenen Person**
- Sich über die Wirkung der eigenen Person und des eigenen Verhaltens bewusst sein.
- Die eigene Kongruenz bzw. Inkongruenz in der professionellen Interaktion bewusst wahrnehmen.
- **Wahrnehmen der Interaktion**
- Sich selbst als Teil und Mitgestalter, Mitgestalterin der sozialen Interaktion wahrnehmen.
- Wechselwirkungen in der sozialen Interaktion und damit verbundene Abhängigkeiten erkennen und benennen.
- **Wahrnehmen der sozialen Wirklichkeit und Vielfalt**
- Unterschiedliche Lebenssituationen und die Menschen in ihrer Vielfalt differenziert wahrnehmen und anerkennen.
- Die Komplexität des sozialen Miteinanders anerkennen und aushalten. | **Empathie**
- **Perspektivenwechsel**
- Gefühle, Sichtweisen und Verhalten anderer im situativen und persönlichen Kontext verstehen und als gleichwertig anerkennen.
- Eine reflexive Distanz zu persönlichen Emotionen und Standpunkten einnehmen und sich in die Perspektive des Gegenübers versetzen.
- **Einfühlendes Verstehen**
- Gefühle und Motive der anderen Person emotional nachempfinden und gedanklich verstehen.
- Emotionen, Gedanken und Motive der anderen Person als Ausdruck persönlicher Bedürfnisse verstehen (wie bei sich selbst).
- **Wertschätzung prosozialer Tugenden**
- Grundlegende Werte im sozialen Miteinander wie Offenheit, Transparenz, Grosszügigkeit, Geduld, Vergebung, Demut, Zufriedenheit und Dankbarkeit schätzen und pflegen.
- Bedürfnisse und Grenzen anderer Personen achten. | **Interaktionsgestaltung**
- **Beziehungsgestaltung**
- Beziehungen aktiv, verlässlich und vertrauenswürdig gestalten.
- Einen bewussten und reflektierten Umgang mit Nähe und Distanz sowie mit Macht- und Abhängigkeitsverhältnissen pflegen.
- In Konfliktsituationen eigene Anteile reflektieren und zur konstruktiven Konfliktbewältigung beitragen.
- **Unterstützung geben und annehmen**
- Anderen bedürfnis- und situationsgerechte Unterstützung anbieten unter Wahrung einer grösstmöglichen Selbständigkeit des Gegenübers.
- Sich selbst bei Bedarf rechtzeitig Unterstützung holen.
- **Konstruktive Kommunikation**
- Achtsam, gewaltfrei und transparent kommunizieren.
- Dem Gegenüber aktiv zuhören.
- Im sprachlichen, para- und nonverbalen Ausdruck übereinstimmen.
- Die eigene Meinung klar und verständlich ausdrücken sowie überzeugend vertreten.
- Positive und kritische Feedbacks konstruktiv geben und annehmen.
- **Kooperation**
- Mit anderen situationsadäquat zusammenarbeiten sowie angemessen Verantwortung für die Gruppenaufgaben und den Gruppenprozess übernehmen.
- Für andere Meinungen offen sein und Bereitschaft zu Kompromiss- und Konsenslösungen zeigen.
- Unterschiedliche Rollen übernehmen und diese kontextgerecht und situationsangepasst gestalten und einhalten. |
+| | Anerkennung von Interdependenz | Anerkennung gemeinsamer Menschlichkeit | Gemeinschaftsbezogenes Engagement |