Korrigiere Reflexion in Kapitel 4

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@ -13,7 +13,7 @@ Der gewählte Realitätsausschnitt half mir, mich immer wieder zu fokussieren un
In der Diagnose half mir die Traumapädagogik, Lenys Verhalten nicht einseitig als Verweigerung oder fehlende Motivation zu verstehen. Der gute Grund half mir, seine Themen anders zu betrachten. Systemisches Denken half mir, das Dazwischen besser zu erkennen, zum Beispiel die Wechselwirkungen zwischen dem Familiensystem und dem Praxisbetrieb.
In der Praxis betrafen Gespräche, Rückkopplungen und neue Beobachtungen oft mehrere Prozessschritte gleichzeitig. Ich fand es herausfordernd, solche Überlagerungen schriftlich so zu ordnen, dass sichtbar blieb, welchem Prozessschritt eine Erkenntnis zugeordnet ist. Beim Ordnen ging ich wiederholt zurück, prüfte Begriffe und merkte, wie stark Sprache das Fallverstehen beeinflusst.
Im Prozess merkte ich, wie schnell im Praxisalltag Lösungsideen entstehen. Ich lernte, mich davon nicht zu stark irritieren zu lassen. Stattdessen notierte ich Ideen, bremste sie und ordnete sie später wieder fachlich ein.
Im Prozess merkte ich, wie schnell im Praxisalltag Lösungsideen entstehen. Ich lernte, mich davon nicht zu stark irritieren zu lassen. Stattdessen notierte ich Ideen, bremste und ordnete sie später fachlich ein.
Während der ganzen Arbeit notierte ich reflektierende Gedanken. Am Ende half mir das, sie wieder aufzunehmen und weiterzuführen.
Ich erlebte, dass Gespräche und das gemeinsame Verstehen-Wollen bereits Wirkung haben und kleine Interventionen sind.

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@ -5,8 +5,8 @@ title: "Kooperation"
hint: "Reflektiere die klient*innenspezifische und die intra-/interprofessionelle Kooperation über den gesamten Prozess. Wo gelang die Zusammenarbeit gut? Wo gab es Schwierigkeiten? Wie wurde Multiperspektivität sichergestellt? Koproduktion: Wie wurde das Klient*innensystem aktiv beteiligt? Interprofessionell: Wie gelang die Verschränkung verschiedener fachlicher Perspektiven?"
footnote: "🤝 Kooperation und Multiperspektivität als Evaluationsdimension"
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Leny arbeitete gerne mit, war interessiert und neugierig. Ich beobachtete, dass die Arbeit mit ihm etwas auslöste. Beteiligung zeigte sich in Reaktionen, kurzen Aussagen und Fragen, die später wieder auftauchten. In späteren Prozessschritten begrenzten Abwesenheiten und Belastungen seinen Einbezug. Weil viel Vertrauen da war, konnte ich auch in dieser Phase punktuell mit ihm weiterarbeiten.
Leny arbeitete gerne mit, war interessiert und neugierig. Ich beobachtete, dass die Arbeit mit ihm etwas auslöste. Beteiligung zeigte sich in Reaktionen, kurzen Aussagen und Fragen, die später auftauchten. In späteren Prozessschritten begrenzten Abwesenheiten und Belastungen seinen Einbezug. Weil Vertrauen da war, konnte ich auch in dieser Phase punktuell mit ihm weiterarbeiten.
Die Grenzen meines Einflussbereichs wurden mir in der Arbeit mit der Kindsmutter besonders deutlich. Sie ins Boot zu holen gelang punktuell, oft aber auch nicht. Sie ist selbst Teil eines belasteten Systems. Ihr Nicht-Erreichbar-Sein gehört deshalb zum Fall und lässt sich nicht einfach als fehlende Kooperation bewerten. Ich nahm die Situation der Kindsmutter bewusst nicht in den Realitätsausschnitt auf, weil dies den Rahmen der Arbeit zusätzlich erweitert hätte.
Die Grenzen meines Einflussbereichs wurden mir in der Arbeit mit der Kindsmutter besonders deutlich. Sie ins Boot zu holen gelang punktuell, oft aber auch nicht. Sie ist selbst Teil eines belasteten Systems. Ihr Nicht-Erreichbar-Sein gehört deshalb zum Fall und lässt sich nicht einfach als fehlende Kooperation bewerten.
Weil die Kooperation nicht mit allen Beteiligten gleich möglich war, wurde die Fachebene für mich besonders wichtig. Unterschiedliche Deutungen waren für mich nicht immer einfach. Mir halfen Supervision, Gespräche mit Teammitgliedern und Kinderbesprechungen, genauer hinzuschauen, andere Sichtweisen zu verstehen und zu lernen, dass ich sie nicht einfach übernehmen muss. Bilder und Film unterstützten die Kooperation, weil sie gemeinsame Bezugspunkte boten.